25 Juni 2012

Sommer


Zumindest kalendarisch haben wir nun Sommer. Heute hat sogar zeitweilig über den Wolken die Sonne geschienen. Und ansonsten gab's immer wieder Regenschauer. Sommer, das ist für mich verbunden mit der Farbe Rot. Und als ich heute bei Bora vorbei schaute, da war's um mich geschehen. Die rote Farbe hat mich hinaus gezogen. Trotz Wind und Wetter haben wir unser trockenes zu Hause verlassen, um das Beste auch aus diesem verregneten Tag zu machen.


Wir machten einen Ausflug zum nächst gelegenen Erdbeerfeld. Auch wenn wir zwischendurch mal den mitgenommenen Schirm aufspannen mußten, blieben wir vor größeren Schauern verschont.


Hmmm hmm hm... Beim Anblick von diesen perfekten, schmackhaften Erdbeeren, kommen mir immer Zweifel. Das Feld wurde angeblich nicht gedüngt. Sonne war in den letzten Wochen nachweislich Mangelware. Woher also kommt bitte der Geschmack dieser Erdbeeren?? Ist doch schon merkwürdig, oder?! In unserem Garten, da ernten wir mit viel Glück und Rückenwind eine gute Schale voll Erdbeeren. Mehr is' nicht! Und die sind bei weitem nicht so lecker wie diese Exemplare.


Wir lieben Erdbeeren sehr. Aber kaum bin ich auf dem Erdbeerfeld, da kriege ich kaum welche runter. Auch die kleinen Herren haben nur sehr verhalten genascht.


Insgesamt vier Kilogramm haben wir gemeinsam gesammelt. Außer uns war niemand da. Die Dame im Erdbeerhäuschen wirkte hocherfreut über unser kleines Schwätzchen. Zehn Stunden Isolationshaft in der kleinen Erdbeerhütte stelle ich mir nicht sehr amüsant vor. 


Beim Putzen hatte ich kleine Helferlein, die mir zur Hand gegangen sind. Ich war heute selbst sehr verwundert, stellte ich doch fest, daß ich noch nie in meinem Leben Erdbeermarmelade gekocht hatte. Wurde mal Zeit jetzt ;-)...


Huiuiui... bei diesem Anblick mußte ich mich mal wieder zusammen reißen und Kind 2 machen lassen.  Wie man das Messer besser hält, das weiß er. Aber man muß ja auch mal jenseits der Pfade gehen dürfen, die Mama einem geebnet hat. Ist aber gut gegangen. 


Sohn 1 schnibbelte etwas Abseits vor sich hin, während ich bemüht war 16 größere Marmeladengläser steril zu bekommen. Ob wir wohl mit der Menge für ein ganzes Jahr genügend Erdbeermarmelade haben werden? Bin gespannt.


Trotzdem wir die Mengenangaben  bei dem Erdbeer-Gelierzucker-Verhältnis sehr genau eingehalten haben, ist mir (nachdem alle Gläser befüllt und zugeschraubt waren) aufgefallen, daß wir von der Konsistenz her eher Sirup als Marmelade produziert haben. Ehrlich gesagt graust es mir davor, alles wieder in einen Topf schütten und mit Pektin aufkochen zu müssen, damit es fester wird. Morgen gibt es erst mal Pfannkuchen mit Erdbeersirup. Das ist doch schon mal ein guuuuter Anfang...

Kommentare:

  1. Die Bilder sind ein Traum... dieses Blau und dieses Rot, wundervoll!
    Meine Erdbeermarmelade wird übrigens auch immer recht flüssig. Aber ich sehe das als "besondere Spezialität" und ärgere mich nicht mehr darüber ;)
    Alles Liebe. maria

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  2. Wunderschöne Erdbeerbilder und ein toler Wolkenberg!
    Wie schön, wenn man zusammen mit den Kindern etwas herstellen kann und noch besser, wenn man dabei auch noch naschen kann. :-)
    Mir wurde auch berichtet, dass schon zweimal beim Rhabarbergelee nach meinem Rezept das Gelee nicht festwurde, obwohl es das bei mir wurde - hab schon drüber nachgedacht, ob mit dem Gelierzucker seit neustem etwas nicht stimmt...

    Lieber Gruß,
    Katja

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