18 Februar 2014

Das Ende eines leidigen Kapitels

  

Ok, heute oute ich mich mal als Jemand, der überhaupt nicht auf Tattoos, Piercings und andere Körperverzierungen steht. Es wird mir ein ewiges Rätsel bleiben, wie man sich für den Rest seines Lebens mit solcherlei Dingen zeichnen kann (obwohl der Trend dahingehend ist, daß viele Menschen mühsam die einstigen Verzierungen durch Lasern wegzubekommen versuchen). Aber ich muß es ja nicht verstehen. Und zum Glück kann's ja jeder für sich so handhaben, wie er mag. Das kommt mir gerade so in den Sinn, während ich hier im übertragenen Sinne ein letztes Mal meine Wunden lecke. Ich mag's PUR. Am liebsten immer. Die ersten beiden Male wurde meine Wunde genäht. Auf meine Frage hin, warum es diesmal geklammert wurde: "Weil's schneller geht..." Aha! Wenn ihr die Wahl habt, laßt lieber nähen. Ist bei weitem angenehmer, die Fäden ziehen zu lassen, als mit einer Zange die Klammern aufgeschnitten und herausgeporkelt zu bekommen. Ich habe wirklich die Luft angehalten. 17 Klammern, die sich angefühlt haben wie mindestens vierzig Stück. Meine Ärztin hat mir ca. alle fünf Klammern einpaar Sekunden zugestanden, um die "Wehen zu veratmen" ;-). Seit gestern ist alles raus, und ich kann endlich wieder aufatmen.

Kommentare:

  1. Liebe Pünktchen dann coook gecmis olsun! Ich hoffe das kommt nicht noch mal vor! Hoffentlich mußt Du nie wieder weder Fäden ziehen lassen noch Klammern und hoffentlich mußt Du auch nie wieder ins Krankenhaus und und und...
    Kocaman öpücükler
    Dilek

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Teşekkür ederim, canım. Mir fällt gerade ein, daß es bereits mein zweites Mal war mit schwierigen Knochenbrüchen. Als Grundschulkind brach ich mir den rechten Arm - gleich drei Mal. Äußerst kompliziert. Damals war man mit sowas monatelang im Krankenhaus. Trotzdem die Prognosen schlecht standen, meinen Arm je wieder voll benutzen zu können, ist am Ende nichts davon zurück geblieben. An die Schmerzen kann ch mich merkwürdigerweise aber immer noch sehr gut erinnern.

      Löschen
  2. Herzlichen Glückwunsch!!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Lisa, heute würde ich gerne feiern. Innerlich tue ich das.

      Löschen
  3. Du bist aber nicht zimperlich, uns deine Wunde zu zeigen. Nichts für schwache Nerven ;-)
    Ich kann mir gut vorstellen, das Fäden angenehmer sind. Ich würde meine Socken ja auch nicht mit Draht stricken (die zartere Form von Klammern - wobei es sicher verschiedene Stärken von beidem gibt). Deine Beschreibung lässt mich mit fühlen, mit einem "leichten" Klos im Hals. Gut, dass es nun für dich und für uns vorbei ist ;-)
    Ich oute mich mal wegen meines kleinen Tattoos. Das ist schon länger her, bevor hier die Mode begann. Da war ich nicht zimperlich, mitten auf dem Dorfplatz bei meiner Freundin in Brasilien. Hatte was. Was, dann lieber mal persönlich.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich hoffe, es ist nicht zu heftig. Aber wer weiß... Vielleicht kann man die Info irgendwann mal gut gebrauchen.

      Löschen
  4. ich bin zwar MFA, aber die Narbe sieht trotzdem richtig fies aus mit den Klammern... kann dich da sehr gut verstehen...

    Chirurgie wäre definitiv nicht mein Traumgebiet...

    LG und Gute Besserung

    Andrea

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Andrea, du bekommst bestimmt reichlich mit in deinem Beruf. Wie gut, daß es Menschen gibt, die all das machen, wovor man sich selber gerne drücken möchte...So langsam verstehe ich die Anästhesisten, warum sie einen lieber in Vollnarkose denn in LA sehen: man lamentiert nicht rum, hält schön die Klappe, Ruhe ist ;-) - zumindest während des Eingriffs. Danach hat man ja eher weniger mit ihnen zu tun.

      Löschen
  5. uiuiui
    das sieht heftig aus, wie mag es "frisch" erst ausgesehen haben?
    du hast dich jedenfalls tapfer gehalten und Danke für den Tipp, ich hoffe ich brauch ihn nicht :-)
    herzliche Grüße
    Sanne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja Sanne, hoffentlich brauchst du's nie. Und wenn, dann denk' an meine Worte. ich hatte jetzt beides. Fäden ziehen kann auch unangenehm sein, ist aber ein Spaziergang gegen dieses Klammern entfernen. Es hat auch immer wieder ziemlich weh getan beim Gehen. Schließlich steht die Haut ja unter Spannung. Angenehm geht anders. War aber auszuhalten. Nur das Ziehen der Klammern hatte ich mir nicht so schmerzvoll vorgestellt.

      Löschen
  6. Ich äußere mich jetzt mal nicht zu den Klammern... *schüttel*.. , dafür was zum Schmunzeln, vielleicht hilft es gegen die "Nachwehen": Mein Großer (damals 2 oder 3 Jahre) kam vom Garten herein: "Mama, is hab Bauchweh!" Da er auf mich nicht besonders leidend wirkte, fragte ich nach: "Hm, wo hast du denn Bauchweh?" - "Ääähh - im Schuh!" und streckte mir seinen Fuß entgegen: da war ein Steinchen drinnen. :-) Also, ich drücke dir die Daumen, dass du baldigst kein Bauchweh im Schuh oder sonstwo mehr hast! Und dass der Fuß wieder genauso heile wird wie der Arm damals!
    Liebe Grüße von
    Brigitte

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Einfach goldig, dein ehemals Kleiner :-)...

      Löschen
  7. Das ist ja ein Schocker! Uuuh!
    Schön, Dassault das los bist. Aber wie ist es mit denNarben hinterher?
    LG
    Astrid

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wie soll es sein: die sind dann eben da. Optik ist eine Sache, die Beweglichkeit eine andere. Viel schlimmer finde ich, daß das eine Fußgelenk seit dem Unfall nun deutlich dicker ist als das andere. Man hat Probleme mit den Schuhen. Ich laufe nun seit über einem Jahr in Birkenstock durch die Gegend. Glücklicherweise geht das gut. Solche oder ähnlich Verunfallte erkenne ich mittlerweile von weiter Ferne. Aber ehrlich: nicht laufen können ist viel viel schlimmer.

      Löschen
  8. Klammern klingt nicht wirklich fein ! Aber svhön dass alles überstanden ist !
    Liebe Grüße Ursula

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, manchmal kann ich mein Glück kaum fassen. Endlich. Das war eine harte Zeit. Das allerschlimmste waren die sieben Wochen nach der OP, in denen man nur auf dem Rücken liegen durfte. Beim Aufstehen, um auf die Toilette zu gehen, durfte man auf garkeinen Fall belasten: die Stellschraube, die alles in Position gehalten hat, hätte sonst brechen können. Ich bin mir sicher, daß wenn mir ein derartiger Unfall im hohen Alter passiert wäre, daß ich das nicht überlebt hätte. Körperlich baut man innerhalb kürzester Zeit immens ab. Das Fazit, was ich aus all dem gezogen habe: Der Mensch muß in Bewegung bleiben. Immer.

      Löschen
  9. Glückwunsch zur überstandenen Leidenszeit. Ich wünsch dir, dass du damit dann endlich all die Schmerzen hinter dir lassen kannst.
    Wobei man schon sagen muss, dass diese Klammernreihe etwas von Körperkunst hat. Erinnert mich an die Matratzennaht, die ich nach dem Kaiserschnitt bekam - der Arzt hat mir extra einen Spiegel geholt, weil er so stolz war auf das tolle Kunstwerk, dass er da gestickt hatte. ;-)

    Herzlich, Katja

    AntwortenLöschen