01 Januar 2012

2012


Wir haben den Jahreswechsel mit unseren Kindern erlebt. Wir haben köstlich gekocht und gegessen, haben zur lauten Musik ausgelassen getanzt. Beide haben locker und flockig unglaubliche Stunden bis Mitternacht und noch darüber hinaus ausgehalten. Das geeignete Böllerzeug für kleine Kinder hatten wir beizeiten zurecht gelegt. Und dann war es endlich so weit. Also, hier werden Sie garantiert keine bösen Geister mehr antreffen. Die haben wir alle erfolgreich vertrieben. Nachdem wir in unserer Straße mit den Nachbarn angestoßen und allen ein frohes neues Jahr gewünscht haben, sind wir dann auch wieder ins Haus entschwunden. Normalerweise nehme ich mir nichts vor für so ein unbelecktes neues Jahr. Dieses mal ist es anders. Seit meinem siebzehnten Lebensjahr habe ich graue Haare zwischen meinem ansonsten dunkelbraunen Haar. Mich hat es nie gestört. Ganz im Gegenteil: ich mochte sie, weil sie in diesem Alter doch etwas Besonderes darstellten. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte nahmen sie deutlich zu. Bis mich meine Freundinnen dazu drängten, etwas dagegen zu unternehmen. Lange Zeit habe ich diese Vorschläge ignoriert - bis ich zu irgendeinem Geburtstag die erste Tönung bekam. Das war vor ca. vier Jahren. Ich habe dann mal in meiner Naturhaarfarbe getönt - und manchmal auch wieder für Monate nicht. Das letzte Jahr habe ich durchgehend gefärbt, wobei ich festgestellt habe, daß ich es hätte spätestens alle zwei Wochen wiederholen müssen, um den dann deutlich sichtbar gewordenen Ansatz zu verbergen. Das kommt mir so irre vor. Das ist mir lästig. Zudem ist es  ungesund. Und überhaupt bin ich keine Dreißig mehr. Und somit habe ich auch nicht den Anspruch, so oder so ähnlich aussehen zu müssen. Zugegeben: im Winter, da habe ich eine ebenso helle Haut wie jeder Mitteleuropäer. Dann wirkt man tatsächlich zehn Jahre älter. Na und?! Und im Sommer, zu meinem dunkleren Teint, sieht das mehr als interessant aus. Ich mag meine grauen Haare nach wie vor. Eine graue Maus werde ich deswegen noch lange nicht. Das können Sie mir glauben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen