28 Mai 2013

Diese Zwei

 

Schon als kleines Kind erlebte ich, daß es innerhalb meiner Familie als das größte Glück galt, Kinder zu haben. So war es nicht verwunderlich, daß Kinder schon früh und unabdingbar zu meinem Lebensplan dazu gehörten. Ich wünschte sie mir sehr herbei. Aber es sollte noch etliche Jahre dauern, bis ich den richtigen Partner dafür auserkoren hatte. Natürlich hatte ich damals eine völlig romantisierte und naive Wunschvorstellung davon in meinem Kopf, was nicht allzuviel mit der Realität zu tun hatte. Und dennoch: die Breitschaft eine Familie zu gründen war da. Es gibt Augenblicke im Leben, da ist man restlos glücklich. Zum Beispiel bei diesem eingefangenen Moment, welcher mich zutiefst berührt hat: Schulfest von Sohn1 (links im Bild). Die beiden Brüder, unsere herzallerliebsten Söhne, gemeinsam die Szenerie des Schulfestes betrachtend. Eine Einheit mit vielen Gemeinsamkeiten, aber auch ebenso vielen Unterschieden. Von Dritten bekomme ich oft zu hören: "Man sieht sofort, daß das Brüder sind. Die sehen sich so sehr ähnlich. Es könnten Zwillinge sein!" Diese Aussage bezieht sich nicht wie auf diesem Bild auf das gleiche Oberteil. (Die kleinen Herren haben an diesem Tag selbst entschieden, sich so kleiden zu wollen ;-)). Wenn ich dann entgegne, daß da doch fast zwei Jahre Altersunterschied vorhanden ist, und sie  doch sehr unterschiedlich aussehen, kommt meist als nächstes: "Aber sie gucken gleich."

24 Mai 2013

Ausnahme

Es soll ja Menschen geben, die das Thema Tod verdrängen oder ausblenden können. Ich konnte das nie und war oft damit konfrontiert. Es hat Zeiten gegeben, da hat mir das Angst gemacht. Ich habe den Tod aber auch als etwas sehr friedvolles erlebt. Auch zu Hause sprechen wir offen darüber. Immer und überall wird gestorben, so daß auch unsere Kinder sich Gedanken dazu machen, und wir uns darüber unterhalten. Daß man dabei sehr behutsam sein muß, versteht sich von selbst. Sie wissen, daß jedes Leben irgendwann einmal zu Ende geht. Irgendwann sagte Sohn1 gedankenverloren:

"Mami?"
"Hmmh..."
"Ich glaube, wir werden ewig leben..."
"Wie kommst du denn darauf?"
"Weil, wir passen alle so gut zusammen!"
                                                                  

20 Mai 2013

Mai-Glück


Als kleines Mädchen war ein kleines Holzgewehr eines meiner liebsten Spielzeuge. Man konnte  kleine Steinchen in den Lauf geben und diese nach dem Spannen abfeuern. Ich kann mich nicht daran erinnern, daß wir Kinder jemals damit aufeinander gezielt hätten. Unsere liebste Beschäftigung war u.a. damit Früchte von den Bäumen runter zu holen. Manchmal gelang das, oft auch nicht. Später besaß ich noch eine "Flitsche", so eine wie auf dem Foto abgebildet. Nicht ganz so luxuriös wie dieses abgebildete Modell, was mein Mann mit dem Jüngsten gebaut hat. Das ist ein richtiges Präzisionsteil geworden, und wir haben in den vergangenen Tagen alle viel Spaß damit gehabt. Wir haben damit Nüsse auf eine Metaltischplatte abgefeuert, die wir so im Garten platziert haben, daß dabei niemand zu Schaden kommen kann. Nüsse knacken mal ganz anders ;-)...Auch hier gelten natürlich strikte Regeln, auf deren Einhaltung wir in jedem Falle achten. Die kleinen Herren sind da sehr folgsam, aber die Flitsche darf dennoch nur und ausschließlich in elterlicher Begleitung genutzt werden. Denn da ist richtig Kawumm dahinter.


Etliche Stunden hat mir der Garten abverlangt. In Erde zu wühlen macht mich glücklich, wenn ich auch mit meinem Fuß nur recht beschwerlich voran komme. Aber ich will nicht meckern: die zwei Stufen zum Haus habe ich vor acht Wochen nicht im Ansatz bewältigen können. Das war unmöglich. Ich denke voller Dankbarkeit daran, wenn ich es nun ohne größere Probleme schaffe, solche Hindernisse zu nehmen.


Was ich sonst noch getan habe: Pikieren, pikieren, pikieren... Ehrlich, das war wirklich anstrengend. Hunderte Babypflänzchen habe ich im Garten verteilt. Ich glaube, daß es kaum noch ein Fleckchen gibt, auf dem Nichts wächst. Nächstes Jahr bin ich hoffentlich schlauer als bisher und werde nur wenige Samenkörner aussäen. Hier zu sehen sind Monatserdbeeren. Sie geben von Sommer bis in den Herbst hinein Erdbeeren. Die Früchte sind etwas größer als die der Walderdbeeren und ebenso aromatisch im Geschmack. Ich hoffe sehr, daß wir bald mal mildere Temperaturen und auch Sonnenschein abbekommen. Denn dann steht der Nascherei nichts mehr im Wege. Die Erdbeerfelder in der Umgebung haben wir zwar bislang gut genutzt, aber ich schmecke doch immer, daß die Erdbeeren gespritzt sind und hoffe bald darauf verzichten zu können.


Die hier werden bei guter Sonneneinwirkung hoffentlich leckere Cocktailtomaten hervor bringen. Bei unserem gigantischen Tomatenkonsum wird das nur ein Tropfen auf den heißen Stein bedeuten. 

 
Endlich, endlich... durften auch sie nun in's Beet umziehen. Eine kleine Radieschen-Armee wächst nun täglich wahrnehbar vor unseren Augen. 

Und sonst so?


Wir sind wieder dabei! (Das erste Mal hat nun auch mein Mann eine Saisonkarte für sich geholt). Dafür ist das momentane Wetter perfekt. Bei 15°C mit bewölktem Himmel geht keiner in's Freibad - aber wir ;-). Es ist herrlich, das riesige Becken für sich ganz alleine zu haben. Und natürlich habe ich mein Vorhaben für dieses Jahr nicht vergessen: ich möchte meinen Kraul-Stil auf ein perfektes Niveau bringen. Das ist auch eine sehr gute Übung für meinen Fuß. Der Bademeister steht zu seinem Wort, und wird mir dabei mit entsprechenden Anweisungen zur Seite sein. Der freut sich, wenn er mangels Besucher nicht vor Langeweile umkommen muß. Was mir noch fehlt zu meinem Glück ist eine Badekappe. Denn wenn man krault, hat man die Haare trotz zusammengebundenem Zopf ständig im Gesicht. Ich bin dann mal... plitsch platsch ;-).

16 Mai 2013

Von jetzt auf gleich


Wir haben Mitte Mai. Zwischen diesen Bildern von gestern liegen nur wenige Sekunden. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als von jetzt auf gleich


Donnergrollen, Blitze und unglaubliche Wassermassen vom Himmel herab strömten.


Die Hagel-Bälle waren wirklich imposant. Alle Kinder aus der Nachbarschaft tummelten sich verängstigt im Haus und schauten gebannt nach draußen. Vor einiger Zeit schrieb Lisa auf ihrer Seite, das Wetter sei "kaputt". Ich mußte daran denken. 

02 Mai 2013

Paper Potter

 

Seit einigen Tagen hat ein Paper-Potter Einzug in unsere heiligen Hallen gehalten. Eben erst im Internet entdeckt,  wußte ich sofort, daß das etwas für die kleinen Herren ist. 


Seit einiger Zeit explodiert das Saatgut auf der Fensterbank. Wohin damit,  wenn man nicht hunderte von zusätzlichen Töpfchen aufstellen möchte?! Wenn wir aussäen, dann denke ich jedes Mal, daß viel zu wenig Samenkörner in den jeweiligen Tütchen ist und begehe jedes mal den selben Fehler, alles auszusäen. Sobald das Saatgut anfängt zu explodieren, fange ich an zu verzweifeln. Das Pikieren ist eine sehr aufwendige Geschichte, die Ausdauer der kleinen Herren begrenzt, und ich habe diese Tätigkeit irgendwann komplett alleine an der Backe.

 

Übrigens haben wir ziemlich bald Tageszeitungen von den Nachbarn verwurstet. (Da wir selbst ausschließlich online lesen,  haben wir wenig Altpapier im Haus). Die Werbeprospekte eignen sich weniger als Aussaattöpfchen. Am liebsten sind mir aber immer noch die Eierkartons, die man hervorragend dazu benutzen kann, um Saatgut keimen zu lassen. Und diese kann man dann auch gut mit in's Erdreich geben.  Getreu dem Motto: "Nur die Harten kommen in den Garten!", sind viele Pflänzchen in den Garten gewandert. Mal sehen, ob und was alles durchkommen wird - denn hier ist es immer noch mehr als frisch.