31 Oktober 2016

Breaking News

I love Garlic, Knoblauch, Sarmisak..., aber sowas von. Wenn in unserer Küche Knoblauch zum Einsatz kommt, dann nicht als Zehen, sondern als Knollen. 

Ernährungswissenschaftler sind sich einig, daß die Knolle äußerst gesund ist. Der Inhaltsstoff Allicin bekämpft Bakterien und Viren, verringert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und so manches Mahl kommt erst richtig zur Geltung durch den Einsatz von einer ordentlichen Portion Knoblauch. 

Das alles ist wunderbar, wenn die Ernüchterung nicht sofort nach dem Knoblauch-Mahl käme: die Knoblauchfahne. Bisher haben wir immer penibel darauf geachtet, daß wir Knoblauch-Exzesse lediglich am Wochenende miteinander genossen haben. Die Fliegen konnten dabei ruhig tot von der Decke fallen, aber gesellschaftsfähig wollten wir dennoch bleiben und nicht unnötig unsere Mitmenschen quälen. Mindestens einen Tag lang scheidet man nicht nur unangenehme Gerüche aus dem Mund aus, sondern diese werden auch über die Haut und die Lunge ausgeschieden. Das kann einem den Genuß wahrlich verleiden.


Nun aber scheint es endlich eine Lösung zu geben: Die Bremer Roman Will (30) und Jan Plewinski (30) haben das Getränk „Papa Türk“ entwickelt, das den unangenehmen Mundgeruch nach dem Genuss eines Döners z.B. „mit allem“ verschwinden lässt – binnen einer Stunde. Im Dienste der Wissenschaft war ich mir für nix zu schade, und habe nach einem gestrigen Knoblauch-Exzess mit meiner Familie, die seit kurzem auf dem Markt erhältlichen Geschmacksrichtungen getestet. Ich sage nur: Heute ist Zahnarzt-Termin ;-). Bei unserem Knoblauchverbrauch versagen alle bekannten Hausmittelchen. Die vorhandenen drei Geschmacksrichtungen des Getränks sind Geschmackssache. Ein Sohn war begeistert von Papa Shisha - wer auf flüssige Gummibärchen steht, ist damit wohl glücklich zu machen. Ich war es nicht. Papa Kola habe ich nicht probiert, aber Papa Türk mit dem limettig minzigem Geschmack war durchaus annehmbar für mich. Ich habe die Hälfte von 330ml getrunken. Und was soll ich sagen: es funktioniert! Wie gesagt: dem heutigen Zahnarzttermin sehe ich gelassen entgegen. Das Geheimnis hinter dem ganzen ist das Chlorophyll. So viele Kräuter kann man gar nicht kauen, wie man in unserem Fall müßte, um den Dünsten zu entkommen.

Leider gibt es einen Wermutstropfen: in einem 330ml-Getränk steckt unverantwortlich viel Zucker, und das geht aus meiner Sicht gar nicht. Ab jetzt werde ich zwar immer einige Fläschchen im Hause haben - quasi für den Notfall, aber im nächsten Jahr, wenn die Kräuter in unserem Beet sprießen, werde ich versuchen, eine Art grünen Kräuter-Smoothie zu kreieren.

Mögt ihr Knoblauch? Und wenn ja: wie habt ihr den Genuß bisher gehandhabt?

Ich wünsche euch allen einen schönen Wochenstart! 

30 Oktober 2016

Woran man merkt, daß die Kinder älter werden...


Wenn es plötzlich ganz still wird im Haus, und sich bald darauf überall köstlicher Kuchenduft breit macht... und irgendwann bekommt man unaufgefordert eine Einladung zur gedeckten Kaffeetafel.


"Nach welchem Rezept hast du den Apfelkuchen gebacken?"

"Nach gar keinem. Ich habe einfach alles genommen, wo ich dachte, das paßt da rein. So wie du das auch immer machst..."

Ähem... vielleicht stecke ich dem Kind mal irgendwann, daß es viel Erfahrung braucht, bis man soweit ist, locker aus dem Handgelenk und Vorhandenem kochen, evtl. backen zu können...

29 Oktober 2016

Post für mich!

 


gewünschte Ölfarben (und mehr) im Austausch gegen 

Lieber Mond!

Was soll ich sagen, ich bin ein weiteres Mal überwältigt von deiner anerkennenden Großzügigkeit. Das würde gewiß nicht jeder so handhaben.

Ganz ganz herzlichen Dank! You made my day... 

Mein Wochenende beginnt ganz wunderbar. Habt es alle mindestens so fein wie ich.

28 Oktober 2016

Dieser Moment

Habt ihr den Plumser von meinem Herzen gehört?! Uff... alles ist überstanden. Wir haben einen noch recht benommenen Kater hier, der versucht mit wackeligen Schritten rumzulaufen. Ich lasse ihn auch. Hier passiert ihm nichts, und so verstoffwechselt er die Narkose etwas schneller.


Gestern noch war ich so angespannt, weil ich nicht wußte, ob wir ihn ins Haus bekommen, und ob er überhaupt über Nacht bleibt. Irgendwann sah ich ihn auf einem Baustellensandhaufen und rief nach ihm. Erst spitzte er die Ohren, schaute... und rannte geradewegs auf uns zu. Oh, ich kann euch nicht sagen, was für ein bewegender Moment das war. Und überraschend ist er auch über Nacht geblieben - ohne irgendeinen Terror. Nur heute Vormittag wurde es schwierig, weil er Hunger hatte und raus wollte. Lediglich trinken durfte er. Irgendwann gab er auf, legte sich hin und schlief noch einige Stunden. Ihn in der Tierarztpraxis abzugeben... das war auch so ein Moment. Kaum leichter, als wenn man sein Kind an der OP-Pforte in vertrauensvolle Hände übergibt.

Aber jetzt ist es geschafft, und Möhrchen muß nur noch fitter werden. Wir freuen uns alle total über ihn und sind auch wie ihr der Ansicht, daß es für uns alle hätte nicht besser kommen können. Danke allen für's Daumendrücken!

26 Oktober 2016

Dies und das

Noch haben wir Ferien, obwohl es trotzdem immer wieder lästige Termine gibt. Ab und an aber gibt es großzügige Zeitfenster, die ich für Farbexperimente nutze.
 
 
Oft genug sehe ich dann schon nach kurzer Zeit so aus ;-)...


Für solche Häkelnetze war auch Zeit. 
 
 
Ich bin diese feinen Tütchen in den Obstabteilungen leid, die regelmäßig reißen. 
 
 
 
 

Dieses Model bietet sich für Baguettes an ;-)

Den Kater habe ich gestern nur aus weiter Ferne gesehen. Heute hat er sich noch gar nicht blicken lassen. Momentan sind wir nicht mehr als eine weitere Futterquelle für ihn, also noch lange kein Zuhause. Morgen werde ich ihn erstmals drin halten müssen, damit er am Freitag nüchtern um 14.30 Uhr in die Tieraztpraxis kommt. Ich bin deswegen schon etwas angespannt. Ich hoffe nur nicht, daß er während der Autofahrt so komplett ausrastet, wie es sein Bruder immer tat. Daumen drücken können wir gut gebrauchen.

24 Oktober 2016

Ganz anders

Der eine war ganz sanft, voller Vertrauen. Der andere ist eine wahre Kratzbürste, widerspenstig, voller Mißtrauen, ein Haudegen - er kratzt, beißt und faucht ganz unvermittelt. Der eine war heller, der andere ist dunkler. Bei dem einen waren die ersten 1,5 Jahre seines Lebens schlimm. Bei dem anderen sein ganzes bisheriges Leben. Der eine war irgendwann ganz folgsam, treu auf seine ureigenste Weise. Den anderen kümmert es gar nicht, wenn man ihn ruft. Mit dem einen konnte man sich unterhalten wie mit einem menschlichen Wesen. Den anderen müssen wir erst kennen lernen, bis es auch da irgendwann so weit sein wird. Der eine war perfekt gebaut, eine unglaubliche Augenweide. Der andere war bis vor kurzem total runtergekommen, ein zerzaustes, ausgemergeltes Elend auf vier Beinen. Der eine war von uns gewollt, als ihn seine Erstbesitzer nach 1,5 Jahren plötzlich in ein Tierheim geben wollten. Ihn zu nehmen hat uns unglaublich schöne zweieinhalb Jahre mit ihm beschert. Den anderen behielten sie, wenngleich er sich meist selbst und seinem Schicksal überlassen war. Sie haben sich einfach nicht gekümmert und keinen Hehl daraus gemacht, daß sie ihn doch lieber heute als morgen liebend gern los wären. 

Der eine ist der Bruder vom anderen.

Den einen mußten wir vor kurzem begraben. Er fehlt so sehr.

Den anderen haben wir nun zu uns genommen.



Seit heute gehört er uns.



Sein neuer Name ist "Möhrchen" von "der Mohr", abgeleitet aus dem lat. "Maurus" gleich schwarz, dunkel
Dieser unverkennbare Blick ist Beiden gemein. 


Am Freitag wird er mit viereinhalb Jahren endlich kastriert und medizinisch rundum versorgt werden. 

Nie hätte ich gedacht, daß wir erneut auf so kuriose Weise zu einem Kater kommen würden. Nie werde ich begreifen, wie man so mit Tieren umgehen kann.

Er wird es sehr gut haben bei uns. Den einen haben wir über alles geliebt - den anderen werden wir ganz genau so in unsere Herzen schließen. Das ist sicher. Vielleicht mußte alles so kommen, wie es gekommen ist...

22 Oktober 2016

Mützenwetter

Woran man merkt, daß der Herbst nun auch bei uns angekommen ist: man kann die letzten Mücken mit der bloßen Hand fangen. Die Mützen sind schon vor einigen Jahren entstanden. Ich habe sie nur nie gezeigt. Die eine war schnell verschollen, die andere gibt es noch. 



Eine weitere Mütze war ewig lange auf den Nadeln. Vor kurzem erst wurde sie beendet. Die zeige ich dann mal, wenn ich es geschafft habe, ein Tragebild zu machen. Alle Mützen sind doppelt gestrickt und von beiden Seiten tragbar.

Es wird frisch. Ich gehe mir mal ein Süppchen kochen. Habt alle ein feines Wochenende.

21 Oktober 2016

Tobi

Es war im Sommer diesen Jahres, als wir einen unserer wunderschönen Schlauchboot-Ostsee-Tage auf dem Meer verbrachten. Der struwellige Hund war auch da. Irgendein Mischmasch, wie uns später sein Frauchen verriet. Seit Jahren hegen wir den Wunsch nach einem Hund - mal mehr, mal weniger. Eine ganz genaue Vorstellung gab es nie: von groß bis klein war alles denkbar. Aber im Hinblick auf Kater Mautz sollte es schon ein Welpe sein, damit sie sich besser aneinander gewöhnen konnten. So weit ist es dann ja leider nicht mehr gekommen. 

Jede sich uns bietende Gelegenheit haben wir in den letzten Jahren genutzt, um uns über die unterschiedlichsten Hunderassen zu informieren. Wir haben uns mit Hundehaltern unterhalten, uns in Internetforen herumgetrieben und alle möglichen Bücher zum Thema gewälzt ... und tatsächlich gibt es eine Hunderasse, die es uns in erster Linie seines Wesens wegen angetan hat. Er gilt mitunter als sehr eigensinnig, was ich durchaus sympathisch finde. Ein Hund, der nicht darauf aus ist, gefallen zu wollen, seinen eigenen Kopf hat. Einer, dessen man sich als Hundehalter würdig erweisen und dessen Gunst man gewinnen muß. Wir finden, daß er hervorragend gut in unsere Familie passen würde. Wie die Faust aufs Auge quasi - denn hier tut auch noch lange nicht jeder das, was er sollte ;-). Aber dazu vielleicht ein anderes mal mehr. Denn eigentlich wollte ich ja eine ganz andere Geschichte erzählen. Die von Tobi nämlich.


"Tobi"
18x24 
Öl auf Leinwandkarton 
 
Tobi ist neuneinhalb Jahre alt. Sechs davon hat er in einem Zwinger verbracht. Er stammt aus der ausländischen Tierrettung. In einem deutschen Tierheim hat ihn sein heutiges Frauchen kennen gelernt. Sie hat ihn ab und an dort abgeholt und ist mit ihm Gassi gegangen. Irgendwann war klar, daß es zwischen ihnen Liebe war, und sie nahm ihn dann endgültig zu sich. An diesem Nachmittag habe ich Tobi ganz genau beobachtet. Wie er entspannt am Steg herumschlenderte, sein Frauchen aber nie wirklich aus den Augen lassend. 

Irgendwann fragte das Frauchen Sohn1, ob sie eine kleine Runde mit ihm im Schlauchboot fahren dürfte. Der Sohn gab den Kapitän, und sie fuhren eine kleine Runde. Was dann passierte, hat mich sehr bewegt: Tobi war außer sich. Völlig panisch lief er am Steg hin- und her, während das Schlauchboot sich entfernte. Es hat nicht viel gefehlt, und er wäre gewiß ins Wasser gesprungen. Der Sohn drehte wieder ab und lenkte das Boot an den Steg. Als er sein Frauchen wieder hatte, war Tobi außer sich. Einerseits war ihm die Erleichterung anzumerken, andererseits hat er sie mit seiner Schnauze traktiert und sie immer wieder angeknurrt. Irgendwann, als er wieder bei Sinnen war, haben wir ihn ganz doll geknuddelt. Was für ein feiner Kerl, der Tobi. 

Auch wenn das Thema Hund aus gesundheitlichen Gründen erst mal in weite Ferne gerückt ist, schaue ich seither online hier in den umliegenden Tierheimen nach. Vielleicht zieht hier irgendwann mal ein Hund ein. Vielleicht eine Katze. Vielleicht auch nichts von alledem. Alles ist möglich. Wir lassen uns überraschen.

20 Oktober 2016

Mit Geduld und Spucke

Mit Geduld und Spucke wurde nichts daraus: die Hortensien, die eine Freundin vor acht Jahren entsorgen wollte, weil sie nur vor sich hinkümmerten, nahm ich bereitwillig mit und transportierte sie im Wagen hoffnungsfroh durch mehrere Bundesländer in den Norden. Mal befanden sie sich dann in der unmittelbaren Gartenerde, mal hoffte ich sie besser versorgen zu können in großen Töpfen. Sie bekamen Wasser, Dünger, beste Erde... nichts geschah. Die Pflanzen kümmerten nach wie vor vor sich hin. Ich las alles mögliche zu Hortensien und begriff einfach nicht, warum diese sich so schwer taten, zu wachsen und zu gedeihen. Es blieb dabei. Dennoch brachte ich es einfach nicht übers Herz sie zu entsorgen.


Im Frühjahr diesen Jahres griff ich im Vorrübergehen nach einem Sack Hortensiendünger im Baumarkt, verteilte das bei den diversen Hortensien in unserem Garten... und dann sah ich nur noch verwundert zu, wie die ganze Pracht förmlich explodierte. 


Nach ziemlich genau acht Jahren blüht sie nun zwischen ihrem kraftstrotzend grünem Laub. Ist sie nicht schön?! Ich bin so begeistert. 

19 Oktober 2016

In eigener Sache...

Ihr Lieben,
nach diesem Post mehrten sich die Anfragen nach dem Schnittmuster. Ein oder zwei Schnittmuster zu versenden stellt keine größere Hürde dar, aber wenn's mehr werden... habe ich keine große Lust dazu. Der lieben Lilo schrieb ich das auch, wobei ich noch folgende Angaben machte: 

"Fast habe ich es befürchtet, daß nun alle den Schnitt haben wollen. Aber vielleicht hilft das erst mal, denn ich habe ein visuell sehr gutes Gedächtnis: Das Cover hatte einen dunklen Hinetrgrund, auf dem eine brünette Schönheit etwas dunkles mit einem bunten Halsschmuck trug. Der Schnitt befand sich auf der linken Seite direkt am Anfang des Heftes. Irgendwas in geringelt mit Brusttasche. Das Heft müßte irgendwann aus dem Jahr 2013 sein. Mehr weiß ich dann leider auch nicht. Vielleicht hilft das ja schon. Meine Mailadresse sieht man, wenn man auf "Pünktchen" neben meinem Profil-Bild klickt. Unter dem Bild, unter Kontakt sieht man es dann. Ich hoffe, daß das möglicherweise weiter hilft. Liebe Grüße."


Frau Amselgesang hat nach dieser Erklärung bereits das richtige Heft ausfindig gemacht. (Man hört mich erleichtert seufzen). 

Das ist das richtige Ottobre-Heft. Und wenn ich nicht ganz blind bin, dann ist das erste Model oben links auch das Shirt, worum es sich handelt. Das gibt es einige Seiten weiter auch als verlängertes Model. Ich hoffe, ich konnte mit Frau Amselgesangs Unterstützung weiter helfen.

Ran an die Maschinen! Möge es auch zu einem eurer Lieblings-Schnitte werden.

18 Oktober 2016

In Liebe

Wenn der Termin in der Radiologie endlich wahrgenommen werden kann - wenn auch zur nachtschlafenden Zeit, und die kleinen Herren von sich aus unbedingt darauf bestehen, in den Ferien extrem früh aufzustehen, um die Mama dorthin zu begleiten, dann... dann berührt mich das ganz tief in meinem Herzen.

15 Oktober 2016

"Kind, iß mehr Gemüse!"

"Kind, iß mehr Gemüse!" Das hätte mir in meiner Kindheit und Jugend niemand sagen müssen. Ich liebe Gemüse sehr - in jeder denkbaren Zubereitungsart. Was in unserer Küche neben vielen anderen Gemüsesorten niemals fehlt sind Tomaten. Die liebe insbesondere ich sehr. Würde ich unseren Konsum durch selbst Angebautes deckeln wollen, müßte unser halber Garten mit Tomaten bepflanzt werden - und vermutlich würde das noch nicht einmal ansatzweise reichen. Trotzdem gibt es fast jedes Jahr ein, zwei Pflänzchen, die ich bereits vorgezogen mitnehme und sie in große Töpfe setze. Das Naschen vom Strauch hat eine unbezahlbare Qualität.

 

Auch dieses Jahr hatte ich zwei Sorten mitgenommen. Die kleinen Tomätchen von beiden Sorten waren schmackhaft. Aber eine der beiden Sorten war extrem lecker. So ein intensives Tomatenaroma hatte ich bislang selten. Daher mache ich auch gerne Werbung dafür, damit auch andere Tomatenliebhaber auf ihre Kosten kommen.

Die veredelte Pflaumen-Cherry-Tomate 'Dasher' F1 ist sehr knackig und süß. Das Naschen jeder einzelnen Frucht ist ein Genuß. In einen Salat haben es die Tomaten dieser Sorte bei uns nicht geschafft. Wir haben sie direkt vom Strauch weggeschnascht. 

Welches Gemüse hat es euch ganz besonders angetan? 

Mit oder ohne Tomaten - habt ein feines Wochenende! 

11 Oktober 2016

Ein-Schnitt-Wunder

Die Geburtstage liegen hinter uns, das jüngste Kind ist längst von seiner ersten Klassenfahrt zur Nordseeinsel zurück gekehrt, wo auch der große Bruder vor zwei Jahren schon war - wenn auch schwerst erkältet. Da mußte ich mich intensiv kümmern, und nun ist zum Glück alles wieder gut. Sohn1 erinnerte sich an den netten Koch des Landschulheims, der sich immer auch etwas Zeit für die Kinder dort nahm und so wurde dieser auch nach zwei Jahren noch mit einem längeren, persönlichen Brief bedacht, der wohl nicht nur mich sehr berührt hat. Die Lehrerin teilte mir mit, wie sehr der Koch mit den Tränen gerungen hätte, die Crew sei hocherfreut gewesen, und der Brief würde nun gut sichtbar für alle auf dem Weg zur Küche hängen. Ja, die Söhne sind sehr wertschätzend, und überraschen auch uns immer wieder damit.


Die Zeit der Geburtstage liegen mittlerweile hinter uns - wir sind nun alle ein Jahr älter. Welch ein Glück!


Seit langem liegt meine letzte Stoffausbeute aus dem gut sortierten Stoffgeschäft der Stadt herum, aber immer war irgendwas, und ich kam einfach nicht zum Nähen. Nun endlich sind wieder vier Oberteile entstanden - immer nach dem gleichen Schnitt, den ich bestimmt schon ein Dutzend mal hergestellt habe.

 

Irgendwie ist das ein sehr schöner Schnitt, schlicht, so wie ich es mag. Bisher habe ich noch nichts gefunden, was ich sonst noch auf Anhieb toll fand. 

07 Oktober 2016

Das Leben geht weiter

Ein Monat ist es schon her, daß Mautz nicht mehr unter uns weilt. An seinem Grab brennen Lichter ohne Unterlaß. Es ist uns schwer gefallen, seine Sachen wegzuräumen: Decken, Bürste, Freßnapf, Trinkschale, Katzenklo... (Seine Medikamente durfte ich der Tierarztpraxis zurück geben). Erst vor kurzem haben wir alles gereinigt und verräumt. 
 
 
Während andere um Vater, Mutter und andere nahe Angehörige trauern, trauern wir um unseren treuen Weggefährten. Er fehlt so sehr. Es gibt immer wieder diese Momente, in denen man erschrickt, weil man immer noch denkt, daß er gleich um die Ecke kommen wird. Oder mitten zur nachtschlafenden Zeit wach wird, weil man ihn jahrelang genau zu dieser Zeit erstmals rausgelassen hatte. Man sich wundert, daß man morgens nicht mit stürmischen Liebesbekundungen begrüßt wird. Man sich beim Einkaufen vor dem Regal mit der Tiernahrung wieder findet. Man sich immer wieder dabei ertappt, daß man spät am Abend noch auf seine Rückkehr wartet... 
 
 
Mein Cousin würde mich vermutlich auslachen. "Ihr seid doch alle verrückt", sagte er mir mal vor vielen Jahren. "Was treibt ihr nur für einen Kult mit den Toten. Diese ständigen Gänge auf den Friedhof, Grabpflege... Wenn ich mal sterbe, sollte das keiner bei mir tun müssen. Seid zu meinen Lebzeiten nett zu mir, dann müßt ihr nicht euer schlechtes Gewissen beruhigen, wenn ich mal nicht mehr bin."
 
Was würde er wohl jetzt denken über uns, die wir in Trauer sind wegen eines Katers?! Vermutlich würde er nur verständnislos den Kopf schütteln.
 
Wir sind froh, daß es ein Grab gibt, an das wir treten können, und uns ihm nahe fühlen können. Wenn man auch nichts mehr für das Tier selbst tun kann, durchlebt man dankbar liebevolle Gedanken an ihn. 
 
Lucy, die schon sehr betagte Nachbarskatze, mit der Mäutz gelegentlich mal bei uns im hinteren Garten unter dem schattenspendenden Bambus abhing, kam und hat lange an seinen typischen Lieblingsplätzen Ausschau nach ihm gehalten. Sie hat ihn gesucht. Da bin ich mir ganz sicher. Auch sein Bruder, mit dem er sich oft geprügelt hat,  ist irritiert. Da fehlt einer - nicht nur uns...

05 Oktober 2016

"Mami, können wir was mit Farben machen?"

Die obere Etage ist quasi unser Kreativbereich. Dort befinden sich Farben, Pinsel, Papiere, Pappen, Stoffe, Hölzer, Stifte, Leinwände, Klebstoff, Scheren, unterschiedlichste Werkmaterialien - alles, was das Herz begehrt. Die kleinen Herren haben zu jeder Zeit Zugang dazu und können sich ungefragt daran bedienen. Dennoch wird ab und an gewünscht, daß ich "mit experimentiere" und neue Techniken zeige. Nichts lieber als das.


Sohn2 mußte sich in Geduld üben, bis er nun endlich an die reifen Äpfel darf. Diverse Bäumchen haben reichlich knackig, saftige Äpfel in Hülle und Fülle für die nächste Zeit reifen lassen. Für ihn war schnell klar, daß auf seinem Bild ein Apfel sein sollte.


Schnell waren Acrylfarben rausgesucht.


Der Föhn ließ schnellere Arbeitsgänge zu.


Zufällige, wie auch gewollte Farbaufträge ergaben interessante Muster.




Es wurde gekratzt, geschabt mit Spiritus gesprenkelt...


Sohn1 fing dann alsbald auch an, sein Blatt zu gestalten.


 Auch hier wurde gemacht und getan.

Die Resultate könnt ihr nun sehen:



Die Bilder strahlen regelrecht. Ich finde sie wunderschön. Wir hatten sehr viel Freude daran, miteinander neue Maltechniken auszuprobieren. 

Muten die Bilder nicht wunderbar herbstlich an?!