23 November 2012

V Fortsetzung folgt!




Liebe Freunde, ein letztes gemeinsames Fischmahl bei Sonnenuntergang, eine letzte Bootstour… unsere Dritte bereits (wer hier lebt sollte unbedingt ein Segelschiff haben, zur Not auch eine Nußschale) – herrlich war’s, wie die letzten Male auch. Wir trafen eine Gruppe von Studenten (einer von ihnen auf obigem Bild) aus der Uni in Muğla. Die waren ja so anrührend und herzerfrischend, einfach allerliebst. Was für eine Bombenstimmung da wieder aufkam – und das ohne einen Tropfen Alkohol. Nicht umsonst werden hier Jugendliche und Heranwachsende „Delikanlı“ genannt, was übersetzt so viel heißt wie „einer mit verrücktem Blut“.

Alle diese wunderbaren Erlebnisse können jedoch nicht über die Schattenseiten des Tourismus hinweg täuschen. Ja, es gibt sie… auch hier. Überdeutlich! Manches hat mich traurig und nachdenklich gestimmt. Prostitution geht auch andersherum! Betroffen sind viele blutjunge, bildschöne Männer, deren Gehalt als Saisonarbeiter kaum zum Leben ausreicht. Das ist schlimm! Ich habe mit manch einem hier gesprochen, der offen zugab, wie groß die Überwindung immer wieder ist. Leider kann ich die Umstände nicht ändern. Das Mindeste aber ist, darauf hinzuweisen.

In wenigen Stunden, bereits ganz früh am Morgen, wird mein Mann uns verlassen. Wir werden in den kommenden Wochen sehr viel  miteinander telefonieren. 

Gegen Mittag werden wir uns langsam auf den Weg machen: grobe Richtung „Bodrum“. Es ist nahezu alles zusammen gepackt. Ich bin gespannt, wie sich unsere erste Nacht im Bus anfühlen wird. Spannend, spannend… Wir werden auf uns acht geben. Versprochen! Mit den Kindern klappt alles reibungslos. Wir räumen ihnen allerdings auch sehr viel Raum und Zeit ein. Das soll auch weiterhin so bleiben. So klein sie auch alle beide noch sind, sie packen richtig mit an und nehmen ohne zu murren und zu knurren an allem teil. Wir sind wahrlich reich beschenkt mit ihrer Anwesenheit.

Zwei schöne Wochen voller verschiedener Unternehmungen und Erlebnisse liegen nun hinter uns. In und um İçmeler herum haben wir alle miteinander wunderbare Begegnungen mit Einheimischen und auch anderen Touristen genossen. Von einigen lieb gewonnenen Bekannten haben wir uns heute verabschiedet. Das war rührend

Nur eines weiß ich nicht:  wann ich mich wieder per Mail melde. Hier im Hotel war’s so bequem mit WLAN. Denn auf die Suche nach Internet-Cafès werde ich mich gewiß nicht machen.

Euch allen wünsche ich ebenfalls eine gute Zeit – Euer Pünktchen.


  
"Goodbye İçmeler!"



1 Kommentar:

  1. Wie schade, dass es meist bei allem Schönen auch eine Schattenseite gibt. Ich wusste das nicht. Danke für den Hinweis.
    In Bodrum war ich mal zum Touristen-Ausflug und in der Nähe im Hotel-Urlaub.
    Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

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