24 Februar 2017

Es sollte ein Fest werden...


Und eine schöne Geschichte mit Happy End sollte hier stehen. Dann kam es anders als erhofft. Wir sind immer noch ganz geknickt, war Marley doch von Anfang an gefühlt unser Hund. Aber vermutlich darf man da nicht auf diese Weise an solche Dinge heran gehen. Noch ist mir aber auch nicht klar, wie man es sonst tun soll. Das Thema Hund ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Jungs und ich werden bald an einem Gassi-Kurs des Tierheimes teilnehmen, wo man etliches zur Körpersprache von Hunden lernt. All das ist mir schon längst bekannt, aber wenn uns das unserem Vorhaben näher bringt, dann machen wir das natürlich.


Bis zuletzt wollte ich mich von Marley verabschieden, ihn noch einmal sehen. Aber dann habe ich das sein lassen.

"Ich komme gleich wieder" gibt für einen Hund keinen Sinn. Alles, was er weiß ist, dass du fort bist. (Jane Swan)



Inzwischen sind die Tränen getrocknet, und wir haben uns schweren Herzens damit abgefunden, daß Marley nun woanders untergebracht ist. Wir trösten uns mit dem Gedanken, daß er es auch dort gut haben wird. Mit dem Tierheim habe ich zwischenzeitlich telefoniert und ein freundliches Feedback aus unserer Sicht gegeben. 


Zeitgleich wartete eine Freundin von mir mit ihrer Familie auf einen Cane Corso-Welpen vom Züchter. Insgeheim habe ich sie darum beneidet, daß sie irgendwann ihren Hund sicher mit nach Hause nehmen können - aber auch da gab es kein Hundeglück. Schon die beiden letzten Termine zur Besichtigung des Welpen wurden unter merkwürdigen Umständen abgesagt. Und dann kam die Nachricht, der Welpe sei an seinem Fressen erstickt. Da fahren die Gedanken Karussel. Vielleicht, mutmaßte die Freundin, hat auch jemand einpaar Scheinchen mehr für den Welpen hingelegt. Wer weiß das schon... Nun haben sie sich an einen anderen Züchter gewandt.


Nach wie vor sind wir an einem Hund aus dem Tierheim interessiert. Nur hat sich nichts an den Umständen geändert. Ich gelte immer noch als Nicht-Hundeerfahren. Wie soll ich denn auch ohne Hund zur Hundeerfahrung finden? Der Gassi-Kurs ist nur Theorie, und über ein großes theoretisches Wissen verfüge ich schon seit längerem.  Hmmm...


So viel Zeit zum Malen, wie ich gerne hätte, habe ich nicht. Aber die Zeit, die ich habe, nutze ich. Ich empfinde es als ein großes Geschenk, mir die Dinge manchmal von der Seele schreiben zu können, oder aber auch Bilder zu malen, mein inneres Erleben sichtbar geworden in ein Bild zu packen. So ist auch dieses Bild entstanden.


"Marley"
60x60 cm
Acryl auf Holz

Leider kommen die Farben ganz und gar nicht gut rüber. Auch fokussiert meine Kamera nicht mehr ordentlich. Denkt Euch das Bild einfach schöner als es wirkt.

Kommentare:

  1. Ach schade, das tut mir leid!
    liebe Grüße

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  2. Schade, dass Du nicht mehr Zeit hast zum Malen, liebes Pünktchen.
    Nimm sie Dir einfach. Man kann nicht alles aufs Alter schieben.
    Ich denke, Marley hätte es sehr gut bei Euch getroffen. Vielleicht sollten die Leiter von Tierheimen ihre Kriterien mal überdenken. Was nützt alle Theorie, wenn das Tier vielleicht nur als Statussymbol angeschafft wird?
    Liebe Grüße
    Edith

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    1. Liebe Edith, als Bestagerin (oder wie man dieses Alter gerne bezeichnet, in dem auch ich nun angekommen bin) kann man nicht mehr großartig was aufs Alter schieben - man hat sich ja schon deutlich dem Ende der Fahnenstange angenähert. Ich bin froh, ein Hobby zu haben, welches man noch etliche Jahre ausüben kann. Ja, Marley hätte es bei uns wirklich gut gehabt - sonst hätten wir ihn nicht zu uns holen wollen. Liebe Grüße zu Dir.

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  3. Es tut mir sehr leid. Ich kann verstehen, dass ein Tierheim für seine Schützlinge nur das Beste will. Aber ob die vielen Vorschriften, die es da gibt, wirklich immer zum Ziel führen...
    Lieben Gruß und ein schönes Wochenende
    Katala

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    1. Das, liebe Katala, können natürlich auch wir verstehen. Sie kannten Marley noch etwas länger als wir und haben ihn mit Sicherheit nur in Beste Hände abgeben wollen. Als er von der Entscheidung hörte, sagte Sohn1: "Mama, sie haben einen Fehler gemacht...!" Sie kennen uns ja nicht wirklich und müssen nach äußeren Umständen, Sympathie und einem Bauchgefühl entscheiden. Es ist lediglich daran gescheitert, daß ich keine Hundeerfahrung habe. Da nimmt man dann eben die, wo beide hundeerfahren sind. Plausibel. Aber auch das heißt nichts... Man kann nur nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden, und in der Haut derjenigen, die das tun müssen, wollte ich auch nicht stecken. Wir sind dem Tierheim nicht gram - nur enttäuscht halt. Liebe Grüße.

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  4. Wouw!!! WAS für wunderschöne Bilder, bin grad hin und weg. Bravo! Ellerine saglik canim.

    Und das Hündchen hätte es doch bei Euch soooo gut gehabt, tut mir echt Leid für Euch und auch für ihn. Aber ihr MÜSST unbedingt mal einen Hund haben, irgendann. Werdet ihr auch, ich glaube dran...

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  5. Das Bild ist wunderwunderschön. Ich will es mir gar nicht anders vorstellen. Ich kann verstehen, dass ihr so traurig seid.
    glg Susanne

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    1. Liebe Susanne, vielen Dank! Das Bild werde ich dem Tierheim geben. Bei Verkauf, können sie die Summe als Spende behalten. Liebe Grüße

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  6. Das tut mir so leid für dich, für euch!
    Liebe Grüße
    Jutta

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  7. Das Bild ist sehr schön, ich mag deine Bilder. Sie strahlen immer eine gewisse Ruhe aus. Das mit Marley ist traurig für euch aber *herşeyde bir hayır var*. Wer weiß, vielleicht schon recht bald findet ein Hund zu euch. Ich wünsche es euch von Herzen. Selamlar.

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    1. Danke dir! Du glaubst nicht, wie oft ich diesen Spruch selbst gebracht habe, um meine Familie zu trösten. In allem ist das Gute zu sehen - wer weiß, wozu das alles gut war...

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  8. Die Aufnahmen vom Bild, bringen aber trotzdem die Zuneigung sehr gut rüber. Und das mit der Hundeerfahrung ist wirklich absurd. ich dachte, dafür wurden Hundeführerscheine eingeführt.
    Aber das mit Tierheimen ist halt unter bestimmten Umständen unlogisch, aber wohl die Summe aus gemachten Erfahrungen mit den zukünftigen Tierhaltern. Ich musste 1994 zusammen mit Wolfgang ja auch einen kleinen jungen Kater für meine Großmutter & Mutter besorgen. Im Tierheim hatte ich kein Glück, da ich zusammen mit meiner Mutter dorthin hätte fahren müssen. Aber beide wollten eigentlich kein Tier mehr im Haus. Und da ich damals schon ihn Hannover lebte und die beiden in Braunschweig, wurde ich abgewiesen, obwohl ch versicherte, dass wir das Tier norfalls auch gern bei uns aufnehmen würden. Und schließlich hatte ich damals schon 18 Jahre Katzenerfahrung ...
    Aber Eurer Hund wird sicherlich kommen! Nur wie kommt Möhrchen denn eigentlich damt klar? Nachbarskater Cäsar kommt meist lieber zu uns, wenn unsere Nachbarn einige Tage einen Pflegehund haben. Und man merkt ihm an, dass er heilfroh ist, wenn er sein Zuhause wieder allein für sich hat.

    Unserer Maus geht es übrigens zur Zeit etwas besser. Der Tierarzt hatte sie wohl am Mittwoch gedopet. In einer Nacht hatte sie es sogar wieder aufs Garagendach geschafft. Doch einige Tage zuvor hatte sie sogar Mühe auf den Küchenstuhl zu springen. Und nun murmelt sie glücklicherweise wieder unter ihrer wärmenden Leuchte im Bett als ob nix gewesen wäre. Vermutlich ist ihr Immunsystem so geschwächt, dass ihr Körper mit dem großen Schluck aus dem Teich am Haus nicht klar kam. Aber im Katzenklo sind es nach wie vor fürchterlich aus. Aber wenigstens sind die ertastbaren Knoten im Bauchraum wohl noch nicht gewachsen. Leider komme ich im Moment nur nicht zum Posten. Daher mal hier der aktuelle Stand ...
    Ich drücke Euch die Daumen!
    Liebe Grüße Silke

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    1. Liebe Silke,
      was Möhrchen anbelangt, kann man den Ernstfall leider nicht erproben. Aber wir haben uns natürlich auch dazu Gedanken gemacht. Nur soviel dazu: Möhrchen ist im Gegensatz zu mir schon hundeerfahren ;-). Er hat fast ein Jahr mit einem Hund zusammen gelebt. Ich fürchte, der Hund hatte es deutlich schwerer mit der Situation umzugehen, als der Kater selbst. Ich weiß von einigen Hunde- und Katzenhaltern, daß sich die Katzen meist anfangs schwer getan haben und das Geschehen mit großem Unbehagen von weiter Ferne (auf dem Schrank sitzender Weise etc.) fauchend begleitet haben. Es hat seine Zeit gedauert, am Ende aber hat es meist gut geklappt. Sollte das bei uns nicht der Fall sein, was ich aber nicht glaube, müßten sich beide Tiere überhaupt nicht begegnen: wir erinnern uns - der Kater hat einen Extra-Zugang, die sogenannte "Himmelsleiter" zum oberen Stockwerk.
      An eure Maus habe ich oft denken müssen. Das hört sich alles nicht so toll an. Ich wünsche ihr dennoch eine friedliche, den Umständen entsprechende gute Zeit bei euch. Liebe Grüße.

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    2. Tja, das ist wirklich spannend mit Katzen & Hunden. Gestern war Cäsar 2x bei uns und wurde leider von Allegra gestellt. Dort ist wieder der Pflegehund zu Gast und Cäsar sucht eine Alternative. Hund und Katz gehen zwar friedlich miteinander um, aber man merkt dem Kater wirklich an, dass er zur Zeit gern anderweitig einen Platz hätte. Allerdings vermute ich auch, dass der Kater eine Nebenrolle spielt, wenn der Hund da ist …
      Ich merke das Problem auch oft bei Allegra: Wenn Maus sehr dominant ist, zieht sich Allegra etwas frustriert lieber zurück, obwohl sie auch gern einen Platz neben uns hätte. Manche Katzen leiden da bisweilen wohl fast unbemerkt. Ich hoffe, Ihr trefft auch für Möhrchen die richtige Wahl, wenn Euch das Tierheim lässt …
      Liebe Grüße von Silke, die ihre Maus zum Glück gerade wieder neben sich hat

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  9. Eins steht fest: so besch...., wie es Möhrchen die ersten vier Jahre seines Lebens hatte, wird er es nicht mehr haben. Unser Haus bietet viel Platz für Ruckzugsmöglichkeiten - für Mensch und Tier.

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    1. Das ist klar, aber gerade deswegen habe ich wohl auch ein großes Herz für ihn ;-) Denn Cäsar hatte es in seinem ersten Zuhause wohl nicht schlecht, wurde da aber von den anderen Katzen gemoppt. Er lebte hier als Einzelkater richtig auf. Eigentlich kam er erst häufiger zu uns, als die Enkel immer häufiger zu Besuch kamen und eben der Gasthund.
      Und Nachbarskater Oskar, der sich mit seinem Hausgenossen Kater Willi damals nicht sonderlich gut verstand, war in der Nachbarschaft bekannt wie ein bunter Hund und wäre am liebsten bei uns eingezogen. Katzen leiden leise …
      Vielleicht war das sogar auch eine Überlegung des Tierheimes, dass Marley dann ganz selbstverständlich alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätte. Das kam mir gestern so bei der Katzenklo-Reinigung in den Sinn. Aber ich finde es auch schade, dass sie sich mit der Entscheidung so viel Zeit gelassen haben.
      Liebe Grüße
      Silke

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    2. Ich habe mich erst gestern mit der Dame vom Tierheim unterhalten, die mitentschieden hat: ausschlaggebend war u.a. meine Unerfahrenheit. Die Familie mit zwei deutlich jüngeren Kindern, als die unsrigen, kannten Marley von Anfang an - also noch bevor er ins Netz gestellt wurde, und wir ihn entdeckten. Das Lager war geteilt: die einen stimmten für uns, die anderen für die andere Familie. Aber Marley geht es gut. Das ist und sollte die Hauptsache sein. Und um Möhrchen mach dir bitte keinen Kopf um Möhrchen. Er ist und bleibt hier das ungekrönte Haupt. Mein Mann wird nie müde zu sagen, wie gut er es hier hat. Momentan ist er auf Freiers Füßen unterwegs... Kann es sein, daß es derzeit rollige Katzen gibt?? Liebe Grüße.

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    3. Nein, Sorgen mache ich mir nicht ;-) So liebevoll, wie die Texte über Möhrchen hier geschrieben sind und dann die Bilder dazu - da hat er jetzt endlich seinen Platz gefunden!
      Und er scheint ebenso wie unsere Maus ein Stück weit ein Draußentier zu sein und nicht nur ein gepflegter Stubenhocker ;-) Unser Tierarzt hat jetzt häufiger Kastrationstermine, da die jungen Damen rollig sind. Aber eigentlich dürfte sich Möhrchen jetzt ja weniger dafür interessieren. Doch die Natur erwacht. Unsere Maus sitzt jetzt morgens in der Dämmerung idealerweise am Gartentisch und hört Mäuschen. Nur eben regnet es leider, da ist sie wohl wieder Treppenhockerin …

      Eben war sie ausnahmsweise mal einige Stunden bei mir. Leider sind Tierarztbesuche jetzt so nervig für sie, dass sie gestern früh schon um 9 Uhr unter dem Bett verschwand. Dabei ist der nächste Boxenstopp hoffentlich erst am Samstag. Und eigentlich muckelt sie danach auch nicht mit uns. Nur haut sie das Antibiotikum jetzt wohl immer mehr um. Inzwischen ist sie dann meist 5 Stunden geschafft, dann geht es im Idealfall besser und nach 2 Tagen verschlechtert sich ihr Zustand wieder. Wahrscheinlich werden schon bald die guten Tage immer weniger, und sie zieht sich noch mehr zurück, sitzt immer mehr im Schrank oder im kühlen Treppenhaus. Komisches Gefühl, wenn nicht mehr viel Zeit bleibt. Obwohl sie noch da ist, fehlt sie mir jetzt schon. Vielleicht mache ich mir deswegen auch eben mehr Kopf um Cäsar & Möhrchen. Auch wenn Allegra nun stellenweise den freigewordenen Mauseraum übernimmt …
      LG Silke

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    4. Ich denke, daß da noch ein Rest Testosteron in seiner Blutbahn ist. Er reibt sich ständig mit dem Kopf/Hals an mir und Möbeln. Die Laute, die er von sich gibt, sind sagenhaft. Ganze Nächte ist er unterwegs, und wenn er dann wieder auftaucht, sehe ich, daß er sich geprügelt haben muß. Meist hängt noch rausgerissenes Fell an ihm. Momentan schläft er tief und fest eingekuschelt im Stillkissen ;-)... Mit Eurer Maus...das tut mir so leid. Ich mag das gar nicht weiter denken. Habt es so schön wie möglich miteinander. Liebe Grüße.

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