25 Mai 2015

Highway to hell

 

Wenn mein Mann zum Wochenende nach Hause kommt, freuen wir uns alle sehr! Dieses mal haben wir sogar einpaar Tage mehr als sonst. Wenn das kein Grund zur Freude ist...

 

Normalerweise ist der Garten mein Refugium. Seit über einem Jahr habe ich ihn kaum noch betreten,  geschweige denn etwas darin gemacht, weil er mich so traurig gemacht hat. Alles darin hat mich an meinen Papa erinnert. Die Nachbarn haben sich gewiß gewundert, aber das war mir egal. Wenn man bald den Kater im Urwald suchen muß, der hier entstanden ist, wird es allerhöchste Zeit nicht wahr?! Also die Ärmel hochgekrempelt und losgelegt.

 

Ein überschaubares Eckchen hatte ich mir vorgenommen. Nach kurzer Zeit waren acht solcher Behältnisse voll.

 

Immerhin waren nach einiger Zeit die wunderschönen Schleifenblumenpolster freigelegt. 

 

Diese Ecke lieben unsere Kinder ganz besonders, gibt es da doch die köstlichsten aller Erdbeeren, die Walderdbeeren, zu naschen.

 

Der Apfelbaum meiner Mam hat auch in diesem Jahr unendlich viele Blüten angelegt. Gegen Herbst gibt es die köstlichsten Äpfel überhaupt. Wie die Sorte heißt, das weiß ich leider nicht. Aber sie sind wirklich überdurchschnittlich schmackhaft.

 

Sind nicht auch diese Blüten bezaubernd?! Das sind die Blüten der Quitte. Ich mache gerne Geleè bzw. Sirup daraus.

 

Die Clematis Montana gibt es erst seit wenigen Jahren. Nun fängt sie an, unseren alten Zwetschgenbaum zu erobern. 

 

Endlich blüht der Flieder auch hier. Sein intensiv, betörender Duft ist unglaublich.

 

Dem können sich auch Kindernasen nicht entziehen.

Innerhalb von zwei Tagen habe ich mehr getan als in einem Jahr. Sogar mein Mann, der sich sonst aus der Gartengestaltung raus hält, hat kräftig mit angepackt. Schön war's, die Arbeit zu Zweit! Nach und nach wird es weiter gehen. Es gibt noch so viel zu tun, aber ein Anfang ist wieder gemacht.

 

 Als ich das hier entdeckte, konnte ich mich wieder einmal kaum halten vor Lachen. Diese kleinen Scherzkekse hier...

Kommentare:

  1. da hast du jetzt einen großen schritt getan und wirst für deinen mut belohnt! schön, wenn man merkt, es geht wieder weiter ...
    lieben gruß, susi

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  2. Gartenarbeit ist so viel mehr als Arbeit: Erinnerung, ein Fest für die Sinne, Leben im Wechsel der Jahreszeit, Ausgleich für Körper , Geist und Seele. Ich meine hraszuhören, dass Dir auch sehr viel daran liegt und nicht nur, weil es so hrrliche Dinge gibt, die man ernten. kann. Die Freude teile ich mit Dir.

    Lieben Gruß
    Beate

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  3. Ich kann Dich gut verstehen. Nun stell ich mir aber auch vor, dass Du Dich nach getaner Arbeit gut fühlst. Der schwere 1.Schritt ist getan.
    Ich wünsch Dir wieder Freude am Garten, ein wundervolles Gefühl, auch wenn es manchmal Erinnerungen hervorbringt, die leise Ziehen ....
    Das letzte Foto ist so sehr zum lachen. Danke fürs zeigen
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  4. So schöne Gartenbilder! Also ist der Frühling nun auch bei Euch angekommem:-)
    LG
    Lisa

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  5. Deine "Garten-Schwermut" im letzten Jahr kann ich gut verstehen. Aber ich habe auch schon erlebt, dass mir das Anpacken und in der Erde-Wühlen und Pflanzen über den Verlust eines sehr lieben Menschen hinweg- (oder besser: hindurch-)geholfen hat. Es verbindet einen so tröstlich mit der Erde, mit dem Leben, und besonders mit dem Menschen, der auch gerne hier gearbeitet hat. Was dein Vater aufgebaut hat, ist so bei dir in guten und liebevollen Händen.
    Und so schöne Obstbäume - wunderbar!
    Viel Freude damit!
    Brigitte

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