04 September 2015

Neuentdeckung

Wenn ich etwas gut finde und von dessen Qualität überzeugt bin, dann möchte ich, daß alle Menschen das erfahren, und auch in den Genuß einer Sache kommen können. Daher habe ich meinen letzten Post noch einmal gesplittet, um gesondert auf diesen Malkasten aufmerksam zu machen. Weiter unten könnt ihr die Farben eines herkömmlichen Wasserfarbkastens, sowie die wertigeren Gouachè-Farben sehen. Der Unterschied ist gewaltig.

Sicherlich sind euch allen diese Wasserfarbkästen bekannt, die man immer für den Kunstunterricht in der Schule anschaffen muß. Zuhause hatten meine Kinder schon als Winzlinge stets Zugriff auf Farben, Pappe, Papier, Stifte, Stoffe..., was das Bastlerherz eben so begehrt. Mir fiel schnell auf, daß sie nie gerne diese Wasserfarbkästen genutzt haben, sondern lieber an meine Aquarellfarben, wasservermalbaren Buntsifte und Acrylfarben heran gingen. Die Bilder, die sie in der Schule bis zum Jahresende gesammelt hatten und nach Hause brachten, schauten wir uns gemeinsam an. Trotzdem die Kinder stolz auf ihre Werke waren - ich natürlich auch, ärgerten wir uns jedesmal über diese blassen Farben. Als ich letztens nochmal die ein oder andere Acrylfarbentube nachkaufen wollte, erzählte ich der Verkäuferin in dem Kunstbedarfsladen davon. Wissend blickte sie mich an und zog mich um die Ecke. 

 

Diesen Kasten präsentierte sie mir. Zugegeben - der Preis ist um ein Vielfaches höher, als die der herkömmlichen Tuschkästen. Aber es lohnt sich, wie ich und meine Kinder finden.

 

Es handelt sich um Gouachè-Farben aus hochwertigen Pigmenten. Die Farben sind deckend und wasservermalbar. Verglichen mit den bisherigen blassen Farben haben sie eine ungeheure Strahlkraft. Nach einer kurzen Vorführung war klar, daß die kleinen Herren je einen solchen Kasten zum Geburtstag bekommen. Solltet ihr euch bisher, so wie wir über blasse Farben geärgert haben, diesen Farbkasten können wir euch wärmstens ans Herz legen.

 

Die Farben eines herkömmlichen Farbkastens. 

 

Die Farben mit hochwertigen Pigmenten - ein gewaltiger Unterschied.

Im ersten Moment kann der Preis abschreckend sein, aber wenn man bedenkt, wie lange man mit einem solchen Malkasten auskommt, dann ist das halb so wild. Die Farben kann man einzeln nachkaufen.

Diese Werbung habe ich gerne und umsonst gemacht. Viel Spaß damit! 

03 September 2015

Ein nächster Schritt

 

Die Ferien sind zu Ende. Wir haben uns entspannt, erholt und auch einiges geschafft. Nicht daß ihr denkt, wir wären nur wie in der ersten Woche beständig zwischen Bett, Bad, Küche und Sofa hin- und hergependelt. 

Während wir unsere Kinder intensiv und unendlich genossen haben, hat Sohn1 sich wie verrückt auf die neue Schule gefreut. Es wurde Zeit für neue Herausforderungen. 

Gestern dann, war es endlich soweit: die Einschulung an der weiterführenden Schule stand an. Einen Abend vorher bat ich den Sohn, seine Gefühle und Vorstellungen diesbezüglich aufzuschreiben. Erst schaute er etwas irrtiert, aber dann schrieb er eine Menge dazu, was mich vom Inhalt her sehr berührt hat. 

Berührt hat mich auch, daß mein Mann eine Menge Streß auf sich geladen, die zusätzlichen, weiten Wege nicht gescheut hat, um bei der Einschulung mit dabei sein zu können. Das rechne ich ihm sehr hoch an. Den kleinen Bruder habe ich vom Unterricht befreien lassen, damit auch er in unserer Runde nicht fehlen sollte. 

 

Was werden sie wohl wählen die neuen Sextaner?!
Gehen, oder doch lieber bleiben? ;-) 

Nach einer kurzen, knackigen Rede, zwei schönen Darbietungen, wurden die Kinder auf die jeweiligen Klassen verteilt. Der Sohn hat einen erfahrenen, drahtigen, entspannt wirkenden Klassenlehrer, der ihn in den nächsten zwei Jahren in Mathe und Sport unterrichten wird. Die Schulkoordinatorin, welche den Sohn bei einem Beratungsgespräch kennengelernt hatte, wird ihn im Fach Englisch unterrichten. Von Anfang an war da für mich ein guter Draht zwischen den beiden spürbar. Alsbald entschwanden die Kinder in ihren jeweiligen Klassen, und wir Eltern durften noch etwas Kaffee trinken und uns umsehen. Ein nächster Schritt ist mit einem guten Gefühl erfolgt. In den kommenden Wochen werde ich den Sohn im besonderen Maße bei seinen schulischen Dingen begleiten. Auch für Sohn 2 gibt es Veränderungen. Nun ist der große Bruder nicht mehr mit ihm auf der selben Schule, und in seinem Jahrgang wird er nun deutlich merken, daß die Zügel straffer angezogen werden. Auch da werde ich im Hintergrund greifbar sein.

Morgens muß nun viel eher aufgestanden werden, was sich im Augenblick ziemlich gewaltig anfühlt. Das gibt sich hoffentlich recht bald. Für mich dürfte das allerdings auch daran liegen, daß der Biorythmus von Kater Mautz und mir nicht vereinbar scheint. Immer um 4.00 Uhr morgens wird das Tier munter und möchte das erste Mal gefüttert werden. Um vier ist die Nacht für mich zu Ende, da danach an ein weiteres Mal Einschlafen nicht mehr zu denken ist.

Seit einiger Zeit purzeln hier auch unsere Geburtstage nacheinander. Dieses Jahr haben sich beide Kinder gewünscht, daß nur wir vier zusammen etwas Schönes unternehmen - ohne weitere Gäste.

 "???" -  Okeeeey... 


Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende. 

Gäste hin- oder her. Ein Geburtstagskuchen muß dennoch gebacken werden. Ich gehe mal die Zutaten besorgen... 

31 August 2015

Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Ihr Lieben,

die ihr trotz meiner Abwesenheit hier beständig vorbeigeschaut habt, ich grüße euch nach einer längeren Blog-Pause. 

Eine Blogpause, die habe ich dringend gebraucht. In der ersten Woche der Ferien sind wir wie ein Kartenhaus in uns zusammen gefallen. Die einzigen Wege, die wir gemacht haben, waren die vom Bett ins Bad, vom Bad auf's Sofa oder Küche, evtl. wieder auf's Bett. Blogs habe ich in dieser Zeit ausnahmsweise mal keine gelesen. Dafür hatte ich wieder echte Bücher in der Hand, in denen ich abgetaucht bin. In diesen Wochen ohne Lebenszeichen ist lediglich ein großformatiges Bild entstanden. Die erste Woche war bitter nötig, um uns neu zu sortieren, tief durchzuatmen mit dem Bewußtsein, in nächster Zeit nichts tun zu müssen.

Ich habe zwischendurch tatsächlich immer mal wieder dem Gras in unserem Garten beim Wachsen zugesehen. 

 

 


Das hat gut getan, mein arg aufgewühltes Inneres neu zu sortieren! Denn die aggressiven Ereignisse in Deutschland empfinde ich als sehr bedrohlich, äußerst bedrückend und sehr befremdlich für dieses wunderbare, moderne Land. All das habe ich in ganz ähnlicher Form vor nahezu vierzig Jahren schon einmal miterleben dürfen. Damals war ich noch ein kleines, unbedarftes, hilfloses Kind, was blanke Todesangst hatte, wenn Wohnungen und Häuser in Flammen aufgingen, in denen Ausländer wohnten. Anschläge auf Asylantenheime gab es damals wie heute. Ebenso wie Demonstrationen mit tausenden von Neonazis, die "Heil Hitler!" und "Ausländer raus! Deutschland den Deutschen!" grölend in Bomberjacken und Springerstiefeln tagelang randalierend durch die Stadt zogen, alles, was ausländisch aussah zusammen schlugen, um dann irgendwann durch massiven Polizeieinsatz wieder im Nichts zu verschwinden. Ich war felsenfest davon überzeugt, daß man uns umbringen wollte. Für mich als Kind gab es da nichts zu mißverstehen. Mit Absicht wurden Menschenleben ausgelöscht. Was daran sollte man mißverstehen?! Die einen wollten uns lieber tot als lebendig sehen, andere wollten uns unbedingt retten - auch das mochte ich nicht. Freundliche und ehrliche Kontakte, Unterstützung, sowie aufrichtiges Interesse und Anteilnahme - das hätte man damals gebraucht. Ich denke nicht, daß das heute anders ist. 

Mit welchem Recht sich manche Menschen über andere erheben, das wird mir auf ewig fremd bleiben. 

Unterscheiden wir uns wirklich so sehr voneinander - mit dem, was wir uns für unser Leben, unsere Familien vorstellen und wünschen? Ich denke nicht.

Das, was an Positivem geschieht, auch das registriere ich natürlich. Gottlob, es gibt noch Menschen mit Herz. Sie alle haben genausowenig wie ich ein Patentrezept an der Hand, mit der sich alle noch kommenden Probleme dauerhaft bewältigen lassen, aber statt untätig zu sein, machen sie den Mund auf, um dem wildgewordenen Mob mit seinen "Weg mit dem Dreck!"- Rufen etwas entgegen zu setzen. Sie alle zeigen Haltung, machen aufmerksam auf diverse Aktionen, sie helfen tatkräftig mit, wo Hilfe vonnöten ist, scheuen keine Arbeit und schauen nicht weg. Dafür bin ich unendlich dankbar! Das ist etwas, was ich vor ca. vierzig Jahren anders erlebt habe. Da gab es höchstens Einzelne, oder kleinere Organisationen, die sich engagierten, aber nicht diese Massen. 

Danke dafür jedem, der sich in seinem Handeln nicht verunsichern läßt, das zu tun, was die Menschlichkeit jedem Menschen gebieten sollte zu tun. 

In unserem beschaulichen Ort sind ca. fünfzig syrische Flüchtlinge aufgenommen worden. Auch hier gibt es ehrenamtliche Helfer, Menschen, die einen guten Willen zeigen, eine Gemeinde, die sich Besonderes einfallen läßt - leider aber auch die, die mit ihrer vernichtenden Meinung nicht hinterm Berg halten. Nähere Aussagen dazu erspare ich meinen Lesern. Es ist einfach zu beschämend, solchen Bullshit hier zu verbreiten. 

Ja, ich mache den Mund auf. In aller Ruhe, die mir möglich ist, aber auch in aller Deutlichkeit. Auch wenn ich nie als ein Flüchtling um mein Leben bangen mußte, weiß ich noch zu genau, was dieser Haß mit einem Menschen, mit Generationen von Menschen, machen kann. Man verliert das, was sich Menschenwürde nennt. Und das sollte Niemandem abhanden kommen.

"Mama, warum möchten die Menschen nicht, daß die Flüchtlinge hier leben?", fragt mich das kleine Kind besorgt.

"Manche Menschen sind verunsichert, einige haben Angst. Darüber muß man reden, sollte auch diese Ängste ernst nehmen."

"Aber wovor haben sie denn Angst? Sind die Flüchtlinge denn böse?"

"Nein, sie wollen genau das, was auch wir anderen möchten. Aber dort, wo sie leben haben sie keine Chance. Es geht ihnen sehr sehr schlecht dort, woher sie fliehen. Sie versuchen ihr Leben zu retten, sich eine bessere Zukunft aufzubauen. Teilen ist nicht nur für Kinder schwer manchmal."

"Mama, können wir auch den Flüchtlingen helfen?"

"Das können wir mein Herz. Und das werden wir auch tun!"

In diesem Sinne. Wir lesen uns.

31 Juli 2015

Familienzeit

 

Um mit meiner Familie zu entspannen, und Schönes zu erleben.

 

Um Dinge in Ruhe zu erledigen.

 

Um die kleinen Dinge des Lebens zu genießen.

 

Bis dann!

30 Juli 2015

Bewegt

 

13x18
Acryl auf Malpappe 

Die hiesigen Wetterkapriolen sind beeindruckend. Seit einer Woche hat es hier unentwegt geregnet - ein Naturschauspiel für sich. Wir haben es sehr genossen. Mir persönlich ist das zig mal lieber, als unerträgliche Backofentemperaturen. Anscheinend bin ich ein Warmblüter ;-) - zumindest benötige ich keinerlei zusätzliche Befeuerung noch von außen. Bei diesem Wetter bin ich nur zu gerne am Strand, lasse mir die Haare vom Wind durcheinander wirbeln, das Regenwasser ins Gesicht peitschen, mich vom Wind durchrütteln und schaue den akrobatischen Flügen der Möwen zu. Der Dauerregen hatte Folgen: es gab größere Erdrutsche. Aber zum Wochenende soll wieder die Sonne scheinen. Und wärmer als 13°C soll es auch wieder werden. 

Habt ein schönes Wochenende. 



27 Juli 2015

Regentage

 

Pladderregen. Wie aus Kübeln schüttet und trommelt es dumpf gegen die Scheiben. Wir genießen die Zeit im Haus, hängen Gedanken und Ideen nach, kochen zusammen, essen, lesen, zeichnen, erzählen, kuscheln miteinander und spielen mit dem verrückten Kater. Hach, es könnte grad schöner nicht sein.

 

Das Strickstück wächst und wächst - obwohl ich nicht jeden Tag stricke. Inzwischen mußte ich auf eine längere Nadel umsteigen.

 

Seide ist so wunderbar zu verstricken. Insgeheim freue ich mich schon jetzt auf das fertige Stück irgendwann. Bis dahin dauert es aber noch ein Weilchen.

 

Noch ein Knäuel dieser Größe, und es ist vollbracht.

 

Genäht habe ich auch wieder und dabei festgestellt, wie sehr sich meine Sehstärke erneut verschlechtert hat. Wenn das in dem Tempo so weiter geht, wechsle ich meine Brillengläser öfter, als andere Leute ihre Bettwäsche. Hätte ich dieses Einfädeldingsbums nicht gehabt, nie hätte ich den Faden durch das Nadelöhr bekommen. Au weia! Und bevor ich auf meiner Seite nur noch Ameisenkacke ausmachen kann, nehme ich die nächstgrößere Schrift. Vielleicht kommt das der ein oder anderen von euch auch entgegen ;-).

25 Juli 2015

Gestern und heute

 

Kräuter... hmmm... Einen ganzen Wagen voll aus dem Gartencenter mitgenommen, um unser Kräuterbeet wieder zu vervollständigen. Wenn wir kochen wird mit Kräutern nicht gegeizt. Schade, daß Koriander hier nichts wird. Den bestelle ich bundweise wöchentlich auf dem hiesigen Wochenmarkt. Sooo lecker!! Argentinischer Minzstrauch, Zitronenthymian, großblättrigen Schnittlauch (das kleine Kind hat bereits im Auto davon genascht), Zitronenverbene, Salbei, Basilikum und einiges andere mehr mußte mit...

 

Nachdem das Kräuterbeet neu ergänzt wurde, habe ich mir zur Belohnung einen tiefen Schnuff bei dieser Schönen abgeholt.

 

Zu dieser konnte ich nur aufschauen.

 

Während das Feuer im Garten loderte einen kleinen Rundgang gemacht.

 

Mich über die erste Blüte der Bauernhortensie gefreut.

 

Die Winde hat den Bambus erklommen.

 

Unser Abendessen (nix Webergrill) neandertalermäßig über der Glut gegart, geschmaust, geschmust und erzählt... und einen weiteren
Walnußbaum von der Freundin in unseren Garten gepflanzt. 

 

Mich kaum satt sehen können an diesen wunderschönen Farben.

 

Während die kleinen Herren am nächsten Morgen in Wettstreit beim Kräftemessen geraten sind, (man achte bitte auf die selbstgedrehten Wollfäden, die zur Fesselung benutzt wurden ;-)), 

 

habe ich das wunderschöne Starkregenwetter mit imposantem Gewitter unendlich genossen (eine Wohltat für den Garten - die leere Regentonne ist wieder voll).

 

Unbedingt etwas Einfaches aus Jersey nähen wollen. Leider nichts in meinen favorisierten Farben gefunden. Gestern diesen Stoff als das kleinste Übel aus dem Stoffladen mitgenommen. Das erste Mal, daß ich überhaupt mit Jersey genäht habe. Hat gut geklappt. Ein über die Knie gehender Rock mit elastischem Bündchen ist entstanden - angenehm und unkompliziert zu Hause zu tragen. Ich denke, davon werden in nächster Zeit noch einige mehr entstehen.

Was treibt ihr so??

Schönes Wochenende euch allen!