29 Oktober 2011

Wochenendbeschäftigung


Die Beschäftigungsmöglichkeiten der Kinder derzeit bei uns zu Hause sind nicht allzugroß. Das meiste an Spiel- und Beschäftigungsmaterialien ist irgendwo im Nirgendwo verpackt. Die wenigen Dinge, die wir griffbereit hatten, sind nun nach ausgiebigem Gebrauch nicht mehr ganz so interessant. So müssen die Kinder improvisieren, was sie auch tun. Es wird gerne im Haushalt mit geholfen: heute durften sie ihre Unmengen von Socken aus der frischen Wäsche mit viel Spaß selbst Paarweise zusammen legen. Das war schon eine ordentliche Hilfe für mich, die ich das ja sonst immer tun darf ;-)...  Zudem hat Sohn 1 seinem kleinen Bruder das Schach spielen beigebracht. Beim Zuschauen könnte ich mich wegwerfen vor Lachen.  Seitdem sie erfahren haben, daß man es im Schach bis zur Weltmeisterschaft bringen kann, ist der Ehrgeiz geweckt. Sohn 2: "Mama, bekommt man dann Gold...?" Momentan stricke ich abends auf dem Sofa Socken. Zu mehr reicht die Energie einfach nicht. Da will Sohn 1 ähnliches tun. Ich habe ihm also heute gezeigt, wie man einige Maschen häkelt. Klar hat's eine Weile gedauert, und fast wollte er schon aufgeben... Aber da haben wir eine kleine Pause gemacht, und der Sohn hat fleißig weiter gehäkelt. Was aus den ewig langen Schnüren wird?...
Ich lasse mich mal überraschen.

28 Oktober 2011

Mit Liebe gemacht


Die Tage werden deutlich kälter. Mit der dunkleren Jahreszeit kommt auch mein Bedürfnis, wieder Wolle verstricken zu wollen. Zu größeren Taten habe ich momentan keine Lust. Es sind die eher kleineren Projekte, die mich reizen. Mit fünf Jahren bekam ich meine ersten Stricknadeln von meiner Mama geschenkt. Sie war es auch, die mir das Stricken beibrachte. Lange Schals für kleine Kinder finde ich zu gefährlich. Da gibt es Schlauchschals aus Fleece, die ihren Zweck hervorragend erfüllen. Mützen und Handschuhe?... Ich habe mich noch nicht daran gewagt. Im Augenblick sind es Socken, die bei mir leider nach kürzester Zeit völlig ausgelutscht aussehen, als hätte ich sie schon Wochen am Stück getragen. Wie mir das gelingt? Keine Ahnung! Eigentlich finde ich ja, gibt es auch tolle dickere Strümpfe zu Kaufen, die perfekt am Fuß sitzen. Dennoch bin ich als blutiger Anfänger wieder bei den Socken gelandet. Dies ist mein erst zweites Paar - mit Bumerang-Ferse, so wie es auch die industriell hergestellten Strümpfe haben. Das erste Paar habe ich letztes Jahr einer Freundin zum Geburtstag geschenkt. Dieses Paar ist für Sohn2, wenn wir im Winter mal wieder Stunden auf dem Rodelberg verbringen.  Bis Weihnachten hoffe ich, daß ich es schaffe, für alle meine Männer jeweils ein Paar herzustellen. Was mir am Stricken besonders gut gefällt ist, daß man in jede Masche soooo viel Liebe mit einbinden kann. Und das ist aus meiner Sicht das einzige, was  die Tragequalität von selbst gestrickten Sachen erhöht.

26 Oktober 2011

Post!



Vielleicht erwähnte ich es schon einmal: ich liebe es, wenn Menschen selbst Gemachtes verschenken. Das hat Seele, das hat Herz. Gerade heute,  hat mich diese Blätter-Girlande, die wunderbare Karte mit einem Gruß und einem Beutel Tee so erfreut. Ich hatte heute einen wirklich anstrengenden Tag. Zu Hause ging es dann mit einem heftig spuckenden, kranken Kind weiter. Da kommen die bunten Farben gerade recht, um meine Augen, meine Seele und mein Herz zu erfreuen. Danke!

Reichlich Holz vor der Hütte


Wir befinden uns in der fünften Woche seit Baustellenbeginn. Mir kommt das vor wie eine Ewigkeit. Es gibt wenig Privatsphäre. Das Besondere in unserem Fall war, daß der Mensch, der dieses Haus gebaut hat, dabei wenig professionell vorgegangen ist. Ständig gibt es kleinere oder größere Hiobsbotschaften. Es gab viele Überraschungen: auch böse! Eine unangenehme Sache war, daß sich Tonnen von Styroporschnipseln und -Platten wohl zu Dämmzwecken in den Abseiten und den Wänden befanden. Genauso Teppichfliesen. Mal geklebt, mal genagelt, mal einfach so reingeschmissen. Das allein hat Tage gedauert, bis alles in großen Säcken verpackt die Baustelle verlassen konnte, damit man überhaupt weiter kam. Die böseste aller Überraschungen war, daß bis dato verkleidete, tragende Balken durchgesägt waren. Die ganze windige Konstruktion wurde durch zwei kleinere Nägel zusammen gehalten. Wenn man das dann sieht, kann einem schon anders werden. Das hatte einen Baustopp zur Folge. Es mußten Schwerlasten-Winkel und zum Teil neue Balken her. Die Heizungsrohre waren vollig unsachgemäß verlegt. Genauso die Stromleitungen. Es gleicht einem Wunder, daß die Hütte bislang weder zusammen gekracht, noch abgebrannt ist. Ich bin froh, daß jetzt nach und nach alles in Ordnung gebracht wird. Nach so viel Unmut kann mich dann schon der Anblick von einer alten Kinderzimmer-Tapete fast heiter stimmen.


In der Zwischenzeit ist mein Holzvorrat weiter gewachsen. Unfreiwillig. Zwei besondere Pflaumenbaum-Sorten haben die rohen Kräfte der Mannschaft nicht überlebt. Ich weiß nicht wirklich, wie man das so hinkriegen kann, aber nach und nach waren alle Zweige abgebrochen. Am Ende standen die Stämme nackt da, so wie Kohlstrünke. Total hin die ganze Pracht. Schweren Herzens haben wir sie ganz abgesägt. Unser schöner Garten hat arg gelitten. Ich werde noch diesen Herbst versuchen, neue Obstbäume zu bekommen und zu pflanzen. Die dicke, alte Kirsche habe ich massiv eingekürzt. Denn die Kirschen, die in schwindelerregenden Höhen wuchsen, gehörten bislang ausschließlich den Vögeln. Wir haben nie auch nur eine einzige abbekommen. Ich hoffe, daß der nun ca. ein Meter hohe Stamm im nächsten Jahr neu austreibt. Ansonsten werde ich den dritten Baum komplett entfernen müssen. Hat jemand Erfahrung damit?


Ansonsten habe ich die Zweige in kleine Plättchen zersägt. Wenn sie beim Trocknungsprozeß nicht komplett reißen, werde ich vielleicht was draus machen. Was - das weiß ich noch nicht genau. Den Kindern fällt bestimmt was ein. Oder haben Sie vielleicht Ideen?..

23 Oktober 2011

Erste Hilfe


Im Laufe der Jahre ist mir am PC so manches Mißgeschick passiert. Manches konnte ich auf mein Fehlverhalten zurück führen - manches habe ich auch später nicht ergründen können. Da ich ein Vielfotografierer bin und seit 2002 Massen an Bild-Dateien produziere, habe ich alle Reisen sowie das Familienleben auf eine externe 1 Terrabyte große Festplatte gebannt. Davon waren auch bereits Dreiviertel Speicherkapazität belegt. Ich wähnte mich stets in Sicherheit. Unnötig zu sagen, wie sehr ich mit jeder Faser meines Herzens an den Bildern  unserer Kinder hänge. Ich habe sogar in regelmäßigen Abständen Sprachaufzeichnungen der beiden gemacht. Und entgegengesetzt der Menschen, die sich so eine gigantische Datenflut so schnell nicht wieder ansehen, habe ich mich immer wieder mal an den Rechner gesetzt und habe alles durch getackert - da sieht man Entwicklungen, kann ich Ihnen sagen... Seit gestern nun geht nichts mehr. Da wir derzeit nur provisorisch auf der unteren Etage leben, habe ich eine Ecke des Wohnzimmertisches mit dem Laptop in Beschlag genommen. Äußerst ungünstig war, daß ich irgendwann beim Aufstehen an einem Kabel hängen blieb, und die Festplatte vom Tisch krachend zu Boden fegte. Seitdem weiß ich nicht, was mehr schmerzt: mein gestauchter Wurstfinger, mein lädiertes Knie oder das Bewußtsein, daß unter Umständen die mühevolle Arbeit von nahezu neun Jahren unwiederbringlich weg ist... Da hilft nur noch ein Notfall-Döner.

21 Oktober 2011

Die Spießerkante



Nur um es vorweg zu nehmen: in unserem Garten sieht es nicht so aus. Das ist eines der perfekt angelegten Gärten aus unserer Nachbarschaft. Ja, und Sie sehen richtig - da hinten, zwischen Buchsbaum und Hortensie, ist der Hausherr auf allen Vieren unterwegs. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich zum ersten Mal so eine akkurat abgetochene Rasenkante gesehen habe. Und schallend habe ich gelacht, als ich die mir bis dahin unbekannte Begrifflichkeit dazu vernahm... Unsere Rasenkanten wehren sich heftig, wenn ich versuche, ihnen  eine ähnliche Form zu geben.  Bevor ich aber eines Tages vielleicht doch noch zu einer Spießerkante komme, gibt es hier noch reichlich anderes zu tun. Ich düse gleich mit zwei gelangweilten, kleinen Herren los, um neue Natursteine von Bauern zu besorgen, die sich an den Feldrändern ansammeln. Vor zwei Jahren habe ich die rechte Fläche vor'm Haus eigenmächtig damit gepflastert. Die linke Seite steht noch aus. Da sind mir irgendwann die Steine ausgegangen. Denn im Grunde genommen, liebe ich selbst gepflasterte Flächen, die dann schön begrünt werden. Die erinnern mich an den Garten meiner längst verstorbenen Oma. Ich liebte die ausgetretenen, nicht perfekten Wege durch ihren wunderschönen Garten.

19 Oktober 2011

Erntezeit


Hallo, guten Tag! Es gibt mich noch... Leider ist niemand meiner Bitte, mich zu entführen, nachgekommen. Ich bin noch immer eingebettet in dieses Chaos und versuche diese wenig  erquickliche Phase zu überleben. Gerade jetzt erscheint es mir wichtig, schöne Dinge zu tun. Glücklicherweise haben wir einen Garten: sehr wichtig gerade für jemanden wie mich. Nichts kann mich im wahrsten Sinne des Wortes so sehr erden, wie wenn ich in Erde buddeln  oder im Garten arbeiten darf. Ich liebe das. Und ein Garten ohne Obstbäume oder Sträucher ist für mich persönlich kein Garten. Gerade mit Kindern ist es ein Hochgenuß, im Sommer und Herbst zu ernten. Der Sommer dieses Jahr war ja bis auf wenige Tage ziemlich mau - darin dürften wir uns bundesweit einig sein. Dementsprechend waren die Erträge. Etwas Blaubeeren, reichlich Äpfel und  einige Quitten. Wir haben noch viel mehr Obstbäume. Die Bäume sind aber entweder im Vorjahr ordentlich gestutzt worden, oder aber sie tragen erst seit diesem Jahr. Da ist Geduld gefragt. Eigentlich wollte ich in diesem Jahr erstmals Quittensirup herstellen. Aber ich war schneller als mein Kopf, und somit landete das Gelierzucker im Topf, eh ich es begriff. Zu spät! Aber kein Problem: wir alle hier lieben Quitten-Gelee. Erst recht, wenn bei der Herstellung der feine Quittenduft so aromatisch durch das ganze Haus zieht. Ca.12 Gläser sind noch da. Das dürfte bis zum Frühjahr reichen. Hmm...

12 Oktober 2011

Entspannungstechniken


Ist eigentlich auch Supervision für Handwerker möglich? Es heißt ja gerne mal von uns Frauen, wir wären zickig. Was sich heute zwischen drei erwachsenen Männern abgespielt hat, das war bühnenreif. Wir versuchen uns mit aller Macht da raus zu halten... und verweisen auf die Beteiligten. Am Ende wurde einer gefeuert. Ich hoffe, daß sich die Herren bei einem Feierabend-Bier wieder annähern können, um ihre Probleme an den Hörnern zu packen und morgen wieder vollzählig zur Arbeit zu erscheinen.  Wie dem auch sei, war der Vormittag spannungsgeladen. Sohn1 war imstande das zu fühlen. Wir haben ihm erklären müssen, daß das nichts mit uns zu tun hat. Erst da war er wieder halbwegs im Lot. Glücklicherweise ist meine Freundin nicht weit. Ich schnappte also den Sohn, und wir machten einen Besuch. Nach einigen Stunden Plauderei plünderten wir die Mangold-Bestände ihres Gartens und zogen wieder ab. Ich habe bestimmt 7kg Mangold nach Hause getragen. Vorher kannte ich dieses Gemüse nicht wirklich. Aber nun gehört es zu meinem liebsten Grünzeug. Und seien Sie mal ehrlich: sind die Farben nicht eine Pracht?! Im kommenden Jahr werde ich in einer geeigneten Ecke des Gartens eine kleine Mangold-Plantage anlegen... Ich habe sehr lange Sand, ganze Stämme von Mini-Schnecken, Ohrenkneifern und anderem Getier da rausgewaschen. Dann wurde geschnippelt, was das Zeug hält und mit einigem anderen alles gedünstet. Es gibt viele Wege zur Entspannung. Joga wäre da eine Möglichkeit. Mangold schnippeln die andere.

11 Oktober 2011

Zauberwürfel


Kennen Sie ihn auch noch, den Zauberwürfel aus vergangenen Tagen? Anfang der 80'er sorgte er reichlich für Furore. Damals hatte nahezu jeder so ein Teil auf dem Schulhof in der Hand. Der ein oder andere konnte in beachtlicher Zeit mit entsprechenden Drehungen den Würfel in die Grundstellung bringen. Als ich Sohn1 so einen Zauberwürfel zu seinem Geburtstag schenkte, da ahnte ich noch nicht, wessen Ehrgeiz ich noch damit antriggern würde. Meinem Mann hat so lange der Kopf geraucht, bis er es hinbekommen hat. Vielleicht haben Sie ja irgendwo in den Untiefen eines Keller- oder Dachbodenraumes auch noch so einen Würfel. Kramen Sie ihn ruhig hervor. Und lassen Sie sich überraschen, wessen Kopf dann rauchen wird. Für weniger Ehrgeizige, die schneller zum Ziel wollen, kann ich nur folgenden Link empfehlen.

10 Oktober 2011

Besuch

 
Tag 21 nach Beginn der Baustelle: wir sind müde, der Dreck im Garten und auf der oberen Etage macht uns mürbe. Zur Zeit schlafen wir auf der unteren Etage in einem Raum. Das ist noch das Schönste an der ganzen Geschichte. Wir genießen es sehr, mit unseren Kindern das Nachtlager zu teilen. Zumindest in diesem Punkt sehe ich mit Bedauern einem Ende dieser Zeit entgegen. Leider geht es ansonsten nur schleppend voran. Unten steht alles voll. Die Möbel und Sachen von 80 qm zusätzlich zu der Einrichtung unten irgendwo unter zu bringen... das war schon eine Herausforderung. Wir bewegen uns mehr oder weniger durch Schneisen hindurch voran. Ich weiß schon lange nicht mehr, wo sich was befindet, und es macht auch keinen Sinn, zur Zeit etwas finden zu wollen. Bevor man so ein Wagnis eingeht, wie wir das getan haben, hat man schon so seine Vorstellungen davon, wie etwas in der Bauphase sein wird. Machen wir uns nichts vor: Viel zu lachen haben wir im Augenblick nicht. Das Treppenhaus, welches ich in mühevollen vier Wochen erst im Frühjahr diesen Jahres renoviert hatte, ist in einem erbärmlichen Zustand. Zu allem Übel regnet es ohne Unterlaß. Sohn 1 hat seine ersten Ferien,  nahezu alle Freunde sind verreist. Sohn 2 möchte ebenfalls zu Hause bleiben, weil... ist ja "ungerecht", wenn er in den Kindergarten muß, wenn der Bruder zu Hause sein darf... Kann mich nicht irgendwer entführen - ohne Lösegeldforderung, und wieder hier absetzen, wenn alle Arbeit erledigt ist? Ich bin auch pflegeleicht. Ehrlich! Keine großen Ansprüche: nur ein bis zwei  Cappuccini mit fettreicher Milch am Morgen - die hätte ich gerne. Während ich versuche der Forderung der Handwerker gerecht zu werden und die Kinder bei Laune zu halten, klingelt es an der Haustür: Erwin! Der liebe Herrgott hat ihn mir vorbei geschickt.  Über Menschen mit einem lachenden Herzen freue ich mich jederzeit. Und ja, ich freu' mich, als hätte ich meinen besten Freund wieder. Er ist quasi auf der Durchfahrt, muß zwischen zwei Aufträgen etwas Zeit überbrücken . Wir begrüßen uns freudig und machen eine  kurze Pause zusammen - bei einer Tasse Capuccino. Und ach ja... da waren ja auch noch die zwei Gartenscheren, die ich beim letzten Mal vergessen hatte. Und meine Freundin, die hat ja auch noch was...

06 Oktober 2011

Jetzt ist die schönste Zeit!



Göggelchen, mein Hähnchen-Vögelchen, ich kann nicht glauben, daß du schon sieben Jahre geworden bist. Es war doch erst gestern, als wir aus dem Krankenhaus entlassen und von unseren beiden Vätern nach Hause gefahren wurden. Ich weiß noch genau, wie unendlich aufgeregt ich war, dir das erste mal dein neues zu Hause zu zeigen. Als hätten wir einen Staatsempfang auszurichten. Genau so aufgeregt war ich. Eines der schönsten Gefühle meines Lebens war es, dich und deinen Bruder unter meinem Herzen getragen zu haben. Wann immer ich ganz bewußt über euch nachdenke, bin ich immer und immer wieder voller Demut und Dankbarkeit für dieses Glück. Von Anbeginn an seid ihr das Licht unseres Lebens. Bestimmt kann man auch ohne Kinder glücklich werden. Aber dieses Leben mit euch ist einfach unvergleichlich besser, schöner, so erfüllend und durch nichts auf der Welt zu ersetzen. Seit sieben Jahren wechseln sich die unterschiedlichsten Phasen ab. Nicht nur du bist in der Zwischenzeit gewachsen: wir durften mit dir wachsen. Seit deiner Geburt habe ich mich kontinuierlich dabei ertappt zu denken: "Jetzt ist die schönste Zeit!" Danke, mein Herz, daß wir dich in unserem Leben haben dürfen.

03 Oktober 2011

Der Sonne hinterher


Wir haben unserer Baustelle für eine Weile den Rücken gekehrt  und haben statt dessen eine schöne Zeit an der See verbracht. Diese unverhofft warmen, sonnigen Tage haben viele Menschen an die frische Luft getrieben. Familien mit Kindern, Paare ohne Kinder, Alte und Junge, mit und ohne Hunden. In der Regel ist es so, daß man in jungen Jahren mehr Zeit, aber weniger Geld hat. So ist oftmals improvisieren angesagt, wenn es um Freizeitaktivitäten geht. Es gab reichlich zu beobachten. Was mich besonders erheitert hat, das waren fünf junge Männer. Ich traute meinen Augen kaum, aber die brachten ihr Sofa direkt mit an's Wasser. Der Grill wurde angemacht, Gelächter erklang. Mit voranschreitender Zeit wanderten sie der Sonne hinterher. Ich war so angetan von dieser außergewöhnlichen Idee, daß ich nicht umhin konnte, und um ein Foto bat. Sie zögerten nicht einen Augenblick und freuten sich sogar. Schauen Sie mal... Ist das nicht nett?! Ja, genießen muß man können. Im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten. Das ist garnicht so schwer.



02 Oktober 2011

Schattenspiele

 












Ich habe den größten Respekt vor den Männern, die in den vergangenen Tagen der Gluthitze mit z.T. schwerem Arbeitsgerät und unhandlichen Materialien in schwindelerregender Höhe geschuftet haben. Allein, was die Gerüstebauer zu Anfang geschleppt haben, hat mich regelrecht erschüttert. Rein statistisch ist da so eine Männerwirbelsäule nach sieben Jahren dieser Art von Tätigkeit "durch". Da kann man schlecht von verdientem Lohn sprechen. Egal, was die Männer erhalten -  aus meiner Sicht kann das nur Schmerzensgeld sein.