21 Juli 2017

Der Garten ist mein Refugium

Eines sollte ich vorweg gestehen: ich habe unserem Garten in den vergangenen Jahren nicht mehr allzuviel Zeit einräumen können wie sonst. Und er ist mir zeitweilig im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf gewachsen. So habe ich in den vergangenen Wochen nur noch zurückgeschnitten, um diesem Urwald noch in irgendeiner Form Herr zu werden. 

Es gibt reichlich in diesem Garten, was uns trotz der damit verbundenen Arbeit glücklich macht. 

 

Der Klee zum Beispiel erinnert mich an meine Kleinmädchen-Sträuße, die ich so gerne gebunden habe.

 

Der Duft des kleinblütrigen Pfeifenstrauches haut einen in unserem Garten um. Ich habe diverse Ecken mit ihm bepflanzt. Immer wenn ich ihn zurückschneide, packe ich einige Zweige irgendwo in Wasser, bis sie wurzeln und ich sie wieder irgendwo neu einpflanzen kann. Nicht alle Blütendüfte machen mich glücklich: Von Lavendelduft wird mir z.B. elendig übel. So kann's gehen...

 

Es hat zwei Jahre gedauert, bis ein kleiner, abgebrochener Zweig von der Bauernhortensie jetzt wunderschön gewachsen ist und blüht. Ich freue mich sehr darüber.

 

Ein Granatapfelbäumchen hält uns seit Jahren die Treue. Mal sehen, wie lange es dauert, bis die ersten Blüten zum Vorschein kommen.

 

Seit Jahren gibt es zwei Sorten Maulbeeren in unserem Garten - noch nie haben sie Früchte hervorgebracht. Letztes Jahr waren die allerersten Fruchtansätze zu sehen, die jedoch nicht ausgereift sind. Es waren nicht mehr als 2-3 Maulbeeren dran. Vollkommen überrascht entdeckte ich nun unzählige Maulbeeren. Als Kind haben wir diese Früchte so sehr geliebt und ständig von den Bäumen genascht. 

 

Geduld im Garten zahlt sich aus. Wir haben die letzten Tage so viele schmackhafte Maulbeeren genascht. Wunderbar ist dieser unvergleichliche Geschmack. Ich wette, im kommenden Jahr ist der Ertrag noch größer. 

Schon jetzt wünsche ich Euch allen ein feines Wochenende. Wir haben noch einiges vor in den kommenden Tagen.

20 Juli 2017

Wer mag, der darf

Braucht ein Hund eine Instagram-Seite? Wohl kaum! Aber wir finden, Yoshi sollte eine haben ;-). Und tatsächlich hat Yoshi nun eine Instagram Seite bekommen. Natürlich wird auch Möhrchen darin vorkommen, und auch das ein oder andere.

Wer uns folgen möchte, bitte hier entlang.

15 Juli 2017

Zwischendurch

Es gibt so viele Themen, die nachdenkenswert sind. Hier mögliche Zwei, die ich interessant finde.

Klick

Klick

12 Juli 2017

Auftragsarbeit

Es ist schon länger her, daß ich ein Bild gemalt habe. Bisher hatte ich mir selbst die Motive ausgesucht, und wenn es jemandem gefiel, wurde es ausgesucht und mitgenommen - eine angenehme Sache soweit. Nachdem ich diverse Bilder für das Tierheim gemalt hatte, (hier, hierhier und hier), gab es erste Anfragen für Auftragsarbeiten.  Für mich war das eine ganz neue Erfahrung. Freunde wollten ein großes Bild von ihrem Hund haben. Erste Anfragen bei diversen Künstlern hatten sie sehr ernüchtert - die wollten 500,-Euro für ein Bild in 90x90 cm haben. Als sie Bilder für das Tierheim sahen, fragten sie mich. Zugegeben, ich war etwas aufgeregt. Ich wußte, wie sehr sie an ihrem Tier hingen und es liebten. Würde ich das hinbekommen, den Hund so abzubilden, daß sie ihren Liebling darauf erkennen und das Bild auch wirklich gut finden würden?!

 

Etwas anderes als anzufangen und das heraus zu finden blieb mir eh nicht übrig. Die erste Skizze war grob gemacht, und ich legte los.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 - Shadow - 

90x90 cm
Acryl auf Holz 


Als sie das Bild feierlich überreicht bekamen, war ich sehr gespannt. Und erleichtert, weil sie keinen Hehl daraus machten, wie glücklich sie mit dem Ergebnis waren. Normalerweise wäre mein Preis 120,- Euro gewesen. Weil das aber Freunde waren, habe ich im Gegenwert von 60,- Euro das Bild gegen gewünschte Farben getauscht. Für mich war das eine gute Übung. Seitdem habe ich außer einem Portrait  auch nicht mehr gemalt. Momentan habe ich anderes im Kopf und auch zu tun.

Die eigentliche Herausforderung bei diesem Bild für mich war, einen durchgehend schwarzen Hund zu malen. Das war nicht ganz so einfach.

11 Juli 2017

Fischereischeinprüfung

Das Wetter schlägt wieder einmal Kapriolen - fast kennt man es nicht mehr anders. Mal scheint kurzfrißtig die Sonne, mal fällt kübelweise Regen vom Himmel. Gartenarbeit entfällt somit, was meinen geschundenen Knochen zugute kommt. Die aufgetürmten Grünabfälle reichen inzwischen eh bis zum Himmel. Das alles wegzuschaffen, wird nochmal so sehr in Arbeit ausarten.

 

Derweil brütet der Sohn über den umfangreichen Unterlagen für die Fischereischeinprüfung. Und weil alleine lernen nicht so viel Spaß macht, hänge ich mich mit rein, und wir versuchen uns das Wissen spielerisch ins Hirn zu meißeln.

 

Ich erinnere mich: Ziemlich genau im Alter des Sohnes habe ich damals auch meinen Angelschein gemacht - allerdings war meine Motivation dazu eine ganz andere: einen Kopf kleiner als ich, blond und sommerbesproßt standen wir damals schweigend, Würmer auf Angelhaken aufziehend, nebeneinander. Mal am Meer, mal an einem See. Soweit ich mich erinnere fing ich damals nicht einen einzigen Fisch, aber darauf kam es mir ja auch nicht an ;-)...


Obwohl es wirklich eine Ewigkeit her ist, daß ich meinen Angelschein machte, kann ich mich noch an manch einen Fisch und die Besonderheiten erinnern, an viele aber auch nicht. In unserer Gegend gibt es reichlich Wasser und viele viele Angler, die an strenge Richtlinien gebunden sind. Aber bevor der erste Fisch gefangen werden kann, gibt es noch reichlich Theorie zu verinnerlichen. Wir machen mal weiter...

10 Juli 2017

Projekte

Nur noch ganz wenige Stoffe lagern in meinem Fundus und warten darauf, verarbeitet zu werden. Es gibt lediglich einen einzigen gelbton den ich tragen kann, ohne ständig gefragt zu werden, ob es mir nicht gut ginge, und das ist zitronengelb. Zugegeben, das Gelb kommt eher currymäßig rüber, ist aber wirklich zitronengelb. Dänische Digitaldruck-Jerseys mag ich ganz besonders gerne. Die beiden feinen Stoffe, oben links und unten rechts, gehören dazu.


Auch gibt es noch einiges zu flicken. Aber noch finden diese Vorhaben und ich nicht so recht zueinander - der wuchernde Garten fordert mich derzeit sehr. Was ich allein gestern schon zurückgeschnitten habe, bildet einen gigantischen Haufen, den man wird am kommenden Wochenede mit einem Anhänger in mehreren Etappen wegfahren müssen.

Was aus den Stoffen entstehen wird...? Na, was wohl?! Lach... Hierhier und hier hatten sich die Shirts schon bewährt.

Übrigens bin ich weiterhin an zitronig Gelbem interessiert. Wer sonstwo von feinen Jerseystoffen in dieser Farbe weiß, der darf mir gerne verraten, wo man seine Quellen findet.

Mit Dank im Vorraus... Ich hole mal die Gartenmachete raus und gehe weiter abholzen.

06 Juli 2017

Wieder on

Yoshi hat meine Bloggerambitionen lahm gelegt, in dem er beherzt auf dem Netzteil meines Notebooks herum gekaut hat. Wie auf heißen Kohlen sitzenderweise habe ich auf das flugs neu bestellte Netzteil gewartet... und gewartet... und gewartet. Heute ist es endlich gekommen. Hurra! 

Nach einer unbefriedigenden Hundefutter-Odyssee wird Yoshi nun seit einigen Wochen gebarft. Seitdem glitzert sein Fell wie Diamanten in der Sonne, und er entwickelt sich prächtig. Die Milchzähne purzeln, die neuen brechen durch, sein dezenter Schafsgeruch hat sich in einen süßlichen gewandelt, er hat die Hälfte seines Endgewichts erreicht und muß nun selber Treppen steigen. Wie imposant er geworden ist habe ich daran gemerkt, als der neue Postbote bei seinem Erscheinen sofort auf Abstand ging. Dabei ist er gerade mal 20 Wochen und 4 Tage alt. Fast hätte ich den Satz aller Sätze von mir gegeben. Immerhin - ich habe ihn noch in letzter Sekunde abgewandelt: "Noch tut er nichts!" ;-)...

Übrigens fragen mich inzwischen nicht gerade wenige Menschen, wann Yoshi endlich einen Instagram-Account bekommt. Braucht man einen Instagram-Account? Braucht ein Hund einen Instagram-Account? Bis vor einigen Wochen hätte ich mich geschüttelt und nicht weiter darüber nachgedacht. Inzwischen denken wir, Yoshi sollte vielleicht einen haben ;-)... Was meint Ihr?

Und jetzt kann ich auch endlich wieder einpaar Bilder der vergangenen Tage posten. Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Wochenende und viel Vergnügen mit den Bildern!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25 Juni 2017

Was mich glücklich macht, oder Liebeserklärung an mein Leben

Was genau ist das, wonach alle Menschen trachten: das Glück! Macht, Erfolg gepaart mit sozialem Ansehen, noch mehr Geld, noch mehr Freunde?... Mit diesem Thema befassen sich Wissenschaftler, Philosophen, sogar Soziologen.

Die einen beharren darauf, daß Geld doch glücklich macht. Die Wissenschaft sagt, aber nur, wenn man wirklich arm ist. Sind die Grundbedürfnisse befriedigt, dann sackt die Glückskurve ab, je mehr man verdient. Luxus und Reichtum machen sogar eher einsam, da Materialisten eher seltener mit Freunden zusammen sind.

Humor, positive Gefühle und starke soziale Bindungen machen glücklich und verhelfen sogar zu einem längeren und  gesünderen Leben. Frisch  Verliebte sind ganz besonders glücklich. Berührungen, die länger als 20 Sekunden dauern machen glücklich. Verheiratete sind glücklicher als Ledige, und beim Sport macht das Paartanzen besonders glücklich.

Das, was man persönlich als besonders positiv empfindet, macht einen glücklich: für den einen mag das der Sport sein, andere bevorzugen die Gesellschaft von Freunden und Familie, das gemeinsame Kochen oder Reisen kann genau so Quell des Glücks sein. Manchmal wohl auch etwas Schokolade ;-).

Nur einen Haken scheint das Glück dann doch zu haben:  es funktioniert leider nun mal nur mit seinem Gegenpart: ohne Nacht bleibt auch die Freude über einen Sonnenanfang aus. Ohne Licht gibt es keinen Schatten. So ist das nun mal.

Als Faktoren für das Glück zählen Forscher folgende Dinge auf: eine stabile Liebesbeziehung, Gesundheit, ein den eigenen Fähigkeiten entsprechender Beruf, Freunde, Kinder und Geld für Grundbedürfnisse.

Die vereinten Nationen erklärten den 20.März zum Tag des Glücks, um die Bedeutung von Glück als Ziel aller Menschen zu verdeutlichen. Der UN-Katalog für ein glückliches Leben fällt bescheiden aus: mindestens 2500 Kalorien, 100 Liter Wasser täglich, einen Platz zum Kochen, mindestens sechs Quadratmeter Wohnraum und sechs Jahre Schule...

Die glücklichsten Menschen laut UN-"World-Happiness Report" von 2013 leben übrigens in Dänemark - dicht gefolgt von Norwegen, der Schweiz, den Niederlanden und Schweden. Von insgesamt 156 Staaten liegt Deutschland auf Platz 26,  noch hinter Staaten wie Panama, Venezuela oder Oman.

Glück ist ein so großes Wort - für  jeden ist es individuell belegt.

In meinem Leben habe auch ich, wie manch anderer, großes Unglück erfahren. Vielleicht habe ich es sogar genau diesem Umstand zu verdanken, daß ich ein zutiefst dankbarer Mensch bin für all das, was ich erleben und haben darf. Für manch einen ist es vielleicht so selbstverständlich, aber ich kann mich unbändig über Wasser freuen, eine Dusche, ein Bad im Meer oder im nahegelegenen Fluss. Was für ein Segen!

 


Ich liebe das naturnahe Leben. Einst Großstadtpflanze, möchte ich heute unser Leben inmitten der Natur nicht mehr missen. Mit den Jahren, so scheint es, wird man naturaffiner. Hier, wo wir leben, erlebt man den Wechsel der Jahreszeiten viel bewußter mit, als ich das von meinen städtischen Zeiten her erinnere.



Geschenke, so große,  hat es so manch einen in unserem Leben gegeben.  Bei ihrem Anblick geht mir stets das Herz auf. Kann man jemals mehr lieben?!



 

  

 

 

 

Unseren Kindern das naturnahe Leben ermöglichen zu können, das macht uns glücklich.





Bewegung hat immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt. Inzwischen sind viele Dinge von einst so nicht mehr machbar, aber das, was noch möglich ist, macht mich immer noch glücklich.



Kreativität gehört für mich unbedingt dazu.


Auch ein schmerzfreier Tag ist ein glücklicher Tag - ein sehr glücklicher sogar!

Musik und Bewegung sind Dinge, die meine Seele beflügeln. 

Ich war und bin sehr dankbar für meine beiden Eltern. Sie waren großartig und fehlen immer noch und immer wieder.
Hier und hier kann man vielleicht ahnen, was ich meine.



Glück bedeutet der japanische Name unseres 19 Wochen alten, allerersten Hundes. Er macht seinem Namen alle Ehre und uns so unvorstellbar glücklich. Yoshi - ein weiteres Geschenk des Himmels ;-).

 

Kater Möhrchen war bereits vor Yoshi da und liegt uns ganz besonders am Herzen. Hund und Katze können nicht miteinander, ist die gängige Meinung.

 

Aber es geschehen Zeichen und Wunder... 


Beide sind hier tiefenentspannt. Ich sage Euch: 
Es wird, es wird...


 

 


 Glücklich bin ich in unserem fast immerwährend duftenden Garten - auch wenn er sicherlich nicht zu diesen beleckten Gärten gehört, wo kein Blatt zufällig herumzuliegen scheint.
In Zeiten von größerer Hektik kann Glück auch sein, absichtslos im Garten zu verweilen.

 

Glücklich bin ich in der nahegelegenen Stadt, in der ich meine Jugend verbracht habe. 

Glücklich machen mich jüngere und auch langjährige Freundschaften, innerhalb derer man die "Weißt Du noch - Geschichten" wieder aufleben lassen kann. Wie schrecklich muß es sein, wenn man im Laufe des Lebens diese Menschen irgendwann vielleicht nicht mehr als Wegbegleiter hat.

Glücklich bin ich mit meinem Mann, der schon so viele Jahre mit mir durch das Leben geht. Ich wollte keinen anderen haben. 

Dank ihr, habe ich mich mit meinem Glück befaßt und mir noch mal so einiges vergegenwärtigt.