29 März 2015

(R)ein in den Frühling

Mitte dieser Woche erhielt ich den zweiten Buchstaben "R" zur Frühlingspost.

 

Links unten auf dem Umschlag ist ein kleines, gestempeltes "R" mit einem drumherum laufenden, blauen Band zu sehen.

 

Das Innenleben brachte ein handgeschöpftes Inlett hervor. Darauf ein aufgeklebtes Stück Aquarellpapier mit einer fein umgesetzten Idee frei nach Eduard Mörike. Licht, Luft und Veilchenduft hat mir die liebe Uta gewünscht. Bis es in unseren Breitengraden soweit ist, dürfte das noch dauern. Bis dahin darf das "R" auf mich wirken.

Herzlichen Dank, liebe Uta!
 

25 März 2015

10.53

Man kann nicht das Leid dieser Welt auf seinen Schultern tragen, und doch ist es so schwer auszuhalten, was diese Tragödie bedeutet für Familienangehörige, Arbeitskollegen, Freunde, Bergungsmannschaften...

Mein Mitgefühl mit allen Betroffenen ist grenzenlos. Ich weiß, mit welchen Gefühlen ich meine Kinder gestern Nacht in meinen Armen gehalten habe. 

21 März 2015

Echt Bombe!

 

Dieses Jahr, oh Wunder, nehme ich selbst an der Frühling Mail Art 2015 teil. Lange genug habe ich nur zugeschaut und wußte, daß ich nie und nimmer die Zeit finden würde, um so einer feinen Idee beizuwohnen. Aber die kleinen Herren sind nicht mehr so klein und so werden immer mal wieder Zeitfenster für mich möglich, die früher einfach nicht drin waren. Und wie hätte ich mich entziehen können, wenn es um die künstlerische Umsetzung zu meiner Lieblingsjahreszeit dabei geht, zu der Tabea Heinicker und Michaela Müller aufgerufen haben.

In dieser Woche durften die ersten Buchstaben-Briefe auf den Weg gebracht werden. Nun kann ich gewiß sein, daß ich niemandem die Freude daran verderbe, indem ich etwas vorweg nehme. Ich zog einen gefüllten Umschlag aus dem Postkasten und öffnete ihn neugierig.


Erst auf den zweiten Blick entdeckte ich das "F", dargestellt mit kleinen, knospenden Zweigen, einem kleinen Filzblättchen... und einer Samenbombe daran. Die kann man auch tatsächlich einpflanzen. Wir werden aber noch etwas damit warten, haben wir hier doch immer noch eisige Kälte. Eine Anleitung zu den Seedboms hatte Kathrin ebenfalls beigefügt, so daß man selbst auch welche herstellen kann. An dieser Stelle herzlichen Dank!  Unsere Küche sieht bombenmäßig aus, weil die kleinen Herren sogleich in Serienproduktion gegangen sind ;-).


Der Umschlag selbst war mit einem ausgestanzten Schmetterling, und bunten Streifen verziert. Im Innern einpaar persönliche Zeilen mit Gedanken zum Frühling und zu Kathrin selbst, über die ich mich wirklich gefreut habe.

Zwischen unserer alltäglichen Post, war das eine feine Sache. Ganz herzlichen Dank dafür, liebe Kathrin!

12 März 2015

Bad news

Bis eben gerade war ich noch voller Hoffnung. Dann wurde mir mitgeteilt, daß man in diesem Falle mit normalen Mitteln leider nichts für mich tun könne: die Platte muß in einem staubfreien Raum mit Spezialausrüstung geöffnet werden. Und auch da ist fraglich, ob die Daten alle wiedererlangt werden können. Das tut weh! Auf den Schock trinke ich jetzt erst mal einen Kaffee...

10 März 2015

Teuer bezahlt

Momentan habe ich eine etwas größere Pechsträhne und stehe mit der mich umgebenden Technik auf Kriegsfuß. In der letzten Woche habe ich einen hochwertigen Multifunktionsdrucker zerschossen. Wußtet ihr, daß man Geräte nie an der Steckerleiste ausmachen sollte? Jetzt weiß ich das auch. Zu spät! Das Teil muckt nicht mehr, und ich bin arbeitstechnisch darauf angewiesen. Nachdem alle Wiederbelebungsversuche gescheitert sind, mußte eiligst ein Neuer her, mit dem ich mich erst anfreunden muß. Noch finde ich das neue Gerät sehr gewöhnungsbedürftig, und deutlich langsamer - zumindest kommt es mir so vor. Nachdem die gecrashte, externe Festplatte, die ich meinem Mann mitgegeben hatte, wochenlang in der fernen Stadt herumlag, liegt sie seit letztem Wochenende nun wieder hier herum. Irgendwie trauen wir uns nicht daran, das Teil zwecks Datenwiederherstellung in fachmännische Hände zu übergeben. Uns beiden ist nicht wohl bei dem Gedanken, daß man da nicht weiter kommen könnte. Unvorstellbar wäre der Verlust von Daten, die ich über die letzten zwölf Jahre gesammelt habe. Bisher habe ich den Gedanken erfolgreich ausgeblendet. Morgen trage ich das Teil zu einem Fachmann und hoffe und bete inständig, daß alles gut gehen möge. Daumen drücken und gute Gedanken helfen zumindest mental.

03 März 2015

Ein Zahn kommt selten allein

 

Die kleinen Herren ähneln sich in Vielem. Manches ist aber auch komplett anders. Während das eine Kind mit einem Schlag, quasi über Nacht alle Milchzähne hatte und auch früh wieder verlor, warteten wir bei dem anderen ewig lange darauf. Der scheint eine ähnliche Zahnveranlagung wie meine Mutter zu haben, schießt es mir immer wieder durch den Kopf und ich muß an eine viele Jahrzehnte zurückliegende Geschichte diesbezüglich denken.

Meine Mutter mußte operiert werden. Ein chirurgischer Eingriff wurde nötig, der aber ansonsten nichts Schlimmes erwarten ließ. Die OP war erfolgt und mit meinem Vater besuchte ich sie im Krankenhaus. Sie war noch nicht wirklich wieder wach, so daß wir noch ein Weilchen so bei ihr am Bett saßen und sie streichelten. Als sie zunehmend wacher wurde stöhnte sie sehr und packte sich mit beiden Händen an den Kiefer. Verdutzt blickten mein Vater und ich uns an. Die OP hatte in einer ganz anderen Region ihres Körpers stattgefunden. Meine Mutter wimmerte und faßte sich immer wieder an den Kiefer. Ratlos wandten wir uns an den Arzt.

Jetzt muß man dazu wissen, daß meine Mam immer super schöne und gesunde Zähne hatte. Bis ans Ende ihrer Tage hatte sie nicht eine einzige Füllung. Kurz vor der OP müssen sich die Dinge überschlagen haben, so daß man nicht mehr daran gedacht hatte, sie nach dritten Zähnen zu fragen. Die Narkose wirkte bereits, und so hing man sich mit aller Macht an ihre Zähne und zog daran, um doch noch irgendetwas auszumachen, was während der OP heraus müßte. Das erklärte alles und wir lachten damals befreit auf.

 "Je später sie kommen, umso besser!", sagt der Zahnarzt. Das kleine Kind hat endlich ein Paar Wackelzähne. Das hat aber auch gedauert! Den ersten Milchzahn hat nach seinen Aussagen die Zahnfee mitgenommen ;-). Den Zweiten haben wir verloren, weil er im Inneren des Staubsaugers landete. Trotzdem wir den Beutel akribisch auseinander nahmen, fanden wir ihn nicht. Seit Monaten wackelte also der dritte Milchzahn und wir warteten hoffnungsfroh, während das Kind besagten Zahn bereits in alle Himmelsrichtungen zwirbelte. Er fiel nicht aus. Schlimmer noch, nachdem er sich schräg zur Seite gedreht hatte, saß er wieder bombenfest. Das Zahnfleisch schwoll an und quälte den Sohn immer wieder. Als er sich darüber beklagte, da machte ich ihm den Vorschlag, diesen ziehen zu lassen. Und zu meiner Überraschung willigte das Kind sofort ein. Zwei Stunden später saßen wir schon in der Zahnarztpraxis. Es gab eine "kleine" Betäubung - bitte schaut euch doch mal dieses Spritzen-Unheuer an. Bei dessen Anblick wäre ich als Kind 1000 Tode gestorben - mindestens. Nach kurzer Zeit war der Zahn draußen und man konnte schon den herausdrängenden Neuen darunter erkennen. Da sagt das Kind plötzlich: "Du Mama, jetzt fühlt sich das alles sooo verrückt an. Wie bei diesen Frauen, die sich extra was in die Lippen machen lassen, wo das so komisch aussieht. Aber bei mir fühlt es sich nur so an." Wir haben so gelacht. Inzwischen wackelte auch der vierte Milchzahn und insgeheim befürchtete ich, daß wir dem kleinen Kerl alle Zähne ziehen lassen müßten. Als ich ihn gestern bei seinen Hausaufgaben sitzen sah, und wie er immer wieder daran zwirbelte, bot ich ihm an, diesen zu ziehen. Er willigte sofort ein. Mit einem kleinen Stück Küchenpapier umfaßte ich den Querulanten... und zack war er raus. 



Seitdem werde ich von der charmantesten Zahnlücke weit und breit angestrahlt. Gott, ist das schön!

01 März 2015

Wer sich bewegt, bringt etwas in Bewegung

 

Während des Trainings blicke ich manchmal auf diesen weisen Spruch.
Es ist was Wahres dran.

Wie ich schon ein Mal erwähnt hatte, haben mich die hiesigen Wetterkapriolen dazu gebracht, mich dem Krafttraining hinzugeben. Mein Ziel dabei war ausschließlich Muskeln aufzubauen. Und das hauptsächlich am Oberkörper (Vorder- sowie Rückseite und an den Armen, wo ich ziemlich kraftlos bin). Inzwischen ist der Probemonat, den ich gebucht hatte, rum. Und mein Fazit kommt nun.

 

Hier könnt ihr einige der Muskelpartien sehen, die ich neben anderen, hauptsächlich gefordert habe.




Die ersten Male war ich eine nicht unbeachtliche Zeit damit beschäftigt, die diversen Stellschrauben, mit denen ich die Geräte auf meine Maße bringen konnte, zu suchen ;-). Inzwischen geht das wie im Schlaf.

Pro Woche habe ich drei Mal trainiert, und ich meine damit wirklich trainiert.  Nicht, wie ich das oft beobachten konnte, die Zeit mit Quatschen verbracht. Meine reine Trainingszeit variierte dabei von mindestens 6 bis 7,5 Stunden pro Woche. Anfangs habe ich mit sehr überschaubaren 15 kg begonnen und habe im Laufe der Zeit sowohl die Gewichte, als auch die Übungswiederholungen gesteigert. Inzwischen habe ich noch einige Geräte mehr zu meinem üblichen Repertoir aufgenommen.

Vor ziemlich genau zwei Jahren  zwang mich ein Rodelunfall dazu, beinahe zwei Monate ausschließlich zu liegen. Was das für fatale Folgen hatte, konnte ich am eigenen Leib erleben: am Ende hatte ich ungelogen die Kondition einer Greisin. Meine Muskulatur bildete sich in Nullkommanichts zurück. Ich begriff da erstmals, warum es alte Menschen nach einem Hüftbruch unter Umständen nicht mehr schaffen, ihr Lager lebend zu verlassen. Unter der langen Bewegungslosigkeit habe ich psychisch genau so gelitten, wie auch physisch. Ich träumte davon, meine ersten Schritte ohne Geh- und sonstige Hilfe zu bewältigen und meine gewohnte Unabhängigkeit wieder zu erlangen. Das aber stellte sich als eine große Herausforderung heraus. Mit viel Disziplin und Ehrgeiz schaffte ich es in einer verhältnismäßig kurzen Zeit wieder auf die Beine zu kommen. Seitdem weiß ich einmal mehr meinen Körper und seine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit zu schätzen. Das ist so ein großes Geschenk.

Es gibt Zeiten, in denen es wichtig scheint, äußerlich gut auszusehen. Mit zunehmendem Alter aber werden zumindest mir noch andere Dinge wichtig. Jetzt, da sich langsam aber sicher der Hormonhaushalt umstellt, eine ungeliebte Trägheit sich in meinem Leben breit macht, die ich ganz und garnicht schätze, stelle ich fest, daß ich mehr für meinen Körper tun muß. 

Ich gebe unumwunden zu, daß ich Anfangs mit mäßiger Begeisterung den Weg zum Training angetreten habe. Ich bin ein Glückspilz: mein innerer Schweinehund hatte in meinem Leben selten die Oberhand. Nehme ich mir etwas vor, dann mache ich das. Die Frage, ob ich gerade will oder nicht, stellt sich mir dann nicht. 

In den vergangenen Wochen habe ich hocherfreut festgestellt, daß gezielter Muskelaufbau genau mein Ding ist. Du trainierst einen ganz bestimmten Bereich deines Körpers, und genau da wachsen die Muskeln: wie wunderbar! Meine manchmal durchwachsene Laune löste sich nach dem Training immer in Wohlgefallen auf. Ist das toll?! Ich finde schon. Wo ich anfangs noch lustlos den Weg dorthin antrat, konnte ich es bald kaum erwarten, bis es wieder so weit war. Früher, wenn ich morgens aufstand, hatte ich fast immer Rückenschmerzen, die sich mal mehr, mal weniger im Laufe des Tages auflösten, manchmal waren sie so schlimm, daß ich kaum noch laufen konnte. Inzwischen kann ich sagen: Rückenschmerzen adè! Machen wir uns nichts vor, äußerlich sieht man keine Veränderungen nach dieser verhältnismäßig kurzen Zeit (in meinem Alter kommt es eh mehr auf die inneren Werte an ;-)), aaaber meine Lieben, man kann bei mir inzwischen anklopfen. Unter einer gewissen Speckschicht habe ich einen Stahlpanzer. Und den kann ich überdeutlich spüren. Dadurch wiederum hat sich meine Haltung verändert - sowohl im Sitzen, als auch im Stehen. Das sind so viele positive Dinge auf einmal, daß es für mich keine Frage ist, damit weitermachen zu wollen. 

Jetzt gibt es eine kleine "Verschnaufpause" von zwei Wochen, in der etliche andere Dinge anstehen. Mit dem Betreiber habe ich verhandelt, denn ich möchte mich nicht auf einen Ganz- oder Halbjahresvertrag festlegen. Das Freibad macht bald auf (freu), wo ich wieder meine Bahnen ziehen werde. Im vergangenen Jahr habe ich furchtbar gelitten, als es wieder zu machte. Jetzt weiß ich, daß ich dann übergangslos wieder im Fittnesscenter trainieren werde. Das sind richtig tolle Aussichten, und ich freue mich sehr darauf!

P.S.: Übrigens habe ich in diesem Zeitraum etliche nette Menschen kennen gelernt. Ein erfreulicher Nebeneffekt.