30 September 2016

Mit Liebe bedacht

 
  
Ich bin in der glücklichen Lage, daß ich mir das meiste, was mein Herz begehrt käuflich erwerben kann. Was mein Herz aber wirklich höher schlagen läßt ist, wenn sich jemand Gedanken gemacht hat und mich mit etwas selbst Gemachtem beglückt. Leider kommt das nur selten vor. Meist bekomme ich solche Dinge von den kleinen Herren und freue mich sehr darüber. Meine Mam und auch mein Vater waren fleißige Selbermacher, und ich liebte alles, was ich von ihnen bekam. Die meisten dieser Dinge habe ich aus Kindertagen bis zum Erwachsenenalter hinübergerettet. Leider lebt meine Mutter schon lange nicht mehr, und auch mein lieber Vater ist nicht mehr in der Lage zu solchem Tun.


Umso mehr freute ich mich gestern über Überraschungspost.


Etwas hellhörig wurde ich ja schon, als nach meiner Adresse gefragt wurde. Dann entdeckte ich das auf ihrem Blog, und wußte sofort, welches der Täschchen für mich gedacht war. Warum? Darum! (Im Übrigen wußte ich auch sofort, an wen das andere Täschchen gehen würde). Das hat meine Freude aber nicht im Geringsten gemindert.


Und gestern kam es an. Die neugierigen Söhne fischten es aus dem Briefkasten und brachten es mir. "Mama, von wem ist das? Kennst du sie? Hast du sie in echt schon mal getroffen?  Hast du uns nicht immer gesagt, daß es gefährlich ist, im Internet seine Adresse etc. preiszugeben?", etc. Das hat man nun davon ;-). Gespräche, Gespräche... Es wird nicht langweilig hier.

 

Gemeinsam wurde das gute Stück in Augenschein genommen, von Innen nach Außen gewendet und für "Echt schön!" befunden. "Das hat sie selber gemacht?? Bist du sicher? Das ist aber hübsch mit der Blüte vorne drauf. Das sieht aus wie gekauft..." Die kleinen Herren schauten ungläubig. "Die kann aber was!" 

Tja, liebe Astrid, daß du nicht nur toll nähen kannst, steht außer Frage. Wer deinen Blog kennt, weiß um deine vielfältigen Interessen und Begabungen.  Und daß nun auch ich in den Genuß deiner Nähkunst gekommen bin, das freut mich außerordentlich. Ich danke dir und drück dich mit einem dicken Knutsch aus dem hohen Norden. Obwohl... macht man das so mit Leuten, die man nur aus dem internet kennt?! Herrje, die kleinen Herren werden mich ganz schön in die Mangel nehmen. Es besteht Erklärungsbedarf ;-)...

29 September 2016

Ein Jahr danach...

Sätze, die ich nach dem Wechsel auf die weiterführende Schule des Sohnes aus so manchem Mund aufgeschnappt habe:

Eine Mutter zur anderen: "Larifari wie auf der Grundschule ist jetzt vorbei. Wir sind jetzt auf dem Gymnasium!"

Schüler: "Ich bin total enttäuscht vom Gymnasium. Ich dachte alle Bekloppten wären auf der Hauptschule..."

Eine Lehrerin: "Trotz Kriegstraumata zählen die Kinder aus Syrien zu den Ausgeglicheneren. Die spielen den ganzen Tag noch draußen miteinander. Unsere Kinder bekommt man doch kaum noch vor die Türe."

Schüler: "Schule könnte schon auch Spaß machen, wenn diese stressigen Schüler nur nicht wären."

Busfahrer, Herr F.: "Die Buslinie ... zählt unter uns Busfahrern zu den gefürchteten Linien. Es gibt immer wieder hochgradig aggressive Kinder, die anderen körperlich schwer zusetzen. Über diese Aggressivität kann man nur verwundert sein. Die würde man eher bei Kindern aus den Ballungszentren der Großstädte erwarten, denn aus diesen ländlichen Gebieten hier."

Lehrer: "Manchmal haben wir mehr mit den Anwälten, als mit den Eltern selbst zu tun."

Schüler: "Mein Vater hat gesagt, daß es in der Wirtschaft hart zugeht. Da ist es gut, wenn man schon in der Schule darauf vorbereitet wird."

Eine Freundin mit zwei Söhnen, wovon der eine mit Bravour gerade sein Studium abgeschlossen hat, der andere noch zwei Jahre bis zum Abitur vor sich hat: "Mit meinem heutigen Wissen von Schule, würde ich nie wieder Kinder bekommen."

Schüler, verzweifelt weinend: "Mann, meine Mutter bringt mich um. Das ist schon die zweite 5. Die rastet doch bei einer 4 schon aus..."

Mitschüler: "Von meinen Eltern habe ich ein Punching-ball an meiner Zimmerdecke angebracht bekommen. Da kann ich drauf einschlagen, um meine Aggressionen loszuwerden."

Eine Mutter regt sich über die Maßen auf: "Er hatte immer eine 1 in Sport. Jetzt hat er eine 2. Das ist nicht zu verstehen." (Im letzten Halbjahreszeugnis gab es eine 3. Man möchte sich nicht vorstellen, was da losgewesen sein mag zu Hause...)

Schüler: "Ich habe Angst, eine schlechte Note zu schreiben. Die halbe Klasse heult schon bei einer drei..."

Psychologe: "Von allen Fachärzten sind die Kinder- und Jugendpsychiater die meistgesuchten Bundesweit."

22 September 2016

Für die gute Laune

Ich bin gerade so unfaßbar wütend. Wütend bin ich, weil ich für Termine wochenlang und ununterbrochen am Telefon hängen muß, um den Hauch einer Chance zu haben, jemanden zu erwischen. Wenn dann der Jemand durch seine Inkompetenz dazu führt, daß OP-Termine  an meinen Knien so hätten gelegt werden können, daß sie statt in die Herbstferien, zig Wochen später in die Schulzeit fallen... dann ... dann... könnte ich...

Und weil das alles nichts bringt, und das Gesundheitssystem hier so desolat organisiert ist, wie es eben organisiert ist, ... greife ich zu Pinsel und Farbe, um mich abzulenken.


 

 

 


"Tante Börbör" 
18x24
Öl auf Leinwandkarton

Menschen mit Humor sind toll! Sie erhellen einem das Herz und das Gemüt. 

18 September 2016

Zwischen Ethik und Moral

Unser Leben ist gerade sehr langsam geworden.  Es wird sehr viel gekuschelt, Fragen gestellt, nachgedacht. 

"Mama, was würdest du tun, wenn...?" 

Manchmal habe ich mich gefühlt wie auf dem heißen Stuhl, habe mich dennoch ehrlich bemüht, Rede und Antwort zu stehen. Nicht immer einfach ist das.


Seit geraumer Zeit hat der Sohn Ethik-Unterricht in der Schule und ist mit Begeisterung dabei. Ich freue mich sehr, daß er einen so tollen Lehrer hat, der die Kinder mit hochinteressanten Fragestellungen zum Nachdenken bewegt. Umso bedauerlicher ist es, daß viele  das Fach Religion von vornherein abwählen, welches später auf dem Ethik-Unterricht aufbauen wird.

Im Alltag werden die Begriffe Ethik und Moral fast gleichgesetzt benutzt. In der Philosophie und Wissenschaft wird unterschieden. 

Moral bezeichnet die konkreten Verhaltensregeln, die unter uns Menschen gelten: Sie umfassen Normen, Gesetze, Vorschriften, warum und wie wir etwas machen. Daraus leiten wir ab, was moralisch erlaubt, oder moralisch verboten ist. Ethik ist quasi das Nachdenken über die Moral, die Begründung der Moral, das Analysieren und Philospohieren darüber. 

Im Ethik-Unterricht geht es darum zu verstehen, warum eine bestimmte Moral vernünftig, richtig und angebracht ist, warum wir uns so oder so verhalten sollen.  Hier denkt man über Moral nach, man bewertet und reflektiert es. Durch den Blick von Außen auf eine Sache will man heraus finden, welche Moral oder Verhaltensregeln die besten, und welche unsinnig sind. 

In unserer Familie ist ein Tier gestorben. Nicht irgendein Tier, sondern unser herzallerliebster Mautz, mit dem wir die letzten zweieinhalb Jahre unseres Lebens geteilt haben. Sein Tod hat uns schmerzhaft vor Augen geführt, wie sehr er Mittelpunkt unseres Lebens war. Und nicht nur das: sein Tod hat sehr viele Fragen aufgeworfen, über die Kinder in diesem Alter für gewöhnlich nicht nachdenken würden. Der Schmerz hat uns sehr empfindsam und durchlässig werden lassen.


Was passiert genau, wenn ein Tier eingeschläfert wird? 

Woher weiß man, daß das Tier nicht doch einen furchtbaren Todeskampf auszustehen hat, wenn zuerst all die Muskeln erschlaffen und erst nach und nach die Organe versagen? So kann man doch gar nicht wissen, wie es ihm in dieser Zeit wirklich geht. Belügt man sich da nicht selber?

Warum sagt man einschläfern, wenn das Tier getötet wird? Das ist doch viel zu nett für das, was da passiert.

Kann uns das auch passieren, daß irgendwer meint, uns einschläfern zu müssen?

Würdest du wollen, daß du eingeschläfert wirst, wenn du so unheilbar krank wärest? Wer entscheidet darüber?

Warum ist das Beenden von Menschenleben in einigen Ländern erlaubt und in anderen verboten? Warum gibt es so unterschiedliche Regeln?

Mautz haben wir geliebt. Was ist mit all den anderen Tieren? Zum Beispiel auch mit jenen, die man so selbstverständlich ißt? 

Nur ein kleiner Auszug ist das, was ich hier aufgeschrieben habe.  Es gab so viel mehr, aber das würde den Rahmen jetzt wirklich sprengen. Wir haben verhältnismäßig junge Kinder und man muß natürlich sehr behutsam auf all diese Fragen eingehen, um keine Ängste in ihnen herauf zu beschwören. Ich gebe zu, daß ich nicht auf alles eine umfassende Antwort habe. Hier und da kann ich nur für mich ganz persönlich sprechen. 

Wie sind eure Gedanken dazu? 

14 September 2016

Die Sehnsucht bleibt

Abschiede gehören zu unser aller Leben dazu. Die Trauer ist der stärkste Stress, den ein Mensch überhaupt erfahren kann. Umso mehr verwundert es, daß Trauernden meist nur eine kurze Zeit von der Gesellschaft zugestanden wird, und die Erwartung recht bald im Raum steht, daß man schon nach kurzer Zeit wieder einwandfrei zu funktionieren hat. Trauer sollte man den nötigen Raum geben, denn er hat eine große Bedeutung für die psychische Gesundheit.

Wir haben unser so inniglich geliebtes Raubtier verloren, und jeder von uns trauert auf seine ureigenste Weise. Unsere Kinder sind in einem Alter, wo sie wissen, daß jedes Leben endlich ist, und der Tod irgendwann alle Lebewesen ereilen wird. Es gibt ein liebevoll gestaltetes Grab, wo wir Mautzens Körper wissen. Die Jungs zünden am Abend Kerzen darauf an, arrangieren das Grab immer wieder neu. Zwischen all der Blumen bewachen eine selbst gestaltete Katzenfigur aus dem Vorjahr und ein Löwe aus Ton das Grab. 

Im Zusammenhang mit den Laborwerten und den klinischen Symptomen ist die Tierärztin zu der Schlußfolgerung gelangt, daß Mautz tatsächlich an FIP erkrankt war. Wenn es keine Hoffnung mehr auf Besserung oder Heilung gibt, kann der Tod durchaus eine Option sein. Auch wir mußten uns im Vorfeld damit auseinander setzen, ihn im Falle eines Falles zu "erlösen". Hierzu wäre die Ärztin zu uns nach Hause gekommen. Dazu ist es jedoch nicht mehr gekommen. Letztlich ist Mautz zu schwach gewesen, um noch weiter leben zu können. Er ist uns zuvor gekommen und ist gestorben. Auch wenn wir sehr traurig darüber sind, ihn auf der Auffahrt des Nachbargrundstücks bereits verstorben gefunden zu haben, so sind wir auch erleichtert, nicht diejenigen gewesen zu sein, die aktiv sein Ende einläuten mußten. Wer möchte schon gerne Richter über Leben oder Tod sein?!

Auffallend war sein immer wiederkehrender, massiver Wurmbefall. Vielleicht hat er nie einen umfassenden Immunschutz aufbauen können, weil er zu früh von der Mutter getrennt wurde, er nicht ausreichend Muttermilch abbekam. Es ist müßig darüber nachzudenken...

Wir fühlen uns erschöpft. Ruhe und Entspannung sind gerade sehr wichtig. Es ist, als sei die Luft aus einem prall gefüllten Ballon entwichen und hätte eine schlaffe Hülle hinterlassen. Was hilft sind Gespräche. Unsere Kinder wollten ganz genau wissen, was das für ein Virus in Mautzens Körper war, woher er ihn hatte, und was es mit ihm gemacht hat. Mir hilft es sehr, mich mit meinem Mann und anderen Menschen auszutauschen, die ebenfalls schon ein Tier betrauert haben.

Oft schauen wir uns seine Fotos und kleine Filmsequenzen an, nehmen das kleine Fellknäuel in die Hände und denken, was er doch nur für ein tolles Wesen hatte  und wie außergewöhnlich er war. Wir sind traurig, aber nicht verzweifelt. Die Dankbarkeit, daß er Teil unseres Lebens war und uns so in Freude und Liebe gehüllt hat, überwiegt. Die Sehnsucht nach ihm wird für immer bleiben.


Wir nehmen unseren Kummer ernst. Auch wenn es "nur" ein Vierbeiner war, der da gestorben ist, unsere Beziehungsqualität hatte nichts mit seiner Größe oder Art zu tun. Bevor ich Mautz begraben habe, haben wir seinen toten Körper in unseren Armen gehalten, ihn gestreichelt und auch ein allerletztes Mal gebürstet. Dieses kleine Fellknäuel bewahren wir ebenso wie all die "Weißt du noch...-Geschichten?" auf.


Wir hatten so viel Glück, daß er zu uns kam. Es war ein Segen, daß der Freudenspender uns hat seine Liebe und Zuneigung spüren lassen. So viele schöne Erlebnisse haben wir mit ihm sammeln dürfen. Er hat insbesondere die Jungs und mich die tiefe Liebe zu einem Tier gelehrt.  Ganz sicher wird hier irgendwann noch einmal ein Tier einziehen, wenn die Zeit dafür reif sein wird. Wir haben beschlossen, daß es hier weiterhin ab und an ein Foto von Mautz geben wird - manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Text.

Auch, wenn es für den ein oder anderen befremdlich wirken mag, gibt es ein Gedicht, an das ich seit seinem Tod unablässig denken muß. Das möchte ich hier mit allen teilen, die zur Zeit vielleicht auch ein wehes Herz haben.

Diese Leere

Wie leer ist es
da
wo etwas war
Wo was war?
Etwas
was nicht mehr da ist
Und ist es nicht mehr da?
Warum nicht?
und wirklich nicht?
Kann es nicht wieder da sein?
Darf es nicht wieder da sein?
Ist deshalb alles so leer?

Wie groß
muß gewesen sein
was da war
daß alles jetzt
wenn es vielleicht nicht da ist
oder vielleicht
nicht mehr da sein wird
so leer ist daß Leere in Leere
übergeht
oder untergeht
oder ruht?

Müßte Ruhe
nicht eigentlich anders sein
als das
was leer ist
und doch
kalt ist
obwohl das Leere
nicht kalt sein kann

als das
was leer ist
und doch
noch brennt
obwohl das Leere
nicht brennen kann

als das
was leer ist
und doch
den Hals zuschnürt
obwohl das Leere
den Hals nicht zuschnüren kann

Was ist es also?
Erich Fried


"Danke!", sagen wir allen, die ihre Anteilnahme hier und in mannigfaltiger Weise ausgedrückt und an unserer Trauer teilgenommen haben.

06 September 2016

Was bleibt...

Mein Herz, geliebter Mautz,


leider haben wir dir den Streß eines Tierarztbesuches am gestrigen Tag noch angetan. Leichte Narkose, Blutentnahme, das volle Programm. Dein Bauchraum war voller Flüssigkeit. Bald hätten wir erfahren, was dir so zugesetzt hat. Meine Familie hat bis zuletzt geglaubt, daß du es schaffst. Ich hingegen konnte nicht mehr aufhören zu weinen. 

Mit bleischwerem Herzen habe ich dich soeben in unserem Vorgarten begraben. An einem deiner Lieblingsplätze, aus denen du immer hervor kamst, wenn wir mit dem Wagen auf unser Grundstück vorfuhren. Nun bist du frei. Viel zu kurz war unsere gemeinsame Zeit. Aber sie war sehr intensiv und verdammt gut, wie sie war.

Du warst immer da Mautz. So gut wie nie war ich ohne dich, mein inniglich geliebter Schatten. Ich war überzeugt davon, du würdest mindestens achtzehn Jahre alt. Alt werden wollte ich mit dir. Wir zwei grauen Eminenzen, wir waren schon ein ganz besonderes Paar. Jetzt sind wir alle ohne dich. Das wird so schwer.

Ich weiß nicht, ob es ein Leben nach dem Tode gibt - die einen sagen so, die anderen sehen das rein wissenschaftlich. Aber einer Sache bin ich mir sicher: sollte es etwas in der Art tatsächlich geben, dann wirst du wie aus dem Nichts auftauchen und mir entgegen laufen, so, wie du das auch im wahren Leben getan hast. 

Es gibt so unendlich viele bezaubernde Erinnerungen an dich. Die werden wir für immer in unseren Herzen bewahren. 

04 September 2016

Ein Hoffnungsschimmer

 

Erst einmal bedanke ich mich ganz herzlich für Eure wohlwollenden Kommentare. Mir ist klar, daß das noch lange nicht jeder so wohlwollend sieht. Für manch einen ist es nahezu absurd, daß man so sehr mit (s)einem Tier mitleidet, daß man hofft und bangt. Für uns ist Mautz einem Familienmitglied gleich. Wir sorgen für ihn und lieben ihn seit über zweieinhalb Jahren. Ist er da, schlafen wir besser, fühlen uns vollständig und glücklich. Zu uns ist er sehr sanft, unser uns ständig begleitendes, geliebtes Raubtier. Würde ihm etwas zustoßen, entstünde hier eine große Leere. All die Wege und Handlungen, die liebevollen Gewohnheiten, die man miteinander Tag für Tag lebt... Das fiele mit einem Schlag weg.

So sieht Mautz derzeit aus. Der Bauch ist immens groß. Zum Fürchten sieht das aus. Obwohl er immer gefressen hat, kommt er mir seit gestern etwas energetischer vor.

 

Bei dieser Aufnahme dachte ich erst, sein Reißzahn würde aus dem Maul rausschauen. 

 

Aber sieht das nicht eher wie ein abgebissener Wurm aus?!

 

Seine verdreckte Unterseite habe ich erst gestern Nachmittag entdeckt.

 

Und schaut mal hier: sieht das nicht in der Nahaufnahme auch eher wie ein Wurm aus? Auch wenn das alles recht eklig ist, hoffen und beten wir, daß wir es mit Würmern zu tun haben. Als die Ärztin auch von der Möglichkeit der FIP-Krankheit sprach, sind hier Tränen geflossen. 

Immerhin hat er sich wieder ordentlich geputzt. Leider mag er gar nicht drinnen bleiben und kratzt so lange an der Tür, bis ihn einer raus läßt. Aber ab heute Nachmittag werde ich ihn doch drinnen behalten, damit man seine Ausscheidungen anschauen kann. Das gibt wertvolle Hinweise für den Tierarzt. Glaubt mir, ich habe mir noch nie so sehr gewünscht, daß er Würmer hat. Ich war nur skeptisch, weil er bislang immer die Bandwurmglieder über den After ausgeschieden hat. Aber wenn es denn Würmer sind, scheinen es dieses mal andere Würmer zu sein. Dann wird es am Donnerstag eine erneute Wurmspritze geben. So ein massiver Befall ist doch einfach unglaublich. 

Um auf andere Gedanken zu kommen, werde ich gleich mal ins Freibad gehen. Danach trinke ich einen Kaffee und werde bei Euch allen vorbeischauen. In den letzten Wochen habe ich lediglich ab und an auf meiner Seite nachgesehen, weil die Statistik so abnormal war. Irgendeine russische Seite hat ständig versucht auf meine Seite zuzugreifen. Merkwürdig alles. Bis später also... und Daumen drücken dürft ihr auch weiterhin.   Danke.

03 September 2016

Geliebter Mautz

Wundervolle Wochen sind ins Land gegangen, und es gäbe so manches zu erzählen - wenn da nicht die überbordende Sorge um unseren Kater wäre. Der Tierarzt war da, die Spritze gegen Würmer wurde verabreicht... aber da ist dieser fürchterlich dicke Bauch, als wäre er mit einem Dutzend Katzenbabys trächtig. Kommende Woche Donnerstag sollte ich der Tierarztpraxis ein Feedback geben, aber so lange werde ich nicht warten können. Wer ihn so sieht, bekommt Panik. Darmverschluß, FIP, oder sonst irgendwas...? Wir sind in größter Sorge um unser geliebtes Tier und müssen uns auch auf das Schlimmste gefaßt machen. Wer gute Gedanken für ihn hat, darf sie gerne übermitteln.