30 Juni 2013

Wenige Wochen noch...


Nicht mehr sooo lange, dann ist er da, der kleine Kerl, auf den alle so sehnsüchtig in der Familie meiner Freundin warten. Diese Zeit ist so besonders, so unglaublich wundervoll. Ich kann es kaum noch erwarten ihn zu sehen. Kleines Baby, auch wir freuen uns so sehr auf dich.

26 Juni 2013

Seepferdchen - oder auf dem Weg zur Tapferkeitsmedaille


Ehrlich gesagt ist mir das Wetter ziemlich egal. Nur das Licht ist mir sehr wichtig. Sohn2 hat gerade seinen Schwimmkurs begonnen, der praktischerweise über zwei Wochen im Freibad stattfindet. Mit dem Wetter und den Temperaturen hat er leider nicht ganz so viel Glück wie einst sein Bruder. Dessen Kurs fand damals auch wenige Wochen später statt. Es geht bereits am frühen morgen los, so daß wir sehr zeitig aufstehen müssen. Beim heutigen Ausblick in den Himmel spricht das Kind: "Mama, ich mag da jetzt nicht hingehen...". Nicht nur dieser dauerbewölkte Himmel, auch noch der eisige Wind, und ich hätte ihm um haaresbreite beigepflichtet. Aber irgendwie hat der Ehrgeiz des Sohnes auch mich überrascht, und eh wir uns versehen sitzen wir gemeinsam am Frühstückstisch, wo mein Vater liebevoll den verschlafenen Kerl füttert.


Der kleinblütrige Pfeifenstrauch lockt unerschrocken auch an solch' trostlosen Tagen mit seinem so betörenden Duft. Sohn2 nimmt einen kräftigen Schnuff, bevor er sich auf den Weg macht. Dicht gefolgt vom großen Bruder und mir.


Das entschlossene, tapfere Kerlchen auf dem Weg zu seinem Schwimmkurs.

 

Aktuelle Außentemperatur 13,1°C. Ein Häufchen Kinder steht nach dem Duschen klappernd am Beckenrand. Am liebsten würde ich sie alle in dicke Decken hüllen und jedem eine Tasse heiße Schokolade anbieten. Auch Sohn1 hält es heute nicht besonders lange im Wasser aus.


Während des Wartens versuche ich an den Kindersocken für Sohn2 weiter zu machen. Es ist so kalt, daß ich irgendwann wegen meiner vor Kälte klamm gewordenen Finger aufgebe.


Die Temperaturen sollen allmählich wieder steigen in den nächsten Tagen. Ich wünsche es den Kleinen. Manch' einer hat sich heute morgen weinend am Bein seiner Mutter festgeklammert und war nicht mehr in der Lage loszulassen. Ehrlich - ich kann's verstehen. Auf dem Rückweg entdecke ich am Schwimmbadzaun diese wunderschönen Rosen.

21 Juni 2013

Vom Halten und Loslassen und dem tiefen Schmerz in meinem Herzen I


Ein langfrißtiges Ziel in der Erziehung unserer Söhne ist, sie eines Tages in die Selbständigkeit zu entlassen. Das ist ein gigantisches Vorhaben. Sie sollen dann in der Lage sein für sich und auch andere die alleinige Verantwortung zu übernehmen. Kinder von Heute werden die Erwachsenen von Morgen sein. Das war schon immer so. Ich weiß.

Bei Sohn2 steht die Kindergartenverabschiedung an – ein freudiges Ereignis also, wäre da nicht dieser wehmütige Schmerz in meinem Herzen. Die Erinnerungen an die Zeit, als ich unmittelbar und permanent von unseren Söhnen gebraucht wurde - sie scheinen schon so weit weg zu sein. Dabei sehe ich das künftige Schulkind noch als Winzling vor mir, wie er mich schon recht bald mit großer Bestimmtheit in seiner Stimme anmahnte: „Mama, du nisst! Lleine machen.“ Die Zeit des Haltens und des Loslassens – sie war immer schon irgendwie da. Und natürlich bin ich aufgeregt und freue mich für und mit unseren Kindern, wenn sie immer wieder zu neuen Ufern aufbrechen und die Welt wieder ein Stückchen mehr mit neuen Möglichkeiten begreifen. Wäre da nur nicht dieser Schmerz, tief innen drin in mir…

Selbständigkeit ist Unabhängigkeit, und das bedeutet „Loslassen“. Ich mag dieses L-Wort nicht, und doch muß ich bei vollem Bewußtsein meinen Frieden damit machen.  

Nach und nach gewähren wir unseren Kindern mehr Freiraum. Seit Ostern hat sich ihr Aktionsradius deutlich vergrößert. Wo sie vorher nur im Haus, Garten, in unserer Straße spielen durften, sind sie nun unterwegs zum Bolzplatz, zu nahegelegenen Häusern ihrer Freunde in der Nachbarschaft etc. Ich habe Sohn1 eineinhalb Jahre zum Bus gebracht, habe gewartet bis er einstieg und sich der Bus unter seinen freudig winkenden Abschiedsgrüßen entfernte. Irgendwann fragte ich ihn von mir aus, ob er das nicht mal anders haben möchte. Er überlegte - und überließ mir die weitere Vorgehensweise. Da wußte ich, daß es Zeit ist, loszulassen. Auch wenn da dieser Schmerz war. Unsichtbar für alle anderen, tief innen drin – in mir. 


Als unsere Kinder noch so klein waren hat es sehr viel körperliche Nähe zu ihnen gegeben. Das ist heute nur geringfügig anders. Dadurch erlebten sie Geborgenheit und Schutz. Durch unsere Fürsorge entwickelten sie Urvertrauen. Rückhalt und Sicherheit sind gute Voraussetzungen sagt man, damit der lange Weg des gegenseitigen Loslassens funktioniert. Und doch – obwohl ich das alles weiß, und kaum merklich loslasse, Stück für Stück und immer wieder, ist da tief in mir dieser Schmerz… Er nagt an mir besonders zu besonderen Anlässen unserer Kinder, wenn ich fassungslos bin manchmal, mit welcher rasenden Geschwindigkeit wir durch unser Leben rauschen...

16 Juni 2013

Rhythmus


Seit zwei Wochen jagt ein Termin den anderen. Ich schaffe es nur mit Mühe, mitzuhalten. Lauftag von Sohn1. Ich sitze zwischen den Stühlen: eigentlich wollte ich Papa zum Arzt begleiten. Mein Mann ist unter der Woche nicht da. Der Jüngste nimmt an Vorbereitungen zu seinem Abschiedsfest teil und muß in den Kindergarten. Da sagt Sohn1: "Mama, dann ist ja dieses Jahr ja garkeiner bei mir..." Einen Moment später setzt er hinzu: " Weißt du, ich brauche dich." Ich teile meine Gedanken meinem Papa mit, der mich darin bestärkt hinzufahren. Also bringe ich meinen Vater auf den Weg, werfe quasi den Kleinen im Kindergarten ab, schwinge mich auf's Fahrrad und jage die sieben Kilometer gegen den starken Wind zur Schule. Völlig erledigt, aber um Punkt 8.30 Uhr stehe ich am Sportplatz - von Sohn1 keine Spur. Als mein Puls sich normalisiert, erfahre ich, daß seine Klasse erst um 10.00 Uhr läuft. Prima! Ich habe reichlich Zeit das Kleinstgemüse zu beobachten. Irgendwann ist es so weit. Kurz vorher drücke ich dem Sohn das Handy in die Hand - er telefoniert mit seinem Papa. Das ist zu einem festen Ritual bei uns geworden, wenn der Papa aus beruflichen Gründen nicht mit dabei sein kann. 2011 konnten wir alle gemeinsam Sohn1 den Rücken stärken und ihn anfeuern. Dieses mal gebe ich ihm noch den Tipp, nicht zu schnell zu laufen. Wer mich kennt, würde sich spätestens hier anfangen vor Lachen auszuschütten. Ausgerechnet ich sage das. Denn stets bin ich es, die Vollgas gibt, und so garnicht langsam kann. Dann geht's los! Ich weiß wie wichtig es beim Sport ist, den eigenen Rhythmus zu finden. Erst dann ist alles im Fluß und die Bewegungen laufen automatisiert ab. (Gerade beim Kraulen stelle ich zur Zeit selbst fest, daß ich meinen Rhythmus noch immer nicht gefunden habe. Noch immer bin ich viel zu schnell. Aber ich arbeite daran ;-)).  Die Masse setzt sich in Bewegung. Es laufen alle Jahrgangsstufen der Grundschule. Das Ziel der ersten Klasse sind 15 Minuten, die Zweiten sind schon mit einer ganzen Stunde dabei, die Dritten mit neunzig Minuten, und die Vierten peilen sogar zwei Stunden an. Beeindruckt schaue ich den Kindern zu. Am Anfang wirkt alles etwas durcheinander, bis sich kleinere und kleinste Grüppchen formieren. Sohn1 und sein Kumpel vom ersten Tag an gesellen sich zueinander. Schnell haben sie ihren und den gemeinsamen Rhythmus gefunden. Sie bewegen sich nahezu im Gleichklang. Ich bin berührt, bewegt, hingerissen. Am Ende der Stunde gibt es strahlende Kindergesichter. Gemeinschaft ist wunderbar!

14 Juni 2013

Auf Schritt und Tritt


Hallo, ich bin wieder da! Meine Verbindung zur Außenwelt auch. Schneller als ich es für möglich gehalten hatte - Dank FedEx! Montag wurde mein Laptop abgeholt und sollte bereits repariert mir am Mittwoch aus Ungarn!!! (Bezieht sich regional und saisonal auch auf Geräte?!) wieder ausgeliefert werden. Nur haben wir uns leider verpaßt. Also erfolgte die Auslieferung einen Tag später. Wahnsinn, was?!

Die Kater vom Nachbarn sind meine ständigen Begleiter. Ich kann kaum noch einen Schritt ohne diese Turbo-Schmuser machen. Inzwischen haben sie im Handumdrehn unsere Herzen erobert. Sie kommen auf Zuruf und sind unglaublich anhänglich. Am liebsten würden sie auch zu uns rein kommen, aber das dürfen sie nicht. Manchmal spielen die kleinen Herren stundenlang mit ihnen im Garten. Dann kann man erst mal sehen, was diese Beiden für Kraftpakete sind. Was haben wir uns schon über sie amüsieren dürfen. Herrlich! 

In der Zwischenzeit hatte und habe ich alle Hände voll zu tun: die letzten Termine in Kindergarten und Schule müssen wahrgenommen werden (dafür aber wirklich ununterbrochen). Normalerweise sind wir um diese Zeit sehr lässig mit unseren Essenszeiten. Seit Papa da ist, geht das nicht. Denn er muß zu bestimmten Zeiten seine Medikamente zu den Mahlzeiten einnehmen. Was das ausmacht hatte ich komplett falsch eingeschätzt. Auch muß ich manches anders zubereiten, weil er längst nicht mehr alles so gut verträgt. Das sind alles kleine Umstellungen, die aber in unserem Alltag doch einen strafferen Zeitplan erfordern. Glücklicherweise ist Papa ein sehr unkomplizierter Mensch, auch wenn er hie und da inzwischen deutliche Unterstützung benötigt.


Der Garten ist zur Zeit ein Blütenmeer. Was ich sehr genieße ist der Duft, der in der Luft hängt. Sieht das nicht einfach wunderschön aus, wie sich die herabfallenden Blüten der Azalee mit denen des Flieders am Boden mischen?! Der letzte Winter hatte wieder etliche Opfer gefordert, so daß ich nach und nach einige neue Rosen und Clematis besorgt habe, die hoffentlich die nächsten Winter unbeschadet überstehen.

05 Juni 2013

Rien ne va plus !

Ihr Lieben,

hier wird es gezwungenermaßen etwas ruhig sein in den nächsten zwei Wochen. Meine wichtigsten Geräte versagen mir ihren Dienst: Mein Handy liegt in den letzten Zügen. Mein alter, sonst verläßlicher Laptop hat sich mit einem deutlichen "Pling" scheinbar für immer in die ewigen Jagdgründe verabschiedet. Der gerade mal ein Jahr alte Laptop hat eine üble Schwachstelle: die Scharniere. Es geht morgen zum zweiten Mal zur Reparatur. Mir ist jetzt schon klar, daß der gleiche Defekt in wenigen Monaten wieder auftreten wird. Mal sehen, zu was für einer sinnvollen Einigung wir dann mit dem Hersteller kommen.

04 Juni 2013

Pimp my shirt!


Zwei einfache Shirts der kleinen Herren. Gerade der Jüngste im Haus findet Aufdrucke auf Shirts toll - ich hingegen, je nach Motiv, weniger. Diese Motive habe ich von Tapeten auf einer Kinderzimmerwand entnommen (Ich hoffe, das ist bzgl. des Copywrigt des Tapetenherstellers in Ordnung, weil ich das nur für den Hausgebrauch mache und kein Geld damit verdiene. Weiß da jemand besser Bescheid als ich? Dann bitte ich um Rückmeldung). Und weil ich kein Freezer-Papier hatte, habe ich bei der Motivübertrag auf die Rückseite von Buch-Klebefolie gedruckt. Das Motiv mit einer scharfen, kleinen Schere ausgeschnitten, Folie mit Klebeseite auf Shirt aufgeklebt (zugegeben etwas fummelig), mit Stoffmalfarbe ausgemalt, trocknen lassen, zum Fixieren gebügelt. Voìla - in zwei strahlende Kindergesichter geblickt. Sohn1 liebt die Karthäuser-Kater aus der Nachbarschaft; Sohn2 ist inzwischen ein echter Breakdancer :-).  Die kleinen Herren haben sogleich die Shirts angezogen und sind glücklich zu ihren Wirkungsstätten gewandert.