09 Dezember 2015

Mein Nest

 

 

 

 

Manchmal wundere ich mich selbst, was ohne groß darüber nachzudenken aus einem fließt. Die Seele findet Wege. Auch etliche Jahre nach ihrem so grausamen Ende, vermisse ich sie so sehr. Wie gerne hätte ich das Glück mit ihr geteilt, selbst Mutter zu sein, hätte sie so gerne um Rat gefragt, hätte sie so gerne zur Großmutter gemacht und ihr meine Kinder anvertraut. Es sollte nicht sein. Meine charismatische, schöne, sanfte, gütige, liebevolle Löwenmama. Mein Nest. Ich vermisse sie. 

Kommentare:

  1. So, wie du sie immer wieder beschrieben hast glaube ich, dass ganz viel von ihr in dir steckt.
    Alles Liebe zu dir in den Norden, Birgit

    AntwortenLöschen
  2. Ach Mensch, ohne Dich/ Euch zu kennen habe ich Ganzkörpergänsehaut. Meine Mutter verliere ich gerade endgültig an ihre Alzheimererkrankung. Aber dass sie meinen Sohn noch kennengelernt hat und ihm eine liebevolle Großmutter war (auch wenn sie keine liebevolle Mutter gewesen ist), das hat dann doch viel geheilt.
    Und ein wunderschönes Bild hast Du von Deiner Mutter gemacht ...

    AntwortenLöschen
  3. Ich hätte gern meinen Vater bei der Hochzeit dabei gehabt...und ihm meine Kinder präsentiert...sollte auch nicht sein...Ich kann Dich sehr gut verstehen. Das Vermissen hört nie auf...LG Lotta.

    AntwortenLöschen
  4. Ich drück Dich! Sie freut sich bestimmt sehr an ihrer wunderbaren Tochter und ihren ebenso wunderbaren Enkeln. Die Freude geht doch nie vorbei. Denn sie kommt doch aus der Liebe!
    Lieben Lisagruß

    AntwortenLöschen
  5. Ich glaube dir auf's Wort, wie sehr du sie vermisst, weil die Mütter so kostbar für die Familie ist. Aber ich bin mir so sicher, dass unsere geliebten verstorbenen Menschen um uns sind. Mich tröstet der Gedanke sehr, zu glauben, dass sie uns beschützen. Aber ich glaube auch, dass du viel von deiner Mutter hast, nur leider kannst du es nicht so vergleichen, was sehr Schade ist. Bestimmt sieht sie dort wo sie ist, was für eine liebevolle Tochter sie großgezogen hat. Ich drücke dich. Selamlar.

    AntwortenLöschen
  6. *gänsehaut*
    (und wie toll du gestalten kannst!)

    AntwortenLöschen
  7. Ooohh - wie schön, wie... besonders!
    Und mit welcher Selbstverständlichkeit "gekonnt"!
    (Wusstest du, dass es "sie" wird, als du angefangen hast? Oder kam das erst beim Machen?)
    Ich grüße dich,
    Brigitte

    AntwortenLöschen
  8. Ihr Lieben, ich danke euch für die Einblicke, die auch ihr z.T. gewährt habt. Ja, jeder hat Vater und Mutter. Überall schlägt das Schicksal mal mehr, mal weniger heftig zu. Mit den Müttern steht und fällt alles im Leben eines Kindes, so sagen Psychologen. Ich hatte großes Glück mit meinen beiden Eltern, was nicht heißen soll, daß es nie Konflikte gegeben hätte. Aber ist das Fundament solide, trotzt das Gebäude manch einem Beben. In meinem jetzigen Alter wurde meine Mutter sehr schwer krank. Was folgte waren Jahre der Angst, Verzweiflung und Trauer. Einen geliebten Menschen hilflos weniger werden zu sehen ist eine der grausamsten Erfahrungen meines Lebens. Wenigstens hat mein Vater gute zehn Jahre seine geliebten Enkel genossen. Und nun wird er zugrunde gerichtet mit einer weiteren schlimmen Krankheit. Immer war mein Traum, als Großfamilie mit allen in einem Mehrgenerationenhaus zusammen zu leben: Großeltern, Eltern, Enkelkinder. Dazu ist es bedauerlicherweise nie gekommen. Ich bin mir sicher, daß wir so ein sehr erfülltes Leben miteinander geführt hätten.
    Liebe Brigitte, es war meine vorletzte Stempelplatte, die ich ursprünglich mit einem weihnachtlichen Motiv beschnitzen wollte. Heraus gekommen ist dann das...

    AntwortenLöschen