28 April 2012

Entscheidungen


Wer sein Leben mit anderen teilt weiß, daß das Zusammenleben ohne Kompromisse nicht geht. Vom ehemaligen Kinderzimmer mußten wir zugunsten des Badezimmers im oberen Geschoß ca. 60 cm abknapsen. Mit den Betten und sonstigen Möbeln der kleinen Herren wird's dann doch etwas eng in dem Raum. Unser Schlafzimmer hingegen ist groß. Es hat sich sogar noch vergrößert. So war es naheliegend die Zimmer zu tauschen. Und ich... ich werde mich nun endgültig von meinem "Familienbett" verabschieden müssen. Was mir leid tut ist, daß unsere Söhne nun nicht mehr den Anblick des Kastanienbaumes von ihren Kinderzimmerfenstern aus genießen können. In  diesen Genuß werden nun wir Eltern kommen.


Seit Tagen regnet es ununterbrochen. Da ist es gut, wenn man die willigen Kinder in die anfallenden Arbeiten mit einbinden kann. Wir haben einen ganzen Tag gebraucht, um das ehemalige Kinderzimmer zu tapezieren. Beinahe zwei Tage, um es zu streichen. Das ganze hat so lang gedauert, weil es reichlich fummelige Ecken gab. Wenn die Farbe trocken ist, und der Regen mal eine gnädige Pause macht, werden wir wohl die OSB-Platten vom Garagendach in das obere Stockwerk schleppen können und mit der Verlegung beginnen. Das wiederum dürfte dann etwas schneller als in dem deutlich größeren anderen Raum gehen.


Die vergangenen zwei Tage habe ich als wirklich anstrengend empfunden. Garnicht mal so sehr körperlich. Mit Hochdruck noch etwas schaffen wollen, bevor mein Mann die nächsten Wochen nicht bei uns sein wird, das läßt einen nicht gerade entspannt zu Werke gehen. Aber wir wollen heute und morgen noch weit kommen, damit endlich!!! nach sieben Monaten, die das große Wohnzimmer nun wie ein Warenlager an so ziemlich allen Wänden mit Möbeln aller Art zugestellt ist, wieder zu seinem Ursprung zurück findet. Alles wird sich dadurch entzerren. Gerade ich bin jemand, der da seelisch ganz empfindlich auf zu vollgestopfte Einrichtung in den eigenen heiligen Hallen reagiert. Auf das, was dann folgt, freue ich mich sogar. Alles neu durchsichten, Ausmisten, neu sortieren, ordnen... Ja, das wird verdammt gut tun nach den langen Monaten des provisorischen Wohnens. Wir haben alle viel Federn gelassen in dieser Zeit. Es wird Zeit, daß es wieder anders wird. 

Wenigstens wenn die beiden Zimmer weitestgehend fertig sind, kann ich etwas aufatmen. Aber dieser Teilerfolg täuscht nicht darüber hinweg, daß immer noch die meiste Arbeit vor uns liegt. Auf Wunsch der kleinen Herren, werden sie sich weiterhin ein Kinderzimmer teilen. Zudem wird es einen großen, offenen mittleren Bereich auf der oberen Etage geben. Das können sie ebenso zum Spielen nutzen. Und ich werde mir dort in einer Ecke einen kleinen Bereich einrichten, in dem ich meine Sachen machen kann. Aber zuvor muß dort eben auch noch einiges nachgespachtelt werden, geschliffen, tapeziert und gestrichen werden. Dann erst der Boden mit OSB-Platten verstärkt, irgendwann der endgültige Boden in allen Räumen verlegt und letztendlich die Türen eingesetzt werden. Also noch reichlich Arbeit für Wochen oder Monate. Und ganz abgesehen davon, ist dann zu guter Letzt das kleine Bad von A bis Z zu machen. Auch wenn alles ewig zu dauern scheint, ich will mich dennoch nicht allzusehr davon runter ziehen lassen. Es geht weiter und weiter. Mal mehr, mal weniger schnell. 

1 Kommentar:

  1. Wow, ihr baut also auch ein Haus um. Es ist immer schön, realistische Sichtweisen und die Mühe mitzubekommen. Ich wünsche euch, dass ihr in euerm Tempo gut voran kommt!

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