04 Juli 2012

Glück


Glück ist für mich, wenn ich abends meinen Rundgang durch unseren Garten mache. Da machen sich die kleinen Herren in der Regel bereit,  ins Bett zu gehen. Ich habe dann eine gute Viertelstunde, um mir alles in Ruhe anzuschauen. Ist sie nicht wunderschön, diese Clematis?! Es gibt sie an zwei Stellen in unserem Garten. "Princess Diana" ist ihr Name.


Die erste Erdbeere, neben diversen Walderdbeeren, aus unserem Garten... Hoffe, daß noch weitere in Kürze folgen.


Alte Briefe, die sich meine Eltern zu Studienzeiten schrieben. So schön, Jahrzehnte später über die Anfänge dieser Zeiten zu lesen - natürlich nur mit Genehmigung meines Vaters, die ich zuvor eingeholt habe. Eigentlich wollte ich aufräumen... Aber einpaar wenige Briefe habe ich dann doch voller Rührung gelesen.



Glück ist, meinem Vater einen Kuß auf die Wange zu geben, ihm eine gute Nacht zu wünschen. Meine Kinder ins Bett zu bringen, ihrem aufgeregten Stimmengewirr zu lauschen, sie an mich zu drücken, ... und ja, ich liebe es, sie bei jeder sich mir bietenden Gelegenheit zu beschnuppern und abzuknutschen, sie fest in meinen Armen zu halten und in den Schlaf zu verabschieden. Glück ist, wenn der Tag zu Ende geht, und ich mit meinem Mann die Ruhe genießen und dem Frieden im Haus lauschen kann, und wir uns in aller Ruhe unterhalten können. Glück ist überrascht zu werden und neben meinem Schlafplatz diese Liebesbotschaft  zu entdecken.

Kommentare:

  1. Sehr schöne Bilder.
    Das mit den Briefen ist ja wirklich toll! Schön, dass deine Eltern diese wunderbaren Erinnerungsstücke aufbewahrt haben :)

    Lieben Gruß
    Sarah

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  2. Die Klematis ist mal ganz anders, schlicht und doch wirkungsvoll und wunderschön. Solche Gartengänge kenne und genieße ich ebenfalls.
    Jetzt weiß ich auch, wer Dein vierter Mann ist;-) So schön, dass Du diese Möglichkeit mit den Briefen hast.
    Da geht einem das Mutterherz auf bei derartigen Liebesbriefen von den Kindern.

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    1. Ja, das tut es in der Tat. Und ich hebe wirklich jeden noch so kleinen Schnipsel auf. Auf der Rückseite vermerke ich das Datum, und mit einigen Zeilen, wie es zu dem Zettelchen kam. Für mich so unendlich kostbar - und später für die kleinen Herren, die dann mal große Herren sein werden.

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  3. Ich liebe solche Zettelchen auch und sammle sie akribisch, um mich später durch dei Pubertät zu retten damit. Leider sind sie in letzter Zeit nicht mehr so häufig, denn wir befinden uns grade in einer unwitzigen präpubertären Phase, in der Mamas der Feind sind, die alles Lustige wie Süßigkeiten, Aufbleiben, Fernsehen und Computer beschränken und auf die ich gut hätte verzichten können.
    Ich hoffe, das geht rum.
    Eine wunderschöne Clematis hast Du da, wie kleine Elfen...

    Liebesbriefe meiner Eltern existieren nicht mehr - womöglich gab es auch nie welche. ;-) Wie schön, dass sowas aufbewahrt wurde.

    Herzlicher Gruß,
    Katja

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  4. Es sind oft so kleine Dinge, die das große Glücksgefühl geben, nicht?
    Besonders das mit den Briefen - wundervoll!
    Ach, ich freu mich über deinen Blog. Kleine Dinge zum großen Glück irgendwie... wie Gänseblümchen: sie zu finden ist etwas Wunderbares :)
    Alles Liebe. maria

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