27 März 2014

Mein Erster

 

Vor etlichen Tagen habe ich von Sandra eine schöne Anerkennung bekommen, die mich natürlich sehr gefreut hat. Diese Auszeichnung ist für Blogs mit einem geringen Bekanntheitsgrad gedacht.

Hier, die zehn Fragen, die ich gerne beantworten möchte:

1. Wenn dir die Decke auf den Kopf fällt, wo würdest du dann am liebsten hingehen?

Ehrlichgesagt kenne ich diesen Zustand kaum. Was aber immer gut tut ist, an einem rauen Tag mit viel Wind & Wetter hinaus in die Natur zu gehen, mich körperlich zu betätigen.

2. Was macht dir am Bloggen am meisten Spaß?

Natürlich die Möglichkeit, sich mit den unterschiedlichen und vielfältigen Menschen auszutauschen und zu vernetzen. Ich erlebe die Bloggerwelt oftmals als Bereicherung.

3.Tee oder Kaffee? Katze oder Hund? Berge oder Meer? Wein oder Bier? Kino oder Theater?

Selten Tee, deutlich lieber Kaffee. Zur Zeit aus Vernunftgründen nur am Wochenende - dafür dann mit großem Genuß. * Die Frage "Hund oder Katze?" irritiert mich immer sehr. Das Leben ist nicht schwarz oder weiß. Ich kann durchaus beiden Tierarten etwas abgewinnen und sie lieben - auch ohne sie zwangsläufig besitzen zu müssen. Seit einigen Monaten lebt ein Kater mit uns, zu dem wir auf sehr kuriose Weise gekommen sind, und der uns seitdem viel Freude bereitet. Trotzdem ich als kleines Kind eine sehr traumatische Erfahrung mit einem kranken Hund machte, kann es durchaus sein, daß ich mich auch zu bestimmten Hunden hingezogen fühle. Die Traute, mir einen in's Haus zu holen, die habe ich bis heute nicht. Deswegen verdamme ich aber keine Hunde, die von jeher treue Begleiter des Menschen waren. * Meine ersten Lebensjahre verbrachte ich in der Türkei am Meer - mit Gebirgsketten im Hintergrund. Ich habe beides kennen- und lieben gelernt, obwohl das Wasser immer schon eine große Faszination auf mich ausgeübt hat. * In jüngeren Jahren ab und an gerne Beides - heute so gut wie nichts mehr davon. * Früher war ich ein regelrechter Cineast. Auch bin ich gerne ins Theater gegangen. Heute kommt beides mangels Gelegenheit nicht zustande.

4. Was würdest du gerne können? 

Ich bin vielseitig interessiert, so daß die imaginäre Liste dementsprechend lang ist. Ich lerne für mein Leben gern. Ich würde gerne Filme machen können, richtig gut schreiben, programmieren wäre toll. Und so richtig fluffig aus dem Handgelenk zeichnen, und mich mit viel Zeit der Malerei widmen... das wäre grandios! Die anderen 143.763 Dinge zähle ich jetzt nicht auf ;-). 

5. Mit welchem berühmten Menschen würdest du dich gerne einmal unterhalten?

Barbara Schöneberger - die finde ich einfach total sympathisch. Ich glaube, die Unterhaltung würde ziemlich lustig werden.  

6. Auf einer Skala von 1 bis 5, wie zufrieden bist du mit deinem Leben und was macht dich zufrieden oder unzufrieden?

In meinem Leben gab es schwere und auch sehr schöne Zeiten. Durch die Jahre bin ich reifer geworden und in meinem Leben angekommen. Wenn ich Herzlichkeit, Güte und Nähe selbst erlebe und für andere erfahrbar mache,  dann bin ich glücklich. Geht es den Menschen gut, die mir am Herzen liegen, so geht es auch mir gut. Dann bin ich rundum zufrieden... wäre da nicht diese Baustelle im Haus, die uns immer wieder Energie abzieht. Es geht nur schleichend voran, aber wenn denn mal wieder eine Etappe genommen ist, dann bin ich restlos glücklich.  

7. Welche Bedeutung hat für dich die Musik in deinem Leben?

Musik hat immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt. Mit Musik geht mir alles viel leichter von der Hand. Meine Mutter hatte eine wunderschöne Stimme, sang immer sehr viel und gerne. Musik ist für mich ein absoluter Gefühlsverstärker, der mich sofort an unterschiedliche Stationen meines Lebens zurück zu versetzen vermag. Ich habe auch mal zwei klassische Instrumente gelernt, die ich aber aus gesundheitlichen Gründen beide nicht mehr spielen kann.  

8. Erinnerst du dich noch an einen Augenblick, der dir jetzt noch die Schamesröte ins Gesicht treibt? 

Bestimmt hat es solche Momente gegeben, aber ich erinnere mich an nichts Konkretes. Und zum Glück kann ich gar nicht rot werden ;-). 

9. Welches Buch oder welche Geschichte hat dich in deiner Kindheit am meisten beeinflusst?

Das waren die allerersten Bücher mit kleinen Geschichten, die ich in der Türkei von meinem Onkel und meiner Tante einige Zeit nach der Einschulung bekam. Für mich kam das Lesen dieser Bücher einer Offenbarung gleich. Ich bin heute noch im Besitz dieser Büchlein.   

10. Was möchtest du in deinem Leben noch Neues lernen oder sehen? 

Oh, ich hoffe doch sehr, daß ich nie aufhören werde zu lernen - egal was -  und offen genug bleibe, um immer wieder Neues in mein Leben zu lassen.

Liebe Sandra, herzlichen Dank für diese Form der Anerkennung und den Fragenkatalog.

Ganz spontan reiche ich folgende Fragen an:

Papatya Elira - deren nachdenkliche, sanfte Worte mir sehr zu Herzen gehen. 

by Dilek'ten - durch deren Beruf ich immer wieder in den Genuß komme, Bilder meiner alten Heimat zu sehen.

Ayşenputtel  - mein Personal Trainer für Lachmuskeln. Gott, was haben wir schon miteinander gelacht...

Ihr Lieben, für die Fragen, deren Beantwortung mich interessiert, kommt nur ihr in Frage.  
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mitmacht.

1. Wie alt warst du, als du nach Deutschland kamst?
2. Für wie lange war euer Aufenthalt in Deutschland ursprünglich gedacht?
3. Bist du sofort mit deinen Eltern nach Deutschland gereist, oder wurdest du nachgeholt?
4. Was waren die ersten Dinge, die dir in Deutschland sofort aufgefallen sind - vielleicht, weil sie so ganz anders waren als das, was du aus unserer alten Heimat kanntest?
5. Hast du in dieser Zeit etwas aus der Türkei vermißt, was du in Deutschland nicht hattest?
6. Hast du dich in deiner neuen Umgebung wohl gefühlt? 
7. Gab es einen Moment, ab dem du dich in Deutschland Zuhause gefühlt hast - wann war der?
8. Hast du je damit gehadert, daß deine Eltern diesen Schritt gemacht haben, mit dir nach Deutschland zu gehen?
9. Hattet ihr viel Kontakt zu anderen Türken, oder eher mehr zu Deutschen?
10. Was schätzt du an Deutschland, und was an der Türkei?
 



Kommentare:

  1. Pünktchen Papatyam wie lieb von Dir! und Deine Antworten für Deine Fragen finde ich auch super. Ich hätte glaub ich auch bei den meisten wie Du geantwortet. Ich werde mitmachen und ich freue mich schon. Aber es wird ein etwas kompliziert. Naja lass Dich überraschen. Dankeschön meine Liebste. Ich versuch Heute oder spätestens morgen meinen Post fertig zu stellen :-) Mucuks...

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  2. Hallo Pünktchen, danke das du an mich gedacht hast. Wie wir auch schon mal darüber gesprochen bzw. geschrieben haben,finde ich das Thema sehr spannend, weil wir alle unsere Lebensgeschichten haben, die uns verbindet obwohl wir uns gar nicht kennen. Ich würde gerne mitmachen und werde mich auch beeilen. Ganz liebe Grüße

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  3. Mein liebes Pünktchen, vorweg: "Geringer Bekanntheitsgrad" sagt bekanntlich nichts über die Qualität aus, nicht wahr? Und ein hoher Bekanntheitsgrad ist auch nicht immer besser (Daniela Katzenberger ist z.B. sehr bekannt) ;)
    Aber eins ist sicher: Dich müssten viel mehr Menschen kennen und lesen.
    Ich bin sehr froh, Dich zufällig gefunden zu haben. Jep, ich kann auch Tränen mit Dir lachen (z.B. am Telefon):) und liebe Deine Geschichten. Ich wünschte, Du könntest sie auch hier erzählen, aber kann es natürlich nachvollziehen, dass man hier nicht alles erzählen kann und mag:)

    Die Fragen sind gut und Deine Antworten sehr interessant. Wie immer sehr souverän, authentisch und unterhaltsam. Das ist auch ,u.a., was ich an Deiner Schreibweise sehr mag und schätze.

    Danke, dass Du mich auch erwähnt hast. Ich finde diese Idee mit den speziellen "Migranten-Fragen":) super und werde versuchen sie recht bald zu beantworten in meinem Blog.
    Lieben Gruß!

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  4. Ihr Lieben, ich freue mich, daß ihr mitmacht und bin sehr gespannt auf eure Antworten. Vielen Dank!

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  5. Du Pünktchen, weiß du was mir so eben eingefallen ist. Eigentlich könntest du die Fragen auch beantworten und wir könnten dich dadurch besser kennen lernen. Obwohl ich habe sowohl von dir als auch von den beiden anderen Mädels so einen Umriss in meinem Kopf. Aber deine Fragen sind so speziell, dass ich das von dir auch gerne gewußt hätte. Was meinst du? Noch eine Frage. Sollen wir auch 3 Blog nominieren und den Award weiter geben?? Liebe Grüße

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    1. Meine Liebe, ja, den Gedanken hatte ich auch schon. Hatte ihn aber verworfen, weil ich ja ohnehin noch etwas zu der damaligen Zeit schreiben wollte (kommt noch). Aber losgelöst davon könnte ich das trotzdem noch in der Kurzversion tun. Ich überlegs mir noch. Danke für die Anregung!

      Eigentlich ist es wohl so gedacht, daß jeder mit zehn selbst ausgedachten Fragen drei weitere Blogs mit einer Leserzahl unter 100 nomieren soll. Aber das ist natürlich alles freiwillig. Und übrigens, ihr dürft euch alle drei das rosa Award-Bildchen kopieren und auf eure Blogs packen.

      Bin schon sehr gespannt, was es bei dir zu lesen geben wird.

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  6. Jetzt hat es dich also auch erwischt, das rosa Herzchen (nachdem ich mir zu unsicher war, es weiterzureichen, obwohl ich dein Blog wirklich preiswürdig finde!) Toll, denn ich lese tatsächlich sehr gerne solche "Interviews". Und bin auch gespannt auf die Antworten der von dir Angesprochenen, bei denen ich ebenfalls gerne mitlese. Aysenputtel (verflixt, wie macht man das Häkchen unter dem s?) als Personal Lachtrainer zu bezeichnen trifft es exakt - ich erinnere mich an heftige und anhaltende Kicheranfälle beim ersten Lesen eines ihrer Posts... :-) :-)

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    1. Vielen Dank, liebe Brigitte! Ich sollte irgendwann schon einmal solch' eine Auszeichnung erhalten, aber da trieben mich ganz andere Gedanken bezüglich meines Vaters um, und ich hatte garkeinen Kopf frei für sowas. Als Sandra mich damit bedacht hat, dachte ich erst: "Uff..!" Dann aber kam mir spontan der Gedanke, daß man die eigenen Fragen wunderbar dazu nutzen kann, meine hier seit längerem mitlesenden Landsmänninnen (die wie ich für die zweite Generation der Gastarbeiter in Deutschland stehen), mit dazu zu holen. Diese damalige Zeit der Gastarbeiter in Deutschland ist eine sehr Spannende. Viele Menschen wissen kaum detailliert darum. Ich werde dazu später noch ausführlicher schreiben. Das war schon mal ein ganz guter Einstieg. Dabei werde ich meine Geschichte nur als Aufhänger benutzen, um die Geschichte einer ganzen Generation zu beleuchten, weniger um mich in den Vordergrund zu stellen. Zumindest möchte ich das versuchen. Ob mir das gelingen wird?... Wir werden sehen.

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