26 Januar 2012

Leere

Es gibt Dinge, die man noch nicht einmal in der Theorie weiter denken kann. Dabei kann in unser aller Leben von jetzt auf gleich das Unfaßbare geschehen. Der Gedanke daran, einen inniglich geliebten Menschen zu verlieren, ein Kind zu verlieren... das schnürt verständlicherweise jedem die Kehle zu. Wie groß ist die Leere da, wo sich vorher das Leben von seiner schönsten Seite zeigte... Solch' ein Verlußt ist unermeßlich. Nichts trifft Eltern härter als der Tod ihres Kindes. Nichts ist so erschütternd. Nichts mehr so, wie es zuvor noch war. Es ist still geworden hier. Das Herz will dort hin, wo das Kind nicht mehr ist. Die Sehnsucht ist so schmerzhaft. Die Verzweiflung so groß. Die Trauer unendlich. Die Welt steht schlagartig still. Es wird viel Zeit brauchen, bis sich die Seele mit der bitteren Tatsache des Unausweichlichen vertraut machen kann. Viel Zeit. Zuhören und weinen. Halten und tragen. Schwer, so schwer.

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