10 April 2017

Glück ist...

Glück ist..., wenn der Kater im Morgengrauen klatschnaß vom Morgentau heimkehrt und so herrlich nach Kuhmist riecht. 



Ich liebe diesen Geruch, haben wir Kinder (im Übrigen: alle Kinder) bei babaanne Leyla doch unser Zimmer direkt über dem Kuhstall gehabt. Die Unruhe der Kühe, bevor sie zum Abend gemolken wurden, unser fortwährendes Geflüster und Gekicher bis weit über die Schlafenszeit hinaus, die mahnenden Rufe der Erwachsenen, die ganzen Begleitgeräusche, die Gerüche... sie lassen die Bilder von einst sofort vor meinem geistigen Auge wieder lebendig werden. Für uns Kinder waren das wundervolle, glückliche Zeiten. Für die Erwachsenen sah das sicherlich nochmal anders aus. Landleben war hart. Alle landwirtschaftliche Tätigkeit mußte mit reiner Muskelkraft getan werden. Der einzige Luxus, über den alle verfügten, war die Familie und diese so unendlich schöne Natur. Nie beschwerte sich jemand über die beschwerlichen, täglichen Arbeiten. Man lebte das Leben, so wie es war. Ich denke so gerne daran zurück.


Neuerdings macht Möhrchen bei seiner Heimkehr nicht mehr Miau, er macht Mäh. Wie ein Schaf. Er reibt seine feuchte Nase an meinem Handrücken ab, reibt sich wie verrückt an einem. Und dann mache ich Mäh. Und so geht das noch einige Male hin und her, bis er sich den Bauch kraulen und sich auf seinem Kopfkissen niederläßt, um für die kommende Nacht und seine Streifzüge Kräfte zu sammeln. Er tut uns so gut. 

Nichts ist so weich wie das Fell einer Katze. Himmlisch ist dieser Kerl!

Kommentare:

  1. Hört sich schön an. Die Erinnerungen, wie auch das Willkommen des Katerfreundes.
    Lieben Lisagruß!

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  2. Auch lesen lässt sich dieser Post himmlisch!
    Mir geht es so bei dem Geruch von ungewaschener Schafwolle, das riecht wie Heimat.
    glg Susanne

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  3. die katzenkommunikation ist so süß und rührend - unsere katze kann das auch sehr gut und intensiv, der kater weniger aber auch. so herzig!

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  4. Katzen sind wirklich besondere Mitmenschen. Ich kann Deine Begeisterung gut nachvollziehen.
    LG
    Magdalena

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  5. Hihi, ich weiß genau, wie das klingt - einer der Kater, die wir im Laufe der Zeit durchgefüttert hatten, schrie auch immer "Määhhh!" wie ein Schäfchen. So lustig! :-)

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  6. Liebes Pünktchen,
    das ist ja ein goldiger und schöner Kater. Er hat ein wunderhübsches Gesicht, ist der schön.

    Jaa und das mit dem Mäh kenne ich. Der Kater meiner Mutter, der schwarze Puschkin machte auch Mähhhh. Da meinte damals mein kleiner Neffe: "du net Miau, du Mähh.

    :-))

    Hab ein schönes Osterfest.

    Lieben Gruß Eva

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  7. Es ist schon drollig, welch unterschiedliche Geräusche Katzen so von sich geben können. Unser Kater gurrt manchmal wie ein Täubchen. Unsere beiden Mädels klingen vollkommen anders, aber auch unterschiedlich. Möhrchen ist ein sehr Süßer!
    Liebe Grüße
    Julia

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  8. Ach ja, wenn es in unserem Haus doch auch wieder so ein Seelchen gäbe. Maus machte auch zeitweilig mäh, obwohl Allegra schon immer unser Grase-Schäfchen war. Na, wenigstens liegt sie heute endlich mal wieder auf 1m Abstand neben mir auf dem Bett. Seitdem die Maus tot ist, kam sie nur noch zum Snacken oder Grasen zu uns. Meist lebt sie nun in der Kleiderkammer, und raus geht sie auch nur ganz kurz. Kein Grund mehr die Tür zum Garten ganztägig zu öffnen. Sonst käme wohl nur Cäsar zu unserer Hausdame hereinspaziert. Ach, im Moment werde ich glatt neidisch - vor allem bei dem zweiten Foto …
    LG Silke

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  9. Wie schön doch Kindheitserinnerungen sind...das merke ich inzwischen bei den eigenen Kindern, die nun beginnen auf die Kindheit zurückzuschauen. "Weißt du noch...?" Dazu gehören natürlich auch die Katzen der Kindheit, die nicht mit hierher in die Stadt ziehen konnten.

    Liebe Grüße
    Nula

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