01 November 2015

Ein Licht sein für diese Welt...

Das Licht hat eine starke symbolkraft: es bedeutet Leben, Heil, Glück, Hoffnung... In der bedrohlichen Finsternis haben wir Menschen oft Angst. Das Licht erhellt seine Umgebung, es vertreibt die Finsternis und hilft uns dabei das Chaos des Dunklen neu zu ordnen. Wer kennt das nicht, daß ein Lächeln unseren Tag erhellen kann. Daß von manchen Menschen ein inneres Strahlen ausgeht, was die gesammte Umgebung leuchten läßt. Andere haben eine eher finstere Aura...

Ich möchte Licht sein für diese Welt.

Die vergangenen Wochen und Monate glichen einer emotionalen Berg- und Talfahrt. Wir haben uns so ziemlich alles an Nachrichten und Berichterstattungen zur Flüchtlingspolik durchgelesen und angesehen, was Internet und TV hergaben. Ebenfalls großes Interesse zeigten die kleinen Herren. Und ausgerechnet das jüngste Familienmitglied überraschte mich mehrfach damit, die Dinge in ihrer Komplexität auf den Punkt zu bringen.

Die letzte Zeit hielt Überraschungen für mich bereit. Ich bin mir unbekannten Menschen begegnet, die sich in der Auseinandersetzung zur Flüchtlingsthematik erst sehr verschlossen zeigten - als ginge es erst einmal darum zu eroieren, wo das Gegenüber steht. Dann aber kam es oftmals umso heftiger. Es war mitunter sehr schwer - wenn überhaupt, in ein vernünftiges Gespräch hineinzufinden. In der Uneinsichtigkeit mancher Menschen bin ich Kummer gewöhnt. Hier ist ein hartes Pflaster für Fremde. Aber wenn Argumente, die überhaupt keine sind, von vermeintlichen Freunden kommen, dann hat das nochmal eine ganz besondere Qualität für mich.

Meine langjährige Freundin hat mir seit unserem letzten Gespräch mit unvorstellbar harrschen Bemerkungen den Rücken gekehrt. Das tat weh, wenn auch nur für kurze Zeit. Im Türkischen gibt es eine Redewendung, die besagt, daß wenn etwas nicht taugt, es an der dünnsten Stelle reißen soll. Das ist in unserem Fall wohl so geschehen. Ich kann damit leben. Dennoch fällt es mir sehr schwer zu akzeptieren, daß es Menschen gibt, die schier unbelehrbar sind. Was mich daran ganz besonders erstaunt ist, wenn jemand aufgrund eines schweren Schicksalsschlages selbst einmal ganz unten stand und nur durch Hilfe von vielen fremden Menschen wieder einen Neustart wagen konnte, so vernichtende Kommentare von sich geben kann über andere Menschen, die zur Zeit ihrerseits ganz unten stehen.  Niemand muß fürchten, sein Hab und Gut einem Fremden geben oder mit ihm teilen zu müssen. Und trotzdem regiert die Furcht, oder vielmehr der Egoismus. Das Wort Gutmensch wird eher als Schimpfwort benutzt derzeit. Geht es uns allen so gut, daß wir uns so gargargarnicht mehr vorstellen können, was es bedeutet, hilfebedürftig zu sein? Oder ist es schlicht und ergreifend Ignoranz und eine unerträgliche Überheblichkeit, was uns das Schicksal anderer einfach egal werden läßt? 

Die Haltung gegenüber den notleidenden Menschen ist keine wirtschaftliche oder logistische Frage, sondern sollte eine Frage des Anstands sein.

Die Berichte und Bilder der vergangenen Zeit haben uns tief berührt, außerordentlich beschäftigt und nicht mehr losgelassen.  Wer tägliche Begegnungen mit Flüchtlingen hat, der weiß um die Notwendigkeit der Hilfeleistungen und die Dankbarkeit dieser Menschen in schweren Zeiten der Not. Ehrenamtliche Hilfe ist so lange vonnöten, bis hauptamtliche Strukturen geschaffen werden, die dem Bedarf gerecht werden. So lange wollen auch wir mit anpacken.

Wer Augen im Kopf hat, kann nicht umhin zu sehen, welches Leid diese Menschen erfahren haben. Vom körperlichen Geschundensein über die niederschmetternden Schicksale - die Not ist offensichtlich. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. "Nicht reden, machen!", heißt es hier. Wir möchten ein Vorbild sein - auch für unsere Kinder. Daher begleiten mich die kleinen Herren für einige Stunden in der Woche dorthin, wo täglich viele viele Menschen eintreffen. Auch sie sind schon in der Lage mit anzupacken und zu helfen. Dolmetscher, viele fleißige Helferinnen und Helfer in der Kleiderkammer, bei der Essensausgabe, ehrenamtlich versorgende Ärzte... viele davon sind Menschen mit Migrationshintergrund. Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe findet man vor - aber gerade diese Unterschiede sind es, die bereichern. So ungleich die Helfer sind, so unterschiedlich sind auch die Bedürftigen. Unser Glück ist, daß wir in einer friedlichen Umgebung leben dürfen. Ein Glück, welches genau so wenig unser Verdienst ist, wie die Flüchtenden ihre Notsituation selber verschuldet haben.

Wer Zweifel und Ängste hat, dem lege ich wärmstens ans Herz, die Begegnung mit den Flüchtlingen zu wagen. Im direkten Kontakt zum Individuum verändert sich eine vermeintlich bedrohliche Masse. Ich bin zutiefst dankbar für all die vielen Menschen, die vielen Menschen helfen, den nächsten Schritt in ein besseres Leben zu ermöglichen. Das rührt mich sehr.

Immer wieder passieren Dinge, die einen erschüttern. Diese abscheulichen Taten bewirken bei den Helfern nur eines: Jetzt erst recht! Keiner dieser Menschen, die ihre Heimat mit kaum mehr als ihrem nackten Leben verlassen haben, hat das leichtfertig getan. Einer, der  es trotz der vielen Ertrinkenden über das Mittelmeer wagen wollte, sagte auf die Frage eines Reporters hin, ob er nicht Angst habe, dabei zu sterben: " Vielleicht werde ich auf dieser Reise sterben. Zu Hause aber werde ich ganz sicher sterben. Hier gibt es zumindest die Hoffnung auf Leben!" Muß man dazu noch irgendetwas sagen??

Immer wieder begegnen einem Vorurteile. Das gegenwärtig Erlebte, verschafft mir dieser Tage das Gefühl, all das ziemlich genau so schon einmal erlebt zu haben. Lang lang ist's her, und doch erinnere ich mich noch so gut daran. "Die nehmen uns die Arbeit weg!", "Diese egomanen Männer, die alleine reisen... Die werden sich an unsere Frauen ranmachen", "Deutschland den Deutschen!", "Die sollen wieder dahin abhauen, wo sie hergekommen sind!", "Die wollen sich hier nur an unserem Staat bereichern. Denen geht es doch garnicht so schlecht!". Angesicht des  Elends, was sich einem tagtäglich offenbart, kann man nicht anders als zu denken: wenn's nur nicht so tragisch wäre...



Meine erste Begegnung mit Flüchtlingen am Bahnhof hat mich sehr weinen lassen. All diese Menschen zu sehen, die voller Hoffnung aber auch voller Furcht sind, nimmt jeden mit. Die Willkommensstimmung an solchen Orten darf dennoch nicht darüber hinweg täuschen, wie verzweifelt die Lage für so viele Menschen ist. Viele der Flüchtlinge sind krank, völlig erschöpft und verängstigt. Die Schicksale dieser Menschen am Bahnhof berührt so sehr. "Nichts zu Fressen haben, aber die besten Smartphones in der Hand...", schmetterte mir jemand vor einiger Zeit wutentbrannt entgegen. Auf der Flucht kaputt gehende Smartphones sind ein Desaster. Damit bricht der oftmals einzige Kontakt zur Familie ab. Wären unsere Kinder auf der Flucht, würden nicht auch wir versuchen sie mit den besten Smartphones auszustatten - zumindest mit denen, die wir dafür halten? 

In der schweigenden, dicht beieinander stehenden Menge habe ich eine junge Frau gesehen. Sie drückte das Baby in ihren Armen unter dem dünnen Mantel an sich. Es wird merklich kühler zum Abend hin, und spontan rupfe ich meinen langen, breiten Schal vom Hals und überreiche ihn ihr lächelnd wortlos. Sie nimmt ihn und legt ihn sofort an, bedeckt zum Teil das Kind auf ihrem Arm damit. Sie lächelt zurück. Aber nicht nur sie: die Gruppe um sie herum bedankt sich und lächelt. 

Trotz aller Widrigkeiten weiter machen und ein Zeichen setzen für die Mitmenschlichkeit - ein Licht sein für diese Welt... Wer ein Licht sein will für diese Welt muß dazu nicht zwangsläufig ein Christ ein. Jeder kann etwas tun. Jeder! Daran arbeiten wir.

Mein Licht schicke ich zu ihr und ihr.

Kommentare:

  1. Liebes Pünktchen ! Ja, genau diese Erfahrungen habe auch ich in den letzten Monaten gemacht.
    Ich bin sehr froh darüber, helfen zu können. Mitwirken zu können, die Situation für die ankommenden Menschen besser und positiver zu getalten. Praktisch und einfach zu sein, mit anzupacken. die ganze Familie hilft mit. Mein Mann repariert gespendete Fahrräder und gibt sie an Flüchtlingsschüler weiter.. etc.... und es ist wichtig, an geeigneter Stelle darüber zu reden. In meinem Bekanntenkreis habe mich auch etliche Reaktionen und das nicht nur positiv, überrascht.
    Trotzdem. Weitermachen, wo es nötig ist. LG Gitta

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  2. Ein ganz berührender Licht-Text, du Liebe... Und dein Schal wird wärmen. Herzlich Ghislana

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  3. Du bist eine ganz Große!! Sei umarmt. Roswitha

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  4. Danke, danke .... für Deinen Text, Deine Gedanken, für Euer TUN
    Elisabeth

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  5. Eine sehr schöne Idee, mein Thema umzusetzen! Mitmenschlichkeit ist ein großes Thema...und natürlich hast Du Recht, den Flüchtlingen muss geholfen werden. Ich finde Dein Engagement im Flüchtlingsheim ganz wunderbar! Über einen Satz bin ich allerdings gestolpert:" ...Dennoch fällt es mir sehr schwer zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die schier unbelehrbar sind...". Wenn es um das Flüchtlingsthema geht, sollte man sich meiner Meinung davor hüten zu glauben, der eigene Standpunkt ist das Maß aller Dinge ...das Thema ist zu komplex. Könnte es vielleicht sein, dass Deine Freundin das Gefühl hatte, Du hörst ihr nicht wirklich zu...beharrst nur auf deinem Standpunkt? Klar...kann anders herum ganz genauso sein...! Ich finde, genau das ist im Moment im Dialog, der über dieses Thema geführt wird, der Hauptgrund, warum man keinen Schritt weiter kommt...Ich finde es sehr schade, dass wegen dieses Themas eine Freundschaft zerbricht. Was ist, wenn man nach einiger Zeit erkennt, der andere hatte vielleicht in dem einen oder anderen Punkt doch nicht so Unrecht...Liebe Grüße, Lotta.

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    1. Liebe Lotta,
      in einer Zeit, in der die polische Regierungsspitze sich uneins zeigt, sind diffuse Ängste der Menschen für mich durchaus nachvollziehbar. Mit den "schier unbelehrbaren" Menschen meine ich all jene, die nichts außer Verachtung und Haß säen. Nicht meine Meinung ist das Maß aller Dinge. Es sollte das Maß aller Dinge sein, Menschen in Not unbedingt zu helfen. Und was meine Freundin angeht... ohne allzusehr in die Tiefe gehen zu wollen: sie hat aus dem, was ihr vor einigen Jahren selbst widerfahren ist, leider nichts gelernt. Menschen, die mit zweierlei Maß messen, sind mir sehr zuwider. Was gibt einem das Recht und rechtfertigt es, sich über diese armen Kreaturen zu stellen? Der Wohlstand? Die Sicherheit, in der wir gewohnt sind hier in diesem Land zu leben? Sorry, aber "Die gehören nicht hierher und sollen SOFORT dahin verschwinden, woher sie kommen" ist noch eines der harmlosesten "Argumente" und paßt nicht in meine Weltanschauung.
      Liebe Grüße.

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  6. Danke für Dein Licht, Du Liebe! Ich bin auch immer sprachlos, wie ansonsten mitfühlende Mitmenschen plötzlich kalt und herzlos argumentieren, sobald die Sprache auf Flüchtlinge kommt. Als ob es nur Zahlenspiele wären, als ob es um Figuren in einem Spielfilm ginge.
    Liebe Lisagrüße!

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  7. Anonym1.11.15

    Whow! Wunderbar, wie Du das Thema umgesetzt hast.
    Danke für Dein Statement.
    Frauke von Lüttes Blog

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  8. *Licht *mal ganz anders umgesetzt finde ich persönlich sehr gelungen. Und was deine Freundin angeht würde ich mal so von weitem behaupten, dass die gemeinsame Zeit verbracht/verbraucht ist und das es Zeit wird neues in dein Leben zu zulassen. Nichts ist für die Ewigkeit. ...
    Selamlar

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  9. Dass das Wort "Gutmensch" inzwischen von gewissen Leuten so verunglimpft wird, tut mir weh. Und darunter sind sehr gebildete Menschen, die unsere Geschichte sehr gut kennen müssten. Bildung ist nicht alles, wenn das Herz fehlt.
    ( Übrigens teile ich deine Erfahrung, dass die, denen selbst aufgeholfen wurde, die Unerbittlichsten sind. )
    Eine gute Woche!
    Astrid

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  10. Hallo Du Liebe, wunderbar geschrieben, vielen Dank!
    Ja, auch ich bin entsetzt.
    Über Nachbarn, die über einen Freund falsche Behauptungen verbreitet haben vor lauter Angst, dass er ein altes Haus an Flüchtlinge vermieten würde. Wie sie gesprochen haben über Asylbewerber, als wären alle Kriegsflüchtlinge Kriegsverbrecher. Die schlimmsten Vermutungen, was alles passieren würde...
    Über Verwandte, die letztlich mit dem saublöden Argument kommen "Dann gib mal jedem 100,- Euro, da siehste dann mal, wie weit Du kommst..."
    Über die, die diesen Menschen die schlimmsten Sachen vorwerfen und selber Feuer legen, tatsächlich oder mit ihren Worten.
    Ja, ich kenne auch nicht d i e Lösung, ich weiß auch, dass die Politik sich und uns besser darauf vorbereiten hätte können, ich sehe auch, dass es nicht einfach ist und vielleicht nicht einfacher wird - aber sind das Argumente? Nein. Wer hier ankommt, dem muss erst einmal geholfen werden. Unser Wohlstand basiert schließlich auf vielen Miseren dieser Welt.
    Also, ich kann Dich verstehen. Zwar habe ich nicht mit einem guten Freund gebrochen, aber den Kontakt zu einigen Menschen, die ich mal ganz nett fand, auf ein Minimum reduziert.
    Liebe Grüße und viel Kraft wünsch ich Dir und vielen Dank für Deine Hilfe.
    Petra

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  11. Dein Text berührt mich zutiefst liebes Pünktchen.... In einer Zeit, in der der Hass gegen Fremdes wieder so an die Oberfläche kommt, wie gerade eben und das Wort Gutmensch ein Schimpfwort ist, ist sowas eine wahre Wohltat. Man liest es ja fast täglich im Internet, Facebook habe ich schon lange auf ein Minimum eingeschränkt. Gott sei Dank habe ich jetzt keine Freunde, die offen dagegen hetzen und oftmals habe ich es schon im Kern erstickt, wenn ich ihnen von den Erlebnissen meiner Tochter im Erstauffanglager München berichtet habe, wo sie in ihrem Urlaub ein paar Tage gearbeitet hat. Gestern war ich mit meinem Jüngsten im neuaufgemachten Flüchtlingheim hier, wo ich gelesen habe, dass es an Decken, Kissen fehlt, ein kleiner 7 Jähriger, der keine warme Kelidung hat... die Begegnug mit diesen so dankbaren Mensche hat mich zutiefst erschüttert. Wo sie gerade untergebracht sind, würde keiner von uns auch nur eine Nacht schlafen wollen.
    Was deine Freundin angeht... das tut mir sehr leid, aber das türkische Sprichwort hat leider recht.... Die schlimmsten sind oft wirklich die, die selbst ganz unten waren und denen auch geholfen wurde.....
    Ganz liebe Grüße und Kopf hoch....♥
    Christel

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  12. Danke, Pünktchen! Gut, dass du den Mund aufmachst (auch hier, schriftlich). Ich schaffe es grade nicht, jedenfalls nicht in der Blogöffentlichkeit. Aber auch ich wundere mich, wie nicht nur alteingesessene, sondern auch manche Menschen, die selbst aus Migrantenfamilien kommen oder hier eingewandert sind, sich nun vor "Überfremdung" fürchten und das Ende des Abendlandes gekommen wähnen...
    Und selbstverständlich ist das "Licht für die Welt-sein" unabhängig von Religionszugehörigkeiten. Ich bin sicher, dass Jesus alle Menschen meint, wenn er die Friedensstifter und die, welche nach Gerechtigkeit hungern, zum Reich Gottes zählt.
    Herzliche Grüße euch lieben Lichtbringern,
    Brigitte

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    1. Liebe Brigitte,
      du sprichst etwas an, was ich gerade am letzten Wochenende mir von einem LANDSMANN anhören durfte. Der sagte doch tatsächlich, daß die Flüchtlinge, wenn sie doch so sehr Not hätten, bitte schön, in die umliegenden Länder flüchten sollten. Da wäre es ja schon sicher. Deshalb müsse man nicht nach Deutschland oder Schweden. Das wäre schon Luxus. Ja, es scheint so, daß Dummheit international ist. Auf seine Frage, was ich so mache derzeit, antwortete ich trocken: "Mich mit meinen Jungs für die Flüchtlingshilfe engagieren!" Da erst fing er an, zurück zu rudern. Beschämend ist das!

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    2. Viele wissen ja gar nicht, dass die allermeisten Flüchtlinge (viel, viel mehr als hier) genau das getan haben: in die umliegenden Länder zu gehen. Wo sie dann unter unvorstellbaren Bedingungen hausen - kein Wunder: der Libanon mit seinen 4 Mio. Einwohnern hat z.B. eine Million davon aufgenommen. Kann sich irgendjemand vorstellen, was hier unter diesen Umständen los wäre??!

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    3. Mag sein, daß es viele gibt, die das nicht wissen. Viele andere wissen es aber und finden dennoch, daß die desolaten Umstände in diesen Ländern für die ausreichen müßten, die Schutz vor Krieg suchen. Das müsse doch genügen. Das erinnert mich so sehr an diese "Weg..., weg mit dem Dreck-Rufe". Alles erscheint gut, was weit weg von uns ist - egal wie desaströs die Umstände dort sind, um die sehr wohl so viele Menschen wissen.

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  13. Danke Dir, liebes Pünktchen, für diesen Post!
    In meinem Freundeskreis gibt es auch einige, die sich sehr stark gegen die Flüchtlinge äußern.
    Oft auch Menschen, denen es so gut geht, dass sie all ihr Geld nicht mal ausgeben können.
    Mich läßt dies nur traurig den Kopf schütteln und erkennen, dass man seine Freunde gar nicht so gut kennt, wie man dachte.....
    Ich wünsche dir und deinen kleinen Herren noch viele Gesichter die Ihr mit Eurer Hilfe aufhellen könnt.
    Ich grüße Dich herzlich
    Meli

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  14. Anonym4.11.15

    Oh, Frau Pünktchen, Danke für diesen Post<3! Selbst umgeben von einigen Leuten, die so unendlich fassungslos und traurig machende und oft so "dumme" und unwissende und so herzlose Aussagen von sich geben tut jedes Wort gut. Jedes Wort und jede Tat. Das türkische Sprichwort, Danke!
    Seien Sie herzlich gegrüßt (Sie und Ihre Familie), Martina

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  15. Danke, fürs Machen - statt Reden. Menschen wie du geben mir Hoffnung, was die Zukunft der Menschheit angeht. Hoffnung, die einem heutzutage schon mal entgleiten kann bei all der Ignoranz, all dem grenzenlosen Egoismus und dem eiskalten Hass auf die, die gar nichts mehr haben als ihr nacktes Leben... und ein Smartphone.
    Herzlich, Katja

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