10 Mai 2012

Was so passiert ist


Diese Aussicht habe ich heute für zwei Stunden genossen. Ehrlich: es gibt Schöneres! Ich bin vor einiger Zeit zu einem neuen Dentisten gewechselt. Trotzdem ich heute ein so intimes Date hatte, wo wir uns zwischendurch auch immer wieder ausgeschüttet haben vor Lachen, schossen mir in den Wartezeiten zwischen den Behandlungseinheiten die Gedanken kreuz und quer durch den Kopf. Irgendwie fand ich das früher beruhigender, wenn mein behandelnder Arzt meist Jahrzehnte älter war als ich. Zur Zeit verkehrt sich dieser Umstand. Mein jetziger Zahnarzt erinnert mich an den Neffen meines Mannes. Der ist gerade 19 Jahre geworden. Mein Zahnarzt sieht aus wie sein Doppelgänger. Für einen Moment komme ich mir vor, als würde ich mich "Jugend forscht" zur Verfügung stellen. "Kann der das überhaupt?", schießt es mir durch den Kopf. Aber es läuft ganz gut. Die Betäubungsspritze bemerke ich überhaupt nicht. Nicht mal einen Pieks. Zwischendurch verfluche ich dieses verschnirkelte Absaugteil, was mir immer wieder in den Mund geklemmt wird und sich bei der geringsten Bewegung verkantet und verschiebt, wieder zurechtgerückt werden muß. Ob die Menschen, die solche Gerätschaften entwickeln jemals so'n Zeug für längere Zeit selber mal im Mund hatten?! Wohl kaum. Modernes Folterinstrument. Als die heutige Behandlung vorerst abgeschlossen ist, bin ich so erlöst, ja beinahe euphorisch. Völlig  beschwingt verlasse ich die Praxis. Später zu Hause, als die stundenlange Anspannung von mir abfällt, falle ich für Stunden in Tiefschlaf. Das gab's schon ewig nicht mehr und tut mir einfach nur gut, während der Opa die kleinen Herren beschäftigt. Glücklicherweise dauert es noch einige Wochen bis zu meinem nächsten Date.


Ein Glück haben wir die wenigen, schönen Tage gut genutzt.


Es regnet seit Tagen. Ich liebe Regen sehr. Es gibt kaum etwas schöneres für mich, als zu Hause zu sein, während da draußen die Welt im Regen versinkt. Regen entspannt mich ungemein. Dann kann ich auch am besten schlafen. Und wenn man dann irgendwann aus dem Haus geht und die Erde so herrlich duftet, die Pflanzen sich kraftstrotzend in die Höhe recken, dann genieße ich das aus jeder Pore.


Über dieses Bild von unserem Flieder freue ich mich sehr. Da er sehr groß geworden war, hatte ich ihn vor drei Jahren radikal zurück geschnitten. Es hat lange gedauert, aber jetzt hat er sich soweit erholt und trägt erstmals wieder Blütenansätze.


Oh, wie ich diese Apfelblüten liebe. Später werden süße, knackige und saftige Äpfel daraus.


Auch die Maulbeere bildet kräftig neue Triebe aus.


Die Schneckenpopulation in unserem Garten ist deutlich gestiegen. Ich finde sie faszinierend, diese mit ihren Häusern um ihre Welt ziehenden Geschöpfe.


Diese hier vergnügten sich auf ihre Art im Regen.


 Ich mag diese Strukturen betrachten. Sie gefallen mir sehr.


Das Nest des Dompfaffpärchens ist leider leer und ohne Leben geblieben. Eine Elster war immer und immer wieder da, bis sie Erfolg hatte. So schade. Aber auch die Elster will fressen...


Bei Regenwetter ist Improvisation gefragt. Die Tischpaltte der kleinen Herren habe ich in der Mitte mit Klebeband markiert. Und nach wenigen Stunden kommt sogar sowas wie ein Ballwechsel zustande.


Das allabendliche Ritual: Sohn 1 ließt voller Inbrunst vor, während Sohn 2 und ich zuhören.


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