17 Juli 2012

Erdbeermarmelade für Fortgeschrittene


Noch ein, zwei Wochen, und sie ist vorbei - die Erdbeersaison. Das ist Motivation genug, daß ich mich erneut dieser Thematik widme. Dieses Jahr habe ich erstmals Erdbeermarmalade gekocht. Ich dachte, das sei ganz einfach. Das war ein Irrtum, wie sich alsbald heraus stellen sollte. Was dabei schief gehen konnte? Statt Erdbeermarmelade hatte ich Erdbeersuppe gekocht. Später habe ich alles nochmal zurück in die Töpfe befördert, einige weitere Zusätze wie Pektin und Zitronensäure hinzu gefügt, in der Hoffnung, daß alles fester wird. Für einen Moment habe ich sogar geglaubt, Erdbeerzement produziert zu haben. Nichts dergleichen geschah. Die Masse blieb wie sie auch zuvor schon war: flüssig! Man ist ja lernfähig, also hörte ich mich um bei anderen Marmeladen-Köchinnen. Die einen nickten verständnisvoll, hatten sich selbst mit ihrem Schicksal eher Erdbeersuppen- denn Erdbeermarmeladen-Köchin zu sein arrangiert, wie mir schien. Aber es gab auch einige Hinweise, die ich niemandem vorenthalten möchte. Eine Bekannte meinte, sie würde auf ein Kilogramm Gelierzucker, exakt 700 g Erdbeeren nehmen. Das würde funktionieren. Aha! Mehrfach hörte ich, daß man die zuvor pürierte Masse nicht zu lange kochen dürfte - nur ca. vier Minuten. Auf garkeinen Fall länger! Das gab mir sehr zu denken: denn ich fürchte, ich habe meine Erdbeer-Erstlingsmasse um ein Vielfaches mehr als nur läppische vier Minuten vor sich hinkochen lassen. Ob das die Fehlerquelle war, werde ich morgen wissen. Denn ich habe entgegen meiner Aussage, in diesem Jahr nichts mehr von Erdbeeren wissen zu wollen, erneut Erdbeermarmelade versucht ;-). Ich werde berichten.

Kommentare:

  1. Na, da bin ich mal gespannt! Ich hatte bisher keine Probleme beim Marmelade kochen. Ich habe mich einfach an die Anleitungen gehalten. Doch zugegebener Maßen habe ich noch nie Erdbeermarmelade gekocht. Die Erdbeeren schafften es bisher nicht dorthin. Und bei uns ist die Saison bereits zu Ende. Doch nun reizt es mich schon. Vielleicht bekomme ich irgendwo noch welche. Ansonsten eben im nächsten Jahr.
    Nur mein Gelee wurde oft nicht besonders fest. Da es aber sowieso eine rutschige Anglegenheit ist auf dem Brot, war das nicht weiter schlimm. Und ich habe dann auch einfach etwas mehr Gelierzucker genommen, so wie es für Gelee (und nicht Marmelade) angegeben war;-)

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  2. Bevor der gelierzukcer drin ist, darst Du sie so lange kochen wie Du willst (geht aber auch ohne - nur pürieren reicht auch), aber wenn der Gelierzucker dabei ist, dann nicht länger als 4 Minuten, sonst geliert es nicht mehr. Gelierzucker ist zickig. ;-)

    Die nächste Ladung wird bestimmt perfekt. :-)

    Lieber Gruß,
    Katja

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