06 Januar 2016

Kuscheltage

Die Ferien haben wir genossen bis zum Abwinken. Wir haben die Nächte zum Tag gemacht und entsprechend lange ausgeschlafen. Herrlich war's, meinen Mann die ganze Zeit dabei zu haben. Nun ist er wieder fort, und ich fühle mich so unvollständig. In diesem Jahr, sofern es die Arbeit erlaubt, soll unser Wochenende um einen Familientag mehr erweitert werden. Soviel zur Theorie. Ab morgen aber ticken die Uhren erst mal wieder anders,  und ich frage mich gerade ernsthaft, wie wir wieder im alten Rythmus aufstehen sollen. Das wird hart. In den Ferien wollte ich noch so einiges machen, und habe doch kaum etwas anderes gemacht, als mich meiner Familie zu widmen. Einpaar Bücher habe ich noch gelesen. So allmählich packt mich die Lust, mit den zu wegräumenden Weihnachtssachen, auch den Rest unseres Haushalts auf Vordermann bringen zu wollen. Mit meinem Schreibtisch fange ich mal an. Uff...


Bei Herrn Mautz stehen die jährlichen Schutzimpfungen an. Ihn in die Praxis zu bringen artet in einer ungeahnten Katastrophe aus. Das Tier rastet spätestens im Auto vollkommen aus, sprengt seine Box, reißt sich alle Krallen aus, übergibt sich und näßt sich ein. Nachdem wir diesen Streß bereits zwei mal hinter uns gebracht haben, wollen wir  das so nicht mehr. Nach reichlichen Bitten kommt der Tierarzt morgen zum zweiten Mal in Folge zu uns nach Hause. Neben den jährlichen Schutzimpfungen wird er dieses Jahr erstmals gegen Wurmbefall gespritzt. Morgen, wenn die Kids in der Schule sind, werde ich einen unserer ausgedehnten Spaziergänge mit Herrn Mautz machen. Danach ist er meist so erledigt, daß er für mehrere Stunden wie ausgeknipst schläft. Und wenn der Tierarzt nach Dienstschluß kommt, werde ich ihn in seine Kiste setzen: denn das scheint wie eine wohltuende Umarmung für den Kater zu sein. Da ist er entspannt. Wollte ich ihn so auf den Arm nehmen, läßt er sich das höchst ungern von mir gefallen. Andere brauchen es erst garnicht zu versuchen. Nehme ich ihn aber in der Kiste auf meinen Schoß, dann ist alles überhaupt kein Problem. Verstehe einer die Welt. 

Gleich wird hier noch gebacken: Lebkuchen. Der Leckerste, den ich je gegessen habe. Von ihr habe ich zu Weihnachten selbstgebackenen Lebkuchen bekommen. Nach dem ersten Bissen war ich völlig hin und weg und erkundigte mich nach dem Rezept. Die kleinen Herren warten bereits ungeduldig darauf, daß es endlich los geht. Den Teig haben wir gestern Abend schon vorbereitet und bis heute ruhen lassen. "Mamaaaa...., wann kommst du?" Ich komme ja schon, ich komme ja schon...

Kommentare:

  1. bei dem majestätischen blick kann ich mir gut vorstellen, dass er die prozedur als unter seiner würde erachtet. aber was sein muss, muss sein ...
    lieben gruß an herrn mautz, morgen abend ist alles vorbei!
    susi

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  2. Ach das kenne ich! Man möchte so viel "Qualitätszeit" aus den Ferien holen und viele tolle Dinge tun, zu denen man im Alltag nicht kommt, und dann ist doch eher Ruhe, Familie und Langsamtun angesagt. Mittlerweile glaub ich ja, das ist genau das, was in dem Moment Qualität ausmacht. Auf jeden Fall braucht mans wohl, sonst würde es nicht alle Jahre wieder so sein...
    Lieben Gruß
    Gabi

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  3. Ich drück euch alle Daumen, und dem Mautz die großen Zehen noch dazu... (Impftermine mit kleinen Kindern scheinen dagegen ja peanuts zu sein)! ;-)
    Schafft's gut,
    Brigitte

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    1. In diesem Fall ist das leider tatsächlich so. Das arme Tier durchlebt den totalen Horror. Erst dachte ich, das Transportutensil sei das Problem. Aber es sind die Motorengeräusche vom Wagen.

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  4. toi toi toi! für den Alltagsanfang sowie für den Herrn Mauz!
    Lieben Lisagruß!

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  5. Vor Jahren war ich auch Katerbesitzerin: dieses Durchdrehen im Auto auf dem Weg zum Tierarzt kenne ich. Unsere Ärztin gab mir den Tip, der dann tatsächlich funktionierte: den Kater in einen weißen Kissenbezug stecken (zuknöpfen!). Später allerdings nahm er gleich Reißaus, wenn er den Kissenbezug sah, doch kaum war er drin, war er mucksmäuschenstill, höchstens ein bisschen Geknurre…auf diese Art haben wir ihn sogar mal mit in den Urlaub genommen, weil wir keinen Katerhüter fanden.
    Liebe Grüße von Nele
    PS: Bei der Gelegenheit mal wieder Danke für Deine Kommentare auf meinem Blog!

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  6. Äh... also, ganz da rein, auch mit dem Kopf, oder schaut der Kopf oben raus? Habe ich noch nie gehört, aber ich werde es interessehalber mal probieren. Danke dafür!

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