27 Februar 2014

Happy

Noch 21 Tage... Immer mehr Licht. Jaaaa! Für mich schon deutlich spürbar die steigende Lebenslust und unbändige Energie. Der Kater ist beinahe nur noch unterwegs. Ich habe sogar Fenster geputzt. Ähem... Passend zu meiner Euphorie dieser Song. Wer da nicht Bäume ausreißen kann...



25 Februar 2014

Mit Liebe gemacht

 

Für ganz Kleine
über den Babysöckchen zu tragen 

21 Februar 2014

Das erste Mal


Wenn wir den neuen Tag begrüßen, dann herrscht draußen noch immer die Finsternis. Normalerweise bringe ich die Jungs immer zum Bus, denn dazu müssen sie die vielbefahrene Hauptstraße ohne Ampel überqueren. Vor Jahren soll dort ein Unglück geschehen sein, und ein kleiner Junge kam vor den Augen seiner Mutter zu Tode. Gestorben wird immer und überall, und auch ich kann keine Katastrophen verhindern. Dennoch versuche ich das zu tun, was ich tun kann, um meine Kinder bestmöglich auf den Weg zu bringen. Mein Mann hängt mir seit langem in den Ohren, daß die Kinder diesen Weg (es ist ein knapper Kilometer) doch eigentlich alleine bewältigen könnten. Und es ist nicht so, daß ich ihnen das nicht zutrauen würde - nur weiß ich leider, wie an dieser Straße morgens der dichtgedrängte Verkehr läuft... Heute morgen sollte es wohl so sein, daß bestimmte Umstände mich daran hinderten, meinen morgendlichen Weg zur Bushaltestelle mit den kleinen Herren anzutreten. Ich verabschiedete sie mit einer innigen Umarmung und einem dicken Kuß an der Haustür, nicht ohne ihnen die üblichen Worte mit auf den Weg zu geben. Einen Augenblick später krallte ich mich an meiner Kaffeetasse fest und... lauschte. Bis auf die lärmenden Vögel im Baum - sonst Nichts. Nichts Ungewöhnliches. Den Dingen ihren Lauf zu lassen ist manchmal verdammt anstrengend.

18 Februar 2014

Das Ende eines leidigen Kapitels

  

Ok, heute oute ich mich mal als Jemand, der überhaupt nicht auf Tattoos, Piercings und andere Körperverzierungen steht. Es wird mir ein ewiges Rätsel bleiben, wie man sich für den Rest seines Lebens mit solcherlei Dingen zeichnen kann (obwohl der Trend dahingehend ist, daß viele Menschen mühsam die einstigen Verzierungen durch Lasern wegzubekommen versuchen). Aber ich muß es ja nicht verstehen. Und zum Glück kann's ja jeder für sich so handhaben, wie er mag. Das kommt mir gerade so in den Sinn, während ich hier im übertragenen Sinne ein letztes Mal meine Wunden lecke. Ich mag's PUR. Am liebsten immer. Die ersten beiden Male wurde meine Wunde genäht. Auf meine Frage hin, warum es diesmal geklammert wurde: "Weil's schneller geht..." Aha! Wenn ihr die Wahl habt, laßt lieber nähen. Ist bei weitem angenehmer, die Fäden ziehen zu lassen, als mit einer Zange die Klammern aufgeschnitten und herausgeporkelt zu bekommen. Ich habe wirklich die Luft angehalten. 17 Klammern, die sich angefühlt haben wie mindestens vierzig Stück. Meine Ärztin hat mir ca. alle fünf Klammern einpaar Sekunden zugestanden, um die "Wehen zu veratmen" ;-). Seit gestern ist alles raus, und ich kann endlich wieder aufatmen.

16 Februar 2014

For little ones...

 

Für winzige Füßchen
mit Perlen- und Garnstickereien.
(Schmacht...)

14 Februar 2014

Irgendwo im Nirgendwo

 

Ein seltener, schöner Tag. Von langer Hand geplant wollen die Freundin und ich in der Stadt nach Wolle und Stoffen Ausschau halten. Den ersten Stoffladen, den wir auf dem Weg dorthin (in der Pampa) mit winziger Auswahl aber deutlich überzogenen Preisen vorfinden, verlassen wir nach wenigen Minuten wieder. Wohlgestimmt setzen wir uns in's Auto, und ich fahre los. Wir kommen wenige hundert Meter weiter zum Stehen. Einmal kann ich den Wagen noch starten, und nach einigen Metern ist dann endgültig Schluß. Ratlose Gesichter.


Warnblinkanlage an, Warndreieck aufstellen, telefonisch einen "gelben Engel" erbitten. Warten.
Wir stehen direkt vor einem Haus. Der Hausherr ist einige Male zu sehen, wirft uns mißmutige Blicke zu. Es ist so kalt, daß nach kurzer Zeit die Kälte uns trotz Winterkleidung klamm werden läßt. Immer mal wieder ist der Mann zu sehen. Ich rege mich auf. Die Freundin: "Würdest du an seiner Stelle anders reagieren?" Aber ja doch! Ich wäre die Erste, die aus dem Haus wäre, um zu fragen ob und wie ich helfen kann. Ich würde fragen, ob ein WC benötigt würde, oder ein heißes Getränk erwünscht wäre. Auf all das brauchen wir hier nicht zu hoffen. Stunden vergehen, die Musik-CD ist mehrfach gehört, die letzten Bonbons gegenseitig angeboten und gelutscht, ein einsamer Riegel aus den Untiefen der Tasche längst verdrückt, da wird das WC-Problem langsam aber sicher drängender. Zwischendurch meldet sich die Zentrale - Gottlob, wir stehen nicht im Funkloch! Ja, der gelbe Engel ist bald bei uns. Ob es nicht ein Cafè in unserer Nähe gäbe, wo wir so lange warten könnten?... Leider nein! Ein verbeultes Schild deutet auf einen Blumenhandel in nächster Nähe. Ein weiteres zeigt in Richtung Sportplatz. Beides keine Option. Wir warten. Da ich das Prozedere noch von vor Jahren kenne, gehe ich von ca. vier Stunden aus. Die Freundin ist deutlich ungeduldiger und nestelt nervös an ihren letzten sieben Zigaretten. Ab und an fährt mal ein Fahrzeug an uns vorbei. Niemand hält. Nach zwei Stunden hält aber dann doch ein jüngerer Mann an der Fahrerseite. Ich könnte ihm um den Hals fallen, so sehr freue ich mich darüber. Ich bedanke mich, (nicht ohne ihn für sein vorbildliches Verhalten zu loben) und sage, daß bereits Hilfe unterwegs sei. Wir freuen uns: es gibt doch noch nette Menschen. Eine schöne Erfahrung, die unsere Stimmung sofort wieder hebt.


Und dann ist er endlich da. Ich glaube, gelbe Engel sehen in viele erleichterte Gesichter. Keine Ahnung, warum sich die Batterie und Ölanzeige beim Ableben des Wagens gemeldet haben - beides ist in Ordnung. Einige Telefonate weiter: "Sind Sie schon mal abgeschleppt worden?" (Immer diese Zweideutigkeiten ;-)). "Ist schon 'ne Weile her", antworte ich wahrheitsgemäß. Alles klappt hervorragend, die Freundin wird auf der Strecke abgesetzt, ich zur Wunschwerkstatt gebracht, und weil alles sehr schnell geht, sogar auf dem Rückweg wieder Zuhause abgesetzt. So hatten wir uns den Tag nicht vorgestellt, aber man muß die Dinge nehmen, wie sie kommen. Und aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Einen nächsten Anlauf werden wir gewiß wieder wagen. Mit meiner Zeitvorstellung lag ich garnicht so daneben. Alles in Allem war ich nach exakt vier Stunden wieder Zuhause. Ich fand's absolut in Ordnung. Danke, gelber Engel! Toll, daß es dich und deinesgleichen gibt.

11 Februar 2014

Im Wandel

Seit Ostern des vergangenen Jahres bemerke ich immer mal wieder Seiten an Sohn1, die mich wachrütteln. Das so sanfte, zärtliche Kind ist noch immer gut wahrnehmbar, und wir noch deutlich entfernt von der Pubertät. Aber plötzlich gibt es auch andere Wesenszüge, die im Verhalten aufblitzen. Mein Mann sieht mich verwundert an und meint, es sei alles wie immer. Und doch sind die Veränderungen überdeutlich da. Mein Kind befindet sich im Wandel - so wie auch ich. Kinder halten einen jung, heißt es immer wieder. Das kann ich bejahen. Und sie lenken sehr von einem selbst ab. Manchmal zucke ich nur kurz, wenn ich aus den Augenwinkeln wahrnehme, daß auch ich nicht mehr die bin, die ich mal war. Das Grau in meinen Haaren, seit meiner Jugend vorhanden, hat deutlich zugenommen. Das stört mich nicht, ich mag es sogar sehr gerne. Aber so allmählich wie die Fältchen kommen, so schwinden auch die Kräfte. Wo ich mich noch vor wenigen Jahren mit Bärenkräften im Garten verausgabte, um mich dann abends vollständig wieder davon zu erholen, benötige ich heute eher ein, zwei Tage, um wieder zu mir zu kommen. Kürzlich beim Arzt bekam ich nach der OP ein starkes Schmerzmittel in die Hand gedrückt.

Arzt: "Bitte nichts dazu trinken!" 

Ich: "Äh... wie jetzt?! Soll ich diese riesigen Tabletten trocken runter würgen, oder was?!", frage ich höchst irritiert.

Arzt: "Sie sollen keinen Alkohol dazu trinken."

Für einen Moment lachen wir aus tiefster Kehle. So kann man aneinander vorbei reden. Das Gelächter ebbt ab.

Ich: "Also bitte, wer kommt denn auf die Idee, Tabletten mit Alkohol hinunter zu spülen - noch dazu solche?!", bemerke ich entrüstet.

Arzt: "Frauen in Ihrem Alter tun das!", ist die knappe Antwort dazu.

Die wenigen Sätze wirken noch lange nach in mir. Zuhause schaue ich ausnahmsweise mal etwas ausführlicher in den Spiegel. Jung kann ich mich in meinem Alter wohl nicht mehr nennen. Aber alt? Auch nicht. Der Zenit ist überschritten, der Lack ab. Vielleicht trifft es eher, daß ich mich irgendwo auf dem Weg dorthin befinde.

Alkohol war nie eine Option für mich. Wandel hin- oder her: das Leben will gelebt werden.

04 Februar 2014

Limited options

 

Sorry Leute, fast habe ich vergessen, wie man sich hier wieder einloggt. Aufregende und angespannte Tage liegen hinter mir. Mein OP-Termin wurde mehrfach kurzfrißtig abgesagt. Eine ziemliche Katastrophe, was den Terminplan meines Mannes angeht. Dabei hätte ich das so gern schnellstmöglich hinter mich gebracht. Die Söhne waren einfach bezaubernd: Sohn1 kramte seinen Mut-Stein hervor, den ich ihm zu seiner Einschulung schenkte und gab ihn mir. Sohn2 fummelte ellenlang kunterbunte Perlen zu einem hübsch leuchtenden Muster zusammen: "Mama, das soll dir Glück bringen." 

 

Und gestern - endlich - war es soweit! Raus ist alles aus dem Wadenbein und dem Sprunggelenk. Ich bin so erleichtert. Nach einem immer mal wieder schwierigen Jahr ist nun ein letztes Mal Liegen angesagt. Liegen und Wunde kühlen. Heute sollte und durfte ich schon etwas belasten. Morgen will ich eigenständig zu meiner Ärztin zur Kontrolle. Übernächste Woche werden die Fäden gezogen, und ich hüpfe hoffentlich wieder selig durch die Gegend. Wohl oder Übel muß ich akzeptieren, daß ich waghalsige Aktionen wie vom Fünfer zu springen, oder wildes Rodeln nun der jüngeren Generation überlassen sollte. Mein Mann hat mir lebenslanges Rodelverbot erteilt ;-). Es gibt Schlimmeres. Bei all dem, was ich seit Anfang letzten Jahres nach meinem Unfall erlebt habe, überwiegt meine Dankbarkeit. Ich bin unendlich dankbar, daß ich "nur" Bänderriß und Knochenbrüche davon getragen habe. Dankbar, daß es all die medizinischen Möglichkeiten gibt und mir wieder zu meiner Mobilität verholfen werden konnte. Dankbar bin ich, daß ich einen Partner habe, auf den ich zählen kann und so wunderbare kleine Seelen, die mir tapfer beistehen. Bin ich ein Glückspilz?! Ich würde aus tiefstem Herzen sagen: "Ja!!! Das bin ich."