30 April 2017

Eine neue Zeit

Ihr Lieben, gestern habe ich einen Kuchen gebacken, den wir mitgenommen haben, um uns Menschen den Abschied zu versüßen. Dann haben wir Yoshi, kurz und schmerzlos, mitgenommen. 


Die Fahrt hat er entspannt in den Armen von Sohn1 hinter sich gebracht.

 

Zuhause dann die erste Begegnung zwischen Hund und Katze. Möhrchen hat keinen Katzenbuckel gemacht, aber sehr interessiert geschaut. Nach fünf Minuten haben wir die Begegnung der beiden dann getrennt. Das werden wir eine ganze Weile so handhaben.

 
Es folgte eine ausführliche Runde durch Wald und Wiesen mit Hunde und Menschen-Begegnungen. Sohn1 verwundert: "Mama, was ist los? Wieso bleiben alle stehen und reden mit einem?" Tja, an einem süßen Welpen kommt keiner einfach so vorbei ;-). Wer Kontaktschwierigkeiten hat, dem empfehlen wir kleine Kinder, oder Hunde, oder Katzen, oder... oder ...

 

Im hohen Gras sitzen und einmal über das Wasser schauen...

 

Reibereien unter den Brüdern: Wer darf den Hund an der Leine führen? Unterwegs darf ich sogleich meine Rudelqualitäten als Alpha-Tier unter Beweis stellen und bringe die kleinen Herren erst einmal zur Räson. Der eine darf auf dem Hinweg, der andere auf dem Rückweg. Na also, geht doch. Und manchmal wird man so sehr von seinen Gefühlen übermannt, daß man sich mitten auf den Gehweg legen muß, um zärtlich mit dem Hund zu sein ;-)...

Während ich uns alle möglichen anderen Besucher von der Backe halten kann, kommen die Kinder der Straße in unseren Garten geströmt. Yoshi wird geknuddelt und Ball mit ihm gespielt. Nach einer weiteren kleinen Runde gibt es das erste Häuflein im Gebüsch. Lacht mich nicht aus, aber ich finde es riecht gesund und nach Kräutern ;-). Fein gemacht! Wir feiern Yoshi und es gibt ein Leckerli.

Langsam wird es Zeit für das Füttern. Sogleich setzen wir eine Sache aus unserer Bibel um: ich füttere Yoshi aus der Hand. Danach trinkt er reichlich aus seinem Napf. Es ist Abend und nun kehrt auch Ruhe für den Kleinen ein.

 
Während der kleine Kerl in das Baby-Bett wandert, wird mir schnell klar, daß ich nicht glücklich werde mit einer Übernachtung auf dem Sofa. Mein Rücken beschwert sich. Zum Glück ist der Sohn ein Genie, der nicht nur ein riesengroßes Herz hat, sondern auch hervorragend gut sein Hirn nutzen kann. Ich darf davon profitieren.

 


In einem Pappkarton-Konstrukt wird mein Smartphone befestigt, welches eine Video-Überwachung des Welpen garantiert. Wir nächtigen alle eine Etage höher, während der Welpe im Baby-Bett im Wohnzimmerschläft. Gegen 23.30 Uhr gehen Sohn1 und ich mit dem Welpen in den Garten... und tatsächlich löst er sich und bekommt zur Belohnung überschwengliche Streicheleinheiten und ein Leckerli. Im Anschluß daran trinkt er eine Menge Wasser hinterher. 


In der Nacht schaue ich immer wieder auf den Monitor meines Laptops: alles ist ruhig soweit. Ich höre Yoshi tief und fest schlafen.


Um 4.46 Uhr nehme ich erste Geräusche und Bewegungen wahr. Sohn1 ist unglaublich tapfer und geht mit mir runter: wir tragen Yoshi in den Garten an die selbe Stelle. Er macht brav Pipi. Freudenfest. Leckerli.

Es ist 6.07 Uhr. Ich fühle mich ganz gut. Die Kinder und der Hund schlafen, oder dösen. Gleich bereite ich das Frühstück vor, und wir werden den neuen Tag mit einer kleinen Runde begrüßen, bevor auch Yoshi wieder gefüttert wird. 

Mein Fazit: wir hatten eine recht angenehme Nacht. So darf es gerne weiter gehen. Kein Gefiepe, kein Geheule. Alles gut. Einen feinen Sonntag wünsche ich Euch allen!

28 April 2017

Sag niemals nie...

Endlich... nach monatelangem Hoffen und Bangen, diversen Aufs und Abs, einigen Rückschlägen und reichlich Tränen, ist es nun so weit: Morgen werden wir Yoshi abholen. Ich habe in den vergangenen Wochen nicht schlecht gestaunt, was die Industrie einem weismachen will, was für einen Hund alles angeschafft werden kann und sollte. Preise bis unters Himmelszelt waren auch keine Seltenheit. Was mir wichtig war: Ein gesichertes Fahrzeug, in dem der Hund in einer Notsituation nicht quer durch den Innenraum geschleudert werden kann. Außerdem haben wir das schlichte und preisgünstige Baby-Bett vom Dachboden runter geholt, die Matratze reingelegt, mit einer Pipiunterlage bezogen, legen da noch ein Handtuch drauf, damit ich auch mal für wenige Minuten in Ruhe im Bad verschwinden kann, ohne daß sich das Tier in Gefahr begibt oder irgendeinen Blödsinn anstellen kann. Schlimmstenfalls wird er die Holzstäbe oder alles anknabbern, was aber nicht weiter tragisch ist. Beide Kinder haben die erste Zeit ihres Lebens in einem wunderschön geflochtenen Korb geschlafen, der nun andere Dinge beherbergt - außerhalb der Reichweite des Hundes.


"Du wolltest doch gar keinen Hund...", sagt eine Freundin überrascht am Telefon. 

"Das stimmt nicht! Ich wollte nie einen Hund!", sage ich lachend. 

Mein Mann hat über die vielen Jahre, die wir nun zusammen sind, ganze Arbeit geleistet. Ich glaube, daß sogar er am Ende überrascht davon war, daß seine Anregungen bei mir auf fruchtbaren Boden gefallen sind.

Heute habe ich erfahren, daß die Welpen von der Mutter getrennt wurden. Offenbar ist sie eine Art Hunde-Übermutter, denn sie hat ihre Babys immer noch und immer wieder gesäugt, bis sie erste Mangelerscheinungen bekam. Die kleinen Gierschlunde - 9 Tage wird es her sein, daß wir sie das letzte Mal gesehen haben. Ich rechne damit, daß Yoshi wieder ordentlich gewachsen ist und mächtig an Gewicht zugelegt hat.

Seit langem bin ich hundemüde - auch ohne Hund. Das ist keine Besonderheit, denn hier laufen Parallel so viele Dinge nebenbei. Und Herbst und Winter sind eh die Zeiten, in denen ich schwören könnte, als Bär zur Welt gekommen zu sein und dringend Winterschlaf nötig habe. Leider interessiert das keinen. Ausgerechnet jetzt läßt sich die Terassentür nicht mehr richtig öffnen. Irgendwann werden wir wohl oder übel in eine Neue investieren müssen. So werde ich nicht den beabsichtigten kürzesten Weg mit Yoshi nach Draußen nehmen können, sondern im Falle eines Falles mit ihm unter dem Arm zur Haustüre hinaushechten müssen. Geht alles.

Nachgedacht hatte ich über Vorher-Nachher-Bilder von mir, quasi ohne und mit Augenringen..., aber ich muß Euch enttäuschen: Isch bekomme nieeee Augenringe ;-)). Viel schlimmer ist, wenn ich weine. Dann sehe ich ungelogen so aus, als sei ich vom Trecker überollt. Aber glaubt mir: das will niemand sehen ;-).

Unsere Freunde sind ebenso gespannt wie wir und möchten Yoshi natürlich am liebsten morgen sofort kennen lernen. Sie müssen sich noch gedulden. Der kleine Kerl soll ausreichend Zeit haben, hier bei uns anzukommen. Er soll unser Haus, den Garten und die nähere Umgebung kennen lernen. In der kommenden Woche werden wir unserem Tierarzt einen Vorstellungsbesuch abstatten, ohne daß er untersucht werden muß. Einen Termin dazu machen wir dann erst aus. 

Die Betten sind bezogen, alles in Sicherheit gebracht, was uns lieb und teuer ist, ein Riesen-Mega-Einkauf gemacht, auf Vorrat gekocht - wer weiß, wann ich wieder dazu komme. Lach...

Bis wir uns wieder lesen versüße ich Euch die Zeit mit diesem herzigen Video. Habt trotz Dauerregen und Schneefällen ein feines Wochenende.

26 April 2017

Man sieht nur mit dem Herzen gut

Noch drei Mal schlafen... und wir werden Yoshi abholen. Der Wagen ist transportsicher für einen Hund gemacht, Kotbeutel:(, hochwertige Leckerlis (allerdings kleingeschnippelt in hömöopathischen Dosen, damit der Welpe nicht binnen weniger Wochen zur Organverfettung neigt ;-)), der erste Futtersack mit Qualitätsfutter, Wassernapf, ein provisorischer Schlafplatz, Hundegeschirr und Schleppleine, Hundebürste, Müllbeutel, Einweghandschuhe, ein Wund- und Hautantiseptikum für uns, Desinfektions- und Putzmittel, Spielzeug und Kauknochen liegen bereit. 

Alles gut so weit. Und doch läßt es mich nicht los. Diese eine Sache, die nun einige Zeit zurück liegt und man nun doch meinen müßte, es sei gut inzwischen. Ist es aber nicht. Der Gedanke daran, ihn zurück lassen zu müssen, tut noch immer furchtbar doll weh.

Ich möchte Euch erzählen von Jack. Jack, so heißt der Herzenshund aus dem Tierheim. Jack, the Jet Wolfskin, so haben wir ihn genannt. Damals war er 14 Monate alt, bereits kastriert und wartete auf eine dritte Chance. Als wir ihn das erste Mal in seinem Zwinger entdeckten, da hatte er gerade die Liegekissen darin komplett auseinander gerupft. Ich nehme an, daß er da schon nicht regelmäßig raus gekommen war. Einige Zeit schauten wir ihn an und beschlossen, ihn mit auf das eingezäunte Tierheimgelände mitzunehmen. Die wenigen Meter, die wir bis dorthin gehen mußten, zerrte er wie verrückt an seiner Leine. Ich mußte mich mit meinem ganzen Gewicht dagegen stemmen, um ihn halten zu können. Er, ein Dobermann-Husky-Schäferhund-Mischling, hatte Kraft für Drei.  Ein "Sport-Hund", würde Gitta jetzt vermutlich sagen. Eine Mischung, wie man sie besser nicht hätte kreuzen sollen, aber Jack war nun mal da. Und das war auch gut so.

 

Als wir ihn zweieinhalb Stunden später wieder zu seiner Box führten, ging er entspannt und brav an der lockeren Leine,

 

drehte sich auf den Rücken und ließ sich von uns am Bauch kraulen. Fortan war ich bis auf wenige Tage immer da und ging mit Jack auf das eingezäunte Gelände.


 


Oft begleiteten mich die Kinder, gelegentlich waren wir auch mit der kompletten Familie dort. Sobald Jack uns sah, freute er sich wie verrückt. Etliche Wochen beschäftigten wir uns intensiv mit ihm. Nebenan wurde gerade ein neues Tierhaus gebaut. "So ausdauernd wie ihr es seid, ist sonst keiner!", rief mir einer der Bauarbeiter dort zu. "Ihr seid ein echtes Dreamteam." Das fanden wir auch. 





Einige Zeit war ich so schwer erkältet, daß ich keine Stimme mehr hatte. Aber inzwischen waren wir ein so gut eingespieltes Team, daß Jack sogar auf einen Fingerzeig von mir reagierte. Wir verstanden uns wortlos. 
 
 


Er war sehr aufmerksam und konzentriert. Mit ihm zu arbeiten machte uns irrsinnig viel Spaß. Ein außergewöhnlich lieber Hund, der uns zu jeder Zeit respektiert hat und dessen einziges Problem es war, daß er nicht gut alleine bleiben konnte. 


Noch immer schaue ich auf der Seite des Tierheims nach. Damals waren wir seine ersten Interessenten. Dann gesellten sich noch weitere Zwei hinzu. Inzwischen hat er keine Interessenten mehr und ist immer noch da. Daß wir diesen Hund nicht bekommen haben, zu dem wir eine so starke wie innige Verbindung aufbauen konnten, setzt uns immer noch sehr zu. Wir hoffen so sehr, daß er bald ein gutes und liebevolles Zuhause findet.

Warum uns diese Sache immer noch so sehr zu schaffen macht? Vielleicht gibt das eine Antwort darauf.

24 April 2017

Wie gehabt

"Mama, was liest du da?"
"Ach, etwas über Akitas..."
"Und was genau?"
"Daß sie ca. 3 Jahre bis zur vollständigen Reife brauchen. Mit 1,5 Jahren kommen sie erst in die Pubertät..."
"Mama, das schaffst du schon! Das kennst du doch schon von mir.", gibt mir einen Kuß und geht.

So so... Humor hat er ja, unser Sohn...

23 April 2017

Möhrchen räumt auf, oder vom Raubein zum sanften Lamm

Wer seine Katzen als Freigänger hält, der weiß um die Revierkämpfe, die bei heutiger Katzendichte recht häufig stattfinden. Mautz und auch Möhrchen haben ihr Revier stets unerbittlich verteidigt. Ich kann mich gut an alle ihre Verletzungen erinnern: Ohrenzinken, rausgerissene Fellstückchen, blutige Wunden, herausgerissene Katzenkrallen.


Mäutzi in seiner Kiste. Nur so durfte man ihn auf den Schoß nehmen und kraulen.

Wer sich mit der Rasse "Russisch Blau" auskennt, der weiß, wie scheu diese Katzen sind. Auch wenn beide Kater uns jedes Mal, wenn wir nach Hause kamen, meist an der Haustür überschwenglich begrüßten, so waren die Momente sehr rar gesät, daß sie sich in unserer Nähe nieder ließen. Mautz ließ es mit wenig Begeisterung über sich ergehen, wenn ich ihn einige Male am Tag in die Arme nahm, um ihn zu drücken und zu herzen. Spätestens 30 Sekunden später kam er wieder runter, und das war dann meist ok. Oder ich durfte ihn in einer Pappkiste liegend auf den Schoß nehmen und kraulen - aber ohne hätte er es nie zugelassen. Nur wenn er an seinem selbst gewählten Liegeplatz war, drehte er uns sein Bäuchlein zu, welches wir dann ausgiebig kraulen durften. Seine Treue uns gegenüber drückte er dadurch aus, daß er uns immer zum Freibad, oder durch den Wald, begleitete. Er war so ein tolles Raubtier. Wir werden ihn immer vermissen und uns an die vielen besonderen Erlebnisse mit ihm erinnern.

Möhrchen, dieses wilde Raubein, ist inzwischen sogar etwas zutraulicher. Bisher durften beide Kater nie in unser Bett und wegen ihrer Dauerverwurmung und dem ewigen Zeckenbefall war das auch mehr als eine vernünftige Entscheidung. Als hätten wir das beiden Katern auch  unmißverständlich klar gemacht, machten sie nie Anstalten, diese Regel zu umgehen.

Als ich vor einer Woche nachts wach wurde, entdeckte ich Möhrchen an meinem Fußende liegend und war höchst verwundert. Das war bis dahin noch nie vorgekommen. Ich tätschelte seinen Kopf und ließ ihn liegen - schließlich wollte ich die Betten noch am gleichen Tag neu beziehen. Im Morgengrauen war er sogar noch näher an mich heran gerückt, und ich schaute recht verdutzt aus nächster Nähe in das Kater-Gesicht. 

Später, als ich die Betten abzog, erschark ich sehr: größere Blutflecken befanden sich auf der Bettdecke. Ich untersuchte Möhrchen gründlich und sah es dann auch: kräftige Bisse am Schwanzansatz...


Möhrchen im Schlummerland

Nie hätte ich es für möglich gehalten, daß er es beinahe zwei Stunden lang, so tief schlafend, in meinen Armen aushalten würde.  

Das alles ist jetzt über eine Woche her und er ist, nachdem er ordentlich von uns gepäppelt und versorgt worden ist, wieder gut erholt unterwegs. Einige Tage allerdings hat er nur ruhend verbracht, sich sogar tiefenentspannt in meine Arme nehmen lassen, dabei auch tief und fest geschlafen. Das hat mich schon sehr berührt. Nie hätte ich gedacht, daß aus diesem dauerfauchenden und beißenden Raubein mal so ein zutrauliches Wesen wird. Er scheint angekommen zu sein. Jetzt müssen wir nur noch Möhrchen und Yoshi klar machen, daß sie beide zur Familie gehören. Ich hoffe, daß uns das gut gelingt.

Der Countdown läuft... Die letzten Vorbereitungen für Yoshi werden getroffen... und kommendes Wochenende ist er dann endlich da. 

Habt einen feinen Sonntag Ihr Lieben - zwischen sintflutartigen Regenfällen lugt hier  die Sonne für kurze Zeit hervor.

20 April 2017

Frühlingserwachen, oder wie gut Freiheit schmeckt

Gestern waren wir noch ein letztes Mal bei Yoshi und haben bei Eiseskälte zweieinhalb Stunden lang dem wilden Treiben der Welpen zugesehen.


Mit acht Wochen sah das Bild noch so aus.


Hier ist er sogar auf den Tag genau sechs Wochen alt. Da sind wir ihm das erste Mal begegnet.
Der kleine Wald- und Wiesen-Schrat... Sooo entzückend!


Mit etwas mehr als neun Wochen wurde der Sohn unter einem Haufen wilder Wollknäuel schneller begraben, als er gucken konnte.


In diesem Alter tollt man ausgelassen mit den Geschwistern umher.
 

Man ist offen für so ziemlich jeden Unfug.


Man wird immer wieder liebevoll in die Arme genommen, gestreichelt, geknuddelt, beschnüffelt, geküßt...


Yoshi - was bist du nur groß und... schwer geworden!

 

Man wird gelegentlich von der Mama zur Wildjagd mitgenommen. Und auch sonst hat man einen großen Freiheitsdrang und möchte Wald und Wiesen auf eigene Faust erkunden. Man kann auch so gar nicht die Aufregung verstehen, wenn man ganz alleine durch einen winzigen Schlitz aus dem Zwinger abhaut und den Leutchen am frühen Morgen heiter und gelöst entgegenläuft.

 
 Bei all dem Trubel braucht man auch manchmal seine Ruhe.


Dann nagt man z.B. an einem leckeren Knochen. Yummy!

 

Egal, was man aber angestellt hat, am Ende des Tages  ist man immer noch Mamis Liebling.

In den letzten Tagen bekam ich viele Kurznachrichten von Sanchos Besitzerin. Sie ist kräftemäßig am Rande von Gut und Böse, hat nicht für möglich gehalten wie anstrengend das Leben mit einem so jungen Hund ist. Auch wenn ich natürlich weiß, was auch bald auf uns zukommen wird, muß ich schmunzeln: Ja, man holt sich keinen Teddybären ins Haus, sondern ein Lebewesen, um das man sich zu sorgen und zu kümmern hat. Aber ich bin mir sicher, sowohl sie, als auch wir werden unseren Weg machen. Wir freuen uns auf Yoshi, auch wenn er hier gewiß alles auf den Kopf stellen wird. Sollte ich auch nur ansatzweise anfangen zu jammern, erinnert mich ruhig daran: wir haben ihn gewollt ;-))...

19 April 2017

Equipment

Vielen Dank für Eure Erinnerungen, an denen Ihr uns habt teilhaben lassen! Weil es zum letzten Post einige Anfragen gegeben hat:

Die Messer bekommt man zum Beispiel hier. Wir finden, daß man gut mit ihnen schnitzen kann, wenn man nicht den Fehler macht, zu große Holzstücke abtragen zu wollen. Je feiner man das Holz abträgt, umso besser nähert man sich seinem Ziel. Sie liegen gut in der Hand - sagen die Söhne, sagen wir. Aber sicherlich kann man auch mit anderen Messern gut schnitzen.

Unser Alu-Kochset (benutzt haben wir einen Spirituskocher) haben wir vor Ewigkeiten angeschafft, als wir unsere erste gemeinsame Reise mit den Rädern durch das wunderschöne Österreich gemacht haben - damals, als wir noch jung und schön waren ;-)... 

Es gibt so viele schöne Erinnerungen, die wir bei unseren Familienausflügen gesammelt haben. Und was man sonst noch so grillen kann, das kann man hier sehen ;-).

18 April 2017

Bush-Crafter

Wir leben in einer ländlichen Gegend, eingebettet in wunderschöner Natur. In unserer unmittelbaren Nähe befindet sich ein Fluss, ein kleiner Wald, viele Wiesen und Felder. Es war uns stets wichtig, unseren Kindern die Kostbarkeit Natur näher zu bringen. Von klein auf haben wir schöne Ausflüge mit ihnen unternommen. Meist waren wir dabei bewaffnet mit Müllbeuteln, um den Dreck anderer einzusammeln, welcher uns leider immer wieder begegnete.

Ich erinnere mich gerne an ähnlich geartete Ausflüge mit meinen Eltern. Wie schön es war, wenn wir am frühen Morgen Walderdbeeren auf Grashalme aufzogen... unvergleichlich war der Duft dieser aromatischen, kleinen Erdbeeren. Was für ein Genuß es war, Obst direkt von den Bäumen zu pflücken, Höhlen und Tierspuren zu erforschen. Mit unseren Jungs und den Kindern der Straße habe ich jahrelang Pilze gesammelt, Hütten gebaut, an wunderschönen Bäumen geschaukelt, oder unsere Hängematte an einem Baum-Pracht-Exemplar aufgehängt und eine Runde dort abgehangen ;-).

Neben Ostereiern gab es dieses Jahr auch das:




 Schnitzmesser von Mora - lassen jedes Kinderherz höher schlagen. Wie wär's?

Die Tage über wurde wunderbar geschnitzt (der Staubsauger ist im Dauergebrauch ;-)), mit dem Papa Pläne geschmiedet, die Rucksäcke gepackt, Proviant mitgenommen... und ab ging es in den Wald. Dauerregen war auch kein wirkliches Hindernis. Echte Bush-Crafter kann eben nichts abschrecken.

 

 

 

Wir sind sehr dankbar dafür, hier so ein naturnahes Leben führen zu können, ohne dafür vorher mit dem Auto sonstwohin fahren zu müssen. Ein Teechen kochen im Wald - für kleinere und auch noch größere Jungs ist das etwas ganz Wunderbares. 

Und nicht vergessen: nach solchen Ausflügen in die Natur, immer genauer nach Zecken Ausschau halten. Habe dem Jüngsten gerade eine aus dem Bauchnabel entfernt.

Habt eine feine Woche Ihr Lieben!

13 April 2017

Nestbau

Wie man sich unschwer vorstellen kann, dreht sich hier momentan Vieles um unseren kleinen Yoshi. Ursprünglich wollten wir ihn zehn Wochen bei der Mama lassen, aber nun haben wir elf Wochen daraus gemacht. Ich sage nur: noch siebzehn Mal schlafen... Während die kleinen Herren die Stunden zählen, genieße ich die letzten Wochen und Tage in Freiheit.

Zwischendurch, ich gebe es gerne zu, habe ich auch wie in der letzten Schwangerschaftsphase mit meinen Kindern leichte Anflüge von Panik bekommen. So nach dem Motto: "Oh mein Gott! Bald ist er wirklich und tatsächlich da!!!" Nur wenige, z.T. provisorische Dinge haben wir angeschafft, welche für die Ankunft des Kleinen Hundes hier bereit stehen.

Als ich schwanger war, habe ich keinerlei Ratgeber für den Umgang mit einem Neuankömmling gelesen. Nur die embryonale Entwicklung und die meines eigenen Körpers haben mich sehr interessiert. Als unsere Söhne da waren, habe ich mich einzig und allein auf meine mütterlichen Instinkte und auf mein Herz verlassen. Wir hatten das Glück, von Anfang an zwei sehr pflegeleichte Säuglinge zu haben. Natürlich bedeutete das dennoch einen 24-Stunden-Job, und ich gebe gerne zu, daß auch ich Phasen der Erschöpfung durchgemacht habe. Aber die Freude über unsere Babys überwog so derart, daß wir sie in einer Art Glückstaumel durch ihre ersten Lebensmonate begleiteten. Ich glaube sagen zu können, selten in meinem Leben so derart voller Demut und Dankbarkeit gewesen zu sein.

Im Gegensatz zu meinen Schwangerschaften, habe ich alles zum Thema Hund verschlungen. Das tue ich schon seit Jahren, aber es gibt glaube ich kaum etwas, was ich inzwischen, zumindest rein theoretisch, nicht zu Akitas wüßte. 


Yoshi Kogumaza Tadashi Baransu Tamashi Fuyuko Gorou
- achteinhalb Wochen -
 
 Es darf gelacht werden ;-) 
 
Ich habe großen Respekt vor diesem kleinen, nach einem süßen Bärchen aussehenden, Hund. In meiner Umgebung kann ich immer wieder sehen, wozu Versäumnisse, Nachlässigkeiten oder Fehler in der Hundeerziehung führen können. Und ehrlich: darauf habe ich schlichtweg keine Lust!

Selbstredend kenne ich auch meine persönlichen Schwächen nur allzu gut. Ich weiß genau, wo die ersten Hürden mit dem Welpen auf mich warten werden. Und ich weiß, daß ich bei allem Wissen, in bestimmten Augenblicken alles Wissen über Bord schmeißen und nur noch auf mein Herz hören werde. Zu gegebener Zeit werde ich ehrlich darüber berichten ;-))...

Bei allem, was ich bisher über Hundeerziehung gelesen habe, gibt es ein sehr gutes Buch, welches ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich selbst habe es von  ihr geschenkt bekommen, just zu dem Zeitpunkt, als wir den Welpen sicher als den Unseren wußten.

 

Vermutlich hätte ich selbst niemals aus eigenen Stücken zu diesem Buch gegriffen, weil ich es auf den ersten Blick nicht für seriös genug gehalten hätte. Allerdings muß ich sagen, daß es derzeit meine Bibel in Sachen Hundeerziehung ist. Ich habe selten etwas Besseres und auch Unterhaltsameres zum Thema gelesen.  Wer sich wie wir auf dem Weg zum ersten Welpen befindet, dem lege ich dieses Buch wärmstens ans Herz. Auf alle drängenden (Anfänger-) Fragen gibt es sehr gute und plausible Antworten. Die Autorin und Ärztin Dr. med. Felicia Rehage  betreibt eine Kleintierpraxis sowie eine Welpenschule. Ihr Schwerpunkt liegt in der Verhaltenstherapie.

 

- Sancho -
 
Erst gestern haben wir Yoshi und den kleinen Welpenrudel besucht. Ein sehr agiler Haufen Welpen hat uns erwartet. Ein Sack Flöhe ist nichts dagegen. Seriöse Hundezüchter, wenn sie es denn richtig angehen, haben alle Hände voll zu tun und wirklich meinen Respekt für das, was sie leisten müssen. Sancho wurde gestern abgeholt. Es ist ein großer Schritt, den Welpen von seinem Rudel zu trennen. Emotional waren wir alle ziemlich angeschlagen. Sancho wird mit einer jungen Frau leben, die Diabetes hat. Leider merkt sie seit geraumer Zeit nicht mehr wie bisher, wenn sie unterzuckert. Sancho wird zum Diabetiker-Hund ausgebildet werden und sie ab jetzt auf Schritt und Tritt begleiten.

Gestern habe ich nochmals alle Welpen auf den Arm genommen. Während ausnahmslos alle total steiff in meinen Armen wurden, schmiegte sich Yoshi wie immer an mich und wurde ganz ruhig. So ist das auch bei Sancho mit seinem Frauchen. Beeindruckend irgendwie. Yoshi reibe ich immer mit einem mitgebrachten Handtuch ab, um seinen gaaaanz leichten Geruch nach Schaf schon mal an Möhrchen heran zu tragen. Ein Kater, der "Mäh!" macht und ein Welpe, der ganz leicht nach Schaf riecht... das könnte interessant werden ;-)...

Ich bin froh, daß unsere Post ausnahmsweise Mal pünktlich ausgeliefert wurde. Die kleinen Herren werden sich sehr freuen, wenn sie neben zu suchenden Ostereiern auch ganz spannende Dinge finden dürfen. 

Ich wünsche Euch allen ganz frohe Osterfeiertage.  

10 April 2017

Glück ist...

Glück ist..., wenn der Kater im Morgengrauen klatschnaß vom Morgentau heimkehrt und so herrlich nach Kuhmist riecht. 



Ich liebe diesen Geruch, haben wir Kinder (im Übrigen: alle Kinder) bei babaanne Leyla doch unser Zimmer direkt über dem Kuhstall gehabt. Die Unruhe der Kühe, bevor sie zum Abend gemolken wurden, unser fortwährendes Geflüster und Gekicher bis weit über die Schlafenszeit hinaus, die mahnenden Rufe der Erwachsenen, die ganzen Begleitgeräusche, die Gerüche... sie lassen die Bilder von einst sofort vor meinem geistigen Auge wieder lebendig werden. Für uns Kinder waren das wundervolle, glückliche Zeiten. Für die Erwachsenen sah das sicherlich nochmal anders aus. Landleben war hart. Alle landwirtschaftliche Tätigkeit mußte mit reiner Muskelkraft getan werden. Der einzige Luxus, über den alle verfügten, war die Familie und diese so unendlich schöne Natur. Nie beschwerte sich jemand über die beschwerlichen, täglichen Arbeiten. Man lebte das Leben, so wie es war. Ich denke so gerne daran zurück.


Neuerdings macht Möhrchen bei seiner Heimkehr nicht mehr Miau, er macht Mäh. Wie ein Schaf. Er reibt seine feuchte Nase an meinem Handrücken ab, reibt sich wie verrückt an einem. Und dann mache ich Mäh. Und so geht das noch einige Male hin und her, bis er sich den Bauch kraulen und sich auf seinem Kopfkissen niederläßt, um für die kommende Nacht und seine Streifzüge Kräfte zu sammeln. Er tut uns so gut. 

Nichts ist so weich wie das Fell einer Katze. Himmlisch ist dieser Kerl!

01 April 2017

Video

video

- An der Quelle aller Quellen -

Dieses kleine Video kann ich Euch einfach nicht vorenthalten. Hätte ich nichts anderes zu tun, ich würde mich dauerhaft still und leise irgendwo in die Nähe setzen, um diesem herzergreifenden Treiben zuzusehen. Wenn ich nur dieses Schmatzen höre, vergehe ich wie Butter in der Sonne. Eine so gelassene und liebevolle Mama ist sie...

Kann mir mal jemand eine Rückmeldung geben, ob man das Video vom PC aus sehen kann? Vom Smartphone aus geht es nämlich nicht. Dazu müßte man den Adobe Flash Player installiert haben.

Das Wetter ist wunderbar. Ab Morgen gibt es wieder Regen bei uns. Habt ein feines Wochenende alle!