26 Juli 2014

Das Leben ist schön!

 

In unserer Region gibt es einige schöne Sandstrände. Die sind bei schönem Wetter meist gut besucht, so daß es mich so gut wie nie dorthin zieht. Vor Jahren haben wir ein idyllisches Fleckchen Erde aufgetan, was den meisten Menschen hier unbekannt ist. Dort sind wir gerne. Spontan habe ich den halben Hausstand zusammen gepackt und bin gegen Abend mit den Söhnen zu unserem Strand gefahren, wo wir zuletzt auch mit meinem Vater waren.

 

"Hier Mama, das kannst du mal in deinem Blog zeigen...!", sagt Sohn 1 ;-)...


Das Meer ist so aufgeheizt, daß es kaum Abkühlung bietet.

 

Wenn ich den kleinen Herren zusehe, dann bin ich einfach nur glücklich - so glücklich, wie man nur sein kann.

 

Dieses Zweiergespann kann so unerbittlich und nervenaufreibend streiten manchmal - und dann ist es einfach nur gut.

 

Sich austoben im Meer ist so wunderbar! 
Ein Bild so voller Kraft und Lebensfreude...

 

Und endlich dürfen die Flöße auch mal zu Wasser gelassen werden, die hier schon seit Monaten auf einen geeigneten Moment gewartet haben.

 

Weit und breit kein Mensch zu sehen.


Während die Söhne mit ihren Flößen beschäftigt sind, beobachte ich sie von Land aus und schaue auf's Meer. Was mein alter Herr wohl gerade macht?...


Eine kleine Stärkung zwischendurch. Heute wollen wir bis zur Dunkelheit hier bleiben.

 

Der Kleine buddelt...


...und buddelt...

 

und tut sich mit dem großen Bruder zusammen. Alte Backsteinüberbleibsel werden pulverisiert und mit Wasser und Sand zu geheimnisvollem Matsch verrrührt.

 

Langsam geht die Sonne unter.

 

In "Klein-Bullerbü" darf nie das Feuer fehlen.

 

Von soviel Naturnähe bleiben auch kleine Jungs nicht unbeeindruckt.
"Sooo schön ist das hier, Mama...!"

 

Kleinste Strandschätze werden in Augenschein genommen.

 

Die leergefutterte Nußdose wird als ein willkommenes Handarbeitsgerät eingesetzt.

 

Bestimmt schläft mein alter Herr schon. Als ich zuletzt mit ihm telefonierte, da wirkte er so abwesend. Ob er da gerade auf der "Lichtung" war, oder im "Nebel"...?  Ich weiß es nicht.

 

Kinder sind beneidenswert: völlig versunken in seiner Tätigkeit ist Sohn 2.

 

Der Himmel zaubert immer wieder neue Farben. Bis zur totalen Finsternis könnte ich es hier aushalten.

 

Mit einem Mal wird es zügig dunkler. Schnell noch einpaar Wasserrationen für die Feuerstelle holen, um alles zu löschen.

 

Ein letzter Blick auf's Meer hinaus: und wieder hallen im Geiste die Worte meines Vaters nach:  

"Das Leben ist schön! Man muß das Leben genießen..." 

Seine bedeutungsvollen Worte und auch weitere, die werde ich in meinem Herzen bewahren. Sie sind es, die mich nun trösten in seiner Abwesenheit.

 

Ein Glück, daß ich eine Taschenlampe mit eingepackt hatte, sonst hätten wir nicht mehr alle unsere Sachen zusammen suchen können.

 

Ein wunderschöner Tag neigt sich dem Ende entgegen. Wir haben uns von der Natur umarmen, die Gedanken schweifen, und die Seele baumeln lassen. 

Und denkt daran:

"Das Leben ist schön! Man muß es genießen."

Kommentare:

  1. So eine schöne Post und doch spüre ich etwas Traurichkeit in deinen Zeilen ,der Strand ist wunderschön da würden meine Kinder auch lange bleiben .Das leben ist schön lg galina

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  2. Ja, das Leben ist schön, trotz seiner bitteren Seiten, gibt es soviel schönes im Leben. Allerdings muss man es auch sehen können, die einfachen und kleinen Dinge, die das Leben verschönern.
    Du hast ganz tolle Bilder eingefangen von einem wunderschönen Tag. Mir gefällt es am Meer auch sehr, den Wellen zuhören mochte ich schon seit meiner Kindheit. Vielen Dank fürs Teilen.
    Liebe Grüße Papatya

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  3. ihr wohnt am Meer? irgendwie hatte ich auch ganz anders verortet
    "unser" See liegt eine gute halbe Stunde entfernt, ist aber auch sehr schön
    die Fotos deiner Jungs gefallen mir, eben weil ich auch weiß, dass es auch andere Momente gibt.....
    deine Beiträge von und mit deinem Vater berühren mich sehr, vielleicht auch deshalb weil es derzeit mit mir und meinem Vater ganz ganz anders ist
    liebe Grüße und noch einige schöne Strandtage wünsche ich euch
    Sanne

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  4. Du Liebe,
    als du vom Abschied deines Vaters erzähltest, fehlten mir die Worte. Und nun wieder.
    Es berührt, wie nah ihr euch seid. Auch über die weite (räumliche) Entfernung.

    Ganz liebe Grüße
    Christiane

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  5. Ein ganz poetischer Post! Zu jedem Glück gehört ein Unglück, das macht das Erleben tiefer...
    Ich erinnere mich noch daran, wie mir als Kind aufgegangen ist, dass im schönen Apfel ein Wurm steckt, hinterm herrlichen Kirschblütental ein Ungeheuer wartet usw. Daraufhin habe ich mich erst einmal an all der Schönheit nur noch von Herzen erfreut, mit der Gewissheit im Herzen,dass alles endlich ist.
    Wie dir sonst zumute ist, weiß ich wohl... Ich war fünf Tage in Wien, schöne Tage, doch der "Wurm" hat sich ab und an in all der Schönheit bemerkbar gemacht...
    Sei ganz lieb gegrüßt
    Astrid

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  6. So schöne Bilder! Beneidenswert, die Nähe des Meeres. Aber wer macht schon was draus...Du, Du machst was draus. Das Glück zu finden. Ist eine Kunst zu leben. Dein Vater ist ein weiser Mann. Und wird es immer bleiben.
    Sei fest gedrückt von
    Lisa

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  7. "Wenn ich ein Vöglein wär..." - wäre ich losgeflattert und hätte euch als Möwe besucht!
    Von deinen Bildern bekomme ich Fernweh...

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  8. Wunderschön, behalte sie im Herzen solche Tage .....
    Elisabeth

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  9. Einfach nur wunderschön und ich glaube ,das tut richtig gut dort zu sein!
    LG Steffi

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  10. Sieht nach einem wunderschönen Tag aus :)
    Klase Fotos! :D

    Liebe Grüße ♥

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  11. Oh ja, das ist wirklich so schön hier... da könnte ich auch einen ganzen Tag verbringen. Oder auch mal eine Nacht? Ist bestimmt auch spannend, dort unter dem Sternenhimmel zu liegen...

    Herzlich, Katja

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