16 Januar 2015

Wir sind alle eine Welt!

 

"Wir sind alle eine Welt"
JANUAR
Nach einer Idee von KrokodiLina
 

Ich bin 

gegen jegliche Form von Gewalt - im Kleinen wie im Großen,

 gegen Krieg,

gegen die Todesstrafe.

Ich kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn immerfort von Toleranz die Rede ist und sich Menschen, die einpaar Artikel gelesen haben, zu Islam-Experten erklären.

Lernt endlich zu differenzieren!

Toleranz ist ein dehnbarer Begriff. Alle reden darüber - die Wenigsten sind es.

Kommentare:

  1. liebe, hab dank fürs zeichen setzen!

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  2. Word!
    Ein sehr schwieriges, weil auch sehr emotionales Thema,welches uns bestimmt noch eine lange Zeit aktiv begleiten wird.
    Liebe Grüsse!

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  3. "Alle reden darüber - die Wenigsten sind es."...ich habe mit solchen pauschalen Verurteilungen ehrlich gesagt mein Problem...Ich denke, in Leipzig ist doch ziemlich klar geworden, dass es deutlich mehr tolerante Menschen gibt als Menschen, deren Gesinnung fremdenfeindlich und gewaltbereit ist. Gegenseitige Vorwürfe führen nicht dazu, dass wir zu einer Welt werden...sondern nur konstruktive Dialoge. LG Lotta.

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    1. Vielleicht liegt es ja daran, dass ich ganz offensichtlich in einer Gegend wohne, wo ich zumindest das Gefühl habe, dass das Wort Toleranz noch etwas bedeutet...Ja, du hast völlig recht...der Mensch sollte im Mittelpunkt unseres Interesses stehen...und nicht primär seine Herkunft, seine Religion, wobei man beides vom Menschen ja nicht wirklich trennen kann...Grundsätzlich erwarte ich, dass immer derjenige, der in eine andere Region zieht und dort wohnen möchte, die Geflogenheiten, Werte und die Religion der dort ursprünglich ansässigen Bevölkerung respektieren und achten sollte. Dann kann dieser auch erwarten, dass seine Religion und seine Geflogenheiten geachtet werden...und ein friedliches Miteinander ist möglich. Terror und Gewalt kann grundsätzlich nicht die Lösung sein. Ich wünsche dir sehr, dass dir mehr Toleranz und Achtung entgegen gebracht wird, denn das hat jeder friedliebende und tolerante Mensch ganz klar verdient. LG Lotta.

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  4. Du Liebe, schön, richtig, wichtig Deine Zeichnung. Wir sind alle verbunden miteinander. Und darum aneinander gebunden. Man kann nicht an der einen Seite ziehen, ohne dass der Zug sich nicht überall bemerkbar macht. Wir sind alle hier in dieser Zeit und berufen ohne Schaden für andere zu leben. Wir sind Zeitgenossen. Ich liebe dieses Wort.
    Herzliche Grüße!
    lisa

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  5. Das Problem mit der Toleranz und dem vorschnellen Urteilen zieht sich leider durch alle Nationen, Kulturen, Religionen. Da wirft einer dem anderem Heuchelei vor - der Westen den Muslimen, die Muslime dem Westen, Israel und Saudi Arabien, Erdogan Deutschland... und alles beruht hauptsächlich auf gefährlichem Halbwissen, Egozentrik (und Propaganda). Ich wäre nicht so demoralisiert, hätte ich in der letzten Woche nicht so viel von allen Seiten gelesen. Interesse und Information könnten viel verbessern, aber auch damit tun sich alle Religionen und Kulturen schwer. Es ist leichter etwas zu verdammen oder vor etwas Angst zu haben, was man nicht kennt, anstatt sich gründlich zu informieren.

    Herzlich, Katja

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  6. Ihr Lieben alle, habt Dank für eure Kommentare! Ich habe sie wie immer mit Interesse gelesen. Viele Menschen sind in den letzten Tagen für ihre Werte aufgestanden und haben auf die eine oder andere Weise Position bezogen. Dafür bin ich unendlich dankbar, denn ich habe in der Vergangenheit auch ganz andere Zeiten erlebt. Liebe Lotta, jeder Mensch macht seine eigenen Erfahrungen. Meine haben mich durch vier Jahrzehnte in diesem Land begleitet. Auch ich bin gezwungen zu differenzieren. Noch heute gibt es Menschen, die mir ungefragt vorschreiben wollen, daß ich mit meinen Kindern anstelle von meiner Muttersprache (im Originalton) "anständiges Deutsch" zu sprechen habe – um mal ein harmloseres Beispiel zu nennen. Ich kann behaupten, daß ich all das erfülle, was man unter gelungener "Integration" wohl erwartet. Ich habe einen deutschen Ehemann, und wir vereinen problemlos verschiedene Religionen unter einem Dach. Und doch erlebe ich alleinig aufgrund meiner Herkunft bis zum heutigen Tage immer wieder rassistische Übergriffe, die mich fassungslos machen. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Menschen. Die mit begrenztem Horizont, die weitaus Gefährlicheren, die eine gewisse Intelligenz mitbringen, jedoch Ereignisse wie die von Paris dazu benutzen, sich anderweitig zu organisieren (das ist Wasser auf deren Mühlen), die Aufrichtigen, die den guten Glauben an die Menschheit noch immer nicht verloren haben (welch' ein Segen!!!), und sicherlich noch etliche andere mehr. Mein Leben, so wie das vieler anderer unbescholtener Menschen gerät dadurch immer wieder zu einem Spießrutenlauf. Ich bin das gewöhnt. Aber schön ist das nicht. Es beunruhigt und erschüttert, das tut weh und läßt einen manches Mal auch den Glauben an die Menschheit verlieren – zumindest vorrübergehend. Und ja, liebe Katja, ich bin ebenso demoralisiert und kann dir in deinen Ausführungen zustimmen. Dummheit, Vorurteile, fehlende Toleranz lassen sich nicht auf eine Nation oder Religion beschränken. Das was helfen kann, ist genauer hinzusehen, zu differenzieren. Nicht eine Nation, Religion oder sonst was zu sehen, sondern den Menschen, mit dem man es zu tun hat. Ich bilde mir manchmal immer noch ein, daß das schon mal helfen könnte. Das wiederum bedingt Offenheit und ehrliches Interesse. Das Leben könnte so schön sein… aber es bleibt weiterhin eine Herausforderung.

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