10 Oktober 2013

Im Kreis gedreht



Um zu entspannen, muß ich etwas mit meinen Händen machen. Handarbeiten mit Wolle geht normalerweise überall und ist unkompliziert. Seit Wochen versuche ich einen Kreis zu häkeln. Ja, ihr habt richtig gelesen: seit Wochen! Im Netz gibt es diverse Anleitungen dazu. Ich gehe davon aus, daß sie auch funktionieren, wenn man denn ambitioniert Maschen zählt. Ich aber mag das garnicht, denn häkeln oder stricken ist eine Sache, das bei mir eher beiläufig geschieht. Also, entweder führe ich Unterhaltungen dabei, oder ich assistiere meinen Kindern (wobei auch immer...), oder ich schaue TV. Dabei zählen zu wollen ist doof. Man kann sich unterhalten, aber nicht mehr wirklich gut. Den Kindern kann man nicht wirklich Hilfestellungen geben. Und den Inhalt einer Sendung bekommt man auch nicht gescheit mit. Also probierte ich aus,


und probierte...


und habe immer wieder probiert. Hier kann man wunderbar sehen, daß das mühsam gewachsene Stück sich immer weiter wellte.


Bis dahin hatte ich alles zusammen gehäkelt (was ich am liebsten tat). Nun versuche ich die Wollwürmer zusammenzulegen und mit der Hand zu vernähen. Für mich eine Sträflingsarbeit, die ich garnicht gerne gemacht habe. Naja, und die Farbkombination überzeugt mich nun auch nicht. Aber erst einmal war ja auch nur (leidiges) Herumexperimentieren angesagt. Bis... ja, bis ich auf die Idee mit den Stecknadeln kam.


Bislang bin ich damit am besten gefahren. In den meisten Anleitungen wurde angemerkt, daß man in jeder Runde 6 Maschen zuzunehmen hat. Also markierte ich meinen Anfangskreis mit den sechs Nadeln. Und was soll ich sagen: erstmals habe ich ein halbwegs befriedigendes Ergebnis, ohne daß ich zählen muß. Aber in der Nähe der Nadeln muß man dann doch genauer schauen und dran denken: in jeder Reihe verschiebt sich die  Zunahme um eine Masche. Und alle paar Reihen muß man auch die Nadeln wieder versetzen. Sonst erhält man nämlich einen Sechseck ;-).  Viel Spaß!

Kommentare:

  1. Das Ergebnis schaut wunderschön aus , aber ich glaube ich hätte die Geuld nicht !
    Liebe Grüße Ursula

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    1. Tja, in solchen Momenten kommt der Pitbull ;-) in mir durch: Loslassen unmöglich! Ich muß dann solange rummachen, bis ich einen Weg gefunden habe.

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  2. Wie hast Du sie zusammen gehäkelt? Um die ganzen Würste herum (so würde ich es auf Foto 2 sehen) oder nur an einer Schlaufenreihe sozusagen (Foto 1)?
    Das um die ganzen Würste herum (wenn es so ist) gefällt mir gut, das relativiert die Farben und gibt dem Ganzen etwas homogenes, wenn Du verstehst, was ich meine;-)
    Danke für die Inspiration übrigens.

    Mich würde auch interessieren, was die Mutter von EQ zu den Rosen gesagt hat.

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    1. Ja, teilweise, habe ich um die Würste herum gehäkelt. Ich habe aber auch noch ganz andere Sachen versucht - die wenig erfolgreich waren. Und ja, ich verstehe, was du mit "homogen" meinst. Tja, vielleicht sollte ich hier bald Türkisch für Anfänger anbieten ;-). Was EQ's Mutter gesagt hat, das ließe sich problemlos übersetzen. Nur geht dann der eigentlich humorvolle Ausdruck des Ganzen flöten, weil man das so garnicht übersetzen kann.

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    2. Hallo Roswitha:)

      Man könnte es ungefähr so übersetzen: "Guck mal...duftet überhaupt nicht, das sind doch keine Rosen..wie Heu...um Gottes Willen" (Bei uns im Türkischen vergleicht man gerne mal alles, was überhaupt kein Geschmack hat und neutral schmeckt/duftet , mit Heu)
      Wie Pünktchen schon erwähnte, kommt es übersetzt nicht so lustig rüber, wie im Türkischen. Aber in meinem Blog gibt es einige andere Geschichten zu meinen Eltern, die sind wesentlich unterhaltender:)

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    3. Ja, das kann ich bestätigen. Was habe ich mich schon ausgeschüttet über die Geschichten auf deinem Blog. Herrlich!

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    4. Danke EQ und Pünktchen. für eure Antworten. Dann muss ich ja mal bei Dir, EQ, rüberschauen :-)

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  3. Das wäre sicherlich toll als Teppich... aber sowas wird es hier wohl nicht geben, denn Geduld ist nicht meine Stärke. Toll, dass Du sich da durchfuchst, mich beeindruckt sowas.

    Herzlich, Katja

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    1. Als Teppich habe ich solche Teile auch schon gesehen, wobei das nichts für mich wäre. Ich würde gerne ein rundes Kissen zum Draufsitzen daraus machen. Und aus festen Maschen, so wie auf dem letzten Bild, wird das ein ganz robustes Teil.

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  4. Ohje, das sieht nach Geduldsarbeit aus! Bei mir wär das Teil wohl längst im Regal verschwunden...
    Kompliment für deine Ausdauer!
    Liebe Grüße
    Christiane

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    1. Ich schreibe jetzt nicht, wie oft ich das Teil immer und immer wieder aufgeribbelt habe. Und mit den Nadeln ist das wirklich supereasy. Allein für diese Erfahrung hat sich's gelohnt dran zu bleiben.

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  5. Ich bewundere Deine Geduld auch. Und die, von Puzzle-Fans. Da würd' ich glaub ich schon am Rad drehen (haha, im wahrsten Sinne)
    Was sind das denn? Topflappen oder sowas?

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    1. Ne, nix Topflappen. Kissenseite für ein rundes Kissen hoffentlich.

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