18 Dezember 2016

Ein letztes Mal

Ein allerletztes Mal war ich in dieser Woche zur Weihnachtsfeier in der Grundschule eingeladen. Neben einem beeindruckenden Programm, den die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen auf die Beine gestellt hatten, hat mich insbesondere das zum Abschluß im Klassenraum gesungene Lied sehr berührt. Geistesgegenwärtig habe ich auf den Aufnahmeknopf gedrückt. Dieses Lied (jedoch mit anderem Text) haben sie durch alle bisherigen Jahre ihrer Grundschulzeit hindurch gesungen. Es wird auch mir eine Erinnerung an diese besondere Zeit dort sein. Obwohl ich alles erdenkliche versucht habe, ist es mir nicht möglich, die Tonaufnahme der kleinen Menschen hier hochzuladen. So schade.

Nach vielen Jahrzehnten in Deutschland kann ich nicht leugnen, auch von der hiesigen Kultur geprägt worden zu sein. Mit diesen beiden Kulturen aufgewachsen zu sein und sie genossen zu haben, fasse ich als ein ganz besonderes Geschenk in meinem Leben auf. Heute ist bereits der vierte Advent - alles Gute wünsche ich meinen Lesern dazu. Proportional zu dieser Zeit steigt meine Rührseligkeit gen Himmel.
So ist das.

Kommentare:

  1. Das ist unser allerliebstes Lied für die Vorweihnachtszeit! Und ein paar Tränchen musste ich auch hier bei der Weihnachtsfeier im Kindergarten verdrücken, weil ich die Zeit mit den Kindern in der Schule doch irgendwie vermisse und noch bei weitem nicht drüber hinweg bin.
    Ach, ist es für den kleinen Herrn auch bald so weit....
    Ich wünsche euch allen eine gute Woche!
    Herzlichst
    Astrid

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  2. Es ist wärmend Deine Zeilen zu lesen. Über allen Kulturen steht das Menschsein und wer in zwei verschiedenen Kulturen aufgewachsen ist, muss wohl Ersteres gut verstanden haben, um damit so zurecht zu kommen wie Du, liebe Pünktchen. Menschsein heißt, alles daran zu lieben, das Gute wie die Fehler, ohne die Niemand ist.
    Glückliche Zeit, Dir
    Beate

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  3. Ja, diese vielen "letzten Male" immer wieder - sie gehören zum Großwerden der Kinder (und später dann zum eigenen Altwerden). Seit einiger Zeit wird mir das vermehrt bewusst, dass alles ein Ende hat. Das Schöne bei den Kindern ist, dass jedem "letzten Mal" etwas Neues, ein "erstes Mal" folgt. Da ist so viel Vorwärts und Zukunft, das Abschiednehmen und Weitergehen ist für die Kinder ganz selbstverständlich, die leise Wehmut beim Loslösen überlassen sie uns Müttern.
    Aber das Kostbarste kann uns niemand nehmen: die Erinnerungen. Und natürlich die Freude, dass unsere Kinder ihren eigenen, guten Weg gehen. Das ist das Allerbeste!
    Liebe Grüße!
    Brigitte

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  4. Hach.... Wurde gerade schon rührselig bei Papatya, und jetzt das... Toll. *schnief*

    Ich verstehe Dich nur zu gut. Fühl Dich umarmt und hab eine wundervolle Zeit mit Deinen Lieben.

    LG
    Ayse

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  5. Angerührt sein ist etwas Gutes und zutiefst Menschliches.
    Das kann die Welt grad gut gebrauchen, denn es wird zur Mangelware.
    Lieben Advents-Lisagruß!

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  6. Ein wunderschönes Lied ist das mit einem so bewegenden Text. Einem Trost, der uns allen grad so gut tut.
    Wie schön, dass ich Dich in diesem Jahr in Deinem Blog gefunden habe. Wie gut tun mir oft Deine Worte, Bilder und Gedanken.
    Ganz liebe Weihnachtsgrüsse zu Dir, von Herzen,
    Susanne

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  7. Jawoll, ein sehr schönes Lied und schön vom Chor gesungen.

    Vielen Dank und einen lieben Gruß Eva

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  8. Anonym19.12.16

    Liebe Pünktchen, ein herzliches Danke für Deine berührenden Zeilen.
    Und ja, dieses Lied ist ein ganz besonders schönes.
    Dir und Deiner Familie eine Zeit voller Wunder - eine wundervolle Zeit
    Lilo

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  9. Schade, liebes Pünktchen, dass es mit dem Lied nicht geklappt hat. Auch wenn es vielleicht nicht so perfekt gesungen wurde wie 'Dieses Lied', hätte ich es mir gerne angehört. - Ich denke, dass fremde Kulturen nach einer gewissen Zeit jeden Menschen prägen, wenn man sich darauf einläßt und sie zu verstehen versucht. Dafür muß man seine eigene Kultur ja nicht aufgeben. Beide Seiten können davon nur profitieren.
    Eine besinnliche Zeit und liebe Grüße von Edith

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  10. ach, bei dem von dir verlinkten lied musste ich gerade ein wenig schmunzeln. davon hatte ich neulich wie aus dem nichts einen ohrwurm. am liebsten mag ich die strophe mit dem verschneiten feld. hach!
    und das mir grinch :D
    liebst,
    jule*

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  11. Papatyam las ich zufällig im Kommentar bei der sehr geschätzten Elisabeth, was mich neugierig machte. Die Neugier als Tugend bringt immer wieder interessante Kontakte, Situationen, Dinge. Einmal auf diesem Pfad gelingen über die sonst verpönten Umwege die tollsten Geschichten...

    ...mein Gänseblümchen! Bezaubert mich. Ich liebe diese zarte Blume seit der Kindheit - bis heute unverändert. Und ich freue mich auf viele weitere Posts hier, die mit Herz und Hintergrund geschrieben.

    Lebkuchenfeine Grüße von Heidrun

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