09 November 2012

love-notes


Kann ein Tag schöner beginnen als mit persönlich Handgeschriebenem?!

Es gibt gerade mal eine Hand voll Leute, die meine Blogadresse von mir erhalten haben. Von Zweien habe ich bezeichnenderweise nie einen Feedback erhalten, eine meinte: "Wozu braucht man einen Blog?" Zugegeben: man braucht keinen Blog. Genau so wenig wie man vielleicht einen Malkurs braucht, wenn man malen möchte - denn man könnte es ja auch ganz im Stillen zu Hause für sich machen. Aber dem menschlichen Wesen ist es nun mal eigen, daß er die Gemeinschaft sucht. Und dabei geht es immer auch um Kommunikation. Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch. Als ich meine Kinder bekam, änderte sich mein Leben schlagartig. Vorbei die Zeit der stundenlangen Museumsbesuche, ausgiebigen Treffen mit Freunden, langen Telefonate, reichlich Zeit nur für mich allein. In dieser Zeit war ich hin und weg von meinen Kindern, dafür war alles andere hin- und weg von mir. Wenn unsere Kinder versorgt waren, schaffte ich es manchmal in dieser Zeit,  Kunstausstellungen im  Netz anzuschauen. Dann entdeckte ich zufällig den ersten Blog. Bald darauf stieß ich auf weitere Seiten. Diese vielfältigen Seiten machten die Defizite, die ich mangels Zeit entwickelte, auf eine sehr angenehme, zeitsparende Weise wieder wett. Es hat Jahre gedauert - sieben um genau zu sein, bis ich dann einen eigenen Blog hatte.  Bisher habe ich es nicht bereut, denn ich bin dabei auch Menschen näher gekommen. Nicht nur virtuell, sondern auch real. Heute morgen erreichten mich wunderbare Zeilen, die so persönlich waren. Alles, was mich berührt, das bewegt mich auch. Danke Roswitha, Du bist ein kostbarer Schatz! Ich freue mich auf das, was möglicherweise noch vor uns liegt.


Ein wunderschöner Kalender, der mir inhaltlich genau so sehr zusagt, wie von seiner ungewöhnlichen äußeren Aufmachung her. Das kleine Täschlein, machen wir uns nichts vor, werden sich die kleinen Herren unter den Nagel reißen. Ich hoffe, ohne ausdauernden Streit...


Normalerweise trinke ich Kaffee. Ohne kann es kein wirklich guter Tag werden. Während ich immer und immer wieder die Zeilen las, habe ich heute ausnahmsweise einen Tee aus meiner alten Heimat genossen. Was für eine wunderbar nette Geste: Papatya-Tee für die Verfasserin des Papatyam-Blogs. 1000 Dank dafür - you made my day!

Kommentare:

  1. Ich habe gerade Gänsehaut, da ich nun auf dem zweiten Blog etwas von meinen handgeschriebenen Briefen lese und sehe. Tolle Fotos übrigens;-)
    Deine Beschreibung, wie sich das Leben schlagartig mit Kindern ändert, passt genauso zu mir. Auf die Idee, Ausstellungen im Netz zu besuchen bin ich nicht gekommen. Bei mir sind andere Sachen wichtig geworden, außer Kinder und Familie. Und wenn es jetzt mal Kultur gibt, genieße ich sie ganz besonders.
    Ich bin sehr froh, dass der Brief so schnell ankam und ich Dir damit eine Freude machen konnte!! Ist schon toll, wenn über das Netz der Funken überspringt...

    Liebe lächelnde Grüße von Roswitha

    PS: Falls sich Deine kleinen Herren zu sehr streiten, ich hätte noch ein Täschchen...

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    1. Es ist toll, so schöne Post zu bekommen. Ich freue mich immer noch.
      Noch haben die kleinen Herren das Täschchen nicht entdeckt und es sogleich okkupiert. Daher gab es auch keinen Zwist. Es gehört also NOCH mir ;-). Aber auch ein zweites Täschchen wäre keine Garantie, daß sie nicht in Streit ausbrechen würden. Irgendein Grund findet sich schnell, wenn Streit in der Luft liegt. Da bräuchte dann nur ein Fitzelchen anders zu sein...

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  2. Liebe Pünktchen, zum Thema Briefeschreiben habe ich ja schon einiges gepostet, deshalb hier eine ganz andere Rückmeldung: Ich habe heute die Kürbis-mit-Zucker-Süßspeise gemacht, die du neulich mitgeteilt hast, und was soll ich sagen - ich sitze hier und futtere mich voll... Ich habe einen Butternut-Kürbis dazu genommen, der hat ganz helles, feines Fleisch und nur wenige Kerne innendrin, sodass er nicht so viel Arbeit und Abfall macht wie andere. Obendrauf hab ich Walnusskrokant gestreut (von meinen vielen Nüssen). Es schmeckt leckerst! Ich mag solches Kochen mit wenigen Verarbeitungsschritten, wo die Sachen "nach sich selber" schmecken und aussehen. Dankeschön für's Rezept!
    brigitte

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    1. Liebe Brigitte, hach, das freut mich ja!!! Ich dachte schon, daß nur mir sowas schmecken kann, weil ich es halt aus meiner Kindheit kenne. Aber was soll ich sagen: ich habe gerade erst vor wenigen Tagen auch Kürbis herzhaft aus dem Backofen probiert und bleibe dabei - die Süßspeiße super simpel ist nach wie vor meins. Und ich bin froh, daß nun alle Kürbisse im Hause aufgebraucht sind, weil ich auch ähem... viel davon gefuttert habe.

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  3. Über den emotionalen Wert des Bloggens denke ich gerade oft nach, wird es doch oft ein bißchen spöttisch angemerkt, dass es zu eienr Art Ersatzleben werden kann, auch was die emotionale Bestätigung angeht. Ob das wirklich als so negativ anzusehen ist, das frage ich mich derzeit oft. Vielleicht dient es manchmal wirklich als Ersatz für Kontakte, Freundschaften, Bestätigung, die man im realen Leben nicht bekommt, aber ich schätze, ich halte es damit wie mit der Medizin und der Frage ob Schulmedizin, Naturheilkunde, Homöopathie oder Geistheilung: Wer heilt hat Recht. Und wenn das Bloggen das Leben eines Menschen nur ein klitzeklienes Stückchen reicher, schöner, glücklicher macht, dann hat es damit für mich schon jegliche Berechtigung der Welt.
    Mein Tag beginnt früh am Morgen, der Arbeitstag hat eien Unterbrechung am Nachmittag um Zeit für mein Kind zu haben und endet dann meistens nachts. Da bleibt nicht viel Raum und Möglichkeit für Kontakte, Ausstellungsbesuche, Austausch, außer am Wochenende. Bloggen und Blogs lesen kann ich aber auch zum Tagesabschluß des nächtens und meinem Tag so einen inspirierenden Abschluß geben. Nein, einen Blog braucht man nicht. Aber es ist schön, einen zu haben und zur Nacht noch nette Nachrichten oder Briefe zu lesen für den positiven Ausklang eines manchmal extrem anstrengenden Tages.
    Das Täschchen habe ich mit exakt gleichem Stoff in etwas größer vor ein paar Wochen auch als Geschenk bekommen, befüllt mit Steinen und Muscheln vom Strand - meine Schwester hat es mir aus der Türkei mitgebracht. :-)

    Herzlich, Katja

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  4. Liebe Katja, Du bringst das Wesentliche wieder einmal auf den Punkt. Bei mir nimmt das reale Leben den größten Platz ein. Meine langjährigen Freunde sind leider nahezu alle sehr weit verstreut - Familie sowieso. Den Kontakt halten wir, aber sie zu treffen kommt nur selten Zustande. Mir persönlich ist es egal, was irgendwer spöttisch zu irgendetwas bemerkt. Denn unterschwellig schwingen da manchmal noch ganz andere Dinge mit. Ich freue mich, daß es all diese grandiosen Seiten gibt, die auf die ein oder andere Weise gewiß auch mein Leben bereichern. That's it!

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