31 März 2014

Wollknöpfe selbst gemacht

 

 

 

 

 

 

 


Aus einer Pastikverpackung herausgeschnittene Kreise in gewünschter Größe durch Zu- und Abnahmen mit vierfädigem Sockengarn umhäkeln. Mit Perlen oder Garn besticken. Waschbar bis 40°C.

Sehenswert: Morgen -  20.15 Uhr auf Sat1 der Spielfilm "ALMANYA". Lustig und traurig. Früher oder später laufen bei mir die Tränen...





29 März 2014

Selbstgespräch

Papatya Elira :"Du Pünktchen, weiß du was mir so eben eingefallen ist. Eigentlich könntest du die Fragen auch beantworten und wir könnten dich dadurch besser kennen lernen. Obwohl ich habe sowohl von dir als auch von den beiden anderen Mädels so einen Umriss in meinem Kopf. Aber deine Fragen sind so speziell, dass ich das von dir auch gerne gewußt hätte. Was meinst du?"

Sehr gerne, meine Liebe! Ich stelle mich jetzt mal meinen eigenen Fragen und werde mich bewußt kurz fassen, weil ich noch detaillierter aus dieser Zeit erzählen werde.

1. Wie alt warst du, als du nach Deutschland kamst? 

 Ich war knapp acht Jahre alt. 

2. Für wie lange war euer Aufenthalt in Deutschland ursprünglich gedacht?  

Damals hatte ich keine Vorstellung davon. Vor wenigen Wochen, als ich die alten Briefe aus jener Zeit durchsichtete, entnahm ich völlig überrascht den Zeilen meiner Mutter, daß sie mit der Absicht, lediglich zwei Jahre zu bleiben nach Deutschland gegangen waren.

3. Bist du sofort mit deinen Eltern nach Deutschland gereist, oder wurdest du nachgeholt?

Untypischerweise war meine Mutter die Erste, die nach Deutschland ging. Unglücklicherweise war mein Vater damals krank und durfte erst einreisen, als er wieder genesen war. Man sollte dem deutschen Staat nicht zur Last fallen. So waren die damaligen Regeln. Kurze Zeit später ging mein Vater nach Deutschland. Ca. vier Monate später holte meine Mutter mich ab, und wir flogen gemeinsam nach Deutschland.

4. Was waren die ersten Dinge, die dir in Deutschland sofort aufgefallen sind - vielleicht, weil sie so ganz anders waren als das, was du aus unserer alten Heimat kanntest?

Als ich in Deutschland ankam waren mit einem Mal alle vertrauten Geräusche weg. Mir war, als hätte mir die ganze Zeit jemand die Ohren zugehalten. Das Straßenbild war ein ganz anderes: in unserer Heimatstadt standen an jeder Straßenecke ein Maronenverkäufer, Simitverkäufer (Sesamkringel) und ich weiß nicht wer oder was noch. Sie alle riefen laut, um ihre Waren zu verkaufen. Auch den Muezzin hörte man von morgens bis abends, und Hähne, die krähten - sogar in der Stadt. In Deutschland herrschte Ruhe. Nahezu an jeder Straßenkreuzung gab es eine Ampelanlage. Lediglich Frühmorgens und am späten Nachmittag sah ich größere Menschenmengen. Dazwischen gab es vereinzelte Menschen, die sich zielstrebig durch saubere Straßen bewegten. Im Gegensatz zur Türkei sah man nirgends unbefestigte Straßen. Die Bordsteinkanten waren deutlich niedriger als in der Türkei. Überall gab es Mülleimer, wo man seinen Müll loswerden konnte. Ach, es gab so viel, was anders war.


5. Hast du in dieser Zeit etwas aus der Türkei vermißt, was du in Deutschland nicht hattest?

Erst einmal war ich getragen davon, wieder meine beiden Eltern um mich zu haben. Mit der Zeit erst wurde mir schmerzlich bewußt, daß wir getrennt waren von unserer großen Familie, die wir so sehr liebten.

6. Hast du dich in deiner neuen Umgebung wohl gefühlt?   

Sagen wir mal so: ich habe mich nicht unwohl gefühlt. Wir waren wieder glücklich vereint. Das war die Hauptsache und machte sehr viel aus. Daß wir unser geräumiges, schönes Heim in der Türkei gegen ein möbliertes Ein-Zimmer-Appartment getauscht hatten war seltsam, aber nicht schlimm.

7. Gab es einen Moment, ab dem du dich in Deutschland Zuhause gefühlt hast - wann war der?

Das war so ca. ab 16 Jahren. Deutschland hatte sich nicht verändert, aber ich hatte mich verändert.

8. Hast du je damit gehadert, daß deine Eltern diesen Schritt gemacht haben, mit dir nach Deutschland zu gehen?

Oh ja, sehr sogar! Bis ich nach Deutschland kam war ich ein unbeschwertes, fröhliches Kind. Dieser Zustand hielt nicht lange an. So klein ich auch war, machte ich  meinen Eltern irgendwann schwere Vorwürfe und flehte sie an, wieder mit mir zurück in unsere Heimat  zu kehren.

9. Hattet ihr viel Kontakt zu anderen Türken, oder eher mehr zu Deutschen?

Anfänglich gab es nur vereinzelt Kontakte zu Deutschen. Meist waren das Nachbarn oder Arbeitskollegen meiner Eltern. Man unterhielt sich auf Englisch - oder mit Händen und Füßen. In der Hauptsache hatten wir erst einmal mehr mit Landsleuten zu tun. Man besuchte sich gegenseitig, verbrachte gemeinsam türkische Feiertage, informierte sich über dies oder das, was für uns noch gänzlich neu war in Deutschland.

10. Was schätzt du an Deutschland, und was an der Türkei?   

Ich schätze die Kultur und Tradition beider Länder. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, die heilige Ordnung und die Zuverlässigkeit, mit der die hiesigen Uhren  ticken, die möchte ich nicht mehr missen.  Ebenso den geordneten Straßenverkehr ;-). Denke ich an die Türkei, dann denke ich sofort an meine dortige  Familie, an das weite, landschaftlich vielfältige Land, durch das drei Klimazonen verlaufen. Die Gastfreundschaft, die man dort lebt, muß man woanders erst mal suchen. Der Zusammenhalt der Familie, die Aufmerksamkeit und der Respekt, mit dem man den älteren Menschen dort begegnet, beeindrucken mich sehr.


27 März 2014

Mein Erster

 

Vor etlichen Tagen habe ich von Sandra eine schöne Anerkennung bekommen, die mich natürlich sehr gefreut hat. Diese Auszeichnung ist für Blogs mit einem geringen Bekanntheitsgrad gedacht.

Hier, die zehn Fragen, die ich gerne beantworten möchte:

1. Wenn dir die Decke auf den Kopf fällt, wo würdest du dann am liebsten hingehen?

Ehrlichgesagt kenne ich diesen Zustand kaum. Was aber immer gut tut ist, an einem rauen Tag mit viel Wind & Wetter hinaus in die Natur zu gehen, mich körperlich zu betätigen.

2. Was macht dir am Bloggen am meisten Spaß?

Natürlich die Möglichkeit, sich mit den unterschiedlichen und vielfältigen Menschen auszutauschen und zu vernetzen. Ich erlebe die Bloggerwelt oftmals als Bereicherung.

3.Tee oder Kaffee? Katze oder Hund? Berge oder Meer? Wein oder Bier? Kino oder Theater?

Selten Tee, deutlich lieber Kaffee. Zur Zeit aus Vernunftgründen nur am Wochenende - dafür dann mit großem Genuß. * Die Frage "Hund oder Katze?" irritiert mich immer sehr. Das Leben ist nicht schwarz oder weiß. Ich kann durchaus beiden Tierarten etwas abgewinnen und sie lieben - auch ohne sie zwangsläufig besitzen zu müssen. Seit einigen Monaten lebt ein Kater mit uns, zu dem wir auf sehr kuriose Weise gekommen sind, und der uns seitdem viel Freude bereitet. Trotzdem ich als kleines Kind eine sehr traumatische Erfahrung mit einem kranken Hund machte, kann es durchaus sein, daß ich mich auch zu bestimmten Hunden hingezogen fühle. Die Traute, mir einen in's Haus zu holen, die habe ich bis heute nicht. Deswegen verdamme ich aber keine Hunde, die von jeher treue Begleiter des Menschen waren. * Meine ersten Lebensjahre verbrachte ich in der Türkei am Meer - mit Gebirgsketten im Hintergrund. Ich habe beides kennen- und lieben gelernt, obwohl das Wasser immer schon eine große Faszination auf mich ausgeübt hat. * In jüngeren Jahren ab und an gerne Beides - heute so gut wie nichts mehr davon. * Früher war ich ein regelrechter Cineast. Auch bin ich gerne ins Theater gegangen. Heute kommt beides mangels Gelegenheit nicht zustande.

4. Was würdest du gerne können? 

Ich bin vielseitig interessiert, so daß die imaginäre Liste dementsprechend lang ist. Ich lerne für mein Leben gern. Ich würde gerne Filme machen können, richtig gut schreiben, programmieren wäre toll. Und so richtig fluffig aus dem Handgelenk zeichnen, und mich mit viel Zeit der Malerei widmen... das wäre grandios! Die anderen 143.763 Dinge zähle ich jetzt nicht auf ;-). 

5. Mit welchem berühmten Menschen würdest du dich gerne einmal unterhalten?

Barbara Schöneberger - die finde ich einfach total sympathisch. Ich glaube, die Unterhaltung würde ziemlich lustig werden.  

6. Auf einer Skala von 1 bis 5, wie zufrieden bist du mit deinem Leben und was macht dich zufrieden oder unzufrieden?

In meinem Leben gab es schwere und auch sehr schöne Zeiten. Durch die Jahre bin ich reifer geworden und in meinem Leben angekommen. Wenn ich Herzlichkeit, Güte und Nähe selbst erlebe und für andere erfahrbar mache,  dann bin ich glücklich. Geht es den Menschen gut, die mir am Herzen liegen, so geht es auch mir gut. Dann bin ich rundum zufrieden... wäre da nicht diese Baustelle im Haus, die uns immer wieder Energie abzieht. Es geht nur schleichend voran, aber wenn denn mal wieder eine Etappe genommen ist, dann bin ich restlos glücklich.  

7. Welche Bedeutung hat für dich die Musik in deinem Leben?

Musik hat immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt. Mit Musik geht mir alles viel leichter von der Hand. Meine Mutter hatte eine wunderschöne Stimme, sang immer sehr viel und gerne. Musik ist für mich ein absoluter Gefühlsverstärker, der mich sofort an unterschiedliche Stationen meines Lebens zurück zu versetzen vermag. Ich habe auch mal zwei klassische Instrumente gelernt, die ich aber aus gesundheitlichen Gründen beide nicht mehr spielen kann.  

8. Erinnerst du dich noch an einen Augenblick, der dir jetzt noch die Schamesröte ins Gesicht treibt? 

Bestimmt hat es solche Momente gegeben, aber ich erinnere mich an nichts Konkretes. Und zum Glück kann ich gar nicht rot werden ;-). 

9. Welches Buch oder welche Geschichte hat dich in deiner Kindheit am meisten beeinflusst?

Das waren die allerersten Bücher mit kleinen Geschichten, die ich in der Türkei von meinem Onkel und meiner Tante einige Zeit nach der Einschulung bekam. Für mich kam das Lesen dieser Bücher einer Offenbarung gleich. Ich bin heute noch im Besitz dieser Büchlein.   

10. Was möchtest du in deinem Leben noch Neues lernen oder sehen? 

Oh, ich hoffe doch sehr, daß ich nie aufhören werde zu lernen - egal was -  und offen genug bleibe, um immer wieder Neues in mein Leben zu lassen.

Liebe Sandra, herzlichen Dank für diese Form der Anerkennung und den Fragenkatalog.

Ganz spontan reiche ich folgende Fragen an:

Papatya Elira - deren nachdenkliche, sanfte Worte mir sehr zu Herzen gehen. 

by Dilek'ten - durch deren Beruf ich immer wieder in den Genuß komme, Bilder meiner alten Heimat zu sehen.

Ayşenputtel  - mein Personal Trainer für Lachmuskeln. Gott, was haben wir schon miteinander gelacht...

Ihr Lieben, für die Fragen, deren Beantwortung mich interessiert, kommt nur ihr in Frage.  
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mitmacht.

1. Wie alt warst du, als du nach Deutschland kamst?
2. Für wie lange war euer Aufenthalt in Deutschland ursprünglich gedacht?
3. Bist du sofort mit deinen Eltern nach Deutschland gereist, oder wurdest du nachgeholt?
4. Was waren die ersten Dinge, die dir in Deutschland sofort aufgefallen sind - vielleicht, weil sie so ganz anders waren als das, was du aus unserer alten Heimat kanntest?
5. Hast du in dieser Zeit etwas aus der Türkei vermißt, was du in Deutschland nicht hattest?
6. Hast du dich in deiner neuen Umgebung wohl gefühlt? 
7. Gab es einen Moment, ab dem du dich in Deutschland Zuhause gefühlt hast - wann war der?
8. Hast du je damit gehadert, daß deine Eltern diesen Schritt gemacht haben, mit dir nach Deutschland zu gehen?
9. Hattet ihr viel Kontakt zu anderen Türken, oder eher mehr zu Deutschen?
10. Was schätzt du an Deutschland, und was an der Türkei?
 



25 März 2014

Brownie und Blumenkohlöhrchen

 

Normalerweise bemühen wir uns, die recht bescheidenen Wünsche unserer Kinder zu erfüllen. Das ganze Jahr über spitze ich die Ohren, so daß ich zu Feierlichkeiten alles parat habe. Weihnachten 2012 brachte mich das olle Maschinenöl in den Adventskalendern zum Schwitzen. Ich kloppte die gekauften Adventskalender fluchend in die Tonne, um nach  durchgemachten Nächten pünktlich zum Advent zwei Selbstgemachte befüllt mit ausgesuchten Kleinigkeiten und Geschichten für unsere Kinder zu präsentieren. (Wie bekloppt war das denn, daß ich als Nichtchristin in puren Weihnachtsstreß geriet. Also ehrlich...) Die überbordende und anhaltende Freude der kleinen Herren entschädigte mich für die schlafminimierten Nächte. Vergangenes Jahr gab es kein Maschinenöl in den Adeventskalendern und somit kaufte ich wieder welche. Soweit war ich mit allem durch, was um's Fest 2013 rankte und konnte mich tiefenentspannt in die Kissen sacken lassen... bis das kleine Kind sinierte:

 "Mama, du kannst doch stricken..."
 "Ja", antwortete ich da noch gedankenverloren.
 "Mama, ich wünschte, du könntest uns so ein kleines Bärchen stricken, was man mit in's     Bett nehmen kann..." Der große Bruder pflichtete ihm kopfnickend bei.
Noch entspannt antwortete ich: "Aber ihr habt doch schon einige Kuscheltiere..."
"Jaaaa, aber nicht welche, die du gemacht hast."  

Paff! Mit einem Schlag schnellte mein Cortisol in die Höhe. Zwei Tage vor Heilig Abend. Wie um Himmels willen sollte ich so schnell zwei Bärchen selbst herzaubern, zumal ich noch nie solche gestrickt hatte. Und eine Anleitung hatte ich auch nicht. Plötzlich erinnerte ich mich daran, wie mir einst meine Mutter einen Bären gestrickt hatte in meinem ersten Jahr in Deutschland. Ich besaß sehr wenig Spielzeug. Diesen Bären liebte ich, und es begleitete mich etliche Jahre meines Kinderlebens... bis es irgendwann leider nicht mehr auffindbar war.  Erinnerungsumtrieben verwarf ich den Gedanken an selbstgestrickte Bärchen. Aber immer wieder schwangen mir die Worte des kleinen Kindes durch meine Seele. 
 
 


Beim Einkaufen machte ich zuletzt Station bei den Zeitschriften. Flüchtig durchblätterte ich einige, bis mich der Blitz traf: tatsächlich eine Anleitung für gestrickte Bärchen. Das war unglaublich - wie bestellt...

Den Rest könnt ihr euch denken: zwei schlaflose Nächte weiter hatte ich sie. Insgesamt jedoch strickte ich drei Bären. Das Erste war recht mißlungen. Als nächstes entstand das helle Bärchen mit den seltsamen Ohren für Sohn1 (also diese Anleitung... ehrlich jetzt...), was ihm vom Sohn den Namen "Blumenkohlöhrchen" einbrachte. Bär Nummer drei war für Sohn2, denn der sollte dunkler sein ("So wie ich, Mama..."). Dieser wurde dann von ihm "Brownie" genannt. "Weil er sooo süß ist, wie ein Brownie, Mama...".

Unter dem Baum lagen noch andere ausgesuchte Geschenke für die kleinen Herren. Aber was soll ich sagen, daß sie in Jubelgeschrei verfielen, als sie diese seltsamen Bärchen im Baum entdeckten, das treibt mir jetzt noch die Tränen in die Augen. Noch heute sind Blumenkohlöhrchen und Brownie - manchmal plattgelegen -  im Dauereinsatz. Für mich ganz persönlich ist das eine anhaltende große Freude. Schnüff... Und auch an diese Geschichte möchten wir uns mit unserem ersten selbstgemachten Tannenbaum-Handrührer  erinnern.

23 März 2014

Erinnerungen schaffen


Als ich zum ersten Mal solch einen Handrührer bei Katja sah, da wußte ich: so einen möchte ich auch für uns haben. Ich liebe Holz. Ich liebe Bäume. Auch wenn ich weiß, daß extra für Weihnachten Tannenbäume herangezogen werden, blutet mir stets das Herz, wenn sie für verhältnismäßig kurze Zeit ihr Leben lassen müssen.  

Der Quirl muß noch etwas trocknen, bis die Jahreszahl darauf eingebrannt , und es dann mit Speiseöl einlassen wird. Wir möchten uns bewußt daran erinnern, daß dieser Baum uns im Jahre 2013 Licht und Freude schenkte.

Warum also nicht, noch etwas nachhaltig Sinnvolles daraus machen und eine schöne Erinnerung an Weihnachten 2013 schaffen, an dem Blumenkohlöhrchen und Brownie zu uns kamen... Wer die sind?? In einem späteren Post gibt's mehr dazu ;-)...

20 März 2014

Wer findet den Fehler?


Uralte Reststoffe - deutlich älter noch als ich ;-)... Der dickere Stoff, auf dem die Tannen angeordnet sind, gehören zu einem alten Divan. Auf dem bin ich als Baby schon herum gekrabbelt und versuchte emsig die Blümlein zu greifen. Leider habe ich bei der Anfertigung dieser Tasche einen Fehler gemacht. Wer sieht's?

16 März 2014

Mit Geduld und Humor...

 

Alleinig aus ausgeweideten Altkleiderbeständen genäht. 
Lediglich der Reißverschluß ist neu.

Der Neffe meines Mannes hat bald Geburtstag. An Schule hat er von Anbeginn an keine Freude gehabt. Meist fehlt die Zeit, um etwas Liebevolles zu verschenken. Also habe ich die Gunst der Stunde genutzt und mich an die Nähmaschine begeben. Ideen fliegen nur umher, ich brauche mich lediglich umzuschauen ;-). "Geduld und Humor sind zwei Kamele, die dich durch jede Wüste bringen", sagt ein arabisches Sprichwort. Da ist sehr viel Wahrheit dran, finde ich.

15 März 2014

Im Wesentlichen


Ich liebe die Gedankenkritzeleien von Sohn 1 (und auch die charmenten Rechtschreibfehler...), die er oft auf Zettelchen bannt, welche er achtlos irgendwo liegen läßt. Als Zetteljägerin walte ich dann meines Amtes und sammle ein, staune, schmunzele, lege sorgsam alles zu den restlichen Schatzfunden. Immer wieder  staune ich, daß das Kind morgens mit großer Energie aus dem Bett springt und sich voller Freude bereit macht für die Schule.

13 März 2014

Genähte Bilder


Ohne eine Nähmaschine könnte ich mir unseren Haushalt nicht vorstellen. Meine Mutter nähte immer sehr gerne. Oft genug schneiderte sie ihre Garderobe selbst. Auch mein Vater konnte sehr gut mit der Nähmaschine umgehen. Reißverschlüsse auswechseln, Knöpfe annähen, etwas flicken war für ihn nie ein Problem. Meine Eltern hatten sich das  Auslandsstudium als Näher finanziert. Sehr genau erinnere ich mich noch an die wöchentlich wechselnden zugeschnittenen Stofflagen, die in riesigen Ballen bei uns zu Hause abgeliefert wurden. Ich sah fasziniert zu, wie innerhalb kürzester Zeit ganze Kleider aus diesen Zuschnitten entstanden. Ich bin also diesem Geratter immer sehr nahe gewesen, habe gerne beaobachtet und ab und an durfte ich auch mal unter der Obhut meiner Eltern selber ran. Seit langem habe ich eine gute Nähmaschine - ganz bewußt ohne viel Schnickschnack und eine unendlich erscheinende Anzahl von Zierstichen. Ich mag das weniger, weil alles so fabrikgetreu und zu perfekt aussieht. Das meiste habe ich mir im Laufe der Jahre selbst angeeignet. Für unsere Bedürfnisse ist mein Können ausreichend. 


Die Bedienungsanleitung meiner Nähmaschine lautet eigentlich auf einen anderen Fabrikatsnamen. Angeblich seien die Maschinen identisch, ließ man mich damals beim Kauf wissen. Den Inhalt zum Freisticken fand ich dürftig bis nichtssagend. Manchmal aber möchte ich Neues ausprobieren. Mit Nadel und Faden Bilder zu erschaffen ist eine fantastische Sache, die mich interessiert. Dieses "Gekrakel" hat was. Es zieht mich mehr und mehr in seinen Bann. Es hat eine Weile gedauert bis ich anfangen konnte, meine ersten Experimente damit zu machen. Ich bin gespannt, wohin das noch führt. Es macht auf jeden Fall Spaß, Nadel und Faden über den Stoff tanzen zu lassen.


11 März 2014

Japanische Schnitte


Eine große Schwäche habe ich für alles Schlichte. Das zieht mich magisch an. Da kann und will ich nicht widerstehen. Wir haben uns gefunden: dieses Buch und ich.

09 März 2014

Wenn etwas aussetzt im Gehirn...

             
 bedruckte Baumwolle


reines Leinen

06 März 2014

Strickmantel

 

Darf ich vorstellen: mein neues Strickprojekt. Ein Strickmantel soll es werden, weil ich einige Stündchen am Tag an meinem Schreibtisch verbringe und dabei ungern einen großen Raum nur für mich beheizen möchte. Pullover mag ich nicht ganz so gerne. Es sollte schon etwas sein, in das ich mich einhüllen kann. 

 
Verstrickt wird das doppelt genommene Garn mit Nadelstärke sechs.

03 März 2014

Max Zorn

Schaut mal: vielschichtig und genial. Kunst aus einem Alltagsmaterial. Ich bin begeistert.
Max Zorn.

Oh, bemerke gerade: Post Nummer 300  ist das hier. Hätte ich jetzt selbst nicht erwartet.