19 März 2013

"One, two – one, two, three, four… "

 

Tag 61 post OP. Ich habe aktiv trainiert. Manchmal zu viel gewollt, nicht entsprechend gekonnt, mit Schmerzen wieder pausiert. Bis zur Erschöpfung immer wieder den Fuß trainiert, manchmal auch malträtiert. Kleine Fortschritte gemacht, dazwischen aber auch viele Rückschritte. Es hieß, daß ich in vier Monaten anfangen könnte zu gehen. Der Gedanke hat mir schwer auf der Seele gelastet. So lange meine Kinder, meine Familie, nicht in gewohnter Weise versorgen zu können, das hat mir sehr weh getan. Heute morgen, als meine Kinder aus dem Haus waren, da habe ich all meinen Mut zusammen genommen, den Terminator-Stiefel nach so langer Zeit verunsichert abgelegt, meine Winterschuhe angezogen und mich das getraut, worauf ich hingearbeitet habe: Ich habe gestanden und bin einige Meter gegangen. Ganz ohne Hilfsmittel. Auf meinen beiden Beinen und Füßen. Nicht schmerzfrei und eher wie eine Ente. Elegant geht anders.

Morgen ist Frühlingsanfang. Bis dahin wieder gehen zu können, das war mein Ziel. Ich hab’s geschafft! Ich habe heute meine Söhne das erste mal wieder selbst abholen können. Die haben Augen gemacht. Das erste mal habe ich wieder selbst einkaufen können. Freude ist ansteckend. Hier wurde heute den ganzen Tag gesungen. "One, two - one, two, three, four..."
 


Kommentare:

  1. Oh, wie schön! Ich freu mich mit dir!
    Herzlichst
    Astrid

    AntwortenLöschen
  2. Hurraa, Du Tapfere! Bald tanzt Du wie eine Elfe durch den Sommer.
    Herzlich
    Lisa

    AntwortenLöschen
  3. Und da hast du dich gleich in den Schnee rausgetraut - und die Kinder abgeholt - alle Achtung, das war mutig!! Pass nur auf, dass du dir nicht zu viel zumutest... Aber ich kann gut verstehen, dass diese ungeheure Geduldsprobe an den Nerven zehrt. Ich habe in letzter Zeit ein paarmal an dich gedacht, wenn ich mit Wäschekörben oder anderem die Treppen rauf und runter galoppierte und mich ob der vielen Hausarbeit bedauerte - wie schwer es mir wohl auch fallen würde, das nicht zu können. Und hab danach für ein Weilchen jeden Schritt genossen.
    Weiter gute Fortschritte - und Mut auch zur Langsamkeit, wo nötig!
    Brigitte

    AntwortenLöschen
  4. Überwindung kostet Mut und Ausdauer. Gewürzt mit Enthusiasmus ist das wie Radeln mit Rückenwind.
    Alles Gute

    Beate

    AntwortenLöschen
  5. Wahnsinn!!! Du bist wirklich ein Wahnsinn - ganz, ganz toll! Möge es weiter so gut voran gehen!!!!! Alles Liebe. maria

    AntwortenLöschen
  6. Hört sich doch großartig an! Weitermachen!
    Liebe Grüße
    Amelie

    AntwortenLöschen
  7. Hallo,
    habe mal auf deinem Blog geschaut und sehr interessant.
    Nun würde ich mich gerne bei dir anmelden. Aber du hast da keine Anzeige.
    Ist das gewollt?

    LG Eva

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Eva,

      wenn Du auf der Seite gaaaanz nach unten gehst, siehst Du die Mitglieder. Da kannst Du Dich anmelden. Ich freue mich sehr über Dein Interesse. Vielen Dank!

      Löschen
  8. Da hast du mit deinem Willen Berge versetzt. Bravoooo!
    Da muss ich gerade an einen spirituellen Film denken, in dem ein Mann, querschnittsgelähmt, sagte, er geht zu Weihnachten nach Hause (aus dem Krankenhaus). Er hat es geschafft. Sehr berührend, du auch.
    Liebste Grüße

    AntwortenLöschen
  9. Gratuliere, liebe Pünktchen, wenn auch äußerst spät. Ich hab erst vor kurzen wieder meine ganze Blog-Liste auf den neu aufgesetzten Computer gespielt. Ich hoffe, dass es nun schon viiiel besser geht bei Dir als mitt März. Alles Liebe, Martina :-)

    AntwortenLöschen