25 Oktober 2014

Aufgang nur für Herrschaften

Achtung: Katzen-Schmacht-Post!!! Desinteressierte können direkt weiter gehen...


Seit fast einem Jahr teilen wir unser Leben mit einem schlauen und sehr anhänglichen Kater. Nie habe ich einen gewollt, geschweige denn gebraucht - bis er da war. Nach kurzer Zeit schon haben wir ihn nicht mehr missen wollen. Er ist sehr eigen, aber genau so haben wir ihn kennen-  und lieben gelernt. Einen rücksichtsvolleren, sensiblen Mitbewohner können wir uns nicht vorstellen.


Monsieur Mautz wetzt sein Waffenarsenal.
"Allahallah...", sagte mein Vater staunend, wenn er den Kater längere Zeit beobachtet hatte. Er befand ihn für sehr ungewöhnlich. "Brettfuß, Reißzahn, Baby-Joschi", sagt Sohn1. 
 


"Die Bart-Ratte ist ein Imperator!", sagt Sohn2.

"Komm Mäuschen, Happi Happi!", sagt mein Mann. "Mautz, du Clochard, da bist du ja wieder!", begrüße ich ihn freudig. 

 

Wenn ich sehe, wie wir alle überaus zärtlich mit diesem Tier sind, dann geht mir das Herz auf. Der Plüsch ist eine so große Bereicherung für jeden von uns. Eine ungewöhnlich treue Seele ist der Herr Mautz. Hier in der Gegend ist er eine Bekanntheit geworden. Stundenlang stromert er mit uns durch den Wald. 

 



Dann ist er ein Hans im Glück, weil es so viel Neues zu entdecken, zu erklettern und zu erschnuppern gibt. Es ist eine so große Freude, seine Lebensfreude miterleben zu dürfen. Kratzende Rachen, triefende Nasen gehören der Vergangenheit an - ob man auch das unter "Desensibilisierung" versteht?! Schon einmal kaufte ich eine Katzen-Klappe für unseren Freigänger und trug sie nach einer Weile wieder zurück. Ein Loch in der Haustür war mir einfach nicht geheuer. 

 

Zumal Monsieur Mautz ein großer, hartnäckiger Jäger ist, der reichlich Mäuse erlegt. Insgeheim wollte ich uns seine Greueltaten ersparen: Mäuse in Kleinteilen braucht kein Mensch in seinen Gemächern. Aber das nächtliche, besorgte Rufen nach ihm an der Haustür war auch kein Dauerzustand. So entstand vor wenigen Wochen eine Art Himmelsleiter eigens für Herrn Mautz zum oberen Stockwerk. Inzwischen wird die Leiter zunehmend verbessert.
                                         

Der Herr des Hauses setzte meine Idee sofort um.


Und damit Herr Mautz nicht versehentlich im dösigen Zustand einen Abflug macht, wurde vorsorglich noch eine Begrenzung angebaut. Auf die sieben Leben, die man Katzen nachsagt, da möchten wir uns nicht drauf verlassen.


Und während wir hier seit Jahren eine Baustelle bewohnen, hat der Kater nun einen neuen Lieblingsplatz ;-). Wenn er rein und raus will, muß ich nicht zu nachtschlafender Zeit torkelnd durch das ganze Haus, sondern kann ihm äußerst bequem über das Fenster Einlaß gewähren. Demnächst bekommt er noch eine zusätzliche Überdachung, die man zur besseren Reinigung auch abnehmen kann. Ja ja, ihr dürft gerne herzhaft lachen. Wir tun das auch! Manchmal, wenn Herr Mautz so meterhoch erhaben über allem ruht und nicht reinkommen möchte, weil er sich gelegentlich unseren unbändigen Liebesbekundungen entziehen möchte, muß ich schmunzeln. Er ist einfach toll, und ein Geschenk des Himmels, der Plüsch!!!

23 Oktober 2014

Kinder°Augen




 

Kinder°Augen - nach einer Idee von KrokodiLina

Alle Bilder dieser Reihe stammen von Sohn1.



18 Oktober 2014

Absolut berechnend, oder Big Data kennt dich besser als du denkst

Seit etwas über drei Jahren blogge ich und habe aus unterschiedlichsten Gründen heraus, Freude daran es zu tun.  Allerdings gebe ich zu, daß ich auch stets Bauchschmerzen dabei habe. Irgendwo auf meinem Blog merkte ich mal an, daß ich bezüglich des Schreibens stets das Gefühl habe, mit angezogener Handbremse zu fahren. In immer kürzer werdenden Abständen denke ich ernsthaft darüber nach, mit dem Bloggen aufzuhören. Warum das so ist, das möchte ich euch hier gerne erläutern. Und das liegt gewiß nicht daran, daß mir die Themen ausgehen könnten. Ganz und garnicht!

Niemandem dürfte inzwischen verborgen geblieben sein, welche außerordentlichen Datenspuren wir allesamt (ob mit oder ohne Blog) im Alltag hinterlassen. Sei es beim Einkaufen mit EC-Karte, beim Sammeln diverser Payback-Punkte, bei Einkäufen im Internet, beim Surfen oder Googeln, bei der Nutzung von WhatsApp, oder der Nutzung von kostenlosen Software-Programmen, als Mitglied von Facebook und anderen sozialen Netzwerken, bei der Nutzung von Handys, Smartphones etc.  - mal ganz abgesehen von Daten, die man bei Behörden hinterläßt. Einzelne Datenfragmente sind ähnlich einzelner Teile eines Puzzles uninteressant. Zusammengeführt aber ergeben sie durchaus ein aufschlußreiches Ganzes.




"Alles harmlos!", denken immer noch bedenklich viele Menschen. Was soll schon großartig geschehen, wenn man hier und da einpaar persönliche Daten von sich preis gibt. Und wer bitte soll die alle sammeln und hat die Zeit das alles zusammen zu führen?? Wofür??? Auch schrieb mir mal Jemand in jüngster Vergangenheit zu Amazon: "Amazon sucks!" Nun, auch Amazon sammelt munter Daten.

In einem Forum las ich ganz ähnliche Fragen. Daten sammeln nahezu ausnahmslos alle. Wer liest schon das Kleingedruckte überall genau durch und versteht das auch ganz genau so, wie es gemeint ist. Ich wette, die meisten gehen auf "Akzeptieren" und klicken einfach weiter.

Natürlich sitzt da nicht irgendwo jemand in einem Kämmerlein und legt ein Dossier über einen an. Das wäre nicht zu schaffen, und es ist auch nicht vonnöten. Denn das geht wunderbar mittels Algorithmen und Hochleistungscomputern. Das Alles stellt überhaupt kein Problem dar und findet in vielen Bereichen schon lange seine Anwendung.

Für all jene, die sich ebenso für diese Thematik interessieren habe ich folgende Links zusammen gestellt. Liest es euch durch und staunt, was heute schon alles geht, und wie "nackig" wir uns auch noch ganz freiwillig machen.

Hier und

Ist `ne Menge, ich weiß… Aber, wenn man schon Daten hinterläßt, sollte man nicht so blauäugig sein und darum wissen. Jedes Mal, wenn einer über Google surft, sich per Handy einloggt, mit Kreditkarte einkauft, etwas ins Netz lädt, produzieren wir Daten. Wer zumindest nicht möchte, daß Google über jede seiner Suchmasken informiert ist, der kann auch diese Suchmaschine nutzen, denn die speichert all das nicht: https://duckduckgo.com/ und gibt nur im Falle dessen, daß ihr kriminell werden solltet, Info’s an Polizei und andere Staatsdienstler aus.
 

Mich interessiert sehr, wie eure Meinung dazu ist. Hat das Auswirkungen auf eure Blog-Beiträge? Könnt ihr ungehemmt und frei von der Leber weg schreiben?

In meinem Fall ist das schon so, daß dieses Wissen mich beeinflußt. Und auch wenn ich zu sehr netten Kontakten über meinen Blog gekommen bin, bin ich nicht naiv genug zu glauben, daß da draußen nur nette Menschen sind und durchaus auch ganz andere hier unerkannt mitlesen.
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Seit über einem Jahr möchte ich gerne über unsere Anfänge in Deutschland schreiben. So oft habe ich schon einen Anfang versucht, weil ich es für wichtig erachte einen Blick in jene Zeiten zurück zu werfen, von denen heute kaum noch jemand etwas weiß. Ich drehe und winde mich. Bisher tue ich mich schwer damit, weil ich kaum damit beginnend spüre, wie sich eine innere Zensur einschaltet, die das Ergebnis verfälscht. Und so lange ich nicht schreiben kann, wie ich schreiben möchte, habe ich es vorgezogen es garnicht zu tun. Noch habe ich nicht ganz genau durchschaut, wie das gehen könnte (und ob das überhaupt möglich ist) nur einer gezielten Leserschaft bestimmte Posts zugänglich zu machen. Hilfreiche Tipps nehme ich gerne entgegen. 

Wir alle können uns nicht aus diesem Leben stehlen, sollten aber darum wissen, was in der Praxis längst angewendet wird.

17 Oktober 2014

Mit Liebe gemacht

 


Diese Figur ist aus einer Mischung entstanden, die ich sehr mag. Es enthält sowohl Papierfasern, als auch Sägespäne. Es sieht nicht nur aus wie Ton, es fühlte sich auch ziemlich genau so an. Und nachdem es ca. zwei Wochen getrocknet ist, ist es auch ohne Brennofen steinhart geworden.



Eigentlich sollte am Ende  ca. 1,5 kg Formmasse entstehen. Allerdings schütteten die kleinen Herren schneller als ich "Halt!" rufen konnte alles in eine große Schüssel hinein. 




So erhielten wir üppige 8,5 kg Masse und konnten ungehemmt herumpantschen - ne, was war das schön! 


 

 

 

 

 

 


 Liebe ist großartig und drückt sich in allem aus, was man tut. Wir haben Monsieur Mautz ein Denkmal gesetzt.

Wir lieben diese Figur, die an einem  Nachmittag mit einem der Söhne entstanden ist. Wir haben beschlossen, sie weder zu bemalen, noch zu lackieren. Nur geschliffen wurde sie.