29 September 2014

Und nu, süße Maus?

 

 

 

Das ist ein Auszug aus unserem vorderen Garten. Nicht schlimm?! Ja, richtig! Denn der hintere Garten ist deutlich schlimmer dran. Da gibt es kein Fleckchen, wo nicht dieses emsige Tierchen alles umgepflügt hätte. Stolperfalle an Stolperfalle reiht sich aneinander. Und als wäre das nicht schon Hindernis genug, sackt man beim Gehen unvermittelt diverse cm ins Erdreich ab. Als ich schon vor Wochen überlegte, wie ich ihm die Nachbargärten schmackhaft machen könnte ;-), sprach mein Mann: "Ach laß doch, die süße Maus." Beim mißmutigen Augenbrauenhochziehen meinerseits legte er noch nach: "Andere Leute kaufen sich extra Hamster etc. Wir haben sie im Garten. Das ist doch schön!" Zwischendurch lagen morgens eine Vielzahl nicht mehr definierbarer Nager vor unserer Haustür. Tatortreiniger Mautz hatte tüchtig zugelangt. Inzwischen scheint er das aber eher langweilig zu finden. Denn täglich kommen etliche neu aufgeworfene Hügel dazu. Und nun findet sogar mein Mann "die Maus" nicht mehr ganz so süß, die offenkundig über eine große Familie verfügt. 

Wir leben frei von Schrotflinten, Silvesterböllern und entsprechenden chemischen Waffen. Wer Jenseits dessen eine Idee hat, wie man den unterirdischen Bagger vom Grundstück herauskomplementieren kann, darf gerne mehr verraten. Bis dahin setze ich den Tatortreiniger auf Diät - vielleicht gibt das einen erneuten Motivationsschub ;-).



Kommentare:

  1. Ohje, ich versteh Deinen Ärger. Ich finde Maulwürfe ja auch sehr niedlich, habe aber nicht unter ihnen zu leiden, bzw. mein Rasen.
    Ich kenne nur den Ausspruch eines berühmten Gärtners( dessen Namen ich nicht mehr weiß), der um Rat gefragt wurde:" ...und was machen Sie mit Löwenzahn?" Die Antwort:" Ihn lieben lernen."....aber der blüht ja wenigstens schön...

    Alle Gärtnerfreunde mit Maulwurfproblem haben schon alles probiert.Ohne Erfolg.. Ein Trost: Maulwurfserde eignet sich gut als Blumenerde, sagte mir eine Freundin.

    Halt die Ohren steif und die Harke bereit!
    Herzlichst
    Lisa

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  2. Liebe Lisa, ehrlichgesagt ist mir das kosmetische Problem des Rasens herzlich egal. Vielmehr habe ich ein Problem mit unebenen Flächen, auf denen ich nach meinem Unfall noch immer nicht problemlos laufen kann. Wenn man dann während des Gehens plötzlich um einiges in die Tiefe sackt, habe ich wirklich Angst umzuknicken. Aber den Tipp mit der Maulwurfserde nehme ich gerne mit. Sohn1 hat vor kurzem eine lieblos weggeworfene Azalee mit nach Hause geschleppt. Der kann sicherlich gute Erde brauchen. Liebe Grüße an dich!

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  3. ich vermute, es ist kein maulwurf, sondern wühlmäuse. soweit ich weiß, grabe maulwürfe so tief,daß du nicht in ihre gänge einsinken kannst.
    eine hübsche art der vertreibung sind windräder, die du ordentlich in den boden haust. die beim drehen der rädchen entstehenden vibrationen vertreiben die wühlmäuse, heißt es.
    viel glück damit!

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    1. Das ist gut möglich. Denn unter den "Mäuseresten", mit denen der Herr Mautz unseren Hauseingang "dekoriert", befanden sich welche, die eine sehr langgezogene, spitze Schnauze hatten. Und einen Maulwurf, den würde ich noch erkennen. Die haben ja diesen ganz dichten Pelz und die typischen Grabeschaufeln. Inzwischen habe ich erfahren, daß die unterirdischen Gesellen sehr lärmempfindlich sein sollen. Kurz habe ich darüber nachgedacht, ob ich nicht alle tobewütigen Kleinkinder aus der Nachbarschaft zu geselligen Spielen zu uns in den Garten einlade ;-). Ein Windrad hätten wir auch noch.

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