04 Juni 2016

Atmen - und die Stille entdecken

Manchmal laufen zu viele Dinge zusammen, die permament erledigt werden müssen. Dann nimmt der Stress zu und man merkt deutlich, daß die Haut dünner wird. Wenn die Kinder anfangen, wegen Nichtigkeiten aneinander zu geraten..., man die eigene innere Unruhe an sich wahrnimmt, dann spätestens wird es Zeit zum bewußten Luft holen.


Permanenten Stress kann man eine Zeit lang gut aushalten. Dann aber werden ausreichende Erholungsphasen dringend notwendig. Wenn man nicht über Meditationserfahrungen verfügt, beginnt unser Anti-Stress-Sofortprogramm. Und das bedeutet: ALLES stehen und liegen lassen, wenige Dinge mitnehmen und ab ins Auto.

 

Auf dem Wasser tanzende Lichtreflexe bewundern, sowie einen ganz besonders glatten, schwarzen Stein.

 

Lächelnde Gesellen sind immer willkommen!

 

Ob hier vor einiger Zeit eine Feierlichkeit stattgefunden hat?!

 

Oh ja, sie sollte in keinem Leben fehlen.

 

Grün auf der einen,

 

und auf der anderen Seite.

 

In der Natur, fernab von Zivilisationsgeräuschen (z.B. den seit Tagen andauernden  Mähgeräuschen in den umliegenden Grünflächen) fällt jeglicher Stress von einem ab. Kinder, die in ihr Tun vertieft, scheinbar alles andere um sich herum vergessen können dabei.

 

Sich gedankenverloren einbuddeln im Sand.

 

Dinge entdecken, die man sonst übersehen würde: "Schau mal Mami, was ich gefunden habe! Erkennst du da was drin?" "Na klar! Ich sehe ganz klar einen Elefantenkopf." 

Ihr auch?? 

Die Stille der Natur wahrnehmen, den Möwen lauschen, mit den Augen ihren Segelflug begleiten, das Meer riechen, die Beine kühlen, sie Seele baumeln lassen. Die Natur ist so wunderbar vielfältig und faszinierend - einfach Balsam für die Seele. 

 

Auf dem Rückweg am Abend solche Oasen entdecken.

 

Am Straßenrand anhalten, um diese schönen Pferde zu bewundern. Ich komme mit einem Paar ins Gespräch, die gerade ihre Hunde ausführen. Die Pferde, so erfahre ich von ihnen, sind schon über 20 Jahre alt. Die Besitzer kaufen wohl immer so alte Pferde, die dann ihren letzten Lebensabschnitt in Frieden bei ihnen verbringen dürfen.  Die Hundebesitzer erzählen mir, daß sie ihre beiden Begleiter aus dem Tierheim geholt haben. Der kleinere von beiden hat in einem halben Jahr zum fünften Mal den Besitzer gewechselt. "So sollte das nicht sein. Bei uns ist er gut aufgehoben und darf endlich ankommen und bleiben.", sagen sie. 


Einen wunderschönen Tag  haben wir gestern miteinander verbracht - ohne Internet, irgendwelche permanenten Geräusche, ohne dringend zu erledigende Aufgaben. Es war so wohltuend für uns alle. Und das Beste am Ende des Tages, wenn ich meine Kinder ins Bett gebracht habe, ist zu hören: "Mama, das war so schön. Danke, daß du das mit uns gemacht hast!"


Man muß sich immer wieder Inseln der Ruhe im Alltag erschaffen. Wo und wie erholt ihr euch?  

Ich wünsche euch allen ein feines Wochenende. Der Norden hat schon 26°C. Kater Mautz weiß auch nicht so recht, wo er sich lassen soll. Mal schmeißt er sich hier, mal dort hin.


Mein Badeanzug ist total zerschlissen, der Neue noch nicht da. Bald werde ich mich wieder in das kühlende Nass stürzen. Ganz bald.

Kommentare:

  1. So haben wir das früher auch gemacht, als die Kinder noch jünger waren. Es musste gar nichts Besonderes sein, einfach raus in die Natur, vielleicht ein Picknick eingepackt, und dann Zeit füreinander und für die schöne Welt um uns herum! Das war so schön! Danke fürs dran erinnern. Kater Mautz tut mir leid, bei uns ist es noch nicht so heiß. Ich habe allerdings schon mal angefangen, unsere Perser zu rasieren. Das ist ein schwieriges Unterfangen und geht nur in Etappen :)
    Lieben Gruß
    Gabi

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    1. Liebe Gabi, genau so ist es: es muß gar nichts Besonderes sein. Die Natur ist großartig und erdet uns jedes Mal. Auch wenn meine Kinder zu Anfang nicht jedes Mal Begeisterungsschreie von sich geben - hinterher waren sie immer glücklich und zufrieden. Was will man mehr?!
      Herr Mautz, oder besser "Zecken-Paule", lebt seit Wochen nahezu ausschließlich draußen. Nur zum Fressen kommt er ab und an rein. Ansonsten kriecht er durch die Hitze des Tages und sucht sich schöne schattige Plätze aus. LG

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  2. Hach..ist das schön...ich wäre gern dabei gewesen! Liebe Grüße, Lotta.

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    1. Wer weiß, liebe Lotta, wo, wie und wann wir mal zusammen kommen...
      Bis dahin libe Grüße zu dir.

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  3. Das klingt sehr schön und entspannend. Ich liebe es auch, am Wasser zu sein, wenn sich die Seele nach Erholung sehnt. Meer haben wir hier in Österreich leider keines in der Nähe... Schade, es ist so schön dort! Habt ihr die bemalten Steine tatsächlich so gefunden? Oder selbst bemalt / beschriftet?
    Freund von uns haben ebenfalls alte Pferde zu sich genommen, die keiner mehr "durchfüttern" wollte. Sehr traurig, aber die Tiere haben es meinen Freunden gedankt. Einer, der Wallach Shilo, wurde über 30 Jahre alt... und Conny lebt immer noch - vor einigen Jahren hat sie sogar bei einem Film "mitgespielt": Bei The Musketeer (2001 mit Catherine Deneuve gedreht) waren sie und ihr Besitzer Edwin (der früher nebenbei Stuntreiter war) bei den Reiter-Stunts dabei
    (allerdings zum Glück nicht bei den gefährlichen Szenen)!
    Herzlichst, die Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/06/ein-knackwurstmobil-und-zwei-geburtstage.html

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    1. Liebe Traude,
      am Meer sein zu können ist eine feine Sache. Aber wenn mich nicht alles täuscht, hat auch Österreich seine paradiesischen Ecken. So manch ein Urlaub hat mich mit wenigen Tagen Aufenthalt dort hindurch geführt. Die Steine haben die Söhne im Wasser bereits beschriftet entdeckt und sich so gefreut, als hätten sie einen Schatz gehoben. Die Pferde waren so schön... ich mußte einfach an den Straßenrand fahren und einen genaueren Blick auf sie werfen. Es ist schön zu hören, daß Tiere es auch im Alter noch gut haben dürfen. Ob jung oder alt: ein Leben ist ein Leben... LG

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  4. Hallo Pünktchen, das Anti-Stress-Sofort-Programm gefällt mir sehr!
    Und es ist so wichtig und (über-)lebensnotwendig. Mir gefällt es, dass die jüngere Generation anscheinend klüger ist und rechtzeitig die Notbremse zieht, wenn der Alltag zu schwer wird. Die ältere Generation tat sich damit schwer. - Ein schöner, lesenswerter Post mit tollen Bildern. Und ja, ich erkenne den Elefanten!
    Liebe Grüße
    Edith

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    1. Guten Morgen.
      Leider ist es laut meinen Erfahrungen so, dass auch die jüngere Generation sich gerne übernimmt und zu den konnte ich mich lange Zeit zählen. Habe es also eher andersherum kennengelernt.

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    2. Umsonst gibt es all die psychischen Erkrankungen ja nicht wie Depressionen oder der Volkskrankheit das Ausgebranntsein. Sehr oft zu finden in der jüngeren Generation. Schon Kinder sind in der Schule (Beispiel) schon Stress und Druck ausgesetzt. Wenn man schon in frühen Jahren keinen guten Ausgleich schafft und lernt sich auch mal Auszeiten zu nehmen, trifft es jede Generation.

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    3. Liebe Edith, wenn man sich die jährlichen Statistiken und Berichte der Krankenkassen anschaut, dann muß man leider feststellen, daß es immer noch sehr viele Menschen gibt, die an Burnout erkranken. Die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt, der eigene Anspruch an sich selber, sind immens. Das macht sogar vor Kindern nicht halt. Manch einer muß nach einem Totalzusammenbruch erst leidvoll wieder lernen, achtsam mit sich selbst zu sein. Wir stellen immer wieder fest, wie wohltuend es ist, sich mit offenen Sinnen in die Natur zu begeben. LG

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  5. der alltag ist oft...warum...voll stress und die gelassenheit und woanders sein bringen wieder gemütliche bedingungen * sehr schöne geschichte mit den pferden. die tiere, unsere katze zum beispiel bringt ruhe im hause auch wenn hier die enkelkinder voller energie laut spielen, kann sie nur mit ihr auftretten alle wieder leise weiter spielen lassen.
    vielen dank für die schöne bilder & texte
    liebe sonntagsgruesse !

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    1. Liebe Monique,
      ich mußte gerade so schmunzeln. Wir erleben unseren Kater als so wohltuend, weil er mit seiner bloßen Anwesenheit uns glücklich macht. Wenn er da ist, schlafe ich sogar besser ;-). LG

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  6. Guten Morgen.
    Das waren ganz wunderschöne Einblicke, welche ich genossen habe. Danke an dieser Stelle dafür.

    Was die Meditation angeht braucht man eigentlich keine große Erfahrung oder Einführung, sondern lediglich Zeit sich darauf einzulassen. Ich selbst habe auch meditiert und es hat wunderbar funktioniert. Man muss loslassen können und dies kann manches Mal etwas dauern aber wenn, ist es absolut wunderbar. Man fühlt sich wie neu geboren. Einfach nur herrlich! Im Alltag lässt es sich auch gut einbauen, großes TamTam ist nicht einmal notwendig.

    Ich wünsche dir viele tolle Momente und Besinnlichkeit. Genieße es.

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    1. Liebe Sanni, viele um mich herum machen Joga, lernen ausgefeilte Meditationstechniken, oder machen Wellness irgendwo. Ich brauche lediglich hinaus in die Natur zu gehen, mir den Wind um die Nase wehen zu lassen, die Schönheiten der Schöpfung zu wertschätzen... und alles ist wieder gut. So lange das so gut und einfach funktioniert, bleiben wir dabei. LG.

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    2. Ich freue mich wenn dir die Natur ausreicht. Es ist auch sehr erholsam und so lange das funktioniert ist es schön. Halte daran fest.

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  7. Oh wie herrlich, im Sand einbuddeln, wie schön, dass Ihr Euch solch eine Auszeit nehmen könnt!
    Ich meditiere zwar auch, aber Familienauszeiten wie diese sind doch etwas anderes - und unser Familienleben genieße ich mit allen Facetten in allen Einzelheiten. Echt wahr, selbst das Chaos, welches mit Kindern irgendwie allgegenwärtig ist, finde ich irgendwie toll - weiß ich doch jetzt schon, wie sehr ich es schon in wenigen Jahren vermissen werde, diesen Trubel. Außerdem weiß man es dann viel mehr zu schätzen, wenn es ausnahmsweise mal überall aufgeräumt und sauber ist und die Wäscheberge wenigstens zum größten Teil abgebaut *lach*
    Ich habe übrigens irgendeine Comicfigur im Sinn bei diesem Bild, keine Idee, welche genau, aber lustig, frech und mit Schnabel. Vielleicht die Handpuppe von dem Bauchredner, da komm ich jetzt aber auch nicht auf den Namen.... naja, ist ja auch schon spät :-)
    Eine schöne Woche wünsch ich Euch! Petra

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    1. Bei Nachbarn ist der Sohn quasi auf dem Sprung, das Haus zu verlassen. Letztens hörte ich sie ganz traurig sagen: "ald ist er weg. Und dann sitzen mein Mann und ich hier ganz alleine..."
      Ich genieße auch den Trubel und alles, was uns ausmacht. Danke für deine guten Wünsche und einen schönen Wochenstart wünsche ich.

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  8. oh, ihr habt die ostsee in reichweite! da wär ich dann auch öfter, da ists so schön! ja, die natur und wasser tun immer gut, auch schon ein den berg hinabströmender bach oder fluss oder see.
    wünsche dir ein schönes stressreduziertes wochenende!

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