30 November 2016

Familienzeit

Meine Lieben, in Riesenschritten haben wir, die ach so besinnliche Zeit, den Dezember erreicht. Noch sind es knapp dreieinhalb Wochen bis zu den Weihnachtsferien. Zur Zeit prasseln die Klausuren nur so auf unsere Kinder herab. Ab und an wird die mütterliche Unterstützung eingefordert - manchmal auch eine "Intensivkur" gebraucht.  Da bleibt wenig Zeit für anderes. Die Familie geht vor... und alles andere fliegt an dieser Stelle über Bord. Hier wird es also ruhiger werden erst mal.


Bis wir uns wieder lesen habt es fein... und macht es euch ganz schön kuschelig ;-).

29 November 2016

Geschickt eingefädelt, oder ausgebeult...bzw. ausgebügelt ;-)

Die Nähmaschine steht nahezu das ganze Jahr über allen zur Verfügung, die sich daran ausprobieren möchten. Stoffreste aller Art befinden sich in einer Restekiste, so daß ich nicht ständig gefragt werden muß, ob man dieses oder jenes an Resten benutzen darf. Sie haben schon das ein oder andere Werk daran genäht. Die kleinen Herren sind begeisterte Geschickt eingefädelt-Zuschauer. Wir schauen das gemeinsam online. 

Sohn2 schaut hochkonzentriert auf den Bildschirm. Ganz trocken erfolgt dann seine persönliche Analyse zum Aufbau der Sendung: 

"Also Mami, das geht so: die strenge Frau, die macht die alle platt. Und der Guido, der muß das dann alles wieder ausbeulen...!"

28 November 2016

Wabenbälle

Unsere Kinder basteln das ganze Jahr über - mal mehr, mal weniger. Das jüngste Kind war es, was darauf drängte, gemeinsam etwas basteln zu wollen. Aber was??? Ein Blick in das www und schnell war klar: Wabenbälle sollen es sein! Anleitungen gibt es wie Sand am Meer. Nach dieser Anleitung haben wir es gemacht.

 

 

 

An unserem kleinen Tannenbäumchen können wir uns diese Kugeln gut vorstellen. Wie wär's? Wollt ihr auch welche machen? Ist wirklich kinderleicht. Viel Freude beim Kugeln ;-). 

26 November 2016

Ein Bild, welches ich euch nicht ganz zeige

Erinnert ihr euch noch an das Brett? An dieses Brett? Inzwischen ist es mit Acrylfarbe bemalt, mit einem unserer liebsten Menschen. Leider weiß ich nicht, wer oder was zuvor auf dem Brett so seine Spuren hinterlassen hatte, denn an manchen Stellen hat es die Acrylfarbe nicht so ganz angenommen. Ob ich das noch mit Ölfarbe überarbeite, in der Hoffnung, daß das Ergebnis dann besser wird, das weiß ich noch nicht. Das Bild insgesamt ist sehr plakativ geworden, und wann immer ich es ansehe, geht mir das Herz auf.



Acryl auf Holz 
44,5 cm x 59,5 cm

Dem Sohn gefällt es auch. Da sagt er doch zu mir: "Mama, du schaffst es auch noch, einen mit Pinsel und Farben zu streicheln..." Kann es ein schöneres Kompliment geben?!? Wie machen die das nur, einen so mitten ins Herz zu treffen?! Ich habe ein bisschen ... na ihr wißt schon...Schnief...

25 November 2016

In anderen Schuhen

"Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht über tausend Schritte in seinen Schuhen gegangen bist." (Indianische Lebensweisheit).

Vor einiger Zeit haben der Mann und ich in der Grundschule einige Stunden im Unterricht bei unserem Jüngsten hospitiert. Heute war ich einen Tag lang beim Sohn auf der weiterführenden Schule. Ich kann gar nicht sagen, wie erledigt ich bin. Und ja, ich kann es nun besonders gut nachempfinden, wenn sich das Kind nach einem langen, fordernden Schultag nach Hause schleppt, die Tasche in die Ecke stellt... und erst mal nichts mehr tun möchte. Anstrengend ist das. Der einen Lehrerin versagte nach zwei Stunden die Stimme, obwohl der Unterricht alles andere als chaotisch war. Trotzdem - der Lehrerberuf ist ein mit Sicherheit sehr Anstrengender. Schön zu sehen war, daß gerade in dieser Klasse, in der sich nahezu ein ganzes Jahr lang trotz aller Bemühungen keinerlei Gemeinschaft einstellen wollte, diese sich nun doch deutlich bemerkbar macht.

Gerade, wenn mir die Luft droht auszugehen, nehme ich mir die Freiheit (inzwischen geht das ab und an), mich hinzusetzen, mich auf ein Motiv zu konzentrieren und ein Bild zu malen. Manchmal haut es hin, daß sich ausreichend Zeit findet, um an einem bereits angefangenen Bild weiter zu malen. Wenn es ein nicht ganz so großes Bild ist, genügt auch mal weniger Zeit. Die Herausforderung derzeit ist, das Malen noch bei Tageslicht hinzubekommen. Einpaar maritime Motive geisterten noch auf der Festplatte umher. Und eines konnte ich relativ zügig malen.


"Am Hafen"
18x24cm
Acryl auf Leinwandkarton

Ich wünsche euch allen ein schönes, erholsames Wochenende. Ich bin so froh, daß für heute hier erstmal die Mühlen wieder langsamer mahlen.

23 November 2016

Vogelgrippe

Das Möhrchen lebt nun seit einem Monat bei uns. Und schon jetzt werde ich schlaflos, wenn das Tier bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht nach Hause kommt. Da kann es dann durchaus geschehen, daß ich bewaffnet mit einer Taschenlampe mich spät in der Nacht draußen umsehe und leise nach ihm rufe. (Will nicht wissen, wer mich dabei schon meint als Einbrecher identifiziert zu haben). Inzwischen, sollte er in der Nähe sein, kommt er sogar angelaufen, und ich bin sehr erleichtert darüber, daß ich ihn dann mit reinnehmen kann. 


Ansonsten ist er ganz pfleglich, meidet nach wie vor die obere Etage (Ausnahme heute morgen 4.30 Uhr. Da kratzte er dann zaghaft an der Schlafzimmertür, damit ich ihn aus dem Fenster der oberen Etage in den Garten lasse). Ab und an ist er sehr liebebedürftig, gibt Köpfchen, schnurrt mit beeindruckender Lautstärke, läßt sich sogar mal auf den Arm nehmen. Allerdings hat er auch keinerlei Probleme damit, sollte ihm etwas nicht genehm sein, mir seine Reißzähne in die Hand zu rammen. (Ein Segen, daß unser aller Impfschutz noch gilt). Eine gut sichtbare Narbe habe ich schon als Andenken in meiner Innenhand. Wenn er sich dann entschieden hat, auf welchem Sofa er sich niederlassen möchte, läßt er sich von mir mit seiner Decke zudecken. Zu süß ist das. 

Allerdings hat die Vogelgrippe nun auch den hohen Norden im Griff. Die Sperrgebiete befinden sich quasi vor der Haustür und weiten sich immer mehr aus. Noch darf ich ihn raus lassen und möchte gar nicht daran denken, daß sich das von einem Tag auf den anderen ändern könnte. Der holt uns dann vermutlich die Tapeten von den Wänden, sollte er nicht mehr rausdürfen. 

Eine Gemeinsamkeit hat er mit seinem verstorbenen Bruder: genau so wie auch der Mautz immer stark verwurmt war, ist es auch Möhrchen andauernd. Als würde er nie behandelt werden. Schlimm ist das! Ich kann gar nicht sagen, wie furchtbar ich das finde. In solchen Momenten wünschte ich, daß er kein Freigänger wäre. Kennt ihr diese Probleme auch von euren Katzen?

21 November 2016

Montags...

Der Blick aus dem Fenster offenbart das übliche Bild der vergangenen Woche: naß und grau ist es. (Das Bild wurde erst gemacht, als der Sohn schon 1,5 Stunden aus dem Haus war). Als ich das Söhnlein neben der riesigen Schultasche sehe, und wie er sich damit abmüht, vergehe ich vor Mitgefühl und beschließe, ihn zur Schule zu fahren. (Viel lieber würde ich ihn in eine Decke wickeln und ihm einen warmen Kakao in die Hand drücken). Dankbar läßt sich das Kind in den Autositz plumpsen.
 
 
Neben einigen Telefonaten, mache ich mich daran, einen grauen Leinenstoff zu bügeln. Einige einfache Einkaufstaschen sollen entstehen. Die bisherigen geben alle nach und nach den Geist auf. 


Neben all den Herausforderungen des täglichen Lebens, denen wir uns stellen müssen, wünsche ich euch eine feine Woche. Habt es gut!

18 November 2016

Winterschlaf

Die allerletzten Äpfel aus unserem Garten haben das jüngste Kind und ich gepflückt, gereinigt und zum Verzehr in einer großen Schale arrangiert. Sie sehen vielleicht nicht perfekt aus, aber sie schmecken einfach unfaßbar gut.
 
 

Ansonsten bin ich nur noch müde. Sehr sehr müde. Mit dem schwindenden Licht geht auch meine Energie dahin, als hätte jemand meinen Stecker herausgezogen. Blöd nur, daß die Dinge, die erledigt werden müssen bleiben. Am liebsten würde ich Winterschlaf machen - na wenigstens aber eine mehrwöchige Schlafkur. Das wär's.

Eine Tageslichtlampe für den Arbeitsplatz ist beschlossene Sache.  Ich hoffe, daß das Licht die verbleibenden Lebensgeister bis zum Frühjahr wieder beleben kann.  
  
Habt ein feines Wochenende. Ich weiß, was ich machen werde. Gäääähn...

15 November 2016

Umleitung

Ein so wichtiges Thema hat sie auf ihrer Seite aufgegriffen. Absolut lesens- und hörenswert. Vielen Dank dafür!

12 November 2016

Herbstblues

Jedes Mal, wenn ich mich zum Malen hinsetze, stelle ich fest, daß ab 16.30 Uhr die Finsternis einsetzt. Mit Kunstlicht malen geht für mich nicht. Also habe ich einige vergebliche Bemühungen gestartet... und wieder aufgehört.
 
Das mangelnde Tageslicht macht mir zu schaffen. Und so frisch, wie's jetzt schon ist, mag man sich auch nicht lange im Freien aufhalten. Auch Möhrchen ist mehr im Haus als draußen.
 
 
Was hilft ist schon mal eine Tasse Kaffee und etwas Kerzenschein. Und da sich noch zwei winzige Kürbisse  in der Küche befanden, schmurgelt nun das im Topf. Irgendwie muß man es sich ja gut gehen lassen. Die Woche gab es grundlegende Dinge zu entscheiden. Unerfreulicher Kram halt, der mich schon seit Monaten lahm legt. Nach reichlichem Abwägen habe ich mich entschieden, andere als die üblichen Wege zu gehen. Ich werde nie zu den Menschen gehören, die sich nur allzu bereitwillig unters Messer legen.
 
Was die unerfreuliche politische Landschaft angeht: ich kann die Welt nicht so beeinflussen, wie ich gerne würde. Aber wie heißt es so schön:
 
"Peace on earth begins at home." Und zumindest da kann ich mächtig viel tun.
 
Habt ein feines Wochenende!

09 November 2016

07 November 2016

Möhrchen - die ersten zwei Wochen

Manch einer mag nur instinktgesteuerte Lebewesen in Tieren sehen...


Vor genau zwei Wochen haben wir Kater Möhrchen bei uns aufgenommen. Als er zu uns kam, schien er unberechenbar. Eine Bißwunde, etliche Kratzwunden und zerfetzte Ärmel von Oberteilen zeugen davon. Schnell fressen und weg... das schien das oberste Gebot der ersten Tage bei uns zu sein. 

Es dauerte nicht lange, und er blieb zu unserer Überraschung über Nacht. Wir haben uns oft in seiner Nähe aufgehalten, haben ihn versorgt und ansonsten in Ruhe gelassen. Wie ängstlich er war, hat man daran gemerkt, daß er nur sehr scheu und zögerlich die untere Etage erkundet hat. Nachts schlief er unten im Wohnzimmer auf dem Sofa, das Katzenklo hatte er nach interessiertem Beäugen auch irgendwann angenommen. 


Nachts haben wir die Flurtür offen gelassen... und siehe da... eines morgens gab es das erste zaghafte Kratzen an der Schlafzimmertür. Und nach dem Öffnen der Tür heftige Zuneigungsbekundungen bis zum Umfallen.


Die Söhne wollten zu Anfang wissen, ob er "böse" sei. Inzwischen haben auch sie ihn kennen gelernt und wissen, daß er seine ganz eigene Persönlichkeit und mit Sicherheit auch eine Seele hat. Die Wandlung, die er binnen dieser vierzehn Tage hingelegt hat aus nächster Nähe zu sehen, ist für uns alle sehr bewegend. Es hat nicht lange gedauert, bis die Angriffe und die Fauchereien aufgehört haben. In diesen zwei Wochen sind wir uns fast so vorgekommen wie die Affenforscherin Jane Goodall. Wir haben Möhrchen kennen gelernt. Er hat tatsächlich begonnen, mit uns zu kommunizieren. Nach zwei Wochen ist uns, als sei er schon immer dagewesen. Oft denken wir an Mautz. Der Gang der beiden ist von vorne betrachtet identisch. Man muß sich wirklich zusammenreißen, um nicht in Tränen auszubrechen. "Mama, schade daß Mautz erst sterben mußte, damit Möhrchen zu uns kommen konnte..."


Wir genießen es alle sehr, daß wieder ein ganz besonderer Charakter mit uns lebt. Nur an das extrem laute Schnurren und die sehr stürmischen Liebesbekundungen müssen wir uns noch etwas gewöhnen. Möhrchen... möge er es noch lange lange gut haben bei uns.

06 November 2016

Pitti

"Mami, kannst du bitte Pitti malen?" Ich überlege kurz. 
"Wer ist Pitti?"
"Du weißt doch, das ist die Möwe, die ich damals gefüttert habe, als wir am Hafen ein Fischbrötchen gegessen haben. Die hat doch wegen all der anderen Möwen nichts abgekriegt. Und da habe ich sie gefüttert. Sie kam nachher ganz nahe an mich ran. Weißt du denn das nicht mehr?"(Tatsächlich kann ich mich später an die Möwe erinnern, nur daß sie vom Sohn einen Namen bekommen hatte, davon erfahre ich erst jetzt). 
"Ach weißt du, aus dem Gedächtnis kriege ich das nicht so gut hin. Ich bräuchte da eine Vorlage..."
"Ich weiß noch genau, daß wir Pitti fotografiert haben..."
Und tatsächlich..., als ich mein digitales Gedächtnis durchsichte, finden wir die Aufnahme - entstanden schon vor Monaten. (Beängstigend - sowohl das Gedächtnis des Kindes, als auch meines).
.
"Warum malst du denn Pitti nicht? Du kannst echt toll malen."
"Ja, weißt du, ich habe gerade schon zu tun. Außerdem mag ich das, dir über die Schulter zu schauen. Dann sieht man immer so schön, wie das Bild sich entwickelt..."

Aha! So so ;-)... Widerstand zwecklos. Und da ich gerade nichts zu tun hatte ;-)..., habe ich dann Pitti gemalt.


"Pitti"
38x46 cm
Acryl auf gebrauchsfertigem Leinwandpapier

04 November 2016

Plötzlich Herbst

 

Als ich ins Haus ging, waren noch alle Blätter am Baum. Minuten später als ich das Haus wieder verlassen mußte, lagen sie alle unten. So verhalten sich vielleicht nur Bäume, die eigentlich in den Süden gehören und nun in Norddeutschland leben müssen.

02 November 2016

Leichter leben

Es gibt immer wieder Phasen, in denen ich versuche, unser Haus leerer zu bekommen. Aus mir wird wohl nie ein Sammler werden, was ich auch zu keinem Zeitpunkt in meinem Leben erstrebenswert fand. Je älter ich aber werde, umso mehr versuche ich nicht nur zu reduzieren, sondern nur noch mit Bedacht erst anzuschaffen: Dinge, die wirklich im Alltäglichen gebraucht werden. Mein Traum ist es, irgendwann nur noch von Dingen umgeben zu sein, die tatsächlich und wirklich zum Einsatz kommen und nicht nur Raum belegen, in irgendwelchen Kellerräumen vor sich hinstauben. 

Als Mautz starb, habe ich hier Tabularasa gemacht. Ich habe mich rigoros auch von teuren Dingen getrennt, die ich nie mehr getragen hätte. Mit frohem Herzen habe ich sie an Menschen verschenkt, die sich die Dinge nie selbst hätten leisten können. Ich habe mich unendlich glücklich und befreit gefühlt. Was für eine Wohltat!


Bei meinem wilden Durchsichten habe ich ein Holzbrett gefunden. Auf Holz habe ich noch nie gemalt. 

 

Ich bin dabei, es zu grundieren. Mal sehen, wie es sich darauf malen läßt. Bin gespannt. Zuvor müssen aber noch einige Lagen drauf.   

01 November 2016

Friedhöfe und ich - einige Fakten

Angeregt duch sie kommen hier einige Gedanken dazu. 

1. Als Kind führte mich mein Schulweg an einem Friedhof vorbei - später durch ihn hindurch. Ich genoß diese Minuten unendlich und trödelte mit Leidenschaft.

2. Friedhöfe sind für mich mystische Orte der Ruhe und des Friedens.

3. Bis ich nach Deutschland kam, kannte ich keine Friedhöfe.

4. Das erste mal auf einem Friedhof, dachte ich, ich sei im Paradies gelandet: Vogelzwitschern, alter Baumbestand, gepflegte Gräber mit Denkmälern. Ich war sehr irritiert.

5. Viele Jahre habe ich immer wieder Friedhöfe besucht, um dort spazieren zu gehen und zu fotografieren.

6. Ich mag keine anonymen Friedhöfe.

7. Das Grab meiner Mutter ist tausende von Kilometern entfernt. Ich war erst zwei Mal da.

8. Zu wissen, daß meine Eltern irgendwann Seite an Seite begraben sein werden, so wie sie es sich gewünscht hatten, tröstet mich irgendwie.

9.  Ich persönlich möchte nicht auf einem Friedhof beerdigt werden.

10. Mein Wunsch ist es, verbrannt zu werden und meine Asche an einem sehr stürmischen Tag in alle Winde verstreuen zu lassen - ich war schon immer freiheitsliebend. Auch wenn das so nicht überall erlaubt ist, ist es eine schöne Vorstellung für mich, wenn meine Nachkommen das bewerkstelligen könnten.