18 April 2017

Bush-Crafter

Wir leben in einer ländlichen Gegend, eingebettet in wunderschöner Natur. In unserer unmittelbaren Nähe befindet sich ein Fluss, ein kleiner Wald, viele Wiesen und Felder. Es war uns stets wichtig, unseren Kindern die Kostbarkeit Natur näher zu bringen. Von klein auf haben wir schöne Ausflüge mit ihnen unternommen. Meist waren wir dabei bewaffnet mit Müllbeuteln, um den Dreck anderer einzusammeln, welcher uns leider immer wieder begegnete.

Ich erinnere mich gerne an ähnlich geartete Ausflüge mit meinen Eltern. Wie schön es war, wenn wir am frühen Morgen Walderdbeeren auf Grashalme aufzogen... unvergleichlich war der Duft dieser aromatischen, kleinen Erdbeeren. Was für ein Genuß es war, Obst direkt von den Bäumen zu pflücken, Höhlen und Tierspuren zu erforschen. Mit unseren Jungs und den Kindern der Straße habe ich jahrelang Pilze gesammelt, Hütten gebaut, an wunderschönen Bäumen geschaukelt, oder unsere Hängematte an einem Baum-Pracht-Exemplar aufgehängt und eine Runde dort abgehangen ;-).

Neben Ostereiern gab es dieses Jahr auch das:




 Schnitzmesser von Mora - lassen jedes Kinderherz höher schlagen. Wie wär's?

Die Tage über wurde wunderbar geschnitzt (der Staubsauger ist im Dauergebrauch ;-)), mit dem Papa Pläne geschmiedet, die Rucksäcke gepackt, Proviant mitgenommen... und ab ging es in den Wald. Dauerregen war auch kein wirkliches Hindernis. Echte Bush-Crafter kann eben nichts abschrecken.

 

 

 

Wir sind sehr dankbar dafür, hier so ein naturnahes Leben führen zu können, ohne dafür vorher mit dem Auto sonstwohin fahren zu müssen. Ein Teechen kochen im Wald - für kleinere und auch noch größere Jungs ist das etwas ganz Wunderbares. 

Und nicht vergessen: nach solchen Ausflügen in die Natur, immer genauer nach Zecken Ausschau halten. Habe dem Jüngsten gerade eine aus dem Bauchnabel entfernt.

Habt eine feine Woche Ihr Lieben!

Kommentare:

  1. Was für ein schönes Unterfangen... Dankbarkeit für Draußenseinkönnen... Da werden gleich Erinnerungen wach an unsere Picknicks draußen mit den Kindern, heute meine mit den Enkeln, im Boot auf dem See... Nur mit dem Feuern haben wir es hier in Brandenburgs obertrockenen Wäldern nicht so, ist einfach fast immer zu gefährlich, verboten sowieso... Da ist dann die Flamme des Wachsschmelztopfs abends auf der Terrasse schon ein Ereignis. Oder das organisierte Osterfeuer im Dorf... Lieben Gruß Ghislana

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  2. Ach ja, was waren das früher noch für unbeschwerte Jahre - auch wenn ich mal mächtig Ärger dafür bekam, als ich als kleines Mädchen stundenlang mit den Jungs der Straße im Wald verschwunden war um einen Waldbach mit Totholz aufzustauen und Hütten zu bauen. Wahrscheinlich wollte ich deswegen auch 'nur' einen naturnahen Garten, wo solche Kindheitserinnerungen Raum haben und unsere Bären durch Wolfgang jetzt solche kleinen und großen Abenteuer nacherleben ;-)
    Nur blöd, dass das unbeschwerte Toben & Werkeln in Wald, Flur und Garten nun durch die kleinen fiesen Blutsauger nicht mehr ganz so unbeschwert wie damals ist …
    Verträumte Grüße aus einem feucht-kalten Garten schickt Dir Silke

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  3. "Mora" der Ort am Siljansee in der Region Dalarna, wo die kleinen roten Holzpferdchen (schwedisch: Dalahäst) heute noch geschnitzt werden und Schweden auf der ganzen Welt berühmt gemacht haben. Früher haben die Waldarbeiter im Winter diese Pferde, die ihre treuen Arbeitskameraden waren, geschnitzt, auch als Geschenk für Kinder. Deine Söhne stehen jetzt sozusagen in der Tradition ;-).

    Viele Freude am Wald, am Schnitzen und am naturnahen Leben

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  4. Gedanken ganz nach meinem Geschmack, liebes Pünktchen, die schönsten Erinnerungen, die ich an meine viel zu früh verstorbene Mutter, an meinen Vater, an die Zeit habe, als unsere Kinder noch bei uns wohnten, die drehen sich um genau das, was Du so schön beschrieben hast. Das sind die wertvollsten Erinnerungen überhaupt. Diese Ausflüge kosten kein Geld. Jeder kann sie sich leisten. - Gestern nach dem Mittagessen war ich mit Schwiegertochter und Enkel in der Natur, genauer gesagt zeigte sie mir, wo sie mit ihrem Zwillingsbruder als Kind unterwegs war. Sie kennt dort heute noch jeden Winkel und kann dazu ihre Erlebnisse schildern. Ich freue mich, dass sie die Liebe zur Natur und besonders zu den Bäumen an ihren Jungen weitergibt.
    Eine gute Woche und liebe Grüße
    Edith

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  5. So gut klingt das, was du schreibst! Die Schnitzmesser sehen prima aus, gerade recht für Jungshände. Wir hatten ein Kinder-Fahrtenmesser, ein anderes Modell, im Urlaub in Siebenbürgen wurden damit Haselstecken zum Wurstbraten verziert... Ach, memories! :-)
    Habts gut zusammen!

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    1. Hey, und was für ein interessanter Teekocher ist das denn? Womit heizt der? Sieht gut aus.

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  6. Ich stelle mir das gerade herrlich vor, so nah an Wald und Wiesen zu wohnen. Waldspaziergänge sind immer besonders schön und schnitzen macht Jungs immer Spaß. Mein Sohn hatte früher auch ein Schnitzmesser und wir waren viel in der Natur unterwegs. Da werden Erinnerungen wach. Jetzt wohnt er in einer Großstadt und ich bin mit meinen Hunden viel draußen. Zecken sind hier also auch immer ein Thema.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  7. Oh, wie schööön!
    Das erinnert mich an damals: Staudämme bauen und Zwergenhäuser und Schiffe und Flöße.... mit dem, was man so fand. Die Kinder haben es genossen und erzählen noch heute davon. Und sie haben es mir nicht nachgetragen, dass ich mit ihnen in der Natur unterwegs war und nicht in Freizeitparks....
    Tee im Wald haben wir allerdings nie gekocht, schade,
    denn das ist eine großartige Idee...
    Aber immerhin gab es eine Feuerstelle im Garten und Kokeln ohne Ende :)
    Sag, was sind das für tolle Messer??
    Wie heißen die, wo gibt es sie und schnitzen sie so klasse, wie es auf deinen Bildern aussieht?

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