26 November 2011

Baustellen-Alltag


Zehn Wochen seit Baubeginn liegen nun hinter uns. Anstrengende, aufwühlende Wochen waren das. Nach so langer Zeit fühle ich mich, als wäre ich mit unserem Dachdecker verwandt und verschwägert. Seit vorgestern ist das Dach eingedeckt - nur da, wo mal Velux-Fenster rein sollen, schaut man nach wie vor auf die Delta-Max-Folie. Irgendwie,  nach diesen für uns unendlich langen Wochen mit wechselnden, fremden Menschen um uns herum, ist meine Sehnsucht nach sichtbaren Erfolgen gigantisch groß geworden. Noch ist aber kein Ende in Sicht. Und weil meine Geduld langsam aber sicher am Ende ist, habe ich selbst zu Zimmermanns-Hammer und Kuhfuß gegriffen. Das eklige an dieser Art von Abrißarbeiten ist die widerliche, alte Glasfaserwolle. Nach kurzer Zeit ist man mit diesem Kram "kontaminiert" und möchte sofort unter die Dusche. Alles brennt und juckt. Gräßlich! Es ist mir ein Rätsel, wie die Männer das einen ganzen Arbeitstag lang ertragen können. Erst mit voranschreitenden Innenbaumaßnahmen eröffnen sich neue Möglichkeiten. Was man sich vorher nicht vorstellen konnte, wird erst dann möglich, wenn schon die ein oder andere Veränderung umgesetzt wurde. So werden noch einige Wände fallen, so daß es einen größeren offenen Bereich geben wird, was ich sehr begrüße.  Die neuen Heizungen lagern in einem Raum, Türen wurden bestellt, die Fenster werden erwartet. Würde mich nicht wundern, wenn's dann Schlag auf Schlag geht. Hoffentlich!

Kommentare:

  1. Oh je, das sieht mehr als abenteuerlich aus. Ich wünsche Dir weiterhind Kraft das gelassen hin zu nehmen. Wir hatten letztens Maler bei uns und es fühlt sich wirklich verdammt komisch an, wenn da fremde Menschen am Schlafzimmer rumwerkeln.

    AntwortenLöschen
  2. hach ja * seufz* ich schieb dir ein bischen Mut und Kraft rüber. Ich will auch endlich ne Wand einreißen....

    AntwortenLöschen
  3. Ganz viel Kraft für dich!

    AntwortenLöschen