12 Dezember 2011

Nachdenklich


Bevor ich Anfang Juli diesen Jahres damit begann, einen öffentlichen Blog zu führen, da war ich lange Zeit hin und her gerissen, wie das ganze denn inhaltlich aussehen sollte. Inzwischen ist eine gewisse Normalität eingetreten, da wo vorher die Aufgeregtheit war. Überflüssig zu sagen, wie sehr ich mich über die Kommentare anderer Bloggerinnen freue. Einige sind mir schon recht vertraut, von anderen weiß ich nur, daß sie den "stillen Lesern" angehören. Ich möchte mich bei allen Lesern bedanken, die hier regelmäßig vorbeischauen, und mir die Treue halten, obwohl hier derzeit wenig Anregendes zu finden ist. Meine kleine beschauliche Gemeinde ist mir Motivation genug, um weiter zu machen. Denn Zweifel hege ich immer wieder. Wieviel darf man von sich öffentlich machen, ohne sich das eines Tages vorwerfen zu müssen?... Immerhin fühle ich Verantwortung. Auch wenn ich bemüht bin, meine Familie nicht bis ins Detail zu präsentieren, erzähle ich hier u.a. auch von ihr. Und glauben Sie mir, ich würde so gerne noch so viel mehr über sie erzählen, weil sie Tag für Tag mein Herz zum Schwingen bringen, weil sie es sind, denen ich meine überbordenden Gefühle zu verdanken habe. Da ist es dann  beim Schreiben manchmal so, als führe man mit angezogener Handbremse. Sehr nachdenklich hat mich nach einem schönen Erlebnis mit meinen Kindern die Anmerkung von Sohn 1 gemacht, der zu mir sagte: "Mama, aber das schreibst du nicht im Internet!" Das wirkt immer noch nach in mir. Kennen Sie auch solche Situationen? Wie gehen Sie damit um? So wie ich das sehe, werde ich wohl auch künftig mit "angezogener Handbremse" unterwegs sein. Ich freue mich dennoch über Ihre Gesellschaft.

Kommentare:

  1. ich kenne deine Gefühle. Nur ein klitzekleiner Bruchteil meines Lebens ist im Blog zu sehen, und es scheint andere zu interessieren, das erstaunt mich immer wieder.
    Bloggen soll Spaß machen. That´ s all.
    Ja nun...ich bewunder die Bloggerinnen, die klare Worte sprechen können, bewunder jene, die ihr Leben öffentlich präsentioeren und teilen, und staune über die, die viele, viele Fans haben.
    Aber so bin ich nicht, und deswegen bleibt mein Blog auch so wie er ist. Gehe Du den deinen Weg :-) ich komme gerne immer wieder vorbei.

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  2. Meine Tochter ist zwar noch nich in dem Alter, dass sie versteht, was das Internet ist, aber dafür fragt mich der liebste Mann ganz oft, ob ich jetzt darüber schreibe .. Tja, das Leben im Internet ist und bleibt eine Zwickmühle. Auch für mich. Da sprichst Du mir ganz aus dem Herzen. Ich schreibe auch mit "angezogener Handbremse", das ist eine tolle Formulierung :) Würde es nach mir gehen, gäbe es tolle Bilder meiner kleinen Familie und ganz viel Privates .. Aber was, wenn das alles in die falschen Hände gerät? Sollte man das im Kopf haben oder lieber drauf los schreiben, ich weiß es nicht. Und so nehme ich Rücksicht auf meine 2 Liebsten und erfülle den Wunsch, dass keine Bilder unseres kleinen Mädchens im Internet zu finden sein sollen. Manchmal stimmt mich das traurig und ganz oft bin ich froh, dass es so ist.

    Dein Blog gefällt mir aber trotz der angezogenen Handbremse sehr gut. Da komme ich gerne wieder :)

    Alles Gute für das neue Jahr und liebe Grüße, Sindy

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