27 Mai 2015

Powernapping


Irgendwann im Wonnemonat Mai ist unser Mautz zur Welt gekommen. Irgendwann in diesem Monat wurde er drei Jahre alt. Inzwischen leben wir schon seit 1,5 Jahren mit ihm zusammen. Laut Katergesetz ist er nun "adult" ;-).

 

Wenn man ihn so sieht, dann könnte man ihn glatt beneiden, wüßte ich es nicht besser. Wir leben hier mit einem echten Raubtier zusammen. Und er hat wahrlich kein allzu leichtes Leben. Allein die bis auf's Blut ausgefochtenen Revierkämpfe lassen mir jedes Mal das Blut in den Adern gefrieren.

 

So manches mal hat er sich schwer verletzt, heftig blutend nach Hause geschleppt und brauchte Tage, um wieder zu genesen. Da waren wir in größter Sorge, haben ihn gehegt und gepflegt. Manchmal könnte ich schwören, daß er hier auf alles aufpaßt und auch uns beschützt.

 

Er ist ein Fünf-Kilo-Muskelpaket. Ein echt starker Kerl, der sich auch bei Wind und Wetter nicht davon abhalten läßt, draußen zu patroullieren.
 
 

Inzwischen weiß er genau, daß er hier gut aufgehoben ist, und wir dürfen ihn auch streicheln. Das war Anfangs unmöglich. Mein Mann, der einen unglaublich guten Draht zu Mensch und Tier hat, beißt bei Mautz auf Granit. Ruft er ihn ausdauernd, oder lockt ihn mit Allerlei, bekommt er bestenfalls einen müden Blick ab. Kommen tut Mautz dann zu mir, und ich muß so lachen ;-). Aslanım benim! (mein Löwe!).

 

Oft genug rollt er sich sogar auf den Rücken und läßt sich ausdauernd den Bauch kraulen. Früher wäre das undenkbar gewesen.

 

Ich liebe seine glasklaren, grünen Augen, denen nichts, aber auch garnichts entgeht. Ein Blick... und wir verstehen uns genau. Seine Ohren registrieren noch im Tiefschlaf die geringste Bewegung drumherum.

 

Wir lieben seinen geschmeidigen Gang, und daß er immer um uns herum ist. Ein echter Freudenspender und pflegeleichter Mitbewohner ist er - außer, wenn er von Flöhen oder sonstigen Parasiten befallen ist. Seit er mit uns lebt, können wir, was das Händewaschen angeht, mit jedem Chirurgen konkurrieren. Der Flohbefall hat mich über Wochen an meine Grenzen gebracht - bis er das richtige Mittel bekam und sie endlich ausgemerzt waren. In seinem unglaublich dichten Fell haben die sich sicherlich besonders wohl gefühlt. In diesen Wochen habe ich nicht einen einzigen Floh zu Gesicht bekommen. Einzig die kleinen Herren sahen aus wie nach einem Leprabefall. Und wer schon mal einen Flohstich hatte, der weiß, wie unerträglich diese jucken. Nach der erfolgreichen Behandlung waren aber nicht nur die Flöhe tot - auch Mautz ging es richtig dreckig.


Trotzdem er ein gefährliches Raubtierleben führt und so manche Schlacht zu schlagen hat, ist er eine absolut treue Seele. Wir sind echte Glückspilze, daß er zu uns gekommen ist und möchten ihn nie mehr missen. 

Happy Birthmonth, dear Mr. Mautz!

Kommentare:

  1. Herrlich, diese Schlummerbilder! (Ich könnt' mich sofort dazulegen...*gäähn...*) :-)

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  2. Liebe Glückspilze ... happy birthmonth auch von mir.
    So viel Liebe steckt in Deinem Post, in Deinen Zeilen. Wunderschön ist das!
    Ich hab die grünen Augen vermisst, gibt es die ein andermal?
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  3. was für eine schöne Liebeserklärung! Glückwunsch an den Schönen. Löwen. :-)
    LG
    Lisa

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  4. Anonym28.5.15

    So ein Schöner und welch liebevolle Worte! Ich kann mir das Leben ohne unsere Samtpfote auch nicht mehr vorstellen. Einen wunderschönen birthmonth dem Mautz und seiner Familie! Herzlich, Martina

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  5. Wenn man die Katzen so auf den Sofas und Liegestühlen sich so herumlümmeln sieht denkt man leicht, dass die Kerlchen ausser Yoga und Fressen nix machen. Aber auch hier in der Nachbarschaft ist manchmal ein ohrenbetäubendes Katzengeschrei und Gefauche und dann weiß ich: da geht es wieder richtig zur Sache. Da ist es nur gut, dass eurer einen Platz hat, wo er geliebt und gehegt wird - der kleine Charakterkopf!
    Gros bisou
    Sandra

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  6. Ein süßer Mr. Mautz und das geht Ledersofa und Katzen oder ein Katz?
    Liebe Grüße vom Reserl und den sieben, ne korrekt acht Buben

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