27 Juni 2012

Erdbeeren satt


Heute ein nicht ganz freiwilliger Besuch auf dem Erdbeerfeld. In der Nacht, tatsächlich in der Nacht, werde ich manchmal wach. Aus heiterem Himmel fange ich dann an nachzudenken über Dinge, über die ich im Vorfeld bewußt nicht nachgedacht habe. In diesem Fall war es der Preis, den ich für die Erdbeeren am Vortag gezahlt hatte. Der Preis kam mir zwar in dem Moment recht hoch vor, aber wir wollten völlig durchgepustet nach Hause. Zu Hause dann, als ich die genaue Erdbeermenge ermittelt hatte, da man ja dementsprechend auch das Gelierzucker dosieren muß... auch da klingelte noch nichts. Aber dann in der Nacht: Ich hatte vieeel zu viel bezahlt für vier Kilogramm Erdbeeren. 


Ich hatte noch nicht das Fiasko mit der viel zu flüssig gewordenen Erdbeermasse  verkraftet, da mußte ich schon wieder zu diesem Erdbeerfeld. Die Dame und ich wurden uns einig darin, daß wir noch etwas wieder zu kriegen hatten. Ich hätte lieber das Geld gehabt, statt dessen gab es Erdbeeren zu dem entsprechenden Betrag: soooo viele Erdbeeren... Die kleinen Herren haben wieder emsig gesammelt, ich hingegen war innerlich schockgefroren. Was bitte macht man mit soooooo vielen Erdbeeren??? Der Typ zum Einfrieren bin ich nicht so. Erdbeermarmelade hatte ich am Vortag schon zig Gläser gekocht und befüllt. Und jetzt wieder diese Massen. Inzwischen, das kann ich vermelden, sind die Massen zu einer Erdbeertorte, und zu noch mehr Erdbeermarmelade verkocht worden. Der bloße Anblick, oder der Geruch von Erdbeeren - egal in welcher Form, läßt mich momentan erschaudern. Die Küche sah vorrübergehend aus wie Sau. Herrje, ich habe lange putzen müssen. Und nun kann man die Küche vor lauter Marmeladengläsern kaum noch betreten. Der Nachbarschaft habe ich bereits angedroht, sie damit beglücken zu wollen. Ich hoffe inständig, daß wenigstens die zuletzt befüllten Gläser fest werden. Mit Erdbeeren braucht mir in diesem Jahr keiner mehr um die Ecke zu kommen...

1 Kommentar:

  1. Herrjeh. ;-)
    Eine Blogverlosung? Oder ein Marmeldentausch mit jemadem, der eine andere Sorte in Massen hat? Einem Marktverkäufer zur Kommission geben?

    Wir haben letztes Jahr auf einem Heidelbeerfeld gepflückt und letztlich für eine Schüssel voll (2 Kuchen) 18 Euro bezahlt. Die teuersten Heidelbeeren meines Lebens...

    Lieber Gruß,
    Katja

    AntwortenLöschen