04 April 2012

Herzenswünsche


Die Temperaturen sind brrrr. Mein Rücken muckt nach wie vor. Die Kälte tut nicht gut. Zudem war ich gestern so übermütig, eine Runde Fahrrad zu fahren. Das war garnicht gut - die Quittung dafür habe ich heute erhalten. Ich habe mich notgedrungen auf die Suche nach meiner Miniaturheizdecke gemacht. Dabei mußte ich zig Kisten durchsichten. Das wiederum hat mir reichlich Sachen in die Hände fallen lassen, die ich so garnicht mehr im Sinn hatte. Unter anderem die uralten Briefe, die sich meine Eltern über Jahre ihres Lebens geschrieben haben, in denen sie phasenweise in unterschiedlichen Ländern lebten. Schätze sind das. Für mich ganz Besondere. Ich habe garnicht erst angefangen darin zu lesen, weil ich sonst garantiert zu nichts anderem gekommen wäre. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Ich werde das zu gegebener Zeit nachholen. Bei meiner weiteren Suche stieß ich dann auf meine zweite Ripple-Decke (Sohn 2 hatte sich ebenfalls eine eigene gewünscht) - zugegeben nicht umwerfend schön, aber selten! Das Problem bei meinen Decken ist meist, daß sie Unmengen von Garn verschlingen. Das geht auch bei reduzierter Restware immens an's Geld. Da hat man nicht immer die Farbwahl, wie man sie gerne gehabt hätte. Auch diese Decke ist ca. 150 cm breit und 220 cm lang. Dieses Projekt ist ebenfalls in ca. drei Monaten entstanden. Seit Jahren habe ich einen riesigen Herzenswunsch: Zur Geburt von Sohn 1 wünschte ich mir ein Familienbett. Groß genug, daß auch noch ein weiteres Wunschkind darin Platz findet. Sohn1 besucht mittlerweile die erste Klasse - ein Familienbett gibt es leider noch immer nicht. Mein Herzenswunsch ist nach wie vor existent. Man sagt, daß ein Kind einem ca. zehn Jahre "gehöre", danach gehen sie mal mehr, mal weniger früh oder spät, ihrer eigenen Wege, suchen Rückzugsmöglichkeiten. Wir sind alle sehr inniglich miteinander verbandelt. Uns geht es rundherum gut, wenn wir nur beisammen sein können. Auf den ausdrücklichen Wunsch unserer Kinder hin möchten sie ihr Kinderzimmer auch weiterhin gemeinsam nutzen. Ihre Betten werden nach wie vor dort sein. Unser Schlafzimmer ist aufgrund der Umbaumaßnahmen auf der oberen Etage noch größer geworden. Groß genug für ein 2,80m-Bett. Ich wünsche mir das so sehr, seit Jahren. Auch die Kinder fragen immer mal wieder danach. Natürlich werden die Jungs hauptsächlich in ihren Betten schlafen, aber wann immer ihnen danach ist, sollen sie die Möglichkeit haben mit Papa und Mama zu kuscheln, sich auch mal für längere Zeiten dort einzunisten - wenn ihnen danach sein sollte. Ich habe nie die Bedenken von Eltern verstanden, die vom ersten Moment an darauf bedacht waren, die Kinder nicht in das elterliche Bett zu lassen. Ich selbst habe noch sehr lebendige Erinnerungen an meine eigene Kindheit. Und ich weiß, daß mich nichts mehr mit Freude, Stärke, Wohlgefühl und Liebe erfüllt hat, als in den Armen meiner Eltern zu liegen oder einschlafen zu dürfen - wann immer mir danach war. Und weil Freiwilligkeit dem zu Grunde lag, gab es auch nie Ärger diesbezüglich. Ich fand aus eigenen Stücken immer wieder in mein eigenes Bett zurück. Ganz entspannt und ohne irgendwelches Theater. Ja, Herzenswünsche sind Wünsche, die tief im Herzen verwurzelt sind. Und wenn sich der Wunsch nach einem Familienbett tatsächlich erfüllen sollte, so werde ich mit viel Liebe und den Wunschfarben eine riesige Decke beginnen - für unser Familiennest. 

1 Kommentar:

  1. Deinen Wunsch nach einem Familienbett kann ich absolut nachvollziehen. Auch ich hatte diesen Wunsch seit der Geburt von Kind 1 und glücklicherweise hat es sich meistens so ergeben, dass ich immer mal wieder ene Zeitlang mit einem meiner Kinder das Bett teilen durfte. Nun haben wir sogar so etwas wie eine Luxusversion (1,80m breites Bett plus Anbaubett) weil wir ja bald zu fünft sind und ich immer einen freien Platz für meine Kinder haben möchte. Zum Glück sind die beiden älteren gerade so weit, dass sie bereitwillig dem Baby den Vortritt lassen- mit dem Wissen, dass sie alle jederzeit zu uns kommen dürfen.

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