09 April 2016

Mit einem Paukenschlag

Fragt mich, was das war: urplötzlich und vollkommen unerwartet hat es mich eiskalt erwischt. Eine weitere Stoffwechselerkrankung... Bis die erste entdeckt wurde, dauerte es ungeheuerliche Jahre mit einer Ärzteodyssee und fatalen Folgen für mich. Für mich ist das heute noch sehr schwer nachvollziehbar, wie man da die geschilderte Symptomatik als Mediziner nicht hat sofort erkennen können. 

Der Zweiten bin ich selbst auf die Schliche gekommen. Das Internet kann durchaus nützlich sein. Als ich wieder halbwegs beieinander war, habe ich gezielt medizinische Seiten aufgerufen... und fühlte mich mit allen typischen Symptomen sofort bestätigt. Klar muß meine Annahme noch durch entsprechende Untersuchungen eines Arztes bestätigt werden, aber bis meiner aus dem Urlaub zurück kommt, habe ich meine Ernährung in den letzten Wochen schon komplett umgestellt - ohne wenn und aber. Bestimmte Lebensmittelgruppen sind für mich fortan Tabu. (Die nachlassenden Beschwerden sind eine weitere Bestätigung für mich). Und sollte sich mein Verdacht bewahrheiten, wird das nicht nur vorübergehend so sein, sondern für den Rest meines Lebens. Die Küchenwaage und eine bestimmte App mit Lebensmittelangaben ist nun mein Dauerbegleiter bei meiner Nahrungsmittelzubereitung.

Bisher nahm ich an, daß unsere Ernährung gesund und ausgewogen sei. Auf die Ernährung meiner Familie trifft das nach wie vor zu, nur nicht mehr auf meine. Was für den einen Körper gesund ist, kann für einen anderen das reinste Gift sein. 

Klingt das jetzt wie Jammern?! Ich hoffe nicht, denn ich jammere nicht. Die Dinge sind, wie sie sind... und Gottlob kann man selbst etwas tun, um Besserung  zu bewirken. Und so lange das so ist, gibt es für mich keinen Grund zum Jammern.

Kommt gut in die neue Woche! Und sorry... aber mein Blog ist das erste, was hinten über kippt in solchen Fällen.

Kommentare:

  1. Ach Pünktchen, es fühlt sich wie abgeschnitten an, wenn Du das beschreibst. Es wird bestimmt eine Weile der Umstellung und Gewöhnung brauchen und auch bis Du alle Symptome im Griff hast, vergeht Zeit.
    Ich hatte in der allernächsten Familie so etwas vor ein paar Jahren -von jetzt auf dann- und es dauerte bei dieser Autoimmunerkrankung ein Jahr, bis es einigermaßen im Griff war. Jetzt ist es Gewohnheit, bestimmte Sachen weder zu essen noch zu trinken. Man stellt sich darauf ein´, muss konsequent sein, ein Leben lang.
    Ja, das Internet war damals auch ein Segen für uns.

    Ich wünsche Dir, dass Du diesmal bald eine präzise und wirksame ärztliche Unterstützung bekommst.

    Lieben Gruß, Beate

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    1. Liebe Beate, "abgeschnitten" ist ein ganz guter Ausdruck dafür. Abgeschnitten insofern, als daß man z.B. erst gar nicht mehr Essen gehen möchte. Wie will man genau ausmachen, wie und womit das Essen genau zubereitet wurde. Wenn ich selber koche, weiß ich genau, wie sich die Mahlzeit zusammen setzt. Zu Hause ist man ein Stück weit abgeschnitten, weil man nicht mehr die selben Mahlzeiten essen kann. Die Familie konsumiert etwas anderes, als ich das tue. Seltsam ist das und etwas freudlos. Aber, wenn das der Weg ist, dann ist das der Weg. Liebe Grüße.

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  2. Da kannst Du, liebes Pünktchen, von Glück reden, dass Du dank Internet Deiner Krankheit selbst auf die Schliche gekommen bist. Ja, ich kenne das. Ich war auch schon mal bei neun verschiedenen Ärzten wegen einer Sache. Letztendlich geholfen hat mir ein Buch, das mein Schwiegersohn mir empfohlen hat. Leider haben die Ärzte für ein ausführliches Gespräch oft gar keine Zeit. Da werden manchmal nur die Symptome behandelt und nicht die Ursache behoben. Alles Gute für Dich, ein schönes Wochenende und liebe Grüße, Edith

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    1. Ich muß gestehen, daß ich zuallererst mich daran erinnert habe, mit welchen Geschichten meine Eltern in meinem Alter zu tun hatten. Da hat es sofort im Hinterkopf geläutet. Und dann kam die Recherche im Internet dazu, was alles zusätzlich bestätigt hat. Für einen Arzt ist es sicherlich leichter Symptome zu behandeln, als Ursachen zu bekämpfen. Wie wollte ein Arzt meine Lebensgewohnheiten ändern?? Das, denke ich, fällt in meinen Verantwortungsbereich. Und ich werde alles tun, um strikt danach zu leben. Das, was ich da erlebt habe, möchte ich nicht mehr erleben. Liebe Grüße und einen schönen Sonntag dir!

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  3. Nein, es klingt nicht nach Jammern. Und es tut mir leid. Ich kann mir nur vorstellen, wie schwer es sein muss, all seine Gewohnheiten von einem Tag auf den anderen ändern zu müssen.
    Dir alles Gute dabei
    Lieben Gruß
    Katala

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    1. Es ist auf jeden Fall eine immense Umstellung. Bestimmtes Gemüse, von dem ich bislang dachte, es sei so gesund, ist es für mich eben nicht. So mach eine Überraschung gibt es bei den verbotenen und erlaubten Lebensmitteln zu entdecken. Für meine Familie koche ich nach wie vor gerne, nur nicht für mich. Diese ganze Abwiegerei und Rumrechnerei ist einfach nur lästig und doof. Vielleicht geht mir das eines Tages in Fleisch und Blut über. Wer weiß das schon... Liebe Grüße.

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  4. Das ist nicht schön - ich hoffe, Du kannst Dich damit arrangieren und leidest nicht zu sehr darunter. Alles Gute und liebe Grüße auf jeden Fall!

    Mond

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  5. Es gibt wahrlich noch viel schlimmere Krankheiten als diese... und doch ist es nicht so einfach, die Selbstverständlichkeit der Nahrungsaufnahme plötzlich unter ganz anderen Gesichtspunkten betrachten und anwenden zu müssen. Danke für deine guten Wünsche.

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  6. Oh oh - Pünktchen, ich hatte in letzter Zeit schon so ein komisches Gefühl, als nichts von dir zu lesen war. Aber weil bei mir ja auch ab und zu Blogflaute ist, kam mir Nachfragen aufdringlich vor... Ja, es kann einen eiskalt erwischen, das habe ich ja auch schon erlebt. Ich hatte das Glück, dass nichts zurückgeblieben ist, keine Einschränkungen im Alltag. Nicht mehr intuitiv essen zu können, was einem schmeckt, das ist bestimmt etwas vom Doofsten, was es gibt (das habe ich mit einem Sohn über ein Jahr lang erlebt, auch das hat sich zum Glück wieder zum Guten verändert).
    Ich bin aber, was dich angeht, in der Hinsicht zuversichtlich, dass du 1. einen starken Willen hast und nicht "wehleidig" bist, und du 2. bestimmt im Laufe der Zeit auch ein intuitives Gefühl für deine Ernährung bekommen wirst.
    Liebe Grüße, schaffs gut!
    Brigitte

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    1. Ja, liebe Brigitte, auch ich bin ganz zuversichtlich. Fast fürchte ich mich etwas vor meinem eigenen Willen ;-). Diese Woche bin ich beim Arzt und dann sehen wir weiter. Ich führe akribisch ein Ernährungstagebuch. Dort bin ich noch weit unter den erlaubten Werten. Ich hoffe, daß die Beschwerden ganz verschwinden und sonst keine weiteren organischen Schäden entstanden sind.
      Liebe Grüße.

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  7. Oh jeh. Nein, Du jammerst nicht. Was es nicht alles gibt!
    Ich wünsch Dir viel Durchhaltekraft, ein gutes Gewöhnen an die neue Ernährung
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  8. Ich drück dir die Daumen, dass der Arzt dir noch weiter helfen kann. Vielleicht hat er ja noch ein Pülverchen zur Unterstützung, damit die Schmerzen schneller verschwinden.
    Gros bisou
    Sandra

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