02 Juni 2015

Learning by doing

 

Wie...? Schon wieder Lernen?? Ja, irgendein Schlaumeier hat mal behauptet, daß man Malen durch das Malen lernt. Und was soll ich sagen: es stimmt! Natürlich sieht manches jämmerlich aus, oder es will etwas einfach nicht gelingen. So what?! Einfach weiter machen. Den Blick schulen, so lange herumskizzieren, bis die Proportionen dem der Vorlage gleichen.

Eigentlich dachte ich, ich käme am Wochenende dazu, ein Bildchen zu malen. Aber die Lernunterstützung für die kleinen Herren, ließ kaum Zeit dafür übrig. Es wurde nichts draus. Obwohl ich erst seit kurzem den Pinsel schwinge, sind doch schon etliche Bilder entstanden. Und einmal mehr bin ich sehr froh, daß ich auf Leinen-Malkarton male, sonst wäre hier schon eine nicht zu verachtende Menge an raumfüllenden Leinwänden zusammen gekommen. 

Inzwischen bin ich sogar auf Malblöcke für Acryl- und Ölmalerei umgestiegen (die Bilder kann man noch platzsparender in Mappen aufbewahren). Bei der ersten Mappe, die ich wahllos von einem Hersteller mitnahm, war ich schier entsetzt. Zu meiner Verwunderung kam ich überhaupt nicht damit klar. Es hatte für mich eine sehr seltsame Oberflächenbeschaffenheit, auf der ich die Farben kaum gescheit vermalt bekam. Den angebrochenen Block durften die kleinen Herren für andere Dinge zweckentfremden. Inzwischen bin ich bei Blöcken von Canson gelandet - und siehe da: ganz anderes Arbeiten ist möglich!

 

Was ich male? So ziemlich alles, was mir vor die Augen kommt. Gemüse vom lezten Einkauf zum Beispiel. Diese Dinge begreife ich als Übung, um meinen Blick zu schulen, um mit den Farben zu experimentieren.

 

Schwächen sehe ich sofort, finde sie aber nicht so schlimm. Versuche beim nächsten Mal, es besser zu machen. Da entstehen dann gerne andere "Fehler", aus denen man dann wieder ewas lernt ;-).

Wenn uns die Sonne in nächster Zeit anlachen sollte, dann möchte ich das erste Mal im Garten mit Ölfarben malen. Ich hole dann die Wasserpfeife raus und los geht's... (Kleiner Scherz am Rande). Bisher habe ich wegen der Stinkerei mit Verdünnungsmittel etc. nichts mit Ölfarben gemacht. Es gibt ja sogar absolut geruchsneutrales Lösungsmittel. Aber auch das atmet man in geschlossen Räumen ein, was der Gesundheit ebenso wenig dienlich ist wie das Stinkezeugs. Aber erst einmal muß es so warm werden, daß mir beim Malen nicht die Finger klamm werden. Wir haben Juni, Herrgott nochmal...

Kommentare:

  1. Fehler? Wo? Also ich seh keinen, ich finds einfach nur toll und ziehe meinen Hut. Ich finde es unglaublich toll, wenn man malen kann.... vielleicht gerade deshalb, weil ich selbst völlig talentfrei dabei bin. Ich meinte es ja auch irgendwann mal ausprobieren zu müssen, hab mir vieles an Material zugelegt, aber es dann schlussendlich wieder aufgehört. Irgendwie hat mir aber auch die Muße gefehlt.

    So bewundere ich lieber die Bilder der anderen, so wie hier bei Dir... voll schön, vor allem die Paprika mit de grün drumrum finde ich sehr gelungen.... und die Proportionen passe absolut (auch wenn mir klar ist, dass es da viel Spielraum gibt und es bei Menschen zb. viel schwerer ist).

    Aber Daumen hoch, mir gefällts! ;)

    Liebe Grüße
    Pamy

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  2. Zum Reinbeißen, Deine Gemüse! Und gar nicht schwach, sondern knackig und sehr präsent!
    LG
    Lisa

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  3. Ich finde, du hast die - jetzt kommts - Dreidimensionalität echt total gut hingekriegt. Ich finde dass das sehr schwierig ist,. Bei aller Bemühung es Dreidimensional erscheinen zu lassen, wird es oft ganz schräg und seltsam. Ein neuer Bewis deines Talents! ( das sagt die Urenkelin eines Berufsmalers, die leider nixxxxx davon geerbt hat!) nicht nur mit Worten verstehst du zu jonglieren, sondern auch mit Farben und Formen!
    Gros bisou meine liebe
    Sandra

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