31 Januar 2017

Einen hab ich noch...

Eh ich mich in der nächsten Zeit ungestört meinem "Projekt" widme und hier vorerst abtauche, zeige ich euch noch einpaar Malversuche von meinen Anfängen. Die liebe Edith hatte mal danach gefragt, ob ich noch etwas zeigen könnte. Und da ich nicht ständig zum Malen komme, verfüge ich auch nicht über unendlich viel, was ich zeigen könnte. Das sind Versuche, die ich persönlich noch ausbaufähig finde - aber manchmal mache ich einen cut, weil ich nicht mehr an dem Bild weiter machen mag. Bei denen hier ist es bei dem cut geblieben. Irgendwann übermale ich sie vielleicht, und es entsteht was Neues daraus. Ich zeige sie Euch dennoch, denn auch solche Bilder entstehen hier...

 

 

 

 


 50x60 cm
Öl auf Leinwandkarton

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

50x60
Öl auf Leinwandkarton
 
 

 

 

 




24x30
Öl auf Leinwandkarton
 

So, das war's aber jetzt wirklich! Ihr Lieben, bis demnächst irgendwann. Bye bye...

30 Januar 2017

Ein kleines Wunder

Drei Monate lebt Kater Möhrchen nun bei uns, und ich möchte erzählen, wie er sich entwickelt hat. Anfangs war er ein sehr scheues Tier, hat ganz schnell sein Futter in sich hineingeschlungen und war dann weg. 

 

Nicht allzulange dauerte es, bis er auch bei uns übernachtete - allerdings verweilte er unten im Wohnzimmer. Es dauerte ein Weilchen, bis er sich des Nachts zu uns nach oben traute. Wir ließen alle Türen offen... und irgendwann war er dann da.


Auch wenn er nun regelmäßiger kam, blieb er mißtrauisch. Wir bekamen noch häufiger seine Krallen und auch Zähne zu spüren. Gerade wenn er ruhen wollte, mochte er es gar nicht, wenn man ihn streicheln wollte. Da wurden die Krallen ausgefahren. Mautz war da anders: er hob höchstens mal mahnend eine Tatze. Inzwischen ist das Möhrchen aber so mit uns vertraut, daß er sich bei jeder Gelegenheit auf den Rücken dreht, und uns sein Bäuchlein zum Kraulen entgegenstreckt. Übrigens ist er ein Rückenschläfer. Ich kann mich jedes Mal ausschütten vor lachen, wenn ich ihn so schlafen sehe. Herrlich!


Mittlerweile hört er sogar auf seinen Namen und kommt auf Zuruf. Ich wurde irgendwann Zeuge dessen, wie seine ehemaligen Besitzer ihn riefen und zu ihm gingen. Er lag auf dem Fußweg neben unserem Garten. Wie gebannt schaute ich aus dem Fenster. Er stand auf und lief sofort zu unserem Haus.


Inzwischen hat er gelernt, die Himmelsleiter zu unser oberen Etage zu benutzen, hat sich kugelrund gefressen, hat prächtig glänzendes Fell bekommen, ist richtig zutraulich geworden. Was Beständigkeit und Zuwendung doch ausmachen... 

 

Wenn ich im Garten bin, dann begleitet er mich - wenn er mag. Wie Mautz hat er immer wieder den Gurkenkernbandwurm. Glücklicherweise behält er die Entwurmungstablette im Magen und erbricht sich nicht kurze Zeit später. Das macht die Sache doch sehr viel einfacher als bei seinem Bruder. Anfangs müffelte er. So lecker wie Mautz roch er lange Zeit nicht. Aber wenn man ständig um sein Überleben kämpfen muß, kommen andere Sachen eben kürzer. Inzwischen riecht er aber seeehr sehr lecker. Ich muß immer mal wieder einen ordentlichen Schnuff von seinem "Frische-Wäsche-Baby-Duft-Mixtur" nehmen.

 
Ich kann gar nicht sagen, wie sehr wir uns freuen, daß er bei uns lebt. Er ist nicht Mautz, aber er ist als Möhrchen großartig und sehr liebenswert.


 
  
Er ist wie sein Bruder auch  bei Wind und Wetter unterwegs. Sie sind sich in vielen Dingen ähnlich. Und jetzt, wo er so propper ist, könnte man sie locker von Weitem verwechseln.


Ich liebe seinen grünen Augen..., und die kehligen Laute, zu denen er imstande ist. Unsere Kommunikation funktioniert tadellos.

 

Auch die Erziehung klappt hervorragend ;-). Wenn ich nicht schnell genug auf den Beinen bin, um ihn rauszulassen, dann wird mit den extrem scharfen Krallen,


kleine Löchlein in die Vorhänge gebohrt. Wenn er wollte, könnte er sie mühelos in Fetzen reißen.

"Katzenerziehung geht ganz einfach. Nach einigen Tagen machts du genau das, was sie wollen!" 

Ihr seht: es läuft bei uns ;-)...

 

Inzwischen ist Möhrchen zu einem ganz ganz lieben Kater mutiert. Keiner hier möchte ohne ihn sein. Und ich behaupte mal, daß auch Möhrchen sich pudelwohl fühlt und hier nun sein Zuhause hat.  

Ihr Lieben,
hier kann es ruhiger werden in nächster Zeit. Ein neues Projekt erfordert seit einiger Zeit meine ganze Aufmerksamkeit. Da schafft man es nicht, etwas zu posten - schon gar nicht regelmäßig.  Ich wünsche Euch einen guten Wochenanfang.

28 Januar 2017

Wieder mobil und einsatzfähig

Das Jahr 2016 zählt gesundheitlich zu den schlimmsten meines Lebens. Unerträgliche Schmerzen in beiden Knien gleichzeitig führten dazu, daß ich als sehr sportlicher Mensch von Jetzt auf Gleich zu einem Greis mutierte. Permanente Schmerzen Tag und Nacht, im Liegen, Sitzen, Stehen und Gehen. Schwimmen - Fehlanzeige. Noch nicht einmal das ging mehr. Haushalt führen - eine einzige Qual. Wenn die Söhne nicht ganz viele Liebesdienste im Haushalt übernommen hätten, wäre hier nichts mehr gegangen. Ich war ein Dreivierteljahr kaum in der Lage 500 Meter am Tag zu kriechen. Ich habe bei jedem Schritt gestöhnt wie eine alte Dampflok. Der Knochen-Gott hat in der Zeit leider nichts für mich getan, außer mich in Richtung Operation zu weisen und diese als einzige Option zu deklarieren. Glücklicherweise gab es dann einen Oberarzt in der Klinik, der sich Zeit für mich genommen hat.  Er spürte meine Skepsis und so unterhielten wir uns über  die wenigen, noch verbleibenden Alternativen. Von diesen Alternativen blieb am Ende nur noch eine einzige übrig, die bei sehr vielen Menschen mit dem selben Problem nicht funktioniert. Seit zwei Wochen trage ich Schuheinlagen, die eine minimale, von außen nicht sichtbare, Fehlstellung der Knie ausgleicht. Und was soll ich sagen: es funktioniert. Ich war vor kurzem wieder in der Lage, einige Kilometer zu gehen. Nachdem ich schon das Skalpell an den Knien hatte, kann ich nicht sagen, wie glücklich und wahnsinnig erleichtert ich bin. Ich bin dem Sanitätshaus-Techniker-Meister am Telefon verbal um den Hals gefallen und habe mich überschwenglich für seine und die Arbeit seiner Kollegen bedankt. Er hat sich riesig mit mir gefreut. 

Was ich heute noch machen werde...? Ich gehe gleich mit meiner Familie spazieren. Spaziiiiiieeeeeren!!! Ist das zu glauben?? Ich kann mein Glück kaum fassen.

Habt ein mindestens so beschwingtes Wochenende wie ich ;-)...

23 Januar 2017

Was sagt man denn dazu?!...

Am Wochenende wollen wir alle zusammen eine DVD gucken. Während ich noch etwas ungeschickt versuche die DVD einzulegen, flackert irgendein Programm auf. Zu sehen ist eine nicht sehr natürlich aussehende Person. Von Sohn2 kommt prompt die Frage: 

"Mami, warum sieht die Frau so seltsam aus?" 
"Vermutlich zu viele Schönheitsoperationen", murmele ich.
"Warum heißt das Schönheitsoperation, wenn die Leute, die das machen lassen, immer häßlicher werden?"

Tja, ähem...

18 Januar 2017

Mit Schimmer und Glanz

Es gibt Kindheitserinnerungen, die für mich noch immer sehr präsent sind. Aus einer schönen Küstenstadt der Schwarzmeerregion stammend, verbrachte ich meine ersten Lebensjahre in einer liebevollen Großfamilie. Neben vielen anderen Berufsgruppen gab es Akademiker, Schriftsteller, Künstler sowie Bauern, oder Büroangestellte. Was mich aber als kleines Kind ganz besonders faszinierte waren die Fischer meiner Familie. Es gab tatsächlich eine handvoll Menschen, die täglich mit einfachen Holz-Booten und riesigen Netzen in aller Herrgottsfrühe auf das Meer hinaus fuhren und erst viele Stunden später ihren frischen Fang am Hafen vekauften. 


Auch der Großfamilie kam der Fischfang zu Gute. Ich beispielsweise liebte als Kind die Sardellen - Hamsi heißen sie auf Türkisch. Interessiert schaute ich zu, wenn die Fische ausgenommen wurden. Auch wenn sie bereits tot waren, fand ich sie so schön. Dieser Schimmer und Glanz, der sie auch im Tode zierte, das hatte etwas ganz Magisches für mich. Meist konnte ich es nicht lassen, sie wenigstens mal kurz mit dem Finger zu berühren. Sie wurden vielfältig zubereitet, und noch heute erinnere ich mich an diesen köstlichen Duft, der sich unauslöschlich in meinem Hirn verankert hat. Vielleicht kommt es von daher, daß ich ab und an gerne Fische male. Manchmal sogar unbewußt, gerne aber auch gewollt.

 

So lange ich denken kann, liebte ich das Meer. Beharrlich drängte ich meine Eltern, mit mir fischen zu gehen. Ein eigenes Boot hatten wir nicht, und die, die eines basaßen, konnten sich den Luxus von Arbeitsausfällen durch Verleih ihrer Boote nicht erlauben. So nahm mein Vater mich eines Tages im Morgengrauen mit zum Angeln. Bewaffnet mit einem kleinen Eimer und todmüde trottete ich an seiner Hand zum Hafen hinunter. Dort waren schon reichlich Angler vertreten, die sich über meine Anwesenheit amüsierten. "Es gibt kein Entkommen. Sie läßt nicht locker", sagte mein Vater lachend. Es dauerte nicht lange und ich schlief sofort auf dem Schoß meines Vaters ein. Als ich erwachte, brannte die Sonne vom Himmel herab, die Eimer der Angler waren reich gefüllt mit diversen Fischen... und an meiner kleinen Angel ... hing auch ein kleiner, in allen Regenbogenfarben schillernder Fisch. Nur rührte der sich überhaupt nicht. Auch wenn mir das seltsam vorkam, freute ich mich über meinen Fang. 

 

Der kleine Fisch im Eimer veränderte sich zusehends. Meine Eltern wollten ihn schon entsorgen, womit ich keinesfalls einverstanden war. Irgendwann aber war der Gestank so übermächtig, daß ich mich freiwillig von ihm zu verabschieden bereit war. Ich wollte ihn nicht in Erde einbuddeln. Er sollte wieder zurück ins Meer. Das taten wir dann auch.


"Es gibt Fisch!"

30x30 cm  
Acryl auf Leinwandkarton

 
Noch heute finde ich Fische fasziniernd in ihrer Schönheit.

15 Januar 2017

Neues Jahr, neue Erkenntnisse...

Oftmals sind wir Menschen ja reine Gewohnheitstiere. In meiner Kindheit wurde ich häufig Zeuge dessen, wenn meine Großmutter sich einen frischen Kaffee aufbrühte und diesen mit großem Genuß zu sich nahm. Der unglaublich leckere Duft ließ mich wie eine Katze um sie herum schleichen. So goss sie mir dann ein kleines Schlückchen auf die Untertasse und versüßte mir das dunkle Gebräu mit etwas Zucker. Das wurde zu einer liebgewonnenen Gewohnheit zwischen uns. Ich liebte unser Ritual. Die restliche Familie trank immer und ausschließlich Tee.

Irgendwann als junge Heranwachsende entdeckte ich erneut den Kaffee, nur daß ich ihn mir nun selbst zubereitete. Bei weitem nicht jeder Kaffee schmeckte mir. Es gab große Unterschiede. Vor einigen Jahren landete ich dann beim Cappuccino. Von ihm kam ich dann auch nicht mehr los. In der Regel trank ich zwei Tassen dieser Kalorienbombe täglich - manchmal wurden es auch drei... Ich versuchte des Öfteren meinen Konsum einzuschränken und trank ihn eine Zeit lang nur an den Wochenenden. Und dann kam das neue Jahr..., was in der Regel bei vielen zu Ganzjahresvertragsabschlüssen mit Fitnesscentern führt ;-).


Ich trank plötzlich Tee. Vormittags eine Kanne, und am Nachmittag auch. Am liebsten Pfefferminz mit Apfel oder frischem Ingwer. Übrigens gab es schon einmal solcherlei Annäherungsversuche.

Nach zwei Wochen wollte ich mir in alt gewohnter Weise einen Cappuccino gönnen. Mit Vorfreude nahm ich die Tasse in die Hand und den ersten Schluck in den Mund. Die Ernüchterung war groß: er schmeckte mir überhaupt nicht mehr. Völlig verdattert nahm ich einen weiteren Schluck und trank sogar ungläubig die Tasse leer. Nichts. Kein Genuß. Kein Geschmack. Brrrr. Ich setzte eine neue Kanne Tee auf und trank ihn. Das behalte ich momentan so bei.

Diese Erfahrung hat mich an meine Schwangerschaften erinnert. Eine Zeit lang aß ich einen ganz bestimmten süßen Sahnejoghurt. Dann wurde ich schwanger, und ich erinnere mich daran, wie ich den ersten Löffel dieses einst so geliebten Joghurts im hohen Boden wieder ausspuckte - er schmeckte so unglaublich widerlich und künstlich nach Chemie, daß ich ihn auch nach meinen Schwangerschaften nie mehr anrührte. (Übrigens liebte ich meine Schwangerschaften auch besonders deshalb, weil sie mich ernährungstechnisch auf den unverfälschbaren, rechten Weg brachten. Unfaßbar wozu Hormone in der Lage sind...). So ähnlich ist es mir nun nach zwei Wochen meiner Cappuccino-Abstinenz gegangen. Habt ihr auch mal solche Erfahrungen gemacht?

Bei ihr wird heute die fotografische Umsetzung eines Getränkes gesucht. Ganz wie gefordert ist mein Beitrag nicht, aber da ich ein für mich eher außergewöhnliches Getränk würdige, ist es ok., denke ich.

Ich gehe mir mal meine Nachmittagskanne Tee brühen. Habt einen feinen Sonntag - womit und wodurch auch immer.

12 Januar 2017

Mehr als nur ein Mallappen

Damit fing alles mehr oder weniger wieder an. Die Kinder etwas älter, die Freiräume mehr geworden, konnte ich mich ab und an dem widmen, was ich tief in meinem Inneren so sehr vermißt hatte. In meiner Jugend hatte ich zu aquarellieren begonnen und viel gezeichnet. Dann gab es einen Bruch. Näheres dazu kann man hier unter Punkt 10 nachlesen. 

 

Seitdem habe ich angefangen, mich an Öl- und auch Acrylfarben heran zu tasten. Beides war mir bis dahin nahezu fremd. Das eine, wie auch das andere mag ich. Beides hat großartige, wie auch weniger angenehme, Eigenschaften

 

Irgendwann habe ich mir einen Bereich eingerichtet, in dem es ein reichhaltiges Materialangebot gibt an diversen Malutensilien und reichlich anderem. Inzwischen kann ich das alles weitestgehend stehen lassen und mich ganz spontan zum Malen hinsetzen.

 
Seitdem sind kleinere und größere Bilder entstanden. Es gab reichlich für die "Tonne", wie man sich denken kann. Aber auch manches, wo es wirklich gut lief.

 

In dieser Zeit habe ich wieder gelernt genauer zu schauen, Proportionen zu üben, Farben zu mischen, ein Blick für Motive zu entwickeln. Noch immer benötige ich eine Vorlage, an dem ich mich entlang hangele - mal mehr, mal weniger unsicher. Irgendwann möchte ich mich ganz davon lösen und die Bilder malen, die meinem eigenen Kopf-  und Ideenreichtum entspringen. Auch mit meinen Bildern möchte ich Geschichten erzählen. Der Drang dazu ist groß. Da ist reichlich, kann ich sagen. Aber das umzusetzen wird noch dauern. Egal - die Zeit nehme ich mir ;-).

 

Aus einem alten Bettlaken machte ich mir einen Mallappen. Er hat mich seit meinem Neuanfang begleitet. Immer wieder strich ich die überschüssige Farbe daran ab, während mit der Zeit Bild für Bild entstand. Seit kurzem gibt es einen neuen Mallappen, aber von dem hier konnte ich mich nicht so recht trennen. Klaglos hat er viele Pinselattacken hingenommen, mich viele viele Schritte weit begleitet. So einen wertvollen Lappen schmeißt man doch nicht einfach weg, dachte ich.

 
Und da gab es eh eine Sache, die ich immer mal probieren wollte: Portholes nähen. Mein letztes Leinen nahm ich her für einen schlichten Beutel. Ich zerschnitt meinen treuen Mallappen


fügte ihn ein und nähte ihn fest. Die Reste des Mallappens wanderten dann getrost in den Müll, da er stellenweise in seinem Vorleben als Bettlaken recht zerschlissene Stellen hatte.

 

Da ist er nun, mein Wendebeutel mit Erinnerungswert. Wann immer ich die Pinselstriche darauf sehe, freue ich mich. Denn er hat mich in meiner bisherigen Entwicklung begleitet. Er war Zeuge dessen, wie genervt ich war, wenn mir etwas partout nicht gelingen wollte, oder aber wenn ich glücklich war, weil mir ein Bild ganz leicht von der Hand ging. Da steckt viel, sehr viel Emotion darin, um nicht zu sagen so viel Herzblut. Kann man das nachvollziehen?

07 Januar 2017

Was glücklich macht

Es gibt sooo leckere türkische Gerichte, daß vielen Menschen schon beim bloßen dran denken das Wasser im Munde zusammen läuft. Sigara böregi, mit Schafskäse und Petersile gefüllte und in Öl frittierte Teigröllchen, gab es heute nach langer Zeit wieder. 


Mein Kleiner gesellte sich dazu, stellte die Box in die Küche und meinte: "Mami, hör dir das Lied mal an! Wann immer ich das höre, macht mich diese Melodie allein schon so glücklich." Als er dann auch noch alles in diesem Akzent mitgesungen hat, mußte ich so lachen. Herrlich!

Bei dem Ohrwurm haben sich die Röllchen fast von alleine gerollt und frittiert. Und beim Hüftenschwingen hat man vielleicht auch einige der Kalorien wieder verbraucht ;-). 

Und weil man Glück teilen muß und soll, weil es dann noch sooo viel glücklicher macht, mache ich gleich einen auf Lieferservice und fahre meiner Freundin einige Glücksröllchen vorbei. Sie liebt die Dinger nämlich auch, scheut aber die Mühe, sich welche zu machen. Glück für alleeee!!! 

Hier und hier gibt es Varianten der Glücksröllchen. Ich nenne sie jetzt so ;-). 

05 Januar 2017

Der Winter und ich - einige Fakten dazu

Astrid's zehn Fakten zum Winter haben mich animiert, auch etwas dazu zu schreiben. Leider kann ich nicht mit wunderschönen Winterbildern dienen - der Festplattencrash wirkt sich eben immer noch aus.

1. Ich entstamme einer Gegend der Türkei, die sehr beeindruckende Winter hervorbringen kann.

2. In meiner Kindheit sah ich im Winter viele Männer, an deren Bärten Eiszapfen hingen.

3. In Norddeutschland erlebte ich 1978 die Schneekatastrophe mit. Für uns Kinder war das eine grandiose Sache - die Erwachsenen hatten sich derweil vielen Herausforderungen zu stellen. Das Beste allerdings war, daß wir lange Schulfrei bekamen. Wir haben uns doch damals tatsächlich von Flachdächern in die Schneemassen gestürzt. So einen imposanten, verrückten Winter habe ich nie wieder erlebt.

4. Schneeschippen finde ich einfach nur doof, auch wenn es erforderlich ist. Toll, wenn man Kinder hat, die aus dem geschippten Schnee sofort Iglus bauen, die dann noch stimmungsvoll mit Fackeln und Teelichtern schmücken. Einmal gab es sogar als Überraschung für uns Eltern ein Festmahl im Iglu bei Kerzenschein: heiße Würstchen im Liegen. Wir mußten uns auch alle in dieses Iglu reinquetschen. Das hatte was;-).

5. Ich liebe Schneemassen. Aber nach diesem Erlebnis bin ich geläutert und mehr als vorsichtig geworden.

6. In diesem Leben werde ich nicht mehr rodeln.

7. Wenn dicke, bezaubernde Schneeflocken vom Himmel herabfallen, dann fühle ich immer noch, wie ich als Kind gefühlt habe: meine Freude darüber ist grenzenlos.

8. Klirrende Kälte empfinde ich als belebend, Sommerhitze lähmt mich dagegen.

9. Ich denke so gerne an die wenigen Winter in meinem Heimatland zurück. Bei meiner Großmutter auf dem Land war alles sehr einfach. Im Winter war das Landleben besonders schwer. Absolut jeder mußte da mit anpacken. Wenn nach einem arbeitsreichen Tag der Ofen dann in der Wohnküche bollerte, die schmackhaften Gerichte in die Mägen gewandert waren, wir Kinder uns um meine Großmutter auf dem Divan scharrten, die uns ausgedachte Geschichten erzählte..., dann war es einfach nur schön und wie in 1001 Nacht. Perfekter hätte das Leben da nicht sein können.

10. Wenn es so richtig knackig kalt ist, dann vermisse ich die vielen Maronenverkäufer aus meiner alten Heimat.

04 Januar 2017

Tag des unnützen Wissens

Heute ist Tag des unnützen Wissens, also kann ich hier auch ruhigen Gewissens unnützes Zeugs verbreiten. Ich habe es heute doch tatsächlich geschafft, mir noch zu Anfang eines neuen Jahres einen Taschenkalender zuzulegen. Meist ist nämlich das erste Drittel des Jahres um, bevor ich das hinbekomme. Im Geschäft war er der letzte seiner Art, und ich bin nun heilfroh, daß ich etwas habe, in das ich unsere Termine eintragen kann.

 

Vielleicht hat es der ein oder andere mitbekommen: im Norden hat es mächtig gestürmt. Sturmtief Axel hat auf Langeoog dafür gesorgt, daß eine Schiffsladung von Überraschungseiern ohne Alufolie und Schokolade verloren ging.

 


Die gefüllten Plastikdosen haben heute unzählige kleine Menschen am Strand erfreut. Umwelttechnisch kann man ja fast froh sein, daß die Teile so emsig eingesammelt worden sind. Sachen gibt's...

03 Januar 2017

Spuren

Nein, geschneit hat es bei uns nicht. Umso heftiger waren die Stürme der letzten Tage. Das sind Bilder von vor einem Jahr. Weder gibt es den Schnee, noch den Kater auf den Bildern. 

 

Gerade einmal vier Monate ist es her, daß wir binnen kürzester Zeit begreifen mußten, daß aus unserem starken Mautz ein Wrack geworden war. Wir vermissen ihn immer noch sehr. Oft passiert es noch, daß wir seinen Namen rufen, trotzdem nun sein Bruder bei uns lebt. Seine Fotos anzugucken macht glücklich und traurig zugleich. Unzählige Male haben wir sie seit seinem Tod angeschaut.

 

Er mochte den Schnee. So gern hat er sich darin umhergewälzt.

 

Flauschbär..., Spielkalb... Schön war es, ihm beim ausgelassenen Herumtollen zuzuschauen.

 

Zweieinhalb Jahre war er nur bei uns. Unsere Verbindung war so stark von Anfang an.

 
Seine Spuren im Schnee sind längst vergangen. Die, die er in unseren Herzen hinterlassen hat, sind geblieben.