08 Februar 2016

Auf einem harmlosen Waldspaziergang...

 

Auf einem harmlosen Waldspaziergang wird ein interessantes Objekt gesichtet. Ein sehr langes, äußerst schweres Objekt. Man hätte daran vorbei gehen können. Hätte man sicherlich gekonnt, wenn der Frau und den Söhnen nicht eingefallen wäre, was der dazugehörige Mann daraus machen könnte.

 

Ein kurzer Austausch und fest entschlossen wurde das sehr seehr schwere Holzstück in allen erdenklichen Positionen geschleppt und über den Boden geschleift. Jetzt liegt ein Riese in unserem Garten, zwei kleinere und ein größerer Mensch haben Rückenschmerzen, und der Mann ahnt noch garnichts von seinem Glück ;-)...

Wenn alle Stricke reißen, und der wenig Zeit habende Mann nichts damit anstellen kann, haben wir viel Brennholz für unsere Gartenfeuer.

Was habt ihr schon für Souvenirs von euren Ausflügen mitgebracht? 

06 Februar 2016

Beschäftigung am Nachmittag


Mein HNO-Freund würde mir jetzt eine Gardinenpredigt zur Selbstreinigung der Gehörgänge halten. Bei mir geht das zum einen Ohr rein, und zum anderen raus. Kann es etwas schöneres geben, als sich gedankenverloren in den Gehörgängen herumzuporkeln?! Ich liebe es.

Womit vergnügt, oder entspannt ihr euch gerade?

Ein gutes Wochenende wünsche ich euch allen. Vom Karneval bekommt man hier im hohen Norden nur via TV etwas mit. Ich vermisse es nicht. 

03 Februar 2016

Von morgens bis mittags

Unter der Woche weilt meine bessere Hälfte weit weg von uns, in der Großstadt. So ist es nicht verwunderlich, daß wir häufig im Laufe des Tages miteinander telefonieren, um die Dinge abzusprechen, uns auf dem Laufenden zu halten, die Meinung des anderen einzuholen, einfach mal zu horchen, ob am anderen Ende alles in Ordnung ist. 

Kater Mautz ist der Erste, der morgens wach wird. Der Hunger treibt ihn an, so daß er es kaum abwarten kann, bis ich aufstehe. Tue ich das nicht sofort, marschiert er so lange mit deutlich hörbaren Schritten vorwurfsvoll hin- und her (ja, seine Schritte klingen dann tatsächlich von Minute zu Minute vorwurfsvoller), bis ich mich auf die Bettkante setze. Dann werde ich überhäuft mit Liebesbekundungen er gibt Köpfchen, reibt sich an meinen Beinen, stubst mich mit seiner feuchten Nase an, während ich: "Dicker, dicker Bär...", sagend ihn kräftig durchmassiere. Danach gibt es Futter für ihn, während ich im Bad verschwinde. Auf dem Rückweg mache ich Frühstück für die Kinder und mir den ersten Kaffee. 

Eine Stunde bevor das erste Kind aus dem Haus muß, wecke ich es. Und das tue ich genau so, wie auch ich immer in meiner Kindheit geweckt worden bin: ich küsse und streichle sie, noch bettwarm, wach. Eine gute Zeit ist das, weil sie ja noch im Dämmerschlaf sind, und ich mich in diesen Minuten an ihnen sattküssen kann. Dann geht es für die Beiden ins Bad, während sie sich für den Tag bereit machen.

Das eine Kind frühstückt, während das andere kaum einen Bissen runterbringt.  Derweil bereite ich das Frühstück für die Schule vor. Der erste Kaffee ist getrunken, und die ersten SMS mit der besseren Hälfte ausgetauscht,  da wird noch einmal gemeinsam auf die Stundenpläne geguckt, damit niemand ohne Sport- oder Schwimmsachen in die Schule geht. Gibt es eine Klassenarbeit an dem Tag, wird auf Wunsch gerne noch einmal kurz Vokabeln abgehört, oder irgendetwas wiederholt. Ist noch ein bißchen Zeit, wird kurz angerissen, was wir evtl. am Nachmittag unternehmen wollen, oder was zum Mittagessen gewünscht wird. Während ich das eine Kind bereits zur Bushaltestelle bringe, darf das andere noch etwas dösig durch die Gegend schauen. Nachdem ich auch das zweite Kind zur Bushaltestelle gebracht habe und zurück bin, räume ich die Küche etwas auf - und nehme mir einen zweiten Kaffee mit an meinen Schreibtisch.



Da ich mich derzeit im Sonderurlaub befinde, habe ich eine angemeldete Nebentätigkeit, die ich mit wenigen Stunden täglich von zu Hause aus gut bewerkstelligen kann. Also setze ich mich an den Schreibtisch und lege los. Zwischendurch kann ich problemlos eine Waschmaschinenladung befüllen, was von Vorteil ist.

Nach dieser Zeit erledige ich entweder Dinge im Haushalt, kaufe ein, und koche das Mittagessen. Die Kinder trudeln meist am frühen Nachmittag ein. Bei schweren Stürmen oder sintflutartigen Regenfällen hole ich sie mit dem Wagen an der Bushaltestelle ab.

Wir essen gemeinsam, jeder erzählt, wie sein Tag war (oft gut, aber manchmal bekomme ich auch haarsträubende Geschichten zu hören). Die Kinder nehmen sich etwas Zeit, bevor sie sich an ihre Hausaufgaben setzen. Ankommen ist wichtig. In dieser Zeit gehe ich mitunter meinen Interessen nach, bleibe aber in der Nähe und bin ansprechbar.

Wie läuft es bei euch ab - von morgens bis mittags, oder auch nachmittags?

31 Januar 2016

Wege

Noch vor einem halben Jahr, da schrieb ich humorvoll
 

Nicht zu hoffen wagend, daß Jemand sich ernsthaft für eines meiner gemalten Bilder interessieren könnte. Und dann passiert es, daß eine ganz freundliche Anfrage kommt. Auch noch von Jemandem, dessen Blog ich schon lange kenne und all die wunderschönen Sachen darin so bewundere... Noch gebe ich keine Bilder gegen Geld her, sondern tausche gegen gewünschte Materialien. Viel wichtiger ist mir das Malen an und für sich. Denn ich habe viel zu viele Jahre lang vor mich hingerostet und eine Leidenschaft nahezu gänzlich verkümmern lassen. Aber statt mich über die vertane Zeit zu ärgern, freue ich mich, wieder mit kleinen Skizzen und dem Malen angefangen zu haben. Oft genug nicht gut, aber das ist garnicht so wichtig im Moment (Ein schlauer Kopf hat mal gesagt: "Etwas nicht zu können ist kein Grund es nicht zu tun!"). Wichtig ist das Tun, denn nur so lernt man und entwickelt sich weiter. Skizzen finde ich unsagbar wichtig, um die Augen zu schulen, um wieder das Sehen zu üben, die Hände dazu zu bringen, das Gesehene locker auf das Papier zu zeichnen. Die Selbe Zeichnung manchmal etliche Male anzulegen, bis die Proportionen endlich stimmen, bis die Bewegungen der Hand fließend sind. Sich nicht über Mißlungenes zu ärgern, sondern sich darauf zu freuen, was noch möglich sein wird mit der Zeit. Das ist mir wichtig. Und darauf freue ich mich.

Ein letztes Mal habe ich mir dieses Bild im Original angesehen und mich von den Dreien verabschiedet. Ab jetzt werden sie woanders glänzen und schimmern und ihren neuen Besitzern hoffentlich Freude bereiten. 
 
 

Schon jetzt gibt es wenige Bilder, die ich nie verkaufen würde. Für kein Geld der Welt. Diese hier werden auf eine sehr lange Reise gehen. Gott, wie ich mich freue. Ich habe noch nicht einmal eine Kaffeetafel decken müssen ;-)...

 

Wie verpackt man ein Bild, welches eine so lange Reise vor sich hat? Ich habe noch nie zuvor eines versenden müssen. Glücklicherweise gab es noch einiges an Luftpolsterfolie im Hause. Ich habe mehrere Lagen davon um das ganze Bild herum gewickelt,

 

...um am Ende festzustellen, daß ich den Umschlag mit persönlichen Zeilen vergessen habe, da mit hinein zu tun. Hm... Ich Verpackungskünstler, ich ;-).

 

Fehlt nur noch die Anschrift... und dann geht es morgen zur Post. Habe ich schon erwähnt, wie sehr ich mich freue?! 

30 Januar 2016

Neuanfang

Wenn im Herbst allmählich die Dunkelheit sich breit macht und Rückzug angesagt ist, schätze ich diesen Umstand sehr. Allerdings beginnt es kurz nach Silvester bereits in mir zu rumoren: Licht, meine Seele verlangt dann nach Helligkeit. So schnell, wie ich es gerne wieder hell hätte, geht das leider nicht. Es werden noch Wochen vergehen, bis die Finternis am Morgen und am Nachmittag  weichen werden. Und obwohl ich gerade von einer bleiernen Müdigkeit heimgesucht werde, schmiede ich bereits Pläne. Bis zum Frühling wird es noch dauern, aber spätestens dann weiß ich, daß diese ungeahnte Energie mich aus meiner Trägheit herausreißen wird. Spätestens dann wird es Zeit für einen Neuanfang, der für viele mit einem Frühjahrsputz beginnt. Wer mich gut kennt weiß, wie ungern ich putze. 


Das Putzen an und für sich ist es weniger, eher die ständigen Wiederholungen dieser Tätigkeit machen mich mürbe. Was für eine Sisyphusarbeit! Aber da auch ich es hier für uns schön haben möchte, führt kein Weg daran vorbei. Furchtbar einerseits - andererseits ist der äußere Frühjahrsputz immer auch ein inneres Aufräumen. Abschied zu nehmen von Gegenständen, Gewohnheiten, mitunter einem Stück Vergangenheit tut vielleicht auch weh. Das Beste daran aber ist, daß es Entlastung bringt und Platz schafft für Dinge, die wichtiger sind. Diese Dinge widerum schätze ich so sehr. Sie tun uns allen hier gut.

Wenn man kaum noch ohne Grauschleier aus den Velux-Fenstern schauen kann, dann muß sogar aus meiner Sicht bald etwas geschehen. Ich habe mich gründlich vorbereitet, und in einen gewöhnlichen Fensterabzieher mit hochwertiger Gummilippe investiert. Wenn das nichts bringt, dann weiß ich's auch nicht ;-)...

Was bedeutet euch der Frühjahrsputz? Putzt ihr dann nur, oder gibt es eine allgemeine Entrümpelung? Was macht das mit eurer Seele?

29 Januar 2016

Stormy weather

Es pustet mal wieder gewaltig ums Haus, Regen peitscht gegen die Fenster, der Kater schnarcht, daß die Wände wackeln, und ich... ich bin sehr sehr müde.

Zum Glück ist Wochenende. Heute gab es hier Zeugnisse. Die Jungs haben sich gut geschlagen, und ich freue mich, daß so langsam aber sicher bei ihnen angekommen ist, daß Lernen richtig Spaß machen kann. Ok, nicht immer, aber doch oft genug. Morgen wird das noch gebührend gefeiert werden. Meist probieren wir dann ein neues Restaurant aus. Hier befanden sich noch die rückwärtige Pappe von zwei Malblöcken, sowie reichlich Prospekte, mit denen wir angefangen haben, Häuser zu bekleben. Bei dem Weltuntergangswetter kann man ja nicht aus dem Haus. Zudem ist es schon wieder so finster wie tiefste Nacht.

 

Der Prospektstapel ist verschwunden, dafür sind zehn unterschiedliche Häuser entstanden, die nun vor sich hintrocknen. Was dann daraus werden soll? Sie sollen angemalt werden, sagt das jüngste Kind. Dann sehen wir weiter.

Was macht ihr gerade? Euch in euren Häusern verkriechen, oder könnt ihr im Gegensatz zu uns noch vor die Türe?

Ich wünsche euch trotz Gruselwetter ein schönes Wochenende.