30 Juli 2011

Die Kammer des Schreckens

Laut Sternzeichen bin ich ein Mensch, der gerne als "ordnungsliebend" bezeichnet wird. Wenigstens in diesem Punkt haben die Sterne recht, und ich kann dem zustimmen. Ich liebe Ordnung. Nur gelingt es mir nie länger als wenige Tage, diese aufrecht zu erhalten. Wir haben zwei kleine Kinder. Das allein bringt die heilige Ordnung schon mächtig durcheinander. Den lieben langen Tag sind die Herren emsig beschäftigt wie die Ameisen. Dinge, die normalerweise in den Keller gehören werden im ganzen Haus verteilt, Küchenutensilien finden sich im Vorgarten wieder, Gegenstände aus der Garage tauchen im Kinderzimmer auf. Was mich wirklich einmal verblüffte war ein ca. 1,5 m langes Regenrohr, welches ich unter der Bettdecke bemerkte, als ich Sohn 1 des Nachts zudecken wollte. Sohn 2 hatte eine Gießkanne statt seines geliebten Teddys in seinem Bett gebunkert. Da kann man nur noch amüsiert den Kopf schütteln. Wenn ich also unzählige Male am Tag die Treppen hoch bzw. runter laufe, bin ich beladen wie ein Muli. Ich bringe die Dinge wieder zu ihrem ursprünglichen Ort zurück. Die Herren geloben Besserung, aber ich weiß ja, daß sie schwer und ernsthaft beschäftigt sind. Was sie tun ist halt nicht minder wichtig als das, womit wir Erwachsenen zugange sind. So gelingt es mir nur für sehr begrenzte Zeit, unser Haus wirklich sauber und ordentlich zu präsentieren. Ein Raum ist von diesem Glorienschein gänzlich ausgenommen: mein Zimmer, oder wie es sonst in aller Munde kursiert "die Kammer des Schreckens". Dort, so scheint es zumindest, läuft alles zusammen. Die gesammelten Werke von den Herren, ihre aktuellen Projekte, von meinen unvollendeten Werken mal zu schweigen, Papierberge, Stapel über Stapel... Und wenn ich mal ganz viel Zeit habe,  dann mache ich mich daran auszumisten. Mit dem Erfolg, daß aus drei Riesenstapeln mindestens sieben kleinere werden. Wenn es irgendwann nicht weiter geht, dann werfe ich sie eben wieder aufeinander zu einem riesigen Stapel. Sieht irgendwie ordentlicher aus als die diversen kleineren. Finden Sie nicht auch?

1 Kommentar:

  1. eine Kammer des Schreckens haben wir auch.....
    zuerst Küche, lange Zeit, dann zweieinhalb Jahre Tageskinderstübchen, dann Nähzimmer (selten genutzt), jetzt Büro/ Hauswirtschaftskammer

    es sammelt sich alles darin

    jetzt soll es evt, Jugendzimmer für Kind5,Sohn3 werden

    ich bin gespannt!

    Sanne

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