17 Februar 2016

Anderweitig beschäftigt

Regelmäßige Posts kann man hier derzeit getrost vergessen. Parallel laufen einfach zuviele andere Dinge, die mich und uns fordern. Den Kindern glüht derzeit der Kopf, so viele Klassenarbeiten werden nacheinander geschrieben. Sohn 1 bekommt beispielsweise fünf kleingedruckte Seiten Vokabeln zum Abschreiben auf - bis zum nächsten Tag. Ab Seite drei, behaupte ich, würde er nicht einmal mehr merken, wenn es italienische Vokabeln wären, die er da abschreibt. Das alles soll auch noch, bis zum übernächsten Tag, auswendig gelernt werden. Einmal mehr bin ich froh, daß wir die Grundschulzeit dazu genutzt haben, Lerntechniken zu trainieren, die sich jetzt als sehr nützlich erweisen.

 

Auch das kleine Kind ist schwer beschäftigt. In der dritten Klasse wird spürbar angezogen, in der vierten dann der Schleudergang eingelegt. Glücklicherweise macht ihnen das Lernen in den meisten Fällen Spaß.

Gleich in der vergangenen Woche gab es zwei Elternabende. Der in der Grundschule verlief noch harmlos und nett. In der weiterführenden Schule wurden viele Klischees von allen Seiten erfüllt: manchmal finde ich Eltern einfach nur gruselig und denke dann insgeheim: "Die armen Kinder...".

Einen schönen Konzertabend gab es dann auch noch, wo ich nach drei Stunden des Sitzens es aber kaum noch vor Rückenschmerzen auf meinem Sitzplatz aushielt. 

Ein kränkelndes Kind, ein sich aus Solidarität mit übergebender Kater in der Nacht (Hallelujah... erstmals ohne Gurkenkernbandwurm!!!) , haben mich etwas ermüden lassen. Auch nächtliche Katzenprügeleien direkt vor unserem Schlafzimmerfenster (Wo ein Kater hochkommt, wagen sich auch andere dorthin :(...) haben mir die ohnehin zu kurze Nachtruhe geraubt.

Am Wochenende waren wir alle restlos erledigt. Die Kraft hat nicht mal mehr dazu gereicht, um Essen zu gehen. Unglaublich eigentlich...

  
Das jüngste Kind hat die Pappmachèarbeiten der letzten Monate grundiert. Mal sehen, wann es dann mit dem Bemalen weiter geht.

Meine lähmende Müdigkeit hat auch noch andere Gründe. Wie befürchtet waren die Eisendepots ziemlich leer. Nun gibt es für die nächste Zeit eine pinke Tablette am Tag. 

 

Ein Highlight der Woche: eine große Sendung mit Leinwandkartons wurde geliefert. Mit dieser Anzahl hatte ich nicht gerechnet und habe mich sehr darüber gefreut. Sponsoring by Bimbambuki !  Mein herzlicher Dank geht nach St. Petersburg. Es juckt mich so sehr in den Fingern, aber momentan sind andere Dinge einfach wichtiger.

Morgen steht ein Arztbesuch mit den Söhnen an. Nachdem wir das letzte Mal mit Termin zwei Stunden warten mußten, sagte Sohn 1: "Mama, laß uns doch morgen mindestens eine Stunde später hinfahren, dann verkürzen wir die Wartezeit..." Rein theoretisch wäre ich sehr geneigt, das zu tun. Als erwachsene Person so lange zu warten ist ja noch irgendwie machbar, aber zwei jüngere Kinder, die von Minute zu Minute unleidlicher werden, das war schon hart an der Schmerzgrenze. Möge uns morgen Besseres blühen. 

Zwischendurch drehe ich eine Bloggerrunde und schaue, was bei euch so los war und ist. Habt eine gute Restwoche und dann ein schönes Wochenende.

Kommentare:

  1. Ja, das ist dann so. Mutteralltag, Elternalltag. Unsagbar wichtig. Jemand der sich kümmert und da ist. Dann das tut, was notwendig ist. So lernen die Kinder Leben.
    Und sicher ist bald wieder Zeit für andere Dinge. Viel Kraft und Erfolg bei allen Deinen Aufgaben. Pass auf Dich auf ! Lg gitta

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    1. Genau so, liebe Gitta! Ich bin trotz aller Erschöpfung manchmal sehr froh, da sein zu können. Und ja, irgendwann ist auch wieder Zeit für meine Dinge. Liebe Grüße.

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  2. Das klingt ja alles nicht erheiternd. Und da selbst angeschlagen, kann ich mir vorstellen, wie sich das anfühlt...
    Was denken sich die Lehrerkollegen eigentlich bei solchen Aufgaben? Lernpsychologie - ein echtes Fremdwort?
    Hoffentlich hilft das "Depotauffüllen"!
    Herzlichst
    Astrid

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    1. Es gibt so wertvolle Lehrer, gelegentlich eben auch andere. Ich gebe zu, daß ich manchmal die Luft anhalten muß. Aber Diskussionen sind weder erwünscht, noch werden sie geduldet. Auf dem Elternabend schlugen die Wellen daher sehr hoch.
      Das mit den leergefegten Depots hatte ich befürchtet. Diese bleierne Schwere kenne ich zu gut. Wird schon wieder werden. Den Speiseplan dementsprechend angepaßt, lassen sich solche Mängel gut beheben. Liebe Grüße.

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  3. Mittendrin im Familienalltag ... ich wünsch Dir Nerven, Kraft und Gelassenheit. Du wirkst immerzu so unendlich geduldig!
    Oh ja, die Elternabende. Ich kann mittlerweile viele Eltern nicht mehr begreifen, mir tun dann die fast fremden Kinder leid.
    Meine S. ist ja nun schon 16 J., und ich habe vier "Abstürze" von liebenswerten Kindern miterlebt, die von den Eltern damals nach der 4.Klasse auf einen Weg gedrängt wurden, wo ich am liebsten vor so vielen Jahren schon ein "bitte nicht" gerufen hätte.
    Eines dieser damaligen Kindern hat sich so sehr aufgegeben, dass nun fast gar nichts mehr geht, und die Eltern suchen noch immer die Schuld bei den Lehrern.
    Ich kenne aber auch einen jungen Mann, der ohne Empfehlung fürs Gymn. nun mit 16 auf einem Weg ist, der staunen lässt.
    Schwer, und so verantwortungsvoll das Begleiten der Kinder in auf der Schullaufbahn.
    Pass gut auf Dich auf, ich hab es scheinbar zu wenig getan, und bekomme nun eine Krankheit nach der Anderen. Gut, dass Du noch jünger bist .... liebe Grüsse von Herzen (ich denk noch dran, dass wir endlich wieder telefonieren, mir läuft auch ständig die Zeit davon)
    Elisabeth

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    1. Liebe Elisabeth, ich bekomme oft zu hören, ich sei so geduldig. Normalerweise bin ich das auch. Aber sei versichert, es gibt durchaus auch Momente in meinem Leben, wo mir der Geduldsfaden reißt. Ganz bestimmt. Aber da muß es auch sehr heftig kommen.
      Ich? Jünger??? Gefühlt gerade nicht so. Manchmal fühle ich mich ungelogen wie eine Greisin. Es wird Zeit, daß mein geliebter Frühling mich aus diesen Tiefen wieder heraus reißt. Langsam aber sicher kommt das Licht. Ich liebe das so. Für mich fühlt sich das so an, als würde ich mit einem Schlag meine verbrauchten Batterien wie von selbst wieder aufladen.
      Liebe Grüße.

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  4. Diese Forderung gedankenloser Lehrer, dass Kinder sich in kurzer Zeit massenhaft Vokabeln ins Hirn stopfen sollen - dieser Quatsch hat mich immer richtig wütend gemacht! Es gibt Menschen, die das können, weil sie ein tolles Kurzzeitgedächtnis haben, aber man soll doch nicht glauben, dass das lange hält. Nachhaltiges Lernen geht anders.
    Oh diese Lehrer (manche jedenfalls...)!

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    1. Oh diese Lehrer... oh, diese Eltern... und manchmal auch... oh, diese Kinder ;-). Von allem gibt es so viel Tolles und leider auch Abschreckendes.

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  5. Oh nein, erzähl' nichts vom Schleudergang. Ich finde nämlich auch, dass die 3. schon ganz anders als die 2. läuft. Ein Test jagt den nächsten.
    Ich habe heute übrigens erstmalig Hanfsamen gekauft und angeblich sind die sehr, sehr eisenhaltig. Okay, gegen so eine Tablette kommen sie bestimmt nicht an, aber vielleicht hinterher, so zum Halten des Eisenniveaus ;-)) Ärzte bei denen man lange warten muss (außer es gibt mal einen ausnahmebedingten Grund) finde ich ich skandalös. Ginge in der freien Wirtschaft doch auch nicht, seine Kunden so lange warten zu lassen.
    Und nun wünsche ich dir viel Ruhe, viel Kraft, viel Schlaf und einen guten Eisenwert!
    Liebe Grüße
    Jutta
    P.S. Die Lerntechniken würden mich mal interessieren. Wo habt ihr die wiederum gelernt?

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    1. Liebe Jutta, 2-3 mal Fleisch in der Woche, und die Eisenwerte stimmen wieder. Die Fleischesser hier werden sich freuen ;-). Ich habe schon lange so gut wie keines mehr gegessen.

      Die unterschiedlichen Lerntechniken haben wir z.T. in der Grundschule selbst gelernt, zum Teil auch selbst aus dem Internet recherchiert, oder beim Lernen selbst gemerkt, welcher Lern-Typ man selber ist, und die Schwerpunkte darauf ausgerichtet. Das A und O aber war immer, daß Lernen beständig und ohne Druck ablaufen muß. Fließen Tränen, steckt der Karren schon im Dreck. Kinder machen dann meist dicht und wollen zu Recht nicht mehr. Wir versuchen das Lernen immer sehr spielerisch zu gestalten. Und stete Wiederholungen verfestigen das Erlernte natürlich. Von heute auf Morgen haben wir das alles auch nicht drauf gehabt. Aber inzwischen läuft das Lernen ziemlich automatisiert ab. Ich mußte so lachen, als das jüngste Kind kürzlich sämtliche Vokabeln schon verinnerlicht hatte, die der große Bruder noch zu lernen hatte, weil er es die ganze Zeit gehört hat. Irgendwo hatte ich zu diesem Thema schon einmal etwas auf meinem Blog geschrieben. Wenn ich jetzt nur wüßte, wo?? Wenn ich es finde, verlinke ich das nochmal für dich. Liebe Grüße.

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    2. Na bitte, wer sagts denn?! Here we go:
      http://2papatyam.blogspot.de/2015/05/lernen-lernen-oder-wie-der-esel-auf-die_87.html

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    3. Super, danke.
      ich konnte die Lateinvokabeln meiner größeren Schwester damals auch teilweise ;-)

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  6. ...oha! Liebe P., pass gut auf Dich auf, ab und an selbst gemachte Burgerfeste wirken Wunder für das Eisen im Blut( und freuen schulgestresste Söhne)
    Manchmal ist alles zu viel. Ich bin im Moment auch ziemlich platt. Von einem zähen Infekt und vom Winter mit all seinen Unbilden. aber das Licht, es kommt.
    lieben Lisagruß!

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    1. Ich sage nur "Köfte". Da flippen hier alle aus vor Freude.
      Und ja, liebe Lisa, du sagst es: Das Licht kommt. Aus mir wäre kein glücklicher Finne oder so geworden. Ich freue mich über jeden Lichtstrahl, der mich früh am Morgen erreicht und mein Gemüt erhellt.

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  7. alles gute für das pralle leben!

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  8. Ach ich kenne solche Zeiten, liebes Pünktchen...hier will auch nicht wirklich Ruhe einkehren...und jetzt fällt mir gerade ein, da liegen noch ein paar unbeantwortete Emails im Postfach herum...ich bitte um Nachsicht...LG Lotta.

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    1. Kein Ding, liebe Lotta. Manche Dinge haben auch Zeit. Liebe Grüße.

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