16 Mai 2012

Abends, wenn es dunkel wird...


rücken wir ganz eng zusammen. Diese Woche gibt es keine Verpflichtungen außer Haus. Wir stehen dennoch zeitig auf am Morgen, das sitzt nun mal drin. Da ändert auch eine "freie" Woche nichts dran. Tagsüber versuche ich nach einigen Tagen Pause ganz alleine mein Bestes auf der Baustelle. Diese Woche habe ich mir vorgenommen, daß ich unseren begehbaren Kleiderraum fertig spachteln, schleifen und streichen möchte. Geschliffen und an einigen Stellen nachgespachtelt  habe ich heute schon. Die kleinen Herren, die die meiste Zeit mit ihrem Dede (Opa) verbringen, haben immer mal wieder vorbei geschaut, gefragt, ob sie helfen können. Bis auf wenige Handgriffe war für sie heute nichts zu tun. Dafür dürfen sie morgen tüchtig mitstreichen.

Abends bin ich dann erledigt. Duschen, die Küche aufräumen, Wäsche zusammen legen - das sind meist meine letzten Heldentaten. Dann zieht es mich hin zu meinen Jungens, die bereits auf mich warten. Sohn1 liest, wie jeden Abend. Er schafft bereits eine halbe bis Dreiviertelstunde. Der Kleine hört geduldig der immer wieder mal stockenden Lesung zu. Hierbei wird vom großen Bruder völlig unvermittelt auch sein Wissen abgefragt. Stolz strahlt er dann, wenn er bestimmte Buchstaben schon benennen kann. Da halte ich meine Augen nur noch mit größter Mühe auf. Meine Antworten fallen einsilbig aus. Sooo müde bin ich dann.

Nur heute haben sie mich wieder gut wach bekommen. Sie hatten mitbekommen, daß in dem einen oder anderen Blog Nachwuchs angekündigt oder gezeigt worden war. "Mama, wie war das, als wir zu Papa und dir gekommen sind?" Ach, es war so wunderwunderwunderbar. Ich komme in's Erzählen und schwärme von unserer unermeßlichen Freude, unserem Lebensglück. "Mama, da war ich noch ein ganz kleines Pünktchen in Deinem Bauch...!" "Mama, und wo war ich da??" Während es nur noch aus mir heraus sprudelt, liegen die Kinder rechts und links in meinen Armen. Beide ganz still geworden, lauschen sie andächtig, wie ich lebendig die ersten, unvergeßlichen Momente, später dann typische Eigenarten des jeweiligen Kindes beschreibe. "Und dann waren wir das Kostbarste in eurem Leben..." Oh ja, das seid ihr noch immer und werdet es immer sein. "Mama?" Hmm..."Mama, ich bin so froh, daß ihr unsere Eltern seid..."

1 Kommentar:

  1. Wie schön! Das sind diese Momente, die man gar nicht in Worte fassen kann, nicht?
    Alles Liebe. maria

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