28 April 2017

Sag niemals nie...

Endlich... nach monatelangem Hoffen und Bangen, diversen Aufs und Abs, einigen Rückschlägen und reichlich Tränen, ist es nun so weit: Morgen werden wir Yoshi abholen. Ich habe in den vergangenen Wochen nicht schlecht gestaunt, was die Industrie einem weismachen will, was für einen Hund alles angeschafft werden kann und sollte. Preise bis unters Himmelszelt waren auch keine Seltenheit. Was mir wichtig war: Ein gesichertes Fahrzeug, in dem der Hund in einer Notsituation nicht quer durch den Innenraum geschleudert werden kann. Außerdem haben wir das schlichte und preisgünstige Baby-Bett vom Dachboden runter geholt, die Matratze reingelegt, mit einer Pipiunterlage bezogen, legen da noch ein Handtuch drauf, damit ich auch mal für wenige Minuten in Ruhe im Bad verschwinden kann, ohne daß sich das Tier in Gefahr begibt oder irgendeinen Blödsinn anstellen kann. Schlimmstenfalls wird er die Holzstäbe oder alles anknabbern, was aber nicht weiter tragisch ist. Beide Kinder haben die erste Zeit ihres Lebens in einem wunderschön geflochtenen Korb geschlafen, der nun andere Dinge beherbergt - außerhalb der Reichweite des Hundes.


"Du wolltest doch gar keinen Hund...", sagt eine Freundin überrascht am Telefon. 

"Das stimmt nicht! Ich wollte nie einen Hund!", sage ich lachend. 

Mein Mann hat über die vielen Jahre, die wir nun zusammen sind, ganze Arbeit geleistet. Ich glaube, daß sogar er am Ende überrascht davon war, daß seine Anregungen bei mir auf fruchtbaren Boden gefallen sind.

Heute habe ich erfahren, daß die Welpen von der Mutter getrennt wurden. Offenbar ist sie eine Art Hunde-Übermutter, denn sie hat ihre Babys immer noch und immer wieder gesäugt, bis sie erste Mangelerscheinungen bekam. Die kleinen Gierschlunde - 9 Tage wird es her sein, daß wir sie das letzte Mal gesehen haben. Ich rechne damit, daß Yoshi wieder ordentlich gewachsen ist und mächtig an Gewicht zugelegt hat.

Seit langem bin ich hundemüde - auch ohne Hund. Das ist keine Besonderheit, denn hier laufen Parallel so viele Dinge nebenbei. Und Herbst und Winter sind eh die Zeiten, in denen ich schwören könnte, als Bär zur Welt gekommen zu sein und dringend Winterschlaf nötig habe. Leider interessiert das keinen. Ausgerechnet jetzt läßt sich die Terassentür nicht mehr richtig öffnen. Irgendwann werden wir wohl oder übel in eine Neue investieren müssen. So werde ich nicht den beabsichtigten kürzesten Weg mit Yoshi nach Draußen nehmen können, sondern im Falle eines Falles mit ihm unter dem Arm zur Haustüre hinaushechten müssen. Geht alles.

Nachgedacht hatte ich über Vorher-Nachher-Bilder von mir, quasi ohne und mit Augenringen..., aber ich muß Euch enttäuschen: Isch bekomme nieeee Augenringe ;-)). Viel schlimmer ist, wenn ich weine. Dann sehe ich ungelogen so aus, als sei ich vom Trecker überollt. Aber glaubt mir: das will niemand sehen ;-).

Unsere Freunde sind ebenso gespannt wie wir und möchten Yoshi natürlich am liebsten morgen sofort kennen lernen. Sie müssen sich noch gedulden. Der kleine Kerl soll ausreichend Zeit haben, hier bei uns anzukommen. Er soll unser Haus, den Garten und die nähere Umgebung kennen lernen. In der kommenden Woche werden wir unserem Tierarzt einen Vorstellungsbesuch abstatten, ohne daß er untersucht werden muß. Einen Termin dazu machen wir dann erst aus. 

Die Betten sind bezogen, alles in Sicherheit gebracht, was uns lieb und teuer ist, ein Riesen-Mega-Einkauf gemacht, auf Vorrat gekocht - wer weiß, wann ich wieder dazu komme. Lach...

Bis wir uns wieder lesen versüße ich Euch die Zeit mit diesem herzigen Video. Habt trotz Dauerregen und Schneefällen ein feines Wochenende.

Kommentare:

  1. Ich bin sehr gespannt, wie Yoshi euer Leben verändern wird, schließlich habt ihr ja noch ein Kätzchen im Haus - das wird spannend. Ich wünsche euch morgen einen unvergesslichen Tag mit eurem neuen Familienzuwachs. Warte auf deinen Bericht. Selamlar

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  2. Heute ist Euer großer Tag (und der von Yoshi sicherlich auch). Nach all den Auf´s und Ab´s in den letzten Monaten wünsche ich Euch, dass er der Beginn einer wunderbaren Freundschaft und Hundeliebe wird!
    Als ich mit einem Grinsen im Gesicht Deinen Satz las, dass Du "nie" einen Hund wolltest, musste ich an meine ehemalige Ausbilderin denken, die mal zu mir gesagt hat: Sag niemals "nie"... :-)
    Alles Liebe für diesen besonderen Tag heute!
    Inge

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  3. Ich wünsche euch ganz viel Freude mit dem neuen Familienmitglied. Ein Hund kann so viel Freude ins Haus bringen...und den Kindern ein treuer Begleiter werden...einfach nur, weil er da ist. Ein schönes Wochenende! LG Lotta.

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  4. Jetzt ist Yoshi hoffentlich schon längst bei Euch angekommen, und stellt Euer Leben auf den Kopf ;-) Aber Ihr habt Euch so toll vorbereitet … Ich bin wirklich gespannt.

    Liebe Grüße von Silke, die im letzten Moment doch gekniffen hat, um Allegra mehr Raum für ihr restliches Leben zu lassen. Aber dafür dürfen die beiden Katzengeschwister nun wohl auch in ihrem alten Zuhause bleiben :-)

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  5. Bestimmt schlummert Yoshi schon ganz niedlich bei euch. So ein Umzug ist schließlich anstrengend. Ihr habt euch so gut vorbereitet. Hach, ich bin schon neugierig auf deine ersten Bilder von Yoshi im neuen Zuhause.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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