23 November 2016

Vogelgrippe

Das Möhrchen lebt nun seit einem Monat bei uns. Und schon jetzt werde ich schlaflos, wenn das Tier bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht nach Hause kommt. Da kann es dann durchaus geschehen, daß ich bewaffnet mit einer Taschenlampe mich spät in der Nacht draußen umsehe und leise nach ihm rufe. (Will nicht wissen, wer mich dabei schon meint als Einbrecher identifiziert zu haben). Inzwischen, sollte er in der Nähe sein, kommt er sogar angelaufen, und ich bin sehr erleichtert darüber, daß ich ihn dann mit reinnehmen kann. 


Ansonsten ist er ganz pfleglich, meidet nach wie vor die obere Etage (Ausnahme heute morgen 4.30 Uhr. Da kratzte er dann zaghaft an der Schlafzimmertür, damit ich ihn aus dem Fenster der oberen Etage in den Garten lasse). Ab und an ist er sehr liebebedürftig, gibt Köpfchen, schnurrt mit beeindruckender Lautstärke, läßt sich sogar mal auf den Arm nehmen. Allerdings hat er auch keinerlei Probleme damit, sollte ihm etwas nicht genehm sein, mir seine Reißzähne in die Hand zu rammen. (Ein Segen, daß unser aller Impfschutz noch gilt). Eine gut sichtbare Narbe habe ich schon als Andenken in meiner Innenhand. Wenn er sich dann entschieden hat, auf welchem Sofa er sich niederlassen möchte, läßt er sich von mir mit seiner Decke zudecken. Zu süß ist das. 

Allerdings hat die Vogelgrippe nun auch den hohen Norden im Griff. Die Sperrgebiete befinden sich quasi vor der Haustür und weiten sich immer mehr aus. Noch darf ich ihn raus lassen und möchte gar nicht daran denken, daß sich das von einem Tag auf den anderen ändern könnte. Der holt uns dann vermutlich die Tapeten von den Wänden, sollte er nicht mehr rausdürfen. 

Eine Gemeinsamkeit hat er mit seinem verstorbenen Bruder: genau so wie auch der Mautz immer stark verwurmt war, ist es auch Möhrchen andauernd. Als würde er nie behandelt werden. Schlimm ist das! Ich kann gar nicht sagen, wie furchtbar ich das finde. In solchen Momenten wünschte ich, daß er kein Freigänger wäre. Kennt ihr diese Probleme auch von euren Katzen?

Kommentare:

  1. Liebes Pünktchen,
    ich hatte bislang immer Wohnungskatzen und mein Sohn hat auch zwei Wohnungskatzen, die müssen das nicht machen.

    Aber ich weiß von Bekannten, die machen 4 mal im Jahr eine Wurmkur mit ihren Katzen, weil die auch Freigänger sind.

    Möhrchen ist ein ganz hübscher und vielleicht kannst du ihn auch dazu bringen, zuhause zu bleiben, denn vielleicht wird das in Zukunft sein müssen.

    Lieben Gruß Eva
    Gruß an den hübschen Kater

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    1. Liebe Eva, Möhrchen hat bisher nahezu ausschließlich draußen leben müssen. Das ist echt schwierig, den von Jetzt auf Gleich zu einem häuslichen Kater zu machen. Aber die Hormone sind auf unserer Seite: sein Testosterongehalt wird nach der Kastration von Monat zu Monat weniger werden. Dann wird er nicht mehr so gerne nächtelang unterwegs sein wollen. Er ist bisher fast jede Nacht nach Hause gekommen. Mautz bekam sogar 6-8 mal im Jahr eine Entwurmungskur. Erfolg quasi nicht vorhanden. Von Möhrchen kann ich das so noch nicht sagen, aber Mautz war ein außerordentlich guter Mäusefänger. Dementsprechend war er auch so gut wie nie ohne Würmer zu haben. Brrrrrr...

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  2. oh wie schön klingt das was du erzählsz. mir scheint er ja schon halbwegs domestiziert ;-)
    mit würmern habe ich (zum glück) keine erfahrung, obwohl unsere katzen freigänger und auch mauser sind. ich drücke sehr die daumen, daß das besser wird!
    liebe grüße

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    1. Sagen wir mal so: wir nähern uns aneinander an. Es ist schon toll, daß er da ist. Nur dieses Gewürm ist einfach schrecklich. Ich und Parasiten - der Horror schlechthin. Ich sage nur Läuse. Schüttel...

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  3. Nein, das mit den Würmern war bisher kein Problem bei uns. Auch wenn ich nicht alle 3 Monate unsere Katzen mittels Tablette entwurme - meist ist es nur 1 bis 2x im Jahr präventiv und dann jeweils mit einem anderen Mittel im Wechsel. Eigentlch erstaunlich, denn unsere Maus fängt und frißt auch häufiger mal gern etwas Maus.
    Wird Möhrchen regelmäßig mit einem Spot on Produkt gegen Zecken & Flöhe behandelt? Denn Flöhe können ja auch Würmer begünstigen ...

    Bisher sind wir haarscharf an der Beobachtungszone vorbeigekommen. Aber da wir reichlich Teiche & Naturschutzgebiete in unserer Nähe haben, wird unsere Maus wohl demnächst auch die Wände hochgehen, wenn die Tür zum Garten keinen Spalt weit mehr geöffnet ist.

    LG Silke

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    1. Liebe Silke, danke für deinen Kommentar. Ich bin wirklich ratlos. Natürlich bekommt er auch sein Anti-Floh und Zeckenmittel regelmäßig. Das Entwurmungsmittel ist ein Kombi-Präparat für die unterschiedlichsten Würmer. Zuletzt wurde es bei seiner Kastration gespritzt und davor hat er es als Spot-on in den Nacken bekommen. Ich weiß nicht, was man da noch tun kann. LG

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    2. Also ich habe mal nachgeschaut, was unsere Katzen bekommen: http://www.alvetra.de/de/hauptmenue/anthelminthika/fenquantel-50-mg-500-mg/
      und: https://imedikament.de/band-ex im Wechsel.
      Einmal gab es auch eine Spritze, aber unser Tierarzt hält glücklicherweise mehr davon, dass wir die Tabletten verabreichen, damit wir sie nicht ständig zu ihm bringen müssen - stressfreier. Vielleicht macht bisweilen ein Präparatwechsel Sinn, um Resistenzen vorzubeugen. Wir geben Spot-on gegen Zecken und Flöhe meist nur in den extremen Zeckenmonaten. Einerseits wegen der chemschen Belastung und eben wegen der Sorge, dass die Mittel rgendwann ihrer Wirkung verlieren. Beim Antibiotikum hatten wir das ja mit unserem Kater erlebt. Die Blasenentzündung war mit den üblichen Antibiotika nicht mehr in den Griff zu bekommen. Und das noch mögliche Produkt hatte für ihn zu viele Nebenwirkungen.
      Bei unserer Maus achtet der Tierarzt übrigens auch darauf, dass sie nicht ständig das gleiche Medikament bekommt, wenn sie mal wieder eine Bindehautentzündung hat …
      LG Silke

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  4. Ich habe eben noch eine Tablette bei uns gefunden, die unser Tierarzt auch im Sortiment hat: http://symptomat.de/Praziquantel Davon wollte/sollte ich unseren Damen im April eine 1/2 Tablette pro Katze geben ;-( Das werde ich dann wohl mal in den nächsten Tagen tun ...

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  5. Guten Morgen,
    mir ist noch etwas eingefallen, da unsere Maus nun schon seit 3 Tagen mal wieder leichten Durchfall hat. Ich werde also morgen lieber eine Kotprobe zum Tierarzt bringen anstatt vorsichtshalber mit Kanonen auf die falschen Spatzen zu schießen. Denn als es das letze Mal Probleme mit der Verdauung gab, waren keine Würmer im Spiel …
    Auch wenn es teurer ist, ist diese Art der Diagnostik besser als immer gleich präventiv zu Medikamenten zu greifen. Tierärzte sind da leider oftmals rech sorglos - ein Haustier lebt ja nicht lange genug, da ist diese Art der Verabreichung doch vertretbar ;-( Womit wir wieder beim Thema von Rita & Edith sind …
    LG Silke

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    1. Liebe Silke, sowohl bei Mautz als auch bei Möhrchen hat man den Wurmbefall stets überdeutlich am After gesehen. Ich habe diese beiden bisher NIE ohne Würmer erlebt. Und Verdauungsprobleme habe ich bislang nie beobachten können. Vielen Dank für deine Hinweise und liebe Grüße.

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